Wenn ich damals Klavier gespielt hätte (oder Tennis), hätten sich möglicherweise Türen geöffnet, die mir damals verschlossen waren. Diese ergeben sich nicht aus den „arme-Leute-Hobbies“. Um „Musik“ geht es dabei nicht, das ist Mittel zum Zweck. Tennis auch.
Aber wie sind wir jetzt dahin gekommen? Über Resilienz = Lernen = „macht Freude“ und mein Argument, dass „Lernen“ auch einfach nur Mittel zum Zweck sein kann.
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10.03.2021, 12:30Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
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10.03.2021, 12:33Inaktiver User
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10.03.2021, 12:40Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Das ist keine Antwort auf meine Frage - was würde es dir denn HEUTE bringen, wenn du DAMALS Klavier spielen gelernt hättest?
Freude am Klavier spielen ist es ja nicht.
Oder denkst du, du wärst dann heute in einer ganz anderen, besseren beruflichen Situation, weil: mehr Status?
Inwiefern?
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10.03.2021, 12:45Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Das ist Deine Interpretation. Und sie zieht sich offenbar durch Deinen Lebensentwurf. Es tut mir fast weh, das zu lesen.
Nein, Kara - es ist kein Mittel zum Zweck. Für sehr, sehr viele Menschen ist eine Passion, Leidenschaft, etwas wunderbar Bereicherndes. Falls Du so etwas nicht kennst und Deine "Hobbies" auch nur Mittel zum Zweck sein sollten, wäre es vielleicht an der Zeit, darüber einmal nachzudenken. Um Deinetwillen.
Mein "arme Leute Hobby" lesen hat mir übrigens immer und überall Türen geöffnet, obwohl ich deshalb niemals ein Buch in die Hand genommen habe.
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10.03.2021, 13:02Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Zum Beispiel. Vielleicht hätte ich da jemanden getroffen, der mich beruflich früher auf den Pott gesetzt hätte, das hätte mir Lebenszeit gespart . Oder jemanden, der heute Angel Investor in meinem Start-Up geworden wäre. Liste beliebig fortsetzbar. Kontakte sind die Währung des Erfolgs.
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10.03.2021, 13:02
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Warum fällt es (nicht nur) Dir so schwer, das a) zu verstehen und b) zu akzeptieren?
War Kara hier beschreibt ist eine Ideologie, die seit ca. 50 Jahren politisch, sozial und ökonomisch propagiert wird und bei Kara aufgrund ihrer Biographie auf besonders fruchtbaren Boden gefallen ist:
"Der Sinn menschlichen Handelns ist nicht Genuss, Freude oder Seelenfrieden. Der Sinn ist, im Wettbewerb zu bestehen, idealerweise zu gewinnen. Es geht nicht um Macht oder Geld als Mittel zur Erlangung ode Erhöhung von Genuss, Freude oder Seelenfrieden, sondern nur als Mittel um mehr Macht und Geld anzusammeln. Gier ist gut." und so weiter.
Eine bestimmte Reputation und testierte, beweisbare Leistung als Form sozialen Kapitals sind da ebenfalls Mittel, um mehr vom Gleichen zu erringen.
Warum zockt Multimillionär und einflussreicher Fussballfunktionär Uli Hoeness mit Aktien und hinterzieht dann noch Steuern auf Kapitalgewinne?
Was treibt einen Rupert Murdoch noch morgens ins Büro, um beispielsweise einen Donald Trump bei seiner Wahl zum US-Präsidenten zu unterstützen?
Sie tun es, weil sie es können und geil finden.
Sie spüren sich dabei, das ist ihre Form von erwünschter Selbstwirksamkeit.
Viele solcher Menschen lieben Hochleistungssport, eben Triathlon oder Radfahren.
Überhaupt Rennsport: da kann mensch a) schneller sein als Andere und b) absolut messbar schneller als letzte Woche.
Was sagte Radprofi Jan Ulrich zu sich selbst? "Quäl Dich, Du Sau."
Sie lieben solche Sprüche, auch diesen:
"Pain is weakness leaving the body.", eine Entlehnung vom US Marine Corps.
Sie selbst sind letztlich ihr Maß aller Dinge, und um weiterzukommen, müssen sie über sich selbst hinauswachsen.
Und warum stielt ein Gregor Nüßlein einen Maskendeal ein, der seiner Firma 660.000 Euro Provision einbringt und versucht dann noch, diesen illegitimen Gewinn per illegaler Steuerhinterziehung zu maximieren?
Dito Löbel?
Weil sie auch so sein wollen wie Murdoch oder Hoeness - weil sie es geil fänden, es ebenfalls straffrei zu können.
Der Evolutionspsychologe David Buss benennt als unterliegendes Motiv bei Männern, dass sie ihre Resourcen maximieren, um damit ihre Chancen auf Verpaarung zu erhöhen.
Frauen machen derlei dann vielleicht, weil sie dem Mann gleichberechtigt sind, sein wollen und sein sollen.
Mensch kann diese Lebensweise finden, wie mensch will, aber sie ist einfach zu verstehen.
Ich nehme es ebenfalls so wahr, dass Menschen die so leben, nicht wirklich glücklich oder auch nur zufrieden wirken. Das ist aber doch deren Problem, wenn es denn eines für sie ist.
Für uns Andere ist diese Lebensweise meiner Meinung nach nur deshalb ein Problem, weil sie ökologisch nicht mehr vertretbar ist und als "Glücksversprechen" auch nicht für alle Menschen umsetzbar wäre. Unser Planet bietet eben nicht die Resourcen, um Milliarden Menschen auch nur den deutschen Mittelschicht-Lifestyle zu ermöglichen.
So it's time for a change of mind.
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10.03.2021, 13:10Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Hast du als Kind wirklich so über deine Hobbys gedacht?
Nicht heute, als erwachsene Frau, die ihre Kindheit in der Rückschau betrachtet, sondern wirklich schon als Kind?
Mir erscheint diese Denkweise irgendwie sehr fremd. Meiner Erfahrung nach betreibt man als Kind entweder Hobbys, weil man sie irgendwo gesehen hat und ausprobieren möchte oder weil die Eltern denken, dass es vielleicht eine gute Idee sein könnte.
Womöglich gibt es ja auch tatsächlich Eltern, die glauben, dass ihr Kind durch Hobby XY Kontakte knüpfen kann, die ihm später nützlich sein könnten, aber irgendwie kann ich mir schwer vorstellen, dass die Kinder selbst in den meisten Fällen solche Gedanken überhaupt haben.
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10.03.2021, 13:12Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Also zu Tennis kann ich nichts sagen, das habe ich nie gespielt.
Aber meine Klavierstunden haben mir ganz sicher keine Türen geöffnet. Gerade versuche ich, mir vorzustellen, wie Geheimrat XY und CEO YZ sich jeden Samstag im Pianoclub treffen. Dort spielen sie dann vierhändig Chopin oder so und treffen dabei wichtige Entscheidungen oder tauschen Insiderinformationen aus ...
... nee, irgendwie nicht.
Auch an Äußerungen wie: "Ach, ihr Prilblümchen spielt auch Klavier? Wollen Sie sie da nicht lieber im Elite-Internat anmelden? Ich gebe Ihnen mal die Telefonnummer von meinem Schwager, der ist da Schulleiter. Die Warteliste ist sonst ja elend lang", kann ich mich nicht erinnern.
Vielleicht, wenn es ein Mannschaftsinstrument mit extra Spielfeld und Clubhaus wäre. Man müsste mal bei den Schützenvereinen und angegliederten Blaskapellen nachfragen. Oder bei Hobbyorchestern.
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10.03.2021, 13:14Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
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10.03.2021, 13:18
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Du brauchst doch gar keine Resilienztipps, Du bist doch hochresilient.
Wenn Du Dich draußen nicht zeigen magst, weil "Maskenball" ist, nutze die modernen und wirklich breitenwirksamen Online-Mittel, Dich Deinem Publikum zu präsentieren. Bricom ist da doch eher Sandkasten.
Denk Dir halt aus, was Du tun und leisten kannst, um die Krisenstimmung im Unternehmen zu drehen.
Felder für "Work hard, play hard." finden sich doch überall.
Und wenn Dir das nicht gelingt, tja, dann haste dieses Rennen eben verloren. Es wird ja wohl nicht das Erste sein und wenn doch:
Irgendwann ist für alles das erste Mal.



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