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  1. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zumindest der erste Part ist doch sehr unrealistisch. Welcher Grundschulabgänger hat denn bitte viel Auswahl in Sachen weiterführender Schule oder kann, wenn die dann nicht passt, einfach "eine andere Schule wählen"?


    Du


    hast kein Gymnasium gewählt?
    Du?

    Wenn Du das wirklich entscheiden dürftest, dürfte das die ganz große Ausnahme gewesen sein.

    Meist läuft es doch so, dass die Eltern das Kind einfach auf irgendeiner Schule anmelden, die ihnen passend erscheint.

    Im städtischen Bereich (mit Auswahl) werden dann vielleicht noch Tage der offenen Tür bei mehreren Schulen besucht und das Kind befragt, was es von welcher Schule hält, aber die Schulform dürfte da, gerade bei eindeutigen Noten, längst feststehen.
    Also ich hab ja weiter unten mich schon dazu erklärt.

    Ich kenne da so viele Varianten zu. Es gibt die Lehrerempfehlung, es gibt den Elternwunsch, und es gibt sehr wohl Wünsche der Kinder.

  2. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du hast nie gerne gelernt, warst nicht an Wissen interessiert?
    Fandest nix spannend?

    Schule ist Wissen vermitteln. Neugierde befriedigen.

    Wenn ich Englisch lerne öffnet es mir Türen im Sinne von "Verstehen" können.
    Und so weiter......

    .
    Das ist schon ein bisschen Oberschichtdenken, und noch dazu Oberschichterwachsenendenken.

    Welcher Teenager sieht denn Schule so, und nicht als etwas, was es zu ertragen gilt, bis Freizeit und Ferien kommen?


    Alternativ (so verstehe ich Kara) als etwas, was man eben notwendigerweise ertragen muss, um aufsteigen zu können.


    Von den hochgelobten begeisterten Schülern, die Spaß am Verstehen hatten (zur Schulzeit) und selbstverständlich gern gelernt haben, kenne und kannte ich vielleicht 1-2 Handvoll.


    Man muss nur mal ins Erziehungsforum schauen, in die Schulstränge, dort seht man auch, dass die Schüler überwiegend nicht begeistert vor den Büchern sitzen, weil ihnen die Bücher doch so viele neue Welten eröffnen.

  3. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Noch heute wünschte ich mir Latein zu beherrschen oder die Klassische Literatur, das kann man nicht so nach holen. Vieles schon, vor allem die Freude am Lernen als solches.

    Doch, klar. Du kannst die klassische Literatur doch auch heute lesen, und sogar Kommentare dazu, wenn es Dir um die Interpretation geht. Wie kommst Du darauf, das könntest Du nicht nachholen?



    Latein könnte etwas kostspieliger werden, aber wenn Du das Geld hast, dürfte sich leicht ein Lehrer finden, der Dir EInzelunterricht gibt.


    Wenn Du denn willst.

    ]

  4. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kara,
    ich muss wirklich sagen, ich verstehe dich nicht.
    Willst du uns hier veräppeln?

    Du hast nie gerne gelernt, warst nicht an Wissen interessiert?
    Wissen um des Wissens willen? Niemals, das ist Zeitverschwendung. Der Vorgang des Lernens muss für mich ein Ziel haben, das mich weiter bringt. Idealerweise materiell.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Fandest nix spannend?
    So völlig ohne Zweck? Nein.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Schule ist Wissen vermitteln. Neugierde befriedigen.
    Wenn einen das wirklich interessiert, meinetwegen. Für mich war es zunächst mal ein Ausweg aus der prekären materiellen Situation. Ohne das Lernen ging es eben nicht, also habe ich das gemacht, und weil man als armer Tropf nichts hat als seinen Fleiß und das Elend um einen herum, hat es auch funktioniert. Mit Intelligenz hat das so gut wie gar nichts zu tun. Andere haben einen reichen Erbonkel, ich eben nicht. Daher habe ich nach wie vor ein eher unterkühltes Verhältnis zu Bildung und Wissenschaft.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn ich Englisch lerne öffnet es mir Türen im Sinne von "Verstehen" können.
    Und so weiter......
    Kommt eben darauf an, wohin die Tür führt. Wenn ich Spanisch, Finnisch oder Kirgisisch lernen würde, würde die Tür nirgendwohin führen, in meinem Alltag kommen diese Länder nicht vor. Das einzige, was ich jemals leidlich gebraucht habe, war Englisch, und das habe ich nicht "gelernt" (im Sinne von: Abends gebüffelt), sondern im Land aufgelesen. Alles andere an Sprachen war für mich WOMBAT - waste of money, brain and time. So wie viele andere Dinge auch.

  5. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Also ich hab ja weiter unten mich schon dazu erklärt.

    Ich kenne da so viele Varianten zu. Es gibt die Lehrerempfehlung, es gibt den Elternwunsch, und es gibt sehr wohl Wünsche der Kinder.
    Aber nicht, wenn du in Bayern aufwächst. Da gibt's nur: schafft den Übertritt ins Gymnasium oder eben auch nicht. Der "Wunsch der Kinder" ist da zweitrangig. Und eine "Lehreremfehlung" gibt es auch nicht in dem Sinne, das heißt "Übertrittszeugnis" und wird nur ausgestellt, wenn die Leistung "gymnasial" ist.

  6. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Noch heute wünschte ich mir Latein zu beherrschen oder die Klassische Literatur, das kann man nicht so nach holen. Vieles schon, vor allem die Freude am Lernen als solches.
    Die Freude muss aber erst mal da sein. Die hat man oder eben auch nicht. Nicht jeder hat Spaß am Lernen, das ist doch ok. Menschen sind verschieden. Und eben deshalb sind so pauschale Resilienz-Tipps wie "lern doch mal Spanisch" eben mitunter schwierig. Jemandem, der nicht gern lernt, hilft es auch nicht, dass es jetzt 1.000 Corona-Online-Kurse gibt.
    Geändert von Inaktiver User (08.03.2021 um 22:47 Uhr)

  7. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Nach fast 1000 Beitraegen verfestigt sich bei mir immer mehr der Eindruck, dass eine wichtige Faehigkeit, die zu Resilienz beitraegt, das Umschalten auf andere, neue Programme ist. Dann, wenn das eigene, lang praktizierte ‘so bin ich und so hab ich das schon immer gemacht’, in Krisensituationen nicht mehr funktionieren sollte. Selbst das ‘Eingraben bis alles vorbei ist’ hilft dann nur bedingt, wenn man aus dem Bau kriecht und die Welt hat sich inzwischen weitergedreht.
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  8. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Selbst das ‘Eingraben bis alles vorbei ist’ hilft dann nur bedingt, wenn man aus dem Bau kriecht und die Welt hat sich inzwischen weitergedreht.
    Möglicherweise ist sie dann ja besser geworden, die Welt? Soll ja vorkommen. Gegen deine Theorie spricht, dass es ja so was wie "menschliche Werte" gibt, die Generationen überdauern (die Bibel zB auch). Wandel ist einfacher, wenn er um Grundpfeiler herum geschieht - ein Art Kompass also.

    Ich bin kein Fan von "sich tausend mal neu erfinden". Wenn man in sich geerdet ist, braucht man nicht ständig neue Sachen ausprobieren, nur um es mal gemacht zu haben. Das gilt auch für Kräuterbrot backen, um mal bei dem Beispiel zu bleiben. Aus dem gleichen Grund werde ich mich aber auch nicht dran "gewöhnen", dass im Rahmen der Corona-Politik meine Grundrechte eingeschränkt wurden. Das sind nämlich meine Grundpfeiler. Da helfen alle Resilienz-Tricks der Welt nicht.

  9. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Kara, "ich kümmer mich erstmal um mich selbst" ist nun nicht unbedingt ein die Jahrhunderte überdauernder menschlicher Wert.


    Ich kann Dein Problem aber gut nachvollziehen, mir fällt es auch schwer, Dinge zu lernen, wenn ich sie so gar nicht gebrauchen kann.

    Also: Ich habe zwar mal laienhaft Brotbacken gelernt, aber eben, weil ich das Brot hinterher essen wollte.
    Den Ehrgeiz hätte ich weniger, wenn ich Brot nicht mögen oder anderswo mit wenig Aufwand besser bekommen würde.


    Ich habe 1-2 Felder, die mich interessieren, und glücklicherweise sind das bei mir Themen, die von Corona kaum getroffen sind.


    Was mich dann aber interessieren würde:

    Warum die ganzen Ironmans und Marathons?

    Was "bringen" Dir die?

    Oder ist das dann doch Interesse?

  10. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Warum die ganzen Ironmans und Marathons?

    Was "bringen" Dir die?
    ?
    Reputation. Und macht sich gut in den Bewerbungen und im Kundengespräch. Plus: Nervenkitzel. Man weiß ja nie, wie‘s läuft.

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