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  1. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Vielleicht würde hier "Begründung" besser passen - mit welcher Begründung gebe ich auf.
    Weniger gegenüber anderen, sondern vor mir selbst.

    Aufgeben oder scheitern sollte kein Tabu sein (ist es aber oft, nach meinem Eindruck, in unserer Gesellschaft).

    Auch das kann man unterschiedlich sehen - macht man (an anderer Stelle) weiter oder bleibt man liegen?

    Wenn liegen bleiben, was ist die Ursache?
    Hab ich keine Kraft mehr, es allein zu schaffen - brauche ich Hilfe?
    Will ich Hilfe, kann ich sie annehmen?
    Ist Hilfe erreichbar?
    Hab ich überhaupt noch einen Grund fürs weitermachen?

    Sich solche Fragen zu stellen bzw. stellen zu können wäre für mich ein Zeichen von Resilienz.

  2. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei uns zuhause war das so (armes, aber liebevolles Elternhaus); das hat aber nix dran geändert, dass ich mich als Kind schmerzlich unterprivilegiert gefühlt habe. Weil: ich hätte lieber Liebe UND Markenklamotten, Klavierunterricht und Sprachkurse in England gehabt. Und Tennis-Stunden. Hat aber alles nicht stattgefunden. Die „Liebe“ hat das nicht ersetzten können, ist einfach so.
    Ja, das kann ich verstehen.
    Aber, warum bist du dann da geblieben? Es hatte dich ja alles überfordert.
    Du schreibst nie von schönen Zeiten - mit Klassenkameraden - in der Schule überhaupt.

    Du hättest eine andere Schule wählen können, eine Ausbildung, oder dir eine Bestimmung geben: meinetwegen ich will das oder das studieren um ....das oder das zu machen.

    Für mich war nach der 10. Klasse Feierabend. Das hatte ich definitiv beschlossen, und zwar schon vorher in dem ich kein Gymnasium gewählt hatte. Die Schulzeit wäre mir zu lang gewesen. Ich wollte aktiv sein und Geld verdienen, raus aus der Theorie.

    Was hat dich denn bewogen solch einen Bildungsweg zu wählen?
    Und wenn du meinst nicht gewählt zu haben, dann fang doch mal an.

    Ich weiß es nicht, ob ich unter anderen Umständen Abitur gemacht hätte und studiert.
    Ohne mich groß anzustrengen war ich immer Klassenbeste.

    Es mag jetzt ein Widerspruch sein hier von Chancengleichheit zu schreiben und dann solche Fragen zu stellen.
    Unter gegebenen Umständen das Beste oder das Passende für sich zu wählen - hat was mit Resilienz zu tun.

    Ich meine wirklich - Grenzen zu sehen.
    Was wäre die Fortführung deiner Wünsche? Einen Pool haben, ein Klavier zuhause?

    Resilienz hat meiner Meinung nach was mit Einschätzung zu tun.
    Wo übernehme ich mich, wo fühle ich mich einfach nicht wohl......

    Kara, ein wenig schreibst du schon als ob du nur in die Schule gegangen bist um cat-walk zu laufen.
    Hast du nicht gerne gelernt? Ich schon, daran kann ich mich heute noch erinnern. Und das ist auch so geblieben.

    Sich einfach nicht zu wichtig zu nehmen - in seinem Leid oder Glück - und Anteil an anderen Menschen zu nehmen halte ich für einen guten Ausweg.

    Und noch mal zurück zu deinem Post: vielleicht warst du - und deine Eltern auch zu wenig erfindungsreich.
    Es ist ja auch Aufgabe der Eltern über solche Dinge zu reden, geschickt mal was Besonderes zu lancieren - und dem Kind zu erklären wo eben seine Stärken sind - die ja hoffentlich vorhanden waren.

    Oder gegebenenfalls auf einen anderen Weg zu weisen.

  3. User Info Menu

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Grissom,

    Du schreibst das, was Du schreiben willst. Diese Verantwortung trägst Du allein - und musst dann damit leben, wenn andere Menschen sich darauf beziehen. Das gilt für jeden Menschen, der in einem Forum schreibt. Ich würde niemals etwas von mir preis geben - beispielsweise meine Vergangenheit mit Missbrauchserfahrungen - wenn ich nicht sehr, sehr sicher wäre, dass ich damit umgehen kann.
    ich kann damit umgehen.

    genau wie jeder darauf, wie auch immer kritisch, re-agierende ,selbst die verantwortung für seine reaktion trägt.
    und ich finde es sehr gut, wie plastisch das herausgearbeitet wird.

    mithin ein klassisches resilienz-"werkzeug"

    wissen anwenden und erweitern.
    danke für den hinweis auf die, mir bislang noch nicht bekannte, "adler- meinung," ein gutes beispiel für klassische täter-opfer-umkehr.

    Die Gedanken sind frei....

  4. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Wenn Du Adler so verstehen willst, missverstehst Du ihn imho. Adler kehrt nichts um. er weist nur darauf hin, dass jeder die Eigenverantwortung im JETZT trägt und Dinge ändern kann und dass es wenig hilfreich ist, vergangenheitsbezogene Kausalitäten zu schaffen und daran fest zu halten.

  5. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du hättest eine andere Schule wählen können, eine Ausbildung, oder dir eine Bestimmung geben: meinetwegen ich will das oder das studieren um ....das oder das zu machen.
    Zumindest der erste Part ist doch sehr unrealistisch. Welcher Grundschulabgänger hat denn bitte viel Auswahl in Sachen weiterführender Schule oder kann, wenn die dann nicht passt, einfach "eine andere Schule wählen"?
    Für mich war nach der 10. Klasse Feierabend. Das hatte ich definitiv beschlossen, und zwar schon vorher in dem ich kein Gymnasium gewählt hatte. Die Schulzeit wäre mir zu lang gewesen. Ich wollte aktiv sein und Geld verdienen, raus aus der Theorie.

    Du


    hast kein Gymnasium gewählt?
    Du?

    Wenn Du das wirklich entscheiden dürftest, dürfte das die ganz große Ausnahme gewesen sein.

    Meist läuft es doch so, dass die Eltern das Kind einfach auf irgendeiner Schule anmelden, die ihnen passend erscheint.

    Im städtischen Bereich (mit Auswahl) werden dann vielleicht noch Tage der offenen Tür bei mehreren Schulen besucht und das Kind befragt, was es von welcher Schule hält, aber die Schulform dürfte da, gerade bei eindeutigen Noten, längst feststehen.

  6. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, das kann ich verstehen.
    Aber, warum bist du dann da geblieben? Es hatte dich ja alles überfordert.
    Du schreibst nie von schönen Zeiten - mit Klassenkameraden - in der Schule überhaupt.

    Du hättest eine andere Schule wählen können, eine Ausbildung, oder dir eine Bestimmung geben: meinetwegen ich will das oder das studieren um ....das oder das zu machen.
    Das hat doch nichts mit der Schule zu tun. Ich war tatsächlich an zwei verschiedenen Schulen, und das Sozial-Status-Problem war überall das gleiche.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hast du nicht gerne gelernt? Ich schon, daran kann ich mich heute noch erinnern. Und das ist auch so geblieben.
    Die Frage stellt sich nicht, wenn du aus armen Verhältnissen kommst. Wenn du es „kannst“, dann lernst du, Punkt. Den Vorgang des Lernens fand ich nie besonders spannend, aber wenn man es hinter sich hat (Abiturprüfung, Studienabschluss), dann öffnet es Türen. Und da fängt der Spaß dann an. Daher gehen solche Resilienz-Tipps wie „lern doch mal Spanisch, um dir die Zeit der Pandemie zu vertreiben“ irgendwie am Kern des Problems vorbei - in meinem Alltag öffnet mir diese Sprache keine Türen.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Sich einfach nicht zu wichtig zu nehmen - in seinem Leid oder Glück - und Anteil an anderen Menschen zu nehmen halte ich für einen guten Ausweg.
    Mein Weg ist das nicht. In meinem Universum kümmere ich mich erst mal vornehmlich um mich selbst, damit bin ich immer am besten gefahren. Kann man auch „Resilienz“ nennen, wenn man will.

  7. User Info Menu

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn Du Adler so verstehen willst, missverstehst Du ihn imho. Adler kehrt nichts um. er weist nur darauf hin, dass jeder die Eigenverantwortung im JETZT trägt und Dinge ändern kann und dass es wenig hilfreich ist, vergangenheitsbezogene Kausalitäten zu schaffen und daran fest zu halten.
    adlers konzept (ich las es jedenfalls in wiki)
    Alfred Adler – Wikipedia

    verfolgt, individualpsychologisch einen defizitären ansatz, den flügeln freuds entschlüpft.

    seine (=freuds) hintergründe sind ein einziger gewaltakt(gg) freud.
    erst durch seinen vater, dann durch die gesellschaft.

    durch welche er sich zwingen lies, seine konkreten erkenntnisse zur "hysterie" von frauen, nämlichen den sexuellen missbrauch durch männliche verwandte, in die allseits bekannte "ödipus-theorie" (die psychologische wiege der täter-opfer- umkehr !!!) umzubauen.

    ob das für ihn selbst ein resilienzfördernder vorgang war, weiß ich nicht.

    adlers ansatz behauptet, aus misshandlungen entstünden minderwertigkeitsgefühle, überkompensation durch überheblichkeit, verlagerung in die psychsomatische ebene.

    ich habe mich nie minderwertig gefühlt, obwohl meine täterin alles dafür getan hat.
    egal mit welchen, nicht selten sadistischen körperlichen, psychischen mitteln.

    ich war mehr als einmal als kind kurzzeitig in ärztlicher obhut wg ........nix psychosomatisch......und auch als erwachsene verweigert mein körper gewisse sachen (beispielsweise) lebensmittel..........auch nix psychosomatisch.



    war aber immer wieder von "fach"leuten behauptet worden, weil "fach-"leute, wie adler eben nur in ihren eingefahrenen bahnen denken und nicht sein kann was nicht sein darf.
    mütter ............doch ihre kinder nicht.
    und wenn dann nur weil.....

    nicht zu brechen, weil man nicht darf, fördert durchaus resilienz.

    (und) ich kann seit vielen jahren echt gut brot backen.
    weil ich muss.
    is aber o.k für mich

    meine atmung erstaunt seit jeher fachleute, ich konnte mich damit arrangieren.
    weil ich musste.
    nach dem xten fachmann ging mir echt die lust aus.
    und die haben alle gesagt, dass ich ihre übungen genau richtig mache, aber bei mir würde es halt nix helfen weil......wissen sie auch nicht....
    ist aber auch o.k für mich.

    ich tauge wohl einfach nicht für adlers theorie.
    bin aber angeblich extrem resilient


    und hoffentlich mein post kein beleg für überkompensation
    in adlers augen.
    Die Gedanken sind frei....

  8. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meist läuft es doch so, dass die Eltern das Kind einfach auf irgendeiner Schule anmelden, die ihnen passend erscheint.

    .
    Genau. Meine Eltern wollten mich auf die Hauptschule geben (ich war Klassenbeste). Meine Grundschullehrerin und meine Großmutter machten sich gemeinsam stark dafür, dass ich das Gymnasium besuchen DURFTE. Das war ein großes Entgegenkommen seitens meiner Eltern und das durfte ich mir dann auch permanent anhören, bis ich mein Abi in der Tasche hatte. Und danach war dann natürlich Ende Gelände in Sachen "höhere Bildung" - da musste ich dann schon selbst sehen, wie ich klar kam (und mir mein Studium finanzierte).

  9. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Kara,
    ich muss wirklich sagen, ich verstehe dich nicht.
    Willst du uns hier veräppeln?

    Du hast nie gerne gelernt, warst nicht an Wissen interessiert?
    Fandest nix spannend?

    Schule ist Wissen vermitteln. Neugierde befriedigen.

    Wenn ich Englisch lerne öffnet es mir Türen im Sinne von "Verstehen" können.
    Und so weiter......

    Ansonsten, wenn du meinst, mir fehlt dazu jegliches Verständnis.

  10. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Genau. Meine Eltern wollten mich auf die Hauptschule geben (ich war Klassenbeste). Meine Grundschullehrerin und meine Großmutter machten sich gemeinsam stark dafür, dass ich das Gymnasium besuchen DURFTE. Das war ein großes Entgegenkommen seitens meiner Eltern und das durfte ich mir dann auch permanent anhören, bis ich mein Abi in der Tasche hatte. Und danach war dann natürlich Ende Gelände in Sachen "höhere Bildung" - da musste ich dann schon selbst sehen, wie ich klar kam (und mir mein Studium finanzierte).
    Für mich hat sich niemand stark gemacht.
    Und ich wusste, so ganz ohne Unterstützung komme ich nicht zurecht.
    Da hatte ich dann das gewählt - wo ich wusste immer Oberwasser zu haben, nämlich die Realschule.

    Durch die Trennung meiner Eltern hatte ich eben einige Jahre in einem Heim gelebt.
    Was gar nicht so schlecht war, nur eben kein Zuhause ersetzt.

    Noch heute wünschte ich mir Latein zu beherrschen oder die Klassische Literatur, das kann man nicht so nach holen. Vieles schon, vor allem die Freude am Lernen als solches.

    Ich war schon immer auf eine Art der Entscheider in meinem Leben.
    Und meine Kinder waren auch keine Marionetten.
    Meine Kinder haben alle Bafög bezogen, da konnten sie nicht mal so einfach das Studienfach wechseln und mussten auch regelmässig und zugig studieren. Aber, sie waren eben auch auf eine Art vom Elternscheck unabhängig.

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