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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Alles gut ,genau auf solche Dimensionen habe ich dann doch keine Lust. Spaziengehen hilft immer auch gegen zu viel Bricom.
    du, hatte ich auch nicht.

    hier wurde mehrfach von mir gefordert, ich solle doch endlich mal von mir persönlich berichten

    das war das, für mich damals harmloseste, das mir auf die schnelle einfiel. und unfassbar resilienzfördernd, laut "den fachleuten."
    meine täterin war recht flexibel, während mein vater ganztags arbeiten und ein neues haus für sie bauen war

    und das, obwohl das alte dank ihrer hervorragenden dressurmethoden "trotz" vorschulkind immer piccobello geputzt war und sogar die konserven im keller ordentlich und nach farben sortiert.

    ordnung find ich bis heute klasse.
    und habe nichtmal "zwänge"

    wenn nämlich meinem vater auffiel, dass es zu ordentlich war, gabs erstmal ordentlich dresche, sobald er aus dem haus war.

    spazieren war ich auch grade
    Die Gedanken sind frei....

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Atmen diese Menschen?

    Ja, defimitiv. Ansonsten wären sie nicht lebensfähig. Ergo können sie, sofern keine Tracheostomie oä vorliegt, auch physiologische Atmung erlernen.
    aber im vorliegenden fall keine gezielten übungen machen.

    vllt waren/sind aber sich sämtliche techniken/fachleute/die probandin einfach ungeeignet.

    ist zum glück kein problem
    Die Gedanken sind frei....

  3. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich hab im Leben ein paar ziemlich nette Formen von "Stell dich (stellt euch) nicht so an" gehört, die soweit beste zu einem Rudel Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs auf einem Musikseminar vom Coach: "It's only music! No one is dying!"

    Und von der Psychologin, was überraschend wirksam war: "Und wie äußert sich das Problem konkret, welche Einschränkungen haben Sie dadurch?"
    "... . ... . Uh... . Äh... . ... . Keine?"

    In beiden Fällen hatte der Sprecher/die Sprecherin eine ziemlich gute Vorstellung davon, was das Problem war und daß jede einzelne Zuhörerin, wenn man sie nur daran erinneren würde, ohne sie noch mehr in die Enge zu treiben, als sie es schon mit sich selber gemacht hatte, es auch wieder wissen und neu bewerten würde.

    Ist eine Kunst.



    Weil ich denke, daß jede Person weniger, die mit ihnen um Ressourcen konkurriert, ihr Leben ein kleines bißchen besser macht.
    Mein Platz an der Schule oder an der Uni wäre vielleicht bei jemandem, der aus Ehrgeiz und Leidenschaft und nicht auf Talent und Familientradition da rumsitzt, viel besser aufgehoben.
    Zu meiner Zeit (Ausbildungsplätze rar) war das eher: Du kannst Uni, Du hast den Platz an der Uni, also machst Du auch den Abschluss, denn wenn Du eine Ausbildung machst, nimmst Du den begehrten Ausbildungsplatz einem weg, der die Möglichkeit "Uni" nicht hat.


    Für den Job, um den ich mich bemühe, gibt es bestimmt jemand begabteren aus schlechteren Verhältnissen. Wenn ich ohnehin unglücklich, erschöpft, krank, mut- und hoffnungslos bin, dann muß ich nicht auch noch externalisierte Kosten verursachen.
    Die verursachst Du doch auch, wenn Du den Job nicht machst?
    Mir hat es immer viel mehr gebracht, mir zu sagen, "Ich bin hier, es ist jetzt, was kann ich *hier und jetzt* tun?" Und wenn es Brot backen ist. Dann hab ich zumindest Ablenkung, und am Ende Brot, das ist mehr als vorher. Der Rest der Welt muß in der Zwischenzeit mal ohne den Platz in meinem Hirn auskommen.

    Ist das nicht auch eine (sehr wirksame!) Variante von "Stell Dich nicht so an"?

  4. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Grissom Beitrag anzeigen
    aber im vorliegenden fall keine gezielten übungen machen.

    vllt waren/sind aber sich sämtliche techniken/fachleute/die probandin einfach ungeeignet.

    ist zum glück kein problem
    Weisst Du - und das ist sicher auch ein Teilaspekt MEINER Resilienz - ich neige dazu, Adler zuzustimmen. Sofern es keine massiven Einschränkungen gibt, die es unmöglich machen, kann ein Mensch lernen, was er lernen möchte. Er muss es aber eben wollen. Es ist natürlich vollkommen in Ordnung, etwas nicht zu wollen.

    Es gibt viele ungeeignete Techniken und natürlich auch Fachmenschen, die nicht in der Lage sind, über den Tellerrand zu schauen und ggf. auch mal abzugeben, wenn sie an Grenzen stossen, die sie selbst nicht überwinden können. Gerade hinsichtlich mancher therapeutischer Konstellationen bin ich darüber hinaus auch eine Befürworterin des Wechsels, schlicht um Betriebsblindheit und neue, sich bedingende Abhängigkeiten gar nicht erst zu entwickeln.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Weisst Du - und das ist sicher auch ein Teilaspekt MEINER Resilienz - ich neige dazu, Adler zuzustimmen.

    Sofern es keine massiven Einschränkungen gibt, die es unmöglich machen,
    kann ein Mensch lernen, was er lernen möchte. Er muss es aber eben wollen. Es ist natürlich vollkommen in Ordnung, etwas nicht zu wollen.

    .......
    nirgends habe ich geschrieben, dass ich keine gravierenden einschränkungen habe.
    und noch viel weniger, dass ich etwas nicht lernen will.

    ganz im gegenteil-

    und schon weiß ich wieder, warum ich hier nichts persönliches schreiben wollte

    denn genau das bin ich hier ja gerade am üben
    Die Gedanken sind frei....

  6. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Grissom,

    Du schreibst das, was Du schreiben willst. Diese Verantwortung trägst Du allein - und musst dann damit leben, wenn andere Menschen sich darauf beziehen. Das gilt für jeden Menschen, der in einem Forum schreibt. Ich würde niemals etwas von mir preis geben - beispielsweise meine Vergangenheit mit Missbrauchserfahrungen - wenn ich nicht sehr, sehr sicher wäre, dass ich damit umgehen kann.

  7. Moderation

    User Info Menu

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die verursachst Du doch auch, wenn Du den Job nicht machst?
    Nö, das Kind in Afrika, dem es so viel schlechter geht als mir und das so viel mehr Drive und Ehrgeiz hat, würde das mehr als auffangen, wenn ich nicht seine Chance verschwenden würde.

    Das gerät hier ein bißchen aus dem Fokus: "Resilienz" ist ja nicht das Glück oder die Fähigkeit, mit montagmorgendlicher Antriebsschwäche umzugehen, sondern mit Krisen, von denen die meisten Leute bleibende Schäden davontragen. Da läuft man mental und emotional nicht auf allen Zylindern.

    Ich will das gar nicht absprechen, daß du in so einer Situation aus moralischer Verantwortung gegenüber Unbekannten, die nie von dir hören werden, die Kraft finden würdest, dich wieder zu erholen und wieder halbwegs auf Spur zu kommen. Ich bezweifle nur, daß das bei mir analog funktionieren würde.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ist das nicht auch eine (sehr wirksame!) Variante von "Stell Dich nicht so an"?
    Nein, das ist ein a) selbstgesteuertes b) Tun, das von c) Hoffnung getrieben ist, d) einen für mich nützlichen Effekt zu haben.
    Nicht ein z) fremdgesteuerts y) Unterlassen, das von der x) Furcht getrieben ist, w) daß jemand mich auslacht weil ich ihm zur Last falle.

    Das weist nur sehr geringe Überlappung auf.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  8. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    "Stell dich nicht so an" sag ich selten - zu mir selbst.

    Wenn mir etwas in mir selbst signalisiert, dass meine aktuelle Gefühlslage/Reaktion nicht zum Anlass passt (wenn es "darüber" ist, nach meinen eigenen Maßstäben für mich selbst)

    Könnte ich vielleicht auch netter formulieren aber bei mir funktioniert es so wenn eine schnelle Reaktion erforderlich ist.

    Ich kann mich danach immer noch fragen was da eigentlich mit mir los war.

  9. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Nö, das Kind in Afrika, dem es so viel schlechter geht als mir und das so viel mehr Drive und Ehrgeiz hat, würde das mehr als auffangen, wenn ich nicht seine Chance verschwenden würde.
    Tust Du ja nicht. Wenn Dir in den nächsten 10 Sekunden ein Klavier auf den Kopf fällt, bekommt der motivierte Südsudanese schließlich nicht Deinen Job.
    Ich will das gar nicht absprechen, daß du in so einer Situation aus moralischer Verantwortung gegenüber Unbekannten, die nie von dir hören werden, die Kraft finden würdest, dich wieder zu erholen und wieder halbwegs auf Spur zu kommen. Ich bezweifle nur, daß das bei mir analog funktionieren würde.

    Dann ist es doch gut wenn Du da Methoden hast, die bei Dir funktionieren.



    Nein, das ist ein a) selbstgesteuertes b) Tun, das von c) Hoffnung getrieben ist, d) einen für mich nützlichen Effekt zu haben.
    Nicht ein z) fremdgesteuerts y) Unterlassen, das von der x) Furcht getrieben ist, w) daß jemand mich auslacht weil ich ihm zur Last falle.
    Ich gehöre ja wirklich zu den Menschen, die Angst davor haben, ausgelacht zu werden, aber "auslachen, weil ich zur Last falle" - die Querverbindung habe ich nun noch nicht gezogen.

  10. User Info Menu

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...

    Wenn es welche gibt, denen es schlechter geht, und die auch weitermachen, mit welchem Recht gebe ich dann auf?
    ...
    Mit dem Selbstbestimmungsrecht eines freien Menschen.

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