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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Daliah- Beitrag anzeigen
    Sind denn arme Kinder immer gleich hässlicher als Kinder aus reicheren Elternhäusern?
    Wäre mir neu.



    ....
    von "hässlich" schrieb ja niemand etwas.

    aber so ein topfschnitt, weil die mama das gut kann und das geld für den frisör ausschließlich für ihre eigene verschönerung verwendet, wird, gerade von den trendigen und modebewußten, pubertierenden klassen-"kammeradinnen" schon ausdrücklich und lautstark und häufig kommentiert.

    die kinder, die sich wegen mobbings jährlich umbringen, hatten aber sicherlich auch noch andere probleme und definitiv nicht genug resilienz
    Bei der Dummheit der Menschen war sich schon Einstein nicht sicher über deren Endlichkeit

    Die Gedanken sind frei....

  2. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Daliah- Beitrag anzeigen
    Sind denn arme Kinder immer gleich hässlicher als Kinder aus reicheren Elternhäusern?
    Einen schönen Menschen kann nichts entstellen, aber der Großteil der Menschheit, der durchschnittlich aussieht, sieht mit mehr Geld besser aus als mit weniger, und das gilt auch für Kinder (die es bestenfalls weniger schert). Sachen wie Zähne, Brille, Haarschnitt, Zustand der Klamotten und Schuhe...

    Außerdem ist der Streß, dauerhaft in Armut zu leben, der Gesundheit abträglich, das kann sich auch äußerlich in vielen Kleinigkeiten zeigen.

    Wobei Angepaßt-sein keine Sache des Aussehens ist. Wenn man in seiner Gruppe bestimmte Marken tragen muß, um als "normal" zu gelten, dann ist es egal, ob man in denen aussieht wie ein Ork im Tutu, wichtig ist, was draufsteht. Ist es das richtige, geht es einem gut (weil man sozialen Rückhalt bekommt und respektiert wird), ist es das falsche, geht es einem schlecht. Und ich kann mir vorstellen, daß es leichter ist, sich zu denken "Laß die Leute reden", wenn man in gefestigter sozialer und gesellschaftlicher Position ist, als wenn die ganze Welt, von den Nachbarn bis zu RTLII meint, einem sagen zu müssen, wie man zu leben hat. (Ist nicht neu. Orwell hat bereits etwas ähnliches über pensionierte Lehrer, Graubrot, arbeitslose Bergleute und Tee mit Zucker beschrieben...)

    Allerdings ist "laß die Leute reden" eine nützliche Fertigkeit, und um zum Strangthema zu kommen, wahrscheinlich der psychischen Robustheit zuträglich. Selbst wenn man es sich nicht leisten kann, die Leute reden zu lassen, versteht man besser, was passiert und zieht sich das Schuldgefühl weniger an. Und wie sich diese Fertigkeit ggf. unterrichten läßt, dazu wurde schon viel gesagt.

    ---

    Wobei, autobiographisch muß man berücksichten, daß sich fast jeder auf Jugendfotos besonders schrecklich findet. Die Mode ist nicht lange genug her, um cool und vintage zu sein, man hat die Zeit zu gut im Kopf, um sie romantisch retro zu finden, und Man Trägt Das Heute Nicht Mehr So.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Ich sehe noch einen Unterschied zwischen Armut und mit wenig Geld auskommen müssen.
    Letzteres muss nicht unbedingt Nachteile für die Entwicklung eines Kindes nach sich ziehen.

    Prekäre Lebensverhältnisse zeichnen sich ja nicht nur / nicht ausschließlich durch finanzielle Möglichkeiten (der Eltern) aus, sondern spielen auch in ganz anderen Bereichen eine Rolle - Förderung durch die Eltern, Zugang zur Bildung, stabile und liebevolle Bindungen, Zeit, Ernährung, Medienkonsum etc.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von -vindpinad- Beitrag anzeigen


    ......
    Prekäre Lebensverhältnisse zeichnen sich ja nicht nur / nicht ausschließlich durch finanzielle Möglichkeiten (der Eltern) aus, sondern spielen auch in ganz anderen Bereichen eine Rolle - Förderung durch die Eltern, Zugang zur Bildung, stabile und liebevolle Bindungen, Zeit, Ernährung, Medienkonsum etc.
    da habe ich kürzlich von einem klavierspielenden kabarettisten eine klasse satire auf chiquitita von abba gehört:

    hieß "schicke kita" und ging um den eineinhalbjährigen korbinian, der in einer ökoholz-kita bioessen bekommt, für teuer geld, bereits englisch aber noch nicht laufen kann, komischerweise andere kinder übelst beißt und einen therapeuten bekommt, der ihn endlich vom topf entwöhnt.
    Bei der Dummheit der Menschen war sich schon Einstein nicht sicher über deren Endlichkeit

    Die Gedanken sind frei....

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Daliah- Beitrag anzeigen
    Du übertreibst.
    Auch arme Kinder können mal zum Friseur gehen. Ich wohne hier weder in einer Villengegend noch in Hamburg Blankenese.
    Und ich habe sogar den Eindruck: es mal nicht so dicke gehabt zu haben - kann Kinder stärker werden lassen. ...
    Also, armes Kind, kannst nie zum Friseur gehen passt einfach nicht hier in unser Lebensumfeld. ...
    In Dein Lebensumfeld passt das vielleicht nicht.
    Sollte dieses Land Dein Lebensumfeld sein, dann kann ich mir das nur damit erklären, dass offenbar ganz fest die Augen zukneifst.

    Du bist offenbar einer dieser Menschen, die wirklich glauben:
    "Gelobt sei, was hart macht."
    und dies dann am liebsten für Andere verkünden.
    Weiterhin viel Spaß dabei.


    ... Du wirst ja schlecht aus einem Flüchtlingslager - mit gutem WLAN-Anschluß schreiben?
    Nein, aber vor allem bin ich kein Kind.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Daliah- Beitrag anzeigen
    Sind denn arme Kinder immer gleich hässlicher als Kinder aus reicheren Elternhäusern?
    Wäre mir neu. ...
    Interessant, dass Du die gedankliche Verbindung von "arm" zu "hässlich" ziehst.

    Und natürlich schadet es keinem Kind, mit wenig Geld oder auch nur einem begrenzten Budget leben zu lernen.

    Der Hartz4-Satz, von dem die betroffenen fast 2 Mio. Kinder und Jugendlichen in Deutschland leben,
    ist allerdings kein begrenztes Budget oder wenig Geld, sondern liegt
    unterhalb des offiziell festgestellten Existenzminimums.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Grissom Beitrag anzeigen
    da habe ich kürzlich von einem klavierspielenden kabarettisten eine klasse satire auf chiquitita von abba gehört:

    hieß "schicke kita" und ging um den eineinhalbjährigen korbinian, der in einer ökoholz-kita bioessen bekommt, für teuer geld, bereits englisch aber noch nicht laufen kann, komischerweise andere kinder übelst beißt und einen therapeuten bekommt, der ihn endlich vom topf entwöhnt.
    Ich finde wohlstandsverwahrloste Kinder genauso wenig amüsant wie armutsverwahrloste.
    Aber Humor ist halt individuell.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    Ich finde wohlstandsverwahrloste Kinder genauso wenig amüsant wie armutsverwahrloste.
    Aber Humor ist halt individuell.
    wo steht, dass ich das lustig finde?
    oder gar der kabarettist?


    unterstellungen/mutmaßungen können keine sinnvolle diskussionsgrundlage bilden.
    Bei der Dummheit der Menschen war sich schon Einstein nicht sicher über deren Endlichkeit

    Die Gedanken sind frei....

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    In Dein Lebensumfeld passt das vielleicht nicht.
    Sollte dieses Land Dein Lebensumfeld sein, dann kann ich mir das nur damit erklären, dass offenbar ganz fest die Augen zukneifst.

    Du bist offenbar einer dieser Menschen, die wirklich glauben:
    "Gelobt sei, was hart macht."
    und dies dann am liebsten für Andere verkünden.
    Weiterhin viel Spaß dabei.




    Nein, aber vor allem bin ich kein Kind.
    Das passt schon, kannste mir glauben.
    Meinst du ich schreibe über Tatsachen von denen ich Null Ahnung habe, in diesem Falle nicht erlebt?

    Hier wird ja so geschrieben als ob wenig Geld eine Stigmatisierung ist.
    Und dann werden Sachen aufgezählt wie keine Nachhilfe leisten etc.....

    Ich habe ganz oft für meine Kinder von den Lehrern Unterstützung erhalten. Immer mit dem Unterton: wir waren auch so viele - und Papa hat dann immer mit einem mal was unternommen - und so....

    Es muss ja nicht gleich Wohlstandsverwahrlosung sein wenn Kinder aus betuchten Elternhäusern kommen.

    Aber, es heißt auch nicht, dass die dann alles bekommen.
    Wenn du dich wirklich mit dem Thema beschäftigen würdest wüsstest du das.

    Es sind nämlich eher die nicht-so-Betuchten die so auf Markenzeugs stehen.
    Meine Kinder haben alle ab 16 Jahre gejobbt.

    Sollen die dann erst mit Mitte Zwanzig anfangen?
    Für das was man tut Geld zu erhalten ist ne gute Erfahrung. Und weit, weit entfernt von Kinderarbeit.

    Trotzdem plädiere ich eben nicht für Armut.
    Für das Leben als solches schon. Mit Eltern die nicht ständig auf Achse sind.
    Vokabeln abfragen kann man doch, fürsorglich sein etc....

    Also so ein arme-Leute denken wäre nie meins.
    Worin besteht denn unsere Chancen-Ungleichheit?

    Kinder aus Elternhäusern mit sehr gutem Einkommen haben es auch nicht automatisch gut, denen steht auch nicht automatisch die Welt offen...

    Wäre denen gegenüber auch ungerecht.
    Wenn man von der Sonne spricht,
    so scheint sie auch.

    aus Norwegen

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Daliah- Beitrag anzeigen
    Kinder aus Elternhäusern mit sehr gutem Einkommen haben es auch nicht automatisch gut, denen steht auch nicht automatisch die Welt offen...
    .
    Aber semi-automatisch. Ich habe eine „Armuts-Biografie“, Herr Thrace eine „Wohlstands-Biografie“. Er hatte nie Existenzängste, ich dagegen ständig, denn im Gegensatz zu ihm weiß ich, was „Armut“ heißt, und dass ich das in meinem Leben nicht mehr haben will. Es ist ein großer Unterschied, ob man aus der Stärke heraus auf etwas verzichtet (Markenklamotten zB), oder ob es einfach immer unerreichbar war. Das kann man dann nicht mit „Verzicht“ kaschieren.
    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)

    Life is better at the finish line. (unbekannter Sportler)

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