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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Ich meine auch, die Qualität von Resilienz hat genügend mit der Qualität der entspechenden Situation zu tun bzw ist die Anzahl der Schicksalsproblematiken günstig oder aussichtslos.

    Zuviel kann einfach zu viel sein und damit ist die persönliche Struktur herausgefordert. Wieviel verträgt man und wieviel davon führt zu Resilienz. Wer viel erlebt ist auch nicht grundsätzlich neuem gegenüber resilient. Etwas aufgeben kann auch sinnvoll sein.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



  2. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Ist Achtsamkeit nicht der natürliche Feind von Schicksalsverarbeitung. Welchen Bezug kann es zu Resilienz haben?

    Will man überhaupt Resilienz von Schicksalen oder ist die natürliche Hingebung zum Schicksal gesünder. Ein "Mentales Beben" (ich meine jetzt nicht die physische Gesundheit) künstlich ins Gleichgewicht zu bringen, wäre der andere Weg.
    Nein, finde ich nicht. Achtsamkeit/Mindfulness im Alltag kann dir helfen, mit schwierigen Situationen besser klarzukommen, indem du auf deine Reaktionen achtest und aufmerksam mit dir umgehst. Das Gegenteil waere fuer mich Verdraengung und Vermeidung.

    Was ist fuer dich ‘natuerliche Hingebung zum Schicksal’? Aendern kann man schwierige Situationen, die von aussen auf einen zukommen, ja sowieso nicht. Also muss man sich ja zum Teil schon ‘hingeben’, muss Dinge akzeptieren. Aber man muss nicht aufgeben oder sich komplett fremdbestimmen lassen, so zumindest versteh ich ‘hingeben’.
    ‘One of the criticisms I've faced over the years is that I'm not aggressive enough or assertive enough, or maybe somehow, because I'm empathetic, it means I'm weak. I totally rebel against that. I refuse to believe that you cannot be both compassionate and strong.’
    Jacinda Ardern, 2019


    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  3. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Etwas aufgeben kann auch sinnvoll sein.
    Sehe ich auch so. Etwas aufgeben, sei es eine Taetigkeit, eine Angewohnheit, die nicht mehr passt, ein Kontakt, ist gesund. Stichwort totes Pferd und Grenzen setzen.
    Resilient sein bedeutet fuer mich nicht, alles aushalten zu muessen (Jungs weinen nicht, Aufgeben ist nur fuer Feiglinge, nur die Harten kommen in den Garten..).
    Aber da hat jeder seine eigene Schmerzgrenze.
    ‘One of the criticisms I've faced over the years is that I'm not aggressive enough or assertive enough, or maybe somehow, because I'm empathetic, it means I'm weak. I totally rebel against that. I refuse to believe that you cannot be both compassionate and strong.’
    Jacinda Ardern, 2019


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  4. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    @Mathildchen, danke fuer dein Post :)
    ‘One of the criticisms I've faced over the years is that I'm not aggressive enough or assertive enough, or maybe somehow, because I'm empathetic, it means I'm weak. I totally rebel against that. I refuse to believe that you cannot be both compassionate and strong.’
    Jacinda Ardern, 2019


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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Nein, finde ich nicht. Achtsamkeit/Mindfulness im Alltag kann dir helfen, mit schwierigen Situationen besser klarzukommen, indem du auf deine Reaktionen achtest und aufmerksam mit dir umgehst. Das Gegenteil waere fuer mich Verdraengung und Vermeidung.

    Was ist fuer dich ‘natuerliche Hingebung zum Schicksal’?
    Die Hingabe als persönliche Ansicht, ja so in dem Sinn ohne sich in einen Bezug zu einem anderen stellen zu müssen. Ich habe mit Achtsamkeit eine andere Perspektive vor mir gehabt, indem ich Achtsamkeit auf die Dinge oder einen anderen Menschen bezog, vielleicht auch im Zusammenhang mit Schicksal. Und ich mich vor lauter Achtsamkeit anderem gegenüber irgendwo verlieren kann. Gut ich neige dazu, mein eigenens Mindfulness für mich schon festzuhalten. In guten Zeiten besser mit etwas zurechtzukommen oder eine Alternative zu haben, als mit sowieso schon schlechten Optionen ist sicher auch ein Merkmal für Resilienz oder Kraft.

    Wenn Verdrängung nur mit dir selbst zu tun hat und es selbst beherrscht wird eine gute Sache sich von dem entsprechenden Schicksal mental abgrenzen zu können. Natürlich nicht, wenn ein existenzielles Leid besteht.

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    von Bruce Lee



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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Jede/r hat unterschiedliche Schicksalsschläge zu verkraften würde ich mal sagen. Jeder empfindet die eigenen oft als am schlimmsten, ist verständlich.

    Ich kann für mich sagen, dass es das Leben bisher ganz gut mit mir gemeint hat. Was ich teilweise von anderen mitbekomme, ich weiss nicht, ob ich das so gut meistern würde. Manchmal bin ich schon erschüttert, was manche ertragen müssen. Da sind für mich oft gehörte Sätze von Coaches (oder ähnlichem) wie "alles nur eine Sache der Wahrnehmung" nachgerade zynisch. Aber ok, ist jetzt nur meine Ansicht.

    Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass ich -wenn es denn soweit kommt- deutlich mehr bewältigen kann, als ich mir in der Theorie vorstellen kann. Vielleicht ist das ja auch Resilienz.

    Umgekehrt werden manche recht schnell aus der Bahn geworfen bei Situationen, die ich für vergleichbar machbar halte, bzw. die unabänderlich sind. Bei letzteren tu ich mich persönlich auch "leichter" als bei Fällen, in denen ich mich beteiligt fühle bzw. meine, etwas ändern zu können oder zu müssen. Ist wohl meine Erziehung: sich mit Gegebenheiten abfinden können, die ich nicht ändern kann. Wobei es manchmal schwerfällt, die von denen zu unterscheiden, wo ich doch etwas ändern könnte .

    Habe mal ein bisschen nachgelesen: es gibt sehr viele Definitionen (aus Psychologie, Arbeitswelt, Technik, Pädagogik etc. etc.), auch Säulen der Resilienz. Und sogar eine Resilienz-Akademie !

    Gruß Elli
    Geändert von elli07 (16.01.2021 um 09:03 Uhr)
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)

  7. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    Darauf gibt es aber eine einfache Antwort - schnelle und langsame Muskelfasern. Und Renntaktik. Einen Marathon läufst du nicht mit den Beinen, sondern mit dem Kopf.
    Bei den 100 m ist das dagegen anders herum. Ich habe da einschlägige Erfahrung.

    Dein Thema, was?
    Vielleicht gut unterzubringen in einem neuen Strang?
    Damit wir uns zumindest "mental" ein wenig von der Stelle weg bewegen..

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dein Thema, was?
    Vielleicht gut unterzubringen in einem neuen Strang?
    Damit wir uns zumindest "mental" ein wenig von der Stelle weg bewegen..
    Na, wenn das Beispiel gebracht wurde, kann man ja drauf eingehen.
    Im Übrigen ist das ja schon auch ein Beispiel für Resilienz, wenn man etwas trotz Misserfolg wieder probiert. Der Unterschied ist aber, dass es einen Plan gibt, den man verfolgt, und irgendwann wird‘s dann schon klappen. Bei anderen Situationen gibt‘s diesen Plan erst gar nicht.
    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)

    Life is better at the finish line. (unbekannter Sportler)

  9. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Borghild Beitrag anzeigen
    Wenn ich mir so Formate wie Die Ernährungsdocs ansehe, dann finde ich es eher (positiv) erschreckend, welchen Einfluss man selbst auf seine Gesundheit nehmen kann. Auch auf die psychische.
    Es ist total leicht, was kaputtzumachen, aber total schwer, alles zu vermeiden, was etwas kaputtmachen könnte.

    Ich brauche nur einmal der Länge nach auf die Schnauze zu fallen, um 6 Zähne abzubrechen, aber wenn ich erreichen will, daß bei mir nie ein Zahn kaputtgeht, ist das eine Lebensaufgabe mit ungewissem Ausgang und mit "nicht der Länge nach auf die Schnauze fallen" nicht getan.

    Resilienz ist entsprechend mMn nicht, daß "nichts passiert", sondern die Fähigkeit, mit dem, was bereits passiert ist, so umzugehen (im Kopf und in den Handlugen) daß es einen nicht länger als unvermeidbar und nicht mehr als unvermeidbar reduziert. (Wo "unvermeidbar" liegt, ist natürlich noch mal ein unüberschaubares Thema.)

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    Jeden Tag drei mentale Resilienz-Kniebeugen machen?
    Mehr an das, was geht, als an das, was nicht geht zu denken?
    Ich erlebe destruktive Gedanken und (überwiegend) irrationale Ängste als Dinge, die wachsen, wenn ich mich zu viel um sie kümmere, und mich in einer blöden Situation mental und emotional festhalten. Deswegen bemühe ich mich, in Übung zu bleiben, sie zu erkennen, und zu reduzieren bzw. mentale Hamsterräder anzuhalten.

    Ich denke nicht, daß das Resilienz *ist*, so wenig, wie eine Zwiebel eine Suppe ist. Aber es ist eine Technik, die mir hilft, die Zeit, die ich damit verbringe, Unglück mit mir rumzuschleppen, zu reduzieren.

    Ich finde das leichter als körperliche Gesundheit. Denn körperliche Gesundheit wird irgendwann aufhören. Hundert Pro. Billionenfach getestet. Geistige Gesundheit/Identität/Beharrlichkeit/Zuversicht kann ein Leben lang halten.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Um nochmal kurz das andere ‘Modewort’ Achtsamkeit reinzubringen, ich glaube schon daran, dass jeder Mensch da Zugang zu bekommen kann, wenn die Umstaende entsprechend sind. Auf englisch heisst es ja Mindfulness, was ich angenehmer finde. Achtsam klingt in meinen Ohren etwas streng. Im Grunde geht es ja nur darum, sich seiner Handlungen und Gedanken mehr bewusst zu werden, damit es einem selbst und dem anderen gut oder besser geht.
    Dem kann man aber entgegen halten, dass das leicht mit „Verharren in der Komfort-Zone“ verwechselt werden kann. Mein Vater, der sein ganzes Berufsleben lang extrem fleißig war, könnte damit zb überhaupt nichts anfangen. Besser finde ich „Selbstfürsorge“: gerade ehrgeizige Menschen können viel reißen, müssen dann aber auch lernen zu erkennen, wo es mal „genug“ ist. Das lernt man aber nicht durch Atemübungen o.ä.
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