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  1. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Kara, mir ist nicht ganz klar, ob dich *Wörter* so nerven, oder *Konzepte*, oder ob das Problem ist, daß du in einer Umgebung lebst, wo dir ständig Leute ungefragt gute Ratschläge über Themen geben, die sie nichts angehen, als wenn sie was von deinem Leben wüßten.
    Ich finde solche Kategorisierungen schwierig, wenn man sich nicht mal über die Definition der Kategorie einig ist - die Resilienten vs die Nicht-Resilienten, die Solidarischen vs die Nicht-Solidarischen.

  2. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist mühsam, Kara, wenn du überall Bewertung und Abwertung witterst.


    Wenn ich schreibe: "ein Apfel ist keine Birne", dann werte ich doch den Apfel nicht ab sondern versuche mich dem Gegenstand "Birne" durch Abgrenzung zu nähern.
    Beides Obst (=Strategie), weder gut noch schlecht..
    Das liest sich in deinem Post aber anders. Ich lese da sehr wohl die Wertung („Flucht“= keine wertige Alternative“), denn „beides ist Obst“ kam da nicht vor. Aber gut, lassen wir das .

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was ist denn das Ziel - Probleme zu durchleiden oder zu lösen? Einen Schritt an die Seite zu machen kann durchaus eine Lösung im Sinne des Modeworts Resilienz sein, man muss nicht immer alles bis zur letzten Patrone durchkämpfen.
    Und warum kämpfst Du dann bis zur letzten Patrone darum, Deine Auffassung "Resilienz = Modewort" durchzusetzen?
    Wenn es für Doch ein reines Modewort ist, dann wäre beseite treten doch so einfach.
    Genauso einfach wie das Ignorieren von Angeboten Deiner Krankenkasse.
    Oder das Ignorieren von angeblichen Aussagen à la "Sei doch mal resilient", die ich weder bezogen auf Persoenn noch auf Unternehmen je gehört habe.

    Und wenn Du es ungünstig findest, über Resilienz oder Solidarität zu sprechen, weil die Begriffe für Dich nicht klar definiert sind, warum lieferst Du dann nicht selbst Definitionen?
    Wie kannst Resilienz oder Solidarität überhaupt kritisieren, ohne einen klaren Begriff von ihnen zu haben?

    Stattdessen konstruierst Du ohne klare Begriffe gleich Konflikte nach dem Muster "Resilient vs. nicht resilient" oder "Solidarisch vs. nicht solidarisch".

    Auch diese Konflikte ergeben in meinen Augen keinen Sinn.
    Wer sich solidarisch verhalten möchte, tut es einfach. So jemand hat nichts davon, sich in einen Konflikt mit nicht solidarisch agierenden Menschen zu begeben.
    Same same bezüglich Resilienz.

    Was soll das also?
    Was willst Du uns damit sagen?

  4. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das liest sich in deinem Post aber anders. Ich lese da sehr wohl die Wertung („Flucht“= keine wertige Alternative“), denn „beides ist Obst“ kam da nicht vor. Aber gut, lassen wir das .
    Nee, das würde mich jetzt schon interessieren wo das deiner Lesart nach in meinen Worten liegt.

    Flucht kann eine angemessene Reaktion sein - wenn ich mich einer schädlichen Umgebung entziehen kann und will.

    Wo habe ich denn Flucht an sich negativ konotiert? Vielleicht ist es mir nicht bewusst, dann wäre ich für Aufklärung dankbar.

    Vielleicht geht es aber eher um die Situation selbst, in der Flucht eben weder praktikabel noch angemessen oder eben: gut ist.

    Z.B. ein Mann, der abhaut wenn die Freundin schwanger von ihm ist - der flüchtet.
    Aber ist das auch angemessen, sinnvoll und richtig? Kommt auch wieder auf die Umstände an und anderes mehr, aber so generell gesehen fände ich das nicht die passende Reaktion.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...

    Nicht natürlich wäre meiner Wahrnehmung nach, wenn Du das "locker" weggesteckt hättest. Aber Letzteres hätte auch nichts mit Resilienz zu tun. Ein resilienter Mensch geht selbstverständlich in die Knie, wenn seine Belastungen zu schwer werden. Er trauert, hat Schmerzen, weint, hadert, wütet. Er durchlebt Trauerprozesse mit all ihren Facetten, und zwar solange sie eben dauern - und das kann viele Monate umfassen.

    Er ZERBRICHT aber nicht daran. Er ist verwundet, am Boden, auch verzweifelt, gibt seinem Schmerz und allen begleitenden Gefühlen Raum. Er funktioniert nicht gleichbleibend, lakonisch, sondern bleibt bei sich - und zwar auch bei seinem Schmerz, der sein darf.

    Er verliert aber dennoch nicht diesen Funken Zuversicht und das Vertrauen darauf, dass auch wieder hellere Tage kommen. Er ist überzeugt davon, dass es immer etwas gibt, das er selbst tun kann, um beizeiten seine Situation zu verbessern. Er kümmert sich um sich selbst und schafft sich einen Raum, beispielsweise für seine Trauer. Wenn er Hilfe benötigt, fragt es sie nach. Er übernimmt Verantwortung für seine Prozesse, egal ob es dabei um Trauer, Krankheit, Arbeitslosigkeit, wirtschaftliche Not, Verluste, Ängste, Naturkatastrophen geht.

    Resilient zu sein heisst eben nicht: sich zusammen zu reissen. Unantastbar zu sein. Durch Krisen zu segeln wie ein Messer durch Butter. ...
    Genauso sehe ich es auch.
    Das ist eben der Unterschied zwischen einem Menschen als lebendigem Wesen und Stoffen, Material oder Konstruktionen.

    Das lebendige Wesen wird verändert durch äußere Einflüsse, darf und soll dadurch verändert werden.
    Ob diese Veränderung dann eine positive oder negative ist, entscheidet letztlich wieder jeder Mensch für sich entlang der Frage:
    "Bin ich so, wie ich sein möchte, finde ich mich gut?"

    Dass sich manche Menschen in Krisensituationen als von außen betrachtet negativ verändern oder verhalten, halte ich ebenfalls für ganz natürlich.
    Krisensituationen bieten eben verschiedene Verhaltensoptionen, Veränderungspotentiale können unterschiedlich genutzt werden.

    Als resilient betrachte ich die Menschen, die sich selbst auch dann treu bleiben, wenn das schwierig wird.

  6. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    Und warum kämpfst Du dann bis zur letzten Patrone darum, Deine Auffassung "Resilienz = Modewort" durchzusetzen?
    Weil ich nicht "man" bin. Ich habe ja nirgendwo gesagt, dass ich IMMER einen Schritt an die Seite mache. Ich suche mir nur aus, wo ich kämpfe und wo nicht (pick your battles).

  7. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nee, das würde mich jetzt schon interessieren wo das deiner Lesart nach in meinen Worten liegt.

    Flucht kann eine angemessene Reaktion sein - wenn ich mich einer schädlichen Umgebung entziehen kann und will.

    Wo habe ich denn Flucht an sich negativ konotiert? Vielleicht ist es mir nicht bewusst, dann wäre ich für Aufklärung dankbar.

    Sehr gern:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Die wahre Bedeutung zeigt sich aber - für mich -- an der Stelle, wo man etwas durchstehen, aushalten muss.

    Dann eben mit möglichst wenig leiden. Aber auch ohne zu flüchten oder zu verdrängen, indem man sich quasi tot stellt.

    Dass man dabei noch eine gewisse Souveränität oder nenn es Wurde behält - dass es eben nicht den Kern des Selbst zerstört oder zum schlechten verändert.
    Heißt übersetzt für mich in diesem Kontext: Flüchten ist "schlecht", leiden ist "edel" bzw. "souverän", wie du es nennst. Eine neutrale Formulierung wäre: "Flucht und Aushalten sind zwei verschiedene Resilienzsstrategien, wobei es auch in Ordnung ist, das Leiden irgendwie zu mindern". Im Übrigen: was ist so schlimm an Verdrängen? Zeit heilt alle Wunden, wie man so schön sagt.



    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht geht es aber eher um die Situation selbst, in der Flucht eben weder praktikabel noch angemessen oder eben: gut ist.

    Z.B. ein Mann, der abhaut wenn die Freundin schwanger von ihm ist - der flüchtet.
    Aber ist das auch angemessen, sinnvoll und richtig? Kommt auch wieder auf die Umstände an und anderes mehr, aber so generell gesehen fände ich das nicht die passende Reaktion.
    Da wirfst du aber viel in einen Topf. Ich würde mal behaupten: irgendeine Art von Flucht geht immer (ich könnte ja zB auch die Corona-Zeit auf Mauritius verbringen, wenn ich jemanden finden würde, der so lange meine Vierbeiner nimmt). Und "richtig" liegt im Auge des Betrachters, wie du ja schon treffend festgestellt hast.

  8. User Info Menu

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Weil ich nicht "man" bin. Ich habe ja nirgendwo gesagt, dass ich IMMER einen Schritt an die Seite mache. Ich suche mir nur aus, wo ich kämpfe und wo nicht (pick your battles).
    Und was hoffst Du dabei zu gewinnen?

  9. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    Und was hoffst Du dabei zu gewinnen?
    Darauf aufbauend bzw. dem vorausschickend - und lustigerweise hat das auch wieder einen Bezug zu Resilienz: Bist Du in der Lage zu gewinnen, ohne das jemand verliert, Kara?
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    "Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".
    Maxi Gstettenbauer

  10. User Info Menu

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Darauf aufbauend bzw. dem vorausschickend - und lustigerweise hat das auch wieder einen Bezug zu Resilienz: Bist Du in der Lage zu gewinnen, ohne das jemand verliert, Kara?

    da würde mich jetzt interessieren, was für eine art spiel das sein soll.

    selbst beim sport gibts ja maximal ein remi
    Die Gedanken sind frei....

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