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  1. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, ich sehe solidarisches Handeln immer als politisches Handeln.

    In Deutschland auch deshalb, weil für die 16 Mio. 1989/90 "Wiedervereinigten" der Begriff "Solidaritär" nach 40 Jahren DDR-Propaganda verbrannt war und teilweise noch ist.

    Zudem war und ist die persönliche Einflußsphäre eben immer die, wo Menschen direkten Einfluss nehmen bzw. erfahren können.
    Und wem das so Erfahrene gefällt, die/der mag vielleicht auch mal selbst geben, nicht nur nehmen, oder gebend weitere Kreise ziehen.
    Genau so.
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ... das ist völlig richtig, aber es ist nicht systemverändernd.

    man kann natürlich auch politisch handeln ohne ein system zu verändern, dann sorgt der persönliche einsatz dafür, dass die härten etwas abgemildert werden.

    eine veränderung der ursachen bewirkt man so aber nicht. - nur weil es oben eigentlich darum ging.
    Ich denke, eine politische Lösung im Sinne der Veränderung der Ursachen funktioniert nur über das Schaffen von politischen Mehrheiten.

    Und ich hoffe, dass ich anderen Menschen in diesem Sinne Zusammenhänge aufzeigen und Alternativen anbieten kann.
    Ich hoffe, ihnen den Sinn daran und das Gute darin deutlich zu machen,
    andere Prioritäten zu setzen als die neoliberale, radikalindividualistische oder auch egoistische Ideologie, die uns seit Mitte der 1970er Jahre in den USA und GB, und seit 1982 auchin D auf den meisten Kanälen in die Gehirne geballert wurden.

    Eben so aufgewachsen, so erzogen, habe ich mich auch in dieser Zeit anders
    verhalten und habe auch deshalb nicht die Karriere gemacht, die ich vielleicht hätte machen können, also nicht das große Geld verdient.
    So habe auch meine Kinder (und wo immer möglich, deren Freundinnen und Freunde) gegen den Mainstream erzogen.
    So habe ich in meinem sozialen Umfeld diskutiert.

    Ich schätze meinen persönlichen Einfluss realistischerweise als gering ein, aber das Ergebnis bewerte ich durchaus positiv.
    Dass ich in D noch einmal so etwas wie die soziale Marktwirtschaft der 1970er Jahre oder etwas Besseres erlebe, glaube ich schon lange nicht mehr.
    Also freue ich mich an den "kleineren" Errungenschaften und Verbesserungen.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    Ich denke, eine politische Lösung im Sinne der Veränderung der Ursachen funktioniert nur über das Schaffen von politischen Mehrheiten.

    Und ich hoffe, dass ich anderen Menschen in diesem Sinne Zusammenhänge aufzeigen und Alternativen anbieten kann.
    Ich hoffe, ihnen den Sinn daran und das Gute darin deutlich zu machen,
    andere Prioritäten zu setzen als die neoliberale, radikalindividualistische oder auch egoistische Ideologie, die uns seit Mitte der 1970er Jahre in den USA und GB, und seit 1982 auchin D auf den meisten Kanälen in die Gehirne geballert wurden.

    Eben so aufgewachsen, so erzogen, habe ich mich auch in dieser Zeit anders
    verhalten und habe auch deshalb nicht die Karriere gemacht, die ich vielleicht hätte machen können, also nicht das große Geld verdient.
    So habe auch meine Kinder (und wo immer möglich, deren Freundinnen und Freunde) gegen den Mainstream erzogen.
    So habe ich in meinem sozialen Umfeld diskutiert.

    Ich schätze meinen persönlichen Einfluss realistischerweise als gering ein, aber das Ergebnis bewerte ich durchaus positiv.
    Dass ich in D noch einmal so etwas wie die soziale Marktwirtschaft der 1970er Jahre oder etwas Besseres erlebe, glaube ich schon lange nicht mehr.
    Also freue ich mich an den "kleineren" Errungenschaften und Verbesserungen.
    und bist somit in jedem fall ein sehr anschauliches beispiel gelebter resilienz.
    zumindest meiner meinung nach.

    da fällt mir auch wieder ein, warum mich daliah`s definition von angeblich schwachen menschen wirklich interessiert hätte.

    für mich ist jemand schwach, der auf dem altar der gesellschaftlichen erfolgsversprechen bereit ist, seine familie, freunde, gesundheit und sogar sich selbst zu opfern.

    in den augen der gesellschaft gelten solche menschen als stark und erfolgreich.

    resilient sind sie definitiv.
    so wie ich das definiere sind sie dabei parasitär.
    Die Gedanken sind frei....

  4. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen

    Das wäre für mich Weglaufen. In der nächsten Zeitzone stösst man dann auf neue Probleme und man ist immer noch nicht schlauer, wie man damit umgehen soll. Ausser wieder wegzulaufen oder Brainsurgery.
    Was ist denn das Ziel - Probleme zu durchleiden oder zu lösen? Einen Schritt an die Seite zu machen kann durchaus eine Lösung im Sinne des Modeworts Resilienz sein, man muss nicht immer alles bis zur letzten Patrone durchkämpfen.

  5. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es ist gemäß Strangtitel aber eben ein Modewort. Ich glaube kaum, dass man sich „früher“ hätte anhören müssen: „jetzt sei doch einfach mal resilient, alles gar kein Problem“.
    Der Strangtitel ist als Frage formuliert, nicht als Feststellung.

    Und niemand, der einigermassen klar denkt, würde sagen: "Jetzt sei doch mal resilient". Ich kann eigentlich um Deinetwillen nur hoffen, dass Du solchen Mumpitz schreibst, weil Du Freude an der Provokation hast. Die Alternative wäre ziemlich traurig.

  6. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das sind aber grundsätzlich erst mal „Handlungsempfehlungen“ mit Problemlösungsansatz, damit kann man was anfangen. Mit „jetzt sei mal resilient“ eher nicht, das kann ja irgendwie alles sein. Was mich an dem Modewort stört, ist die Eigenschaft als „Universalkeule“.
    Das ist doch nur Deine Interpretation.

    Die zitierten Sätze (Reiss Dich zusammen etc) haben darüber hinaus mit Resilienz nichts zu tun.

  7. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und niemand, der einigermassen klar denkt, würde sagen: "Jetzt sei doch mal resilient"..
    Genau das ist aber doch der Grund-Tenor vieler Diskussionen im Corona-Strang. Und im beruflichen Kontext müssen sich Unternehmer in diesen Tagen das auch immer wieder anhören. Ja, ja, ich weiß, alles nicht so gemeint... oder eben vielleicht doch.

  8. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Nein, das (Grundtenor) ist es nicht.

    Es ist das, worauf du es verdrehst und reduzierst.

    Weil du halt mit dem Begriff Resilienz nicht viel anfangen kannst. Das an sich ist kein Problem, aber deine Widergabe ist eben nicht richtig.
    Geändert von Inaktiver User (18.02.2021 um 07:40 Uhr) Grund: Tippfehler

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Obendrein: Die Philosophie, die Religion, und die Theologie suchen seit Jahrtausenden nach Methoden, mit dem Zustand, in der Welt Mensch zu sein, klarzukommen. Meditation wurde nicht gestern erfunden. Das einzige, was vielleicht neu(er) ist, ist die wissenschaftliche Methode.
    Und die Entkopplung der Meditation vom Religiösen, von der Glaubensausübung.

  10. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was ist denn das Ziel - Probleme zu durchleiden oder zu lösen? Einen Schritt an die Seite zu machen kann durchaus eine Lösung im Sinne des Modeworts Resilienz sein, man muss nicht immer alles bis zur letzten Patrone durchkämpfen.
    Für mich: weder noch.

    Resilienz wirkt da am eindrucksvollsten, wo man selbst wenig bis keine Möglichkeiten hat, ein Problem zu lösen und die Situation grundlegend zu verändern. Wie z.B. in der Pandemie - die kann ich nicht persönlich ausrotten.
    Man kann sich in manchen Situationen wehren, oder auch flüchten, das ist auch eine Form der Selbstbehauptung, aber darum. geht es mir jedenfalls weniger, wenn ich an R. denke.

    Die wahre Bedeutung zeigt sich aber - für mich -- an der Stelle, wo man etwas durchstehen, aushalten muss.

    Dann eben mit möglichst wenig leiden. Aber auch ohne zu flüchten oder zu verdrängen, indem man sich quasi tot stellt.

    Dass man dabei noch eine gewisse Souveränität oder nenn es Wurde behält - dass es eben nicht den Kern des Selbst zerstört oder zum schlechten verändert.

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