ah, ok, ich hatte ja an sich gedacht, du würdest "schwache menschen" irgendwie definieren, weil ich es schon, naja, irgendwie krass finde, den begriff so einzubringen, und dann völlig in der luft hängen zu lassen.
und völlig klar ist es nicht nötig, da noch mehr zu erhellen.
bezogen auf deinen letzten satz, meine ich.
grenzen die ich zum beispiel knallhart setze:
wenn ich merke, dass menschen andere für blöd verkaufen und ausnutzen wollen.
da sag ich sofort:
vergiss es![]()
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17.02.2021, 20:01
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?


Die Gedanken sind frei....


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17.02.2021, 20:10Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Und dann passiert es auch - dass man mal diese eigenen Prinzipien missachtet.
Wenn ich mich zum Beispiel unwürdig behandelt fühle.
Dann geht es mir richtig, richtig schlecht.
Und dann sind eben oftmals "die liebsten Menschen" die Feinde.
Manchmal merke ich schon vorher wie ich in mein eigenes Inferno laufe.
Aber, vielleicht ist das auch wieder gut, weil eben menschlich.
Jeder Mensch hat da seine eigenen Präferenzen.
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17.02.2021, 20:36Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Es löst sich ja nicht von allein, sondern man braucht die Maschine dazu und muss bereit sein, ein, zwei Lebensjahre herzuschenken. Ist Resilienz denn nicht „Lösungsstrategie“?
Bei der Zeitmaschine wäre ich sofort dabei. Alternativ einfrieren, wie bei Futurama. Wo kann ich unterschreiben?
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17.02.2021, 20:42Inaktiver User
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17.02.2021, 22:18
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Niemand kann sich dem kapitalistischen System wirklich entziehen.
Dazu müsste ein Mensch in autarker Selbstversorgung leben - vollkommen illusorisch.
Das verstehe ich bereits als politisches Handeln und ja, gut für die eigene Resilienz wie die Anderer ist es zudem.... Z.B. diejenigen UserInnen, die die Bri nicht nur konsumieren oder als Medium für Selbstausdruck nutzen, sondern unermüdlich Userfragen beantworten, Tipps, Infos, Hilfestellung, Rat, Trost geben.
Z.B. diejenigen UserInnen, die sich der Erwerbsarbeit nicht entziehen, und neben ihrem Steuerbeitrag sogar noch andere Menschen unterstützen.
Z.B. diejenigen UserInnen, die versuchen, in das Arbeitsleben eine menschlichere Note zu bringen. Ja, die sind in der Minderheit, v.a. in den höheren Positionen, aber es gibt sie, und ich habe von ihnen auch schon in der Bri gelesen.
...
Und stärkt zudem die eigene Resilienz (durch Gefühl von Selbstwirksamkeit, Beitragen zur Gemeinschaft, Fokus auf Optionen,...) Und erzeugt bei anderen Menschen gute Gefühle - bei mir zumindest beim Lesen der Beiträge vieler UserInnen....
Aber so leid es mir tut, manchmal kann ich eben nur entweder Fragen beantworten oder ein gutes Gefühl erzeugen.
Da entscheide ich mich dann für die Beantwortung der Fragen.
Ich kann jedoch gut damit leben, nicht zu den angenehmen Feelgood-Usern gerechnet zu werden.
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17.02.2021, 22:31
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Wie gesagt, ich sehe solidarisches Handeln immer als politisches Handeln.
In Deutschland auch deshalb, weil für die 16 Mio. 1989/90 "Wiedervereinigten" der Begriff "Solidaritär" nach 40 Jahren DDR-Propaganda verbrannt war und teilweise noch ist.
Zudem war und ist die persönliche Einflußsphäre eben immer die, wo Menschen direkten Einfluss nehmen bzw. erfahren können.
Und wem das so Erfahrene gefällt, die/der mag vielleicht auch mal selbst geben, nicht nur nehmen, oder gebend weitere Kreise ziehen.Geändert von Nicolo (17.02.2021 um 23:06 Uhr)
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17.02.2021, 22:46Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
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17.02.2021, 23:41Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
ja, kann man so sehen.
das ist völlig richtig, aber es ist nicht systemverändernd.Zudem war und ist die persönliche Einflußsphäre eben immer die, wo Menschen direkten Einfluss nehmen bzw. erfahren können.
Und wem das so Erfahrene gefällt, die/der mag vielleicht auch mal selbst geben, nicht nur nehmen, oder gebend weitere Kreise ziehen.
man kann natürlich auch politisch handeln ohne ein system zu verändern, dann sorgt der persönliche einsatz dafür, dass die härten etwas abgemildert werden.
eine veränderung der ursachen bewirkt man so aber nicht. - nur weil es oben eigentlich darum ging.
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18.02.2021, 00:08
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Gerade an anderer Stelle gelesen: "Wenn unsere Bezahlung und unsere Arbeitsbedingungen Sch*** sind, dann hilft ein Meditationsraum auch nicht!"
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Wenn ich so überlege, ist Resilienz bei Systemen und Konstrukten wesentlich weniger unklar als bei Individuen. Vielleicht, weil man es besser sehen kann: Was größer ist, scheppert lauter, wenn es auseinander- oder zusammenbricht. Man kann den Zeitverlauf unabhängig von biologischen Alterungsprozessen beobachten. Und man kann sich nicht darauf rausreden, daß das System "selber schuld" ist.
Wenn der Rechner ständig abstürzt, wenn man ihn schief anguckt, und nach jedem Update wieder aufgepäppelt werden muß, merkt das auch jeder Benutzer.
Kein Mensch, denke ich, hat Interesse an fragilen Sytemen, die jederzeit zusammenbrechen können, oder sich in positiven Rückkopplungen ins Absurde schaukeln, oder es unmöglich machen, für morgen zu planen.
Und um den Kreis zu schließen, sind das zu einem großen Teil die Systeme, die wir uns im Namen der Effizienz geschaffen haben. Jetzt soll der Mensch in seiner Innenwelt richten, was er und seine Mitmenschen in der Außenwelt schlecht gebaut haben? Vielleicht ist das Wort deswegen so schwierig zu handhaben.
Das ist ein rein lexikalischer Wandel.
Ich brauch mir nicht mal Mühe zu geben, um mir haufenweise Varianten von "stell dich nicht so an" in den Kopf zu rufen.
Obendrein: Die Philosophie, die Religion, und die Theologie suchen seit Jahrtausenden nach Methoden, mit dem Zustand, in der Welt Mensch zu sein, klarzukommen. Meditation wurde nicht gestern erfunden. Das einzige, was vielleicht neu(er) ist, ist die wissenschaftliche Methode.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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18.02.2021, 00:37
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Da hast du den Hinweis von mir, dass ich den Hinweis als User schreibe und nicht als Moderatorin, missverstanden. Ich wollte möglichen Kritikern meines Hinweises, die sich hätten moderiert fühlen können, den Wind aus den Segeln nehmen. Hätte es nicht gebraucht, stimmt. Denn wer mich kennt, weiss, dass ich hier in diesem Forum gar nicht als Moderator eingetragen bin.
Zu deinem langen Post #591 - da stimme ich dir in Vielem zu, Galah9 hat das, was mir heute früh beim ersten Lesen durch den Kopf ging, gut ausgedrückt. Da brauch ich das Gleiche nicht nochmal zu schreiben.
Ich sehe da wie sie auch den dritten Weg.
Eingefärbt von mir ...
Eine persönliche Entwicklung, die hilft, in schwierigen Zeiten durchzukommen, hilft auch der Gesellschaft. Klar hat das dann auch Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft, und das ist immer auch politisch. Und ich seh da eine Wechselwirkung zwischen dem Individuum und der Gemeinschaft.
Vielleicht hat die Zeit des Neoliberalismus ausgedient und wir sind grad mitten im Umbruch.
Das wäre für mich Weglaufen. In der nächsten Zeitzone stösst man dann auf neue Probleme und man ist immer noch nicht schlauer, wie man damit umgehen soll. Ausser wieder wegzulaufen oder Brainsurgery.
Ich mach mich mal nackig. Ich hab mich bislang eigentlich für relativ resilient gehalten, bis mir die letzten 2 Jahre so richtig die lange Nase gezeigt haben. Beide Eltern in Europa innerhalb von 11 Monaten auf nicht so schöne Art gestorben (einer unter Corona), dann wieder zuhause: wochenlange Naturkatastrophen, Pandemie mit allen Begleiterscheinungen, Umsatzeinbrüche, bis hin zu diversen eigenen gesundheitlichen Themen, auf die ich grad gut verzichten kann. Das alles hat mir mehr in die Kniekehlen getreten, als ich erwartet hatte.
Muss man durch, ist das Leben. Klar hab ich mir ein paar Werkzeuge über die letzten 58 Jahre angeeignet, aber die reichen nicht immer. Und das Zwischenfazit, das ich gerade ziehe: ohne Gemeinschaft, die anpackt, die vielleicht noch weitere Werkzeuge ausleihen kann, wäre alles noch viel schwerer. Und das denke ich, gilt es zu unterstützen, im Kleinen und im Grossen, dann bewegt sich auch was."I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.



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