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  1. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Print,
    ich würde noch was dazufügen:

    manchmal ist es schlichtweg die nötige Frechheit und der Mut den Resilienz ausmacht.
    Ja, ich finde auch dass es ne Art der Freiheit ist auch mal schlechte Zeiten haben zu dürfen.

    Sich zu verweigern.

    Und ich glaube, es gibt nicht soo Wenige die sich da oben nur mittels bestimmter Substanzen oder ständiger therapeutischer Begleitung halten.

    Da ist dann ein Absturz mitunter heilsam.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht wird Resilienz deswegen mitunter als Modewort oder irgendwie unangenehm empfunden, auch in Beiträgen hier, weil der Begriff zu sehr als Machbarkeitsfaktor verstanden wird.
    Als Leistungsmerkmal, eingekreist auf Erfolg und Versagen.
    Für mich ist es eine gewisse Widerstandsfähigkeit schlicht dem Leben gegenüber mit all seinen Facetten.

    Warum ein Teil der Menschen widerstandsfähiger ist als andere, kann ich auch nicht beantworten.

    Per se würde ich z.B. nie behaupten, dass Obdachlose keine Widerstandsfähigkeit haben. Sie sind aber am "System" gescheitert. Ob aus eigenem Verschulden .... bleibt mal dahingestellt.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Am Ende vom Tag ist es aber in dieser Corona-Zeit erst recht ein Wettbewerb - Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Resilienteste im ganzen Land?

    Aber das ist ja auch ok. Life's a struggle.
    Wenn jemand wettbewerb zum "überleben" braucht, ist das dessen resilienz-strategie, zumindest ein wesentlicher bestandteil derselben

    Unabhängig vom wettbewerbsgedanken ein Beispiel aus der natur: Ein parasit ist ein extrem resilientes, aber absolut unsoziales beispiel für resilienz, ein symbiont ein soziales, ein wirt ein einseitig gebendes.

    Der parasit kann solange absolut unsozial sein, wie er noch wenigstens einen potentiellen wirt findet sonst => tot.

    Der symbiont muss dauernd aufpassen, dass der saldo stimmt, sonst wird er zum wirt.

    Der wirt muss in sich genug substanz haben, sonst muss er entweder den parasit abschütteln und seine pforten für zukünftige parasiten komplett dicht machen, sonst => tot.

    Resilienz ist eine methode., ein werkzeug.

    @flau: Dein denkfehler, meiner Meinung nach ist nach wie vor ein denk-fehler.
    Du bist nicht ve-rzweifelt, wie du schreibst, sondern du hast ge-zweifelt.

    Um anschließend wieder rational abzuwägen.

    Das konzept "entlastungsgedanke" ist fundamental wichtig für resilienz.

    Wettbewerbsgedanken können zwar teil der individuellen resilienz-strategie sein, verhindern aber das verständnis des konzeptes von resilienz.

    da wie geschrieben von zum beispiel @chambord, die verhältnismässigkeit eine ganz entscheidende rolle spielt.

    Nicht beim verständnis, aber bei der anwendung.
    mit kanonen auf spatzen zu schiessen ist eine sehr verschwenderische art, die methode resilienz anzuwenden, wenn ich, egal warum, die spatzen loswerden muss.

    Wie du ja schreibst, verhalten sich alle der von wildwusel geschilderten personen prinzipiell resilient.

    Jetzt kommt der nächste, absolut wichtige faktor ins spiel: Autonomie.

    Wie weit hängen meinen resilienzstrategien in der umsetzung von anderen ab.
    Von anderen menschen , von den umständen etc. Pp.

    Wäre es bei deinem bus-beispiel tatsachlich um leben und tod gegangen, dadurch dass du den bus verpasst hast, wärst du unter erheblich mehr druck gestanden.

    Dein, von mir so gesehener, denk-fehler:
    je grösser die resilienz, desto geringer die entlastungsgedanken, setzt am falschen punkt an.
    weil resilienz ein werkzeug ist.

    Und keine konkrete Strategie .

    Ich sage: Je grösser der druck, desto gewaltiger werden die entlastungsgedanken.

    Nutze ich die, meist sehr emotionalen, entlastungs-gedanken, um möglichst schnell den druck abzubauen, stehen mir meine rationellen gedanken umso schneller und besser wieder zur verfügung.

    sitze ich dabei aber auch nur eine hunderstel sekunde zu lang vor angst erstarrt wie das kaninchen vor der schlange => tot.
    Halbe hundertstel sekunde => ein oder zwei beine ab....tbc


    Das was du da von dir beschreibst ist, leider, absolut weit verbreitet.

    Das hat dich aber, soweit ich das aus deinen posts dazu beurteilen kann, nie am resilient sein gehindert.

    Nur an der erkenntnis deiner resilienz.

    Das prinzip, das mMn nach dahinter steckt, ist der wettbewerbsgedanke.


    Da könntest du, wenn du willst, jetzt genauer hinschauen. Wer hat dir das wettbewerbskonzept wie "reingedrückt."
    Und zwar völlig ohne schuld-konzept.
    Sondern wieder nur mit blick auf die methoden.

    Wobei sich, im bezug auf dich, wie gesagt nur wenn ich dich zutreffend wahrnehme, die frage stellt:

    Ist das wichtig? Also ist es dir wichtig? Willst du rausfinden, warum du deine eigene resilienz nicht zutreffend wahrnimmst?
    Wäre mMn nach nur wichtig, wenn es dich beim tatsächlich weiterhin (!!!) resilient sein, zu stark behindert.

    Auf mich wirkst du nicht so
    Geändert von Grissom (30.01.2021 um 11:09 Uhr)
    Die Gedanken sind frei....

  4. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Chambord Beitrag anzeigen
    Per se würde ich z.B. nie behaupten, dass Obdachlose keine Widerstandsfähigkeit haben. Sie sind aber am "System" gescheitert. Ob aus eigenem Verschulden .... bleibt mal dahingestellt.

    Ich würde nicht pauschal sagen, dass Obdachlose gescheitert sind.

    Es kommt u.a. auch auf die Perspektive an und auch auf den konkreten Obdachlosen.

    Manche haben diesen Weg ganz bewusst gewählt.

    Und aus einer anderen Perspektive kann jemand auch das Leben eines Menschen, der 40 Jahre lang in einem ungeliebten Job am Schreibtisch verbringt, obwohl er oder sie ganz andere Träume oder Vorstellungen vom Leben hatte, als gescheitert ansehen.
    Aus "Notwendigkeit" einen Brotjob ausgesucht, 40 Jahre Schufterei und dann im 3. Jahr der Rente schwere Diagnose und im 5. Jahr unter der Erde.

    "Gescheitert".. Was das ist, hat auch damit zu tun, wie man selbst, als Betroffener, etwas sieht und nicht, wie andere es vielleicht von außen beurteilen.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich würde nicht pauschal sagen, dass Obdachlose gescheitert sind.

    Es kommt u.a. auch auf die Perspektive an und auch auf den konkreten Obdachlosen.
    .....


    "Gescheitert".. Was das ist, hat auch damit zu tun, wie man selbst, als Betroffener, etwas sieht und nicht, wie andere es vielleicht von außen beurteilen.
    Nicht "auch", sondern nur.

    Die jeweiligen ziele sind entscheidend zur bewertung des erfüllungsgrades.

    Sofern die frage des tatsächlichen überlebens geklärt ist.
    Die Gedanken sind frei....

  6. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Weil ich die anderen Begründungen, die nicht auf dem Wertbewerbsgedanken beruhen, reichlich schwammig finde. Wir waren ja schon bei dem Punkt, dass ein Sprung vor den Bus auch als „Lösung“ ausgelegt werden kann, und das Nicht-Springen als Form der Resilienz - da wird‘s mir dann irgendwie zu esoterisch. Deshalb bin ich dafür, „Resilienz“ zum Unwort des Jahres 2020 und 2021 zu erklären.

    [.....]

    Guter Vorschlag.

    Aber der Bedarf ist groß und das Wort wird also weiterhin für alles Mögliche verwendet.
    Da, wo Bedürfnisse sind, bastelt man schnell was zusammen, was hilft, die Bedürfnisse zu befriedigen. Diese Funktion erfüllt oft die Verwendung dieses Begriffs.

    Ob es mit der Wahrheit kompatibel ist, spielt gar keine Rolle.
    Entscheidend ist, dass man selber daran glaubt.
    Und der Umstand, dass man meistens nicht weiß, wovon man redet, erleichtert es ungemein, das Ganze schnell plausibel erscheinen zu lassen.
    Und fertig ist das Rezept, das man braucht.

    Klappt sogar besser als beim Arzt.

  7. User Info Menu

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Guter Vorschlag.

    Aber der Bedarf ist groß und das Wort wird also weiterhin für alles Mögliche verwendet.
    .....
    Wofür?

    Wenn es ein un-wort ist hat das welchen vorteil für dich?

    Was ist ein un-wort?

    Resilienz existiert auch ohne irgendeinen namen zu haben
    Die Gedanken sind frei....

  8. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Guter Vorschlag.

    Aber der Bedarf ist groß und das Wort wird also weiterhin für alles Mögliche verwendet.
    Da, wo Bedürfnisse sind, bastelt man schnell was zusammen, was hilft, die Bedürfnisse zu befriedigen. Diese Funktion erfüllt oft die Verwendung dieses Begriffs.

    Ob es mit der Wahrheit kompatibel ist, spielt gar keine Rolle.
    Entscheidend ist, dass man selber daran glaubt.
    Und der Umstand, dass man meistens nicht weiß, wovon man redet, erleichtert es ungemein, das Ganze schnell plausibel erscheinen zu lassen.
    Und fertig ist das Rezept, das man braucht.

    Klappt sogar besser als beim Arzt.

    Du beschreibst das so distanziert, siehst du dich als Betrachter von außen oder als Teil davon?

  9. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Print,
    ich würde noch was dazufügen:

    manchmal ist es schlichtweg die nötige Frechheit und der Mut den Resilienz ausmacht.

    ....
    Ja, das ist wohl auch eine Drehschraube. Es gibt viele.

    Dann gilt es, sich ein Herz zu fassen, wie man so sagt.

    Ich denke (!), dass der Verstand bei alldem eine wichtige, aber nicht die entscheidende Rolle spielt.

    Der Verstand kann auch die objektiv absurdesten Dinge rationalisieren wenn andere Anteile im Selbst in eine andere Richtung ziehen.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es kommt u.a. auch auf die Perspektive an und auch auf den konkreten Obdachlosen.

    Manche haben diesen Weg ganz bewusst gewählt.
    Das mag es vereinzelt geben.

    Nur komisch, dass doch der weit überwiegende Teil ursprünglich aus der sog. bürgerlichen Ebene kommt und durch Scheidung etc. pp. u.ä. ihrem eigenen "Untergang" tatenlos zugesehen haben. Es gibt hinreichend gut recherchierte Doku's und wenn die Menschen aus ihrem Leben erzählen, wird schon ein Selbstaufgeben spürbar, das viele im Alkohol ertränken. Die Rückkehr ist für viele nicht (mehr) machbar, weil die Baustellen kein Ende nehmen und sie selbst dazu auch nicht (mehr) die Kraft haben. In ihrer Situation machen sie aber das Beste draus und von daher stellen sie sich ihrem Leben.

    Ich werde auch nie nachvollziehen können, wie man freiwillig Obdachlosigkeit wählen kann. Muss ich auch nicht; ist nicht der einzige Lebensweg, die ich nicht nachvollziehen kann.

    Letztlich geht's für mich dann nach dem Motto: Jede/r möge zufrieden und glücklich werden mit den Möglichkeiten, die er gewählt hat.

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