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  1. User Info Menu

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    Wäre das so, würde wohl niemand mehr lesen, schreiben oder rechnen lernen.
    Und alle, die dies nicht können, hätten keinerlei Respekt vor Lesen, Schrieben und Rechnen.
    Das entspricht aber nicht meiner Wahrnehmung bzw. meinem Kenntnisstand.

    Ich schrieb übrigens auch davon, Misserfolge gut nachzubereiten.
    Dazu gehört meiner Meinung nach, Gescheiterten zu vermitteln, dass fast alle Anderen anfangs ebenfalls am Fraglichen gescheitert sind.
    Ja, was soll ich da noch schreiben, ausser wie unfassbar ich es finde, dass sowas überhaupt erklärt werden muss.

    Als wäre die welt doch von gott und in sieben tagen erschaffen worden.
    Wieviel papier wohl guttenberg ver-druckt hat, bevor auch nur die technische grundlage für eine druckbare frauen-zeitschrift gelegt war.

    Und er hatte dabei 100%ig öfter/ mehr misserfolge als erfolge.
    Erfolg hatte er genau einmal.

    Resilienz ist also definitiv auch eine frage der sachlichen betrachtung der fakten.
    Die Gedanken sind frei....

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Ich sehe in dieser Zeit der Griechen eher Müssiggang und Melancholische Verhaltensweisen hauptsächlich bei den Frauen und Göttinnen. Vor allem wenig Existenzangst bis hin zum gesellschaftlich anerkannten philosophischem Zeitvertreib. Die Griechen sind da für mich weniger ein Beispiel für Depression.

    ... Die Melancholie, heute Depression genannt, begleitet den Menschen seit Beginn seiner Geschichte und wird auch in Zukunft zu seinem Leben gehören. ...
    In der antiken Medizin und Naturphilosophie wurde Melancholie im Sinne der Säfte- oder Humoralpathologie als ein Überwiegen der schwarzen Galle (gr. melas = schwarz; cholé = Galle) verstanden. ...


    Depressionen: Melancholie in der Medizin- und Kulturgeschichte | PZ – Pharmazeutische Zeitung

    Es würde auch diesem Thread gut tun, wenn Postmoderne und Foucault nicht als Einladung missverstanden würden, jedwede Tatsachen per "Ich finde ... " oder "Ich sehe ..." zum Spielball individueller Kognition zu machen.

    Denn am Ende solchen Vorgehens stehen die "alternativen Fakten" von Donald Trump & Co.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Nun ja, du läasst keinen Raum für persönliche Ansichten. Das macht dich recht unsympatisch. Und dennoch gibt es im Umkehrschluss keinen direkten Bezug von Depression zu Galle. Insofern hat der Begriff Melancholie für mich schon noch eine gemässigtere Ansicht in Bezug zur Depression. Melancholiker sein ist keine Phase sondern diese lebenslange psychische Verfassung, welche zur Charakterisierung eines Menschen gilt. Bekannte Melancholiker waren sehr aktiv, was auch die Literatur betrifft. Über Depression und welche Formen sie ausmachen, möchte ich hier gar nicht diskutieren.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das alte Griechenland. Ob dort so die Vorbilder zu finden sind? ...
    Ich sprach nicht von Vorbildern, sondern erwähnte in Antwort auf luftisraus' Frage, dass es Depressionen definitiv bereits im antiken Griechenland gab.

    Wozu also diese Eskapade in Richtung Pädophilie?

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Nun ja, du läasst keinen Raum für persönliche Ansichten. Das macht dich recht unsympatisch. ...
    Nein, es sind die mess- und objektivierbare Tatsachen, die den Raum für persönliche Ansichten einschränken.

    Ich bin lediglich der Bote, der Dir diese Tatsache nachrichtlich überbringt.

    Dafür kannste mich gern unsympathisch finden, das juckt mich nicht.

    Nur gut, dass Du auf eine Diskussion darüber, was Depressionen ausmacht, verzichten willst.

  6. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    Ich sprach nicht von Vorbildern, sondern erwähnte in Antwort auf luftisraus' Frage, dass es Depressionen definitiv bereits im antiken Griechenland gab.

    Wozu also diese Eskapade in Richtung Pädophilie?
    Gut, dann weiß man zumindest, wie krank die Gesellschaft im alten Griechenland war und wenn so mit Kindern umgegangen wurde, ist es klar, dass es auch dort bereits Depressionen gab.

  7. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Im Zusammenhang mit Corona, Lockdown und der widerstandsfähigen Gesellschaft gibt es die Resilienz jetzt auf der Homepage der Tagesschau: Viele stecken das sehr gut weg

    Hieraus:
    [...]Wir Deutschen gelten als relativ resiliente Gesellschaft. Unsere sozioökonomischen Rahmenbedingungen sind auch sehr gut. Wir haben Sicherungssysteme, ein adäquates Gesundheitssystem, Einrichtungen wie den Krisendienst, den sozialpsychiatrischen Dienst oder Beratungsstellen. Das gibt es in vielen anderen Ländern nicht so flächendeckend.[...]

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gut, dann weiß man zumindest, wie krank die Gesellschaft im alten Griechenland war und wenn so mit Kindern umgegangen wurde, ist es klar, dass es auch dort bereits Depressionen gab.
    Ich halte zwar wenig davon, Ereignisse von vor tausenden Jahren mit heutigen Maßstäben zu messen.
    Aber die menschliche Gesellschaft hat sich meines Erachtens in punkto "Krankheit" innerhalb der letzten 3.000 Jahre als wenig einfallsreich erwiesen.
    Nur mal so, falls irgendwer meint, heutige Malaisen seien ein Problem, welches mit der Rückbesinning auf vergangene, vermeintlich bessere Zeiten zu lösen.

    Von daher kaum verwunderlich, das Uralt-Texte wie bespielsweise die Bergpredigt nach wie vor so aktuell oder auch zeitlos sind.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    ...
    ... The reason that people get happier in the fact of disasters? People are pleasantly surprised by the willingness of their neighbors and their institutions to work in harness to help each other,” the editors write. “This delivers a heightened sense of belonging, and pride in what they have been able to achieve by way of mitigation. These gains are sometimes great enough to compensate for the material losses."

    "As revealed by earlier studies of earthquakes, floods, storms, tsunamis and even economic crises, a high trust society quite naturally looks for and finds co-operative ways to work together to repair the damage and rebuild better lives. This has led sometimes to surprising increases in happiness in the wake of what might otherwise seem to be unmitigated disasters.”


    ...
    Oder ist das nicht übertragbar, sondern von klein auf angelernt? Glaub ich nicht, Menschen können ja durchaus Einstellungen ändern, wenn sie in ein neues Umfeld kommen. ...
    -farbig gesetzt von mir-


    Ich übersetze das Blaue oben so:
    "Menschen sind positiv überrascht von der Bereitschaft ihrer Nachbarn und ihrer Institutionen, gemeinschaftlich an gegenseitiger Hilfe zu arbeiten." schreibt der Herausgeber. "Dies stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und resutliert in Stolz auf das, was sie im Zuge der Schadensminderung erreichen konnten. Dieser Gewinn ist manchmal groß genug, um materielle Verluste auszugleichen."

    "Frühere Studien von Erdbeben, Überflutungen, Stürmen, Tsunamis und sogar wirtschaftlichen Krisen haben offenbart, dass eine auf Vertrauen gegründete Gesellschaft ganz natürlich nach kooperativen Wegen der Zusammenarbeit sucht und diese findet, um den Schaden zu beheben und ein besseres Leben neu aufzubauen. Dies hat im Nachgang von etwas, das andernfalls als ungemildetre Katastrophe gewirkt hätte, manchmal sogar zu einem überraschenden Zuwachs an Zufriedenheit [im Original: happiness] geführt."


    Ich denke, das ist erlern- und übertragbar - ok, auch meine Hoffnung stirbt zuletzt.

    Nehmen wir die Gesellschaft mal als Individuum, dann sind die Elemente, die es offenbar braucht, um Krisen positiv zu bewältigen:
    + Ein Zusammengehörigkeitsgefühl
    + Die Bereitschaft zur Kooperation
    + Das Wissen um bzw. Vertrauen in eigene Fähigkeiten und Möglichkeiten, die bei der Krisenbewältigung nützlich sind

    Ich sehe da keinen Unterschied zwischen individueller und gesellschaftlicher Erweckung bzw. Stärkung dessen, was Resilienz bewirkt.


    Religion oder Spiritualität wurden hier ja bereits erwähnt.
    Offenbar können sie als eine die Menschen verbindende "Klammer" so ein Zusammengehörigkeitsgefühl stärken.
    Darüber hinaus können sie mittels einer bestimmten Ethik auch die Bereitschaft zur Kooperation wecken bzw. stärken.

    Denkt dabei bitte nicht nur an christliche Religionen, auch wenn die für uns Mitteleuropäer am prägendsten gewirkt haben bzw. wirken.

    ... Forscher glauben, dass sie die geheime Zutat identifiziert haben, die die Verbindung zwischen Religion und verbesserter Lebenszufriedenheit erklärt.
    Nicht der Glaube sondern die sozialen Aspekte

    "Unsere Studie bietet zwingende Belege, dass es die sozialen Aspekte der Religion sind und nicht der Glaube oder die Spiritualität sind, die zu Lebenszufriedenheit führen", sagte Chaeyoon LIM, Dozent der University of Wisconsin-Madison, der die Studie ausführte.

    ...
    Freundschaften sind die geheime Zutat

    "Im Besonderen stellten wir fest, dass in religiösen Gemeinden die Freundschaften die geheime Zutat der Religion sind, die die Leute glücklicher macht."
    ...
    Laut der Studie, sagten 33 Prozent der Menschen, die jede Woche Gottesdienste besuchen und drei bis fünf gute Freunde in ihrer Gemeinde haben, dass sie mit ihrem Leben "äußerst zufrieden" sind. "Äußerst zufrieden" wird als 10 definiert, auf einer Skala von 1 bis 10.

    In Vergleich berichten nur 19 Prozent der Menschen, die Gottesdienste wöchentlich besuchen, aber keine guten Freunde in ihrer Gemeinde haben, dass sie äußerst zufrieden sind.

    Andererseits, sind 23 Prozent der Menschen, die Gottesdienste nur einige Male im Jahr aufsuchen, aber drei bis fünf gute Freunde in ihrer Gemeinde haben mit ihrem Leben äußerst zufrieden.

    Und 19 Prozent der Menschen, die nie Gottesdienste besuchen und deshalb keine Freunde in der Gemeinde haben, sind mit ihrem Leben äußerst zufrieden.
    ...
    "Es erhärten sich die Belege für mich, dass es nicht wirklich der Kirchgang ist und den Predigten zuzuhören oder das Beten, was die Leute zufriedener macht, sondern das kirchenbasierte 'Freunde machen' und soziale Netze dort aufzubauen", sagte Lim....


    Lebenszufriedenheit (Psychologie) • PSYLEX

  10. User Info Menu

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Im Zusammenhang mit Corona, Lockdown und der widerstandsfähigen Gesellschaft gibt es die Resilienz jetzt auf der Homepage der Tagesschau: Viele stecken das sehr gut weg
    ...
    Tja, was Europa angeht, sehe ich zwar auch Unterscheide, aber nicht unbedingt solche, die mir D als besonders resilient erscheinen lassen.

    Einerseits haben wir in D nicht tagelang nächtliche Straßenschlachten und Plünderungen wie in den Niederlanden und auch keine großen illegalen Rave-Parties ohne Rücksicht auf irgendwelche Corona-Schutzmaßnahmen wie in Frankreich oder Spanien.

    Andererseits haben andere EU-Länder meiner Wahrnehmung nach nicht diese großen Impfgegner-Corona-Leugner-"Besorgte Bürgerrechtler"-Demos wie wir.

    Auch die (medial sicherlich gehypten, ist ja Wahljahr) Debatten darum, welches Bundesland nun wie schnell impft, welche Politker*innen oder Parteien nun wann welchen Fehler in der Corona-Bewältigung gemacht haben oder das Lamentieren über die als nicht schnell genug erfolgend empfundene Produktion von Impfstoffen empfinde ich in anderen EU-Ländern als nicht so dominant wie in Deutschland.

    Ausgenommen mal die Debatte um die "Lieferstrategie" von Astra Zeneca - das wird naturgemäß EU-weit diskutiert und kritisiert.

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