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  1. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Lea1958 Beitrag anzeigen
    Wenn man durch eine schwierige Situation am Ende unbeschadet durchgekommen ist, dann ordnet man folgende Ereignisse unter Umständen anders ein.

    Es muss nicht einmal so sein, dass man ubeschadet durchkommt.
    Schließlich lässt das Wort "unbeschadet" viel Raum für Interpretation zu.

    Ich glaube, ziemlich am Anfang dieses Strangs habe ich erwähnt, dass Selbsterkenntnis eine gute, wichtige Möglichkeit darstellt.
    Wenn man Erfahrungen macht, dann lernt man oft auch etwas über sich selbst.
    Ein möglicher "Schaden" kann auch ein Weg sein, der einen widerstandsfähiger macht.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Ich habe jetzt nicht den ganzen Strang gelesen und antworte einfach mal auf die Überschrift: Es isr doch schon seit einigen Jahren so, dass das alles gehypt wird, insbesondsere am Arbeitsplatz: Plötzlich haben wir Resilienz-Seminare, Achtsamkeits-Seminare usw., seit kurzem habe ich eine App für ein Jahr für Meditation und Achtsamkeit - auch bezahlt vom AG.

    Es ist gut bis sehr gut finde ich ... keine Frage, tolle Seminare., toller Ansatz, mega spannend und interessant und für mich privat persönlich aus Erfahrung auch total wirksam.

    Die Frage die bleibt ist für mich nur, wieso AG denken, dass sie dies ihren AN anbieten müssen.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Vienna__ Beitrag anzeigen
    Die Frage die bleibt ist für mich nur, wieso AG denken, dass sie dies ihren AN anbieten müssen.
    Einfach nur eine preiswerte Methode, die Stimmung aufrechtzuerhalten?

    Ich mache solche Seminare gern mit, bin aber auch "auf der Hut", wie viel ich vor Kollegen "ausbreiten" möchte.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Für mich trifft die Bedeutung von Resilienz im Lateinischen ganz gut, "Zurücksprinngen", "Abprallen". Ich zitiere mal eine der ersten Forschungen dazu, "Alltags-Magie", dass wir "wiederbeschreibbar" sind, "re-justierbar auf Veränderungen.

    Ein In-Sich-Ruhen, ein Sich-Definieren, ohne sich von externen Faktoren abhängig zu machen.

    Danke auch an Nicolo für seine Fragen.

    Für mich auch an sich ein interessanter Ansatz - der Missbrauch und das Schindluder, der damit betrieben wird, gehört nicht dazu.

    Für mich hat die Krise insofern die Augen geöffnet, als ich staune, über was sich aufgeregt wird.
    (Ich nehme da mich übrigens nicht raus, aber wenn ich merke, dass das gerade unpassend ist - justiere ich mich neu.)

    Und feststelle, dass die, die am meisten unter der Pandemie leiden, am wenigsten jammern.
    Geändert von Sugarnova (23.01.2021 um 22:25 Uhr)

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen
    Hat der Katastrophenmodus wirklich was mit Resilienz zu tun?

    Für mich nicht. In katastrophenfallen schaltet sich bei mir der Auto pilot ein und funktioniert.

    Das verstehen und verarbeiten kommt erst später - und da fängt dann für mich auch erst das Thema Resilienz an
    Resilienz ist für mein Empfinden auch eine Anpassungsleistung, bewusstes Wahrnehmen dessen, was passiert und gelungenes Verändern von Bewältigungsstrategien. Autopilot ist eher das Gegenteil davon... da werden vorprogrammierte Techniken, Modi, Vorgehensweisen angewendet.

    Vielleicht passt das zu der Frage, die du ja schon häufiger gestellt hast. Warum bin ich durch frühere heftige Situationen unbeschadet durchgekommen und vergleichsweise leichte Belastungen bringen mich jetzt aus der Bahn.

    Erlebt man als junger Mensch Extremsituationen, ist auch der Autopilot ausgerichtet auf Extremsituationen, die zur Bewältigung auch extreme Strategien erfordern. Wendet man die gleichen Strategien aber "automatisch" auf verhältnismäßig harmlose Situationen an, erleidet man unter Umständen Schiffbruch und wundert sich dann, warum man nicht mehr klar kommt.

    Vielleicht mal etwas konkreter, aber nur beispielhaft: ist man als Kind oder junger Mensch extremer Gewalt (egal ob physisch oder psychisch) ausgesetzt, entwickelt man vielleicht die Fähigkeit besonderer Wachsamkeit, um bedrohliche Situationen rechtzeitg zu erkennen.
    Wendet man diese Wachsamkeit aber in gesunden Beziehungen an, stresst man sich wahrscheinlich übermäßig oder es kommt häufiger zu Fehlalarm.

    poca
    Wie schnell ist nichts passiert....

    _________________________

    Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss es nur schaffen, ihm den Beigeschmack der Katastrophe zu nehmen.

    Max Frisch

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Das nenn ich mal nen interessanten Ansatz

    Muss ich mal drüber nachdenken.

    When a man tells you A and does B, believe B because A is what hes trying to get you to believe, B is who he is

  7. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Vienna__ Beitrag anzeigen
    Die Frage die bleibt ist für mich nur, wieso AG denken, dass sie dies ihren AN anbieten müssen.
    In der Hoffnung, den Kranken- und Frührentnerstand zu reduzieren, nehme ich an.
    Nicht uneigennützig, aber auch nicht verwerflich.
    Bis auf die Nebeneffekte, die dadurch entstehen, daß der sinnvolle Anwendungsbereich mMn nicht korrekt definiert wird, und somit Verantwortung die Treppe runterfällt auf die, die nicht die Macht haben, ihr gerecht zu werden, aber sich auch nicht wegducken und sie weiter fallen lassen können.

    Wobei ich überrascht bin, wie brauchbar die kurähnlichen Gesundheitserhaltungsmaßnahmen (ob mit oder ohne Achtsamkeit oder Resilienztraining im Programm, wobei, ohne ist heute vermutlich eher selten) darin sind, Leute vom Rand des Nervenzusammenbruchs wegzuzerren. Aber "3 Wochen stationär mit Vollbetreuung" ist als Startpunkt eine ganz andere Liga als "Seminar Montag den 28., von 15 bi 17 Uhr" oder ein Web-based Laber"training".
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen
    Ja putulu....

    Aber es wird auf der ganzen Welt nicht 2 Menschen geben die komplett identische Punkte haben....

    Und je älter wir werden..... Umso individueller....
    Ach ja?
    Alle Menschen brauchen zunächst einmal dies:


    Genug qualitativ einwandfreies Trinkwasser und Essen
    Saubere Atemluft
    Absenz von Krieg, Gewalt und rassistisch, religiös oder weltanschaulich motivierter Verfolgung
    Absenz von krankmachendem Lärm
    Freien und von sozialer Situation unabhängiger Zugang zu medizinischer Versorgung
    Ein Zuhause ohne krankmachende Enge, das vor Hitze und Kälte schützt und Nachtruhe sichert
    Freien und von sozialer Situation unabhängiger Zugang zu Bildung
    Die Möglichkeit, in menschlich angemessenem Maß an Sport und Kultur teilzuhaben
    Die Möglichkeit, sich jenseits von Broterwerb sinnvoll beschäftigen zu können
    Angemessene Entlohnung und Schutz der Gesundheit bei der Erwerbsarbeit

    Und um all das zu sichern und zu entwickeln, freie und demokratischenTeilhabe an den poltischen Geschicken ihres Landes und der Welt.

    Mensch muss nicht weit gucken oder lange suchen, um Menschen zu finden, denen andere Menschen schon dies verweigern.
    In D beispielsweise sind es die über sechs Millionen Hartz4-Empfänger*innen, Mindestrentner*innen, Obdachlose, Geflüchtete und Asylbewerber*innen.
    Beispielsweise in Polen leben Menschen in Gebieten, wo die Luft so dreckig ist, dass schlichtes Atmen so wirkt, als würden sie ca. 1.000 Zigaretten im Jahr rauchen - also auch die Säuglinge, Kinder und Jugendlichen.

    Von anderen Weltregionen fange ich gar nicht erst an.

    Und so lange die oben umrissenen allgmeinen Menschenbedürfnisse nicht global befriedigt sind, muss auch eine Resilienz-Debatte mit dem Verdacht leben, diese Verhältnisse zu zementieren bzw. dazu zu dienen, denen, die all das Benötigte haben, immer noch mehr von all dem auf Kosten Anderer sowie ggf. der eigenen Gesundheit sichern zu wollen.
    Geändert von Nicolo (25.01.2021 um 11:12 Uhr) Grund: Ergönzt

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    @nicolo

    Der grossteil der Menschheit hat nicht das Glück über all deine Punkte zu verfügen.

    Haben all diese Menschen deswegen geringe Resilienz?

    Nein......

    Daher sind Grundbedürfnisse kein ausschlaggebender Grund die Resilienz abzuleiten...

    Es ging mir auch nicht darum welche allgemeinen Grundbedürfnisse ein Mensch hat, sondern das es auf der ganzen Welt keine 2 Menschen gibt, die identische

    Genetik, Umwelt, Prägungen, Erfahrungen, Denkweisen, usw hat.

    Daher gibt es auch keine allgemeingültige Antwort

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen


    “Overwhelmingly, teachers see parents playing a significant role in making or breaking resilience levels. Says one: “I have noticed the students who are more resilient come from families who have parents who are easygoing and resilient themselves. ...”


    Madonna King on primary school students''' transition from child to teenager
    ....

    Tja, und was ermöglicht Eltern, ihren Kindern ein solches Umfeld zu geben?
    Welches Umfeld brauchen sie selbst dafür und haben/hätten sie dafür gebraucht, als sie noch Kinder waren?


    Paketliefer- oder andere gefährliche Knochenjobs für Mindestlohn oder weniger, womöglich zwei davon, damit's am Monatsende reicht?
    Renten und Sozialhilfesätze unterhalb des offiziellen Existenzminimums?
    Enge Wohnungen in ghettoartigen Hochhaussiedlungen?

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