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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Nicolo
    Glaube nicht alles, was du denkst

    Elliot bzw Daylong

    R.I.P Mama 22.04.2019

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Ich denke hier mal laut.

    An Anforderungen/Herausforderungen kann man sich bis zu einem gewissen Grad ja auch gewöhnen. Kennt wahrscheinlich jeder, bei dem auf einen Schlag mehrere Kollegen und Kolleginnen längerfristig ausgefallen sind, ein (neues) Kind in die Familie kommt oder auf einmal neben den normalen Pflichten noch ein Kranker zu versorgen ist oder ähnliches. Im ersten Monat denkt man, das halte ich nicht lange durch. Und ab Monat 2 wird es dann gefühlt langsam besser. Der Bedarf an Ruhepausen wird geringer, der Frust über den Wegall von schönen, freiwilligen Aktivitäten nimmt ab. Es geht einem dann sicher nicht immer gut, aber man hält durch, ohne sich nun dauern am Rande des Nervenzusammenbruchs zu fühlen.

    Das ist ja das, was jetzt viele Menschen in besonderem Maße leisten müssen.

    Hat dieses sich Hineinfinden in neue Abläufe und Strukturen, aber auch sich Abfinden mit gerade nicht änderbaren Gegebenheiten, eigentlich auch etwas mit Reslienz zu tun?

    Ich hatte im Leben eine längere Phase (mehrere Jahre) und mehrere kürzere Phasen (unter einem Jahr), in denen ich fortdauernd am Rande des von mir Leistbaren stand. Das habe ich oft als hart empfunden, aber ich war nun keineswegs immerzu unglücklich. Ob ich daraus etwas für mich mitgenommen oder gelernt habe, weiß ich nicht. Vielleicht nur die Erfahrung, dass es schon irgendwie immer weitergeht.

    Aber vielleicht hat das ja auch überhaupt nichts mit Resilienz tun, sondern ist etwas ganz anderes.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    selten so einen Stang gelesen dem ich so interessiert und gleichzeitig *hilflos* gegenüber stand.
    vielleicht ist das ein Weg auf meiner Suche, ansonsten lese ich interessiert mit .

    Danke für diesen Strang, diese Frage
    Für den 1. Gedanken kann ich nichts,
    ab dem 2. Gedanken bin ich dafür verantwortlich.

  4. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    @Lea1958, ich glaub schon, dass es mit Resilienz zu tun hat. Du wirst bewusst oder inzwischen unbewusst (vielleicht angelernt, von zuhause mitbekommen) bestimmte Programme gefahren haben oder Einstellungen gelebt, um durch diese Zeiten zu kommen.

    Man nimmt ja auch aus jeder Lebensphase etwas mit. Nach der ersten harten Zeit kann man bei der naechsten vielleicht schon ganz anders reagieren.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Man nimmt ja auch aus jeder Lebensphase etwas mit. Nach der ersten harten Zeit kann man bei der naechsten vielleicht schon ganz anders reagieren.
    Das sehe ich nicht so. Manche Phasen sind einfach nur nervig und/oder unnötig. Da hätte man sehr, sehr gut drauf verzichten können. Das im Nachhinein als „Lernphase“ zu glorifizieren - naja. Kann man machen, muss man aber nicht.
    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)

    Life is better at the finish line. (unbekannter Sportler)

  6. VIP

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    @lea1958
    Ja, so sehe ich das auch. Mit Veränderungen umgehen können, das Leben neu zu strukturieren - und zwar so, dass es mir gut geht, weil ich vielleicht an der Veränderung an sich nichts verändern kann.
    Das heißt nicht, dass man ab und zu nicht mal jammern oder klagen darf und dieses „früher war alles besser“-Gefühl kennen wir doch alle.
    In Krisen oder veränderten Lebenssituationen:
    Nicht in diesem Gefühl der Unzufriedenheit verharren, sich auf die positiven Dinge konzentrieren, mir etwas gutes Tun, selbst Dinge in die Hand nehmen, über die Gefühle sprechen, Wünsche äußern, Verhalten reflektieren, etwas Neues ausprobieren, auch mal scheitern und weitermachen, sich von negativen Menschen fernhalten, Dauernörgeln vermeiden ... uvm das ist für mich Resilienz.

    Und ja, es ist schade, dass es im Management-Bereich sehr viel „Selbstoptimierungskurse“ gibt, die aus meiner Sicht häufig haarscharf am eigentlichen inneren Thema vorbeigehen. Denn Reslilienz lässt sich nicht gut präsentieren oder verkaufen, da man sie aus meiner Sicht nur durch Dinge trainieren kann, die eher unbeliebt sind auf dem Arbeitsmarkt der freien Wirtschaft.
    Manchmal kann man nichts machen, außer weiter.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    „Hart“ hat es aber leichter, sich aus bestimmten Situationen rauszubuddeln. Der wirkliche Vorteil von „weich“ hat sich mir persönlich noch nicht erschlossen. Aber das wäre vermutlich ein Thema für einen anderen Strang.
    Ich finde, es passt schon hier rein. Weil Resilienz nicht bedeutet, alles an sich abprallen zu lassen wie ein Fels.

    Beide Pole: hart und weich - haben in sich positive und auch negative Aspekte.

    Hart ist stark und unverletzlich, der Fels in der Brandung. Aber auch unbeweglich und schlimmstenfalls spröde (nur Hartes kann zerbrechen).

    Weich ist flexibel (anpassungsfähig) und empfindsam (mehr Antennen), aber auch schwach und bietet wenig Widerstand.

    Wer beides in sich integrieren kann, und eher von den positiven Aspekten profitieren, kommt m.E. einem guten Leben am nächsten und zeigt dabei Resilienz.
    Think before you print.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Erstens - Resilienz - Loslassen können - sich Helfen lassen- Achtsamkeit - Nachhaltigkeit sind für mit Etiketten - inhaltsleer an sich und mit beliebigen Inhalten zu füllen. Noch schlimmer: Selbstoptimierung. Noch schlimmer - wir die 2021 leben müssen mit mehr Krisen / Unwägbarkeiten / Umbrüchen im Lebenslauf klarkommen wie die Menschen früher. Das ist definitiv falsch. Eine Mutter - Geburtsjahrgang 1880 oder so musste zweimal ertragen, dass ihre Söhne im Krieg eingezogen wurden - und sie im ">Heimatdort" musste mit Kriegsunwägbarkeiten und Pandemien / Epedemien - Typhus - Spanische Grippe - Dipteriewelle - und den noch nicht impfbaren Kinderkrankheite klarkommen.

    Zweitens: Im MDR gestern 21. Januar gab es die Sendung " Die innere Kraft" Doku - Können Wir Resilienz lernen?

    Drittens: Ich finde das Thema nicht ganz uninteressant - hier habe ich nur einen Teil der Beiträge überfolgen. Mir fehlen Eigendefinitionen und mir werden zu viele Begriffsknöpfchen gedrückt.

  9. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    Das sehe ich nicht so. Manche Phasen sind einfach nur nervig und/oder unnötig. Da hätte man sehr, sehr gut drauf verzichten können. Das im Nachhinein als „Lernphase“ zu glorifizieren - naja. Kann man machen, muss man aber nicht.
    Von glorifizieren redest du, ich nicht.

    Ich behaupte mal, dass ich nach den ersten zB schweren Erkrankungen im Familienkreis und was diese mit sich brachten, anders gewappnet war als vorher.
    Ob ich da lieber drauf verzichtet haette - danach hat mich niemand gefragt. Klar haette ich das.
    ‘One of the criticisms I've faced over the years is that I'm not aggressive enough or assertive enough, or maybe somehow, because I'm empathetic, it means I'm weak. I totally rebel against that. I refuse to believe that you cannot be both compassionate and strong.’
    Jacinda Ardern, 2019


    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Von glorifizieren redest du, ich nicht.

    Ich behaupte mal, dass ich nach den ersten zB schweren Erkrankungen im Familienkreis und was diese mit sich brachten, anders gewappnet war als vorher.
    Ob ich da lieber drauf verzichtet haette - danach hat mich niemand gefragt. Klar haette ich das.
    Ok, aber so was hatte ich auch (mein Ex ist zB in jungen Jahren an Krebs gestorben, das war auch keine leichte Zeit), aber da wüsste ich nicht, was da der große Lerneffekt war. Dass das Leben immer irgendwie weiter geht, wusste ich schon vorher.
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