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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    Ich bezog mich auf die „weichen“ Anteile aus deinem Beitrag („zart, empfindsam, empfindlich“) und fragte mich, ob das gute Eigenschaften sind. Ich würde so nicht beschrieben werden wollen, zB.
    Interessante Sichtweise, denn ich finde diese Eigenschaften "zart, empfindsam, empfindlich" positiv.

    Letztlich sind diese Wörter NUR Beschreibungen und wertfrei- erst jeder für sich, vergibt ihnen eine Wertung.

    In unserer Gesellschaft sind die o.g. Beschreibungen tatsächlich oft negativ belegt, was total schade ist, denn es sind wundervolle Qualitäten, die auch in einem Miteinander sehr bereichernd sind.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich denke, wir reden von komplett unterschiedlichen Sachen.
    Na ja, so schwer ist nun nicht zu verstehen was du meinst.

    Wie sähe es denn mit der Vermeidung aus? Wenn ich immer so wie der Stoiker ne Überschlagsrechnung machen würde?

    Ich würde heute noch nicht mal mehr Kinder bekommen.
    Weil sie immer deine Achillesferse bleiben, ich hätte nie mal alles stehen gelassen und fern der Heimat gelebt, aber nicht um Karrierechancen wahr zu nehmen.

    Ich meine auch nicht diese Maxime: was uns nicht umbringt macht uns stark.

    Aber ein bisschen volle Pulle leben schon.

    Ich glaube mal aktuell sieht man das an der Impfbereitschaft der Kriegsgeneration - und das sie erwiesenermaßen weniger Angst vor Corona haben.

    Die sind eben trainiert.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Interessante Sichtweise, denn ich finde diese Eigenschaften "zart, empfindsam, empfindlich" positiv.

    (...)
    Ich auch

    zart ist doch absolut positiv - bin lieber zart als dicklich, grobschlächtig oder so

    Denk mal an zarte Haut @kara

  4. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Daliah- Beitrag anzeigen
    Wie sähe es denn mit der Vermeidung aus?
    Ich weiß nicht, worauf du dich beziehst.


    Zitat Zitat von Daliah- Beitrag anzeigen
    Wenn ich immer so wie der Stoiker ne Überschlagsrechnung machen würde?
    Von welcher Überschlagsrechnung sprichst du?
    Oder von welchem Stoiker, oder stoischem Lehrsatz?
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Was auch immer Resilienz genau ist (wissenschaftlich ist der Begriff unklar bzw. umstritten) und ob mensch sie nun trainieren kann oder nicht:

    Mit der Idee, es käme primär darauf an, sich möglichst viel Resilienzu anzutrainieren, lässt sich eine Menge Geld verdienen.
    Stichwort Selbstoptimierung - wo hört das Gesunde auf und der Wahn beginnt?

    Zudem sind wir Menschen immer wieder mit Zuständen konfrontiert, die ein angstfreies, gesundes oder gar zufriedenes Leben erschweren.
    Mir erscheint es sinnvoller, gemeinsam mit allen, die unter solchen Umständen leiden, an einer Änderung dieser Umstände zu arbeiten, statt zu versuchen, mich individuell "(immer noch) katastrophenfest(er)" zu machen.

  6. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    Mir erscheint es sinnvoller, gemeinsam mit allen, die unter solchen Umständen leiden, an einer Änderung dieser Umstände zu arbeiten, statt zu versuchen, mich individuell "(immer noch) katastrophenfest(er)" zu machen.
    Das eine schließt das andere ja nicht aus. Die Umstände ändern sich auch, wenn man sie in Angriff nimmt, nicht über Nacht, also ist eine persönliche "Krisenfestigkeit" durchaus von Bedeutung.

    Abgesehen davon, dass man Tod, Krankheit, Unfälle und viele andere Ereignisse, die einen aus der Bahn werfen können, eh nicht ändern kann.
    May you be surrounded by friends and family,
    and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.

    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner

  7. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    Mir erscheint es sinnvoller, gemeinsam mit allen, die unter solchen Umständen leiden, an einer Änderung dieser Umstände zu arbeiten, statt zu versuchen, mich individuell "(immer noch) katastrophenfest(er)" zu machen.
    Ich seh das auch so, dass das Eine das Andere nicht ausschliesst. Geht's mir ok, kann ich anderen helfen. So wie: 'erst mir die Sauerstoffmaske aufsetzen, damit ich anderen dann beistehen kann'.

    'Selbstoptimierung' - ich mag das Wort nicht, bzw das, was damit meist verbunden wird. Da schwingt mir wirklich zuviel 'Egotrip' mit. Das ist so 'Vor-Corona" ...

    Ich würde das Thema 'Resilienz' oder 'mentale Widerstandskraft und damit Gesundheit der Gesellschaft' stärken auch lieber in der Gemeinschaft sehen, in der Schule zB, in Vereinen, wo auch immer.
    ‘One of the criticisms I've faced over the years is that I'm not aggressive enough or assertive enough, or maybe somehow, because I'm empathetic, it means I'm weak. I totally rebel against that. I refuse to believe that you cannot be both compassionate and strong.’
    Jacinda Ardern, 2019


    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Richtig, die Stärkung der eigenen Fähigkeit zur Problem- oder Krisenbewältigung und die Arbeit an Problemlösungen oder Krisenbewältigung bzw. -vermeidung schließen sich nicht aus.

    Aber auch in der ganz aktuellen Hochkonjunktur der Resilienzdebatte zeigt sich,
    das die Aufmerksamkeit der Menschen sich eben verteilt:

    Die einen denken darüber nach, was die Ursachen für das Belastende sind, wie man die abstellen könnte.
    Die Anderen denken darüber nach, wie sich sich noch belastbarer machen können.

    Nur mal am Beispiel Corona:
    Viele Menschen leiden darunter, nicht wie gewohnt arbeiten oder reisen zu können.
    Von finanziellen Einbußen mal abgesehen, warum leiden die Menschen darunter, nicht arbeiten gehen zu können?
    Warum sind die Sozialkontakte auf der Arbet so wichtig - warum haben und pflegen Menschen die nicht (auch) im Privaten?
    Warum wissen die Menschen mit ihrer Zeit so wenig Sinnvolles anzufangen?
    Warum sind Reisen für so viele Menschen so wichtig?
    Welchen Zusammenhang gibt es zwischen massenweisem Fernreisen und dem sich rasend schnell global ausgebreiteten COVID19?

    Sprich, kann es sein, dass unser "ganz normales Leben" vielleicht nicht gar so normal im Sinne von gesund, sinn- und verantwortungsvoll ist?
    Ich erwarte keine inhaltlichen Antworten, denn das ist hier eher nicht das Thema.


    Zitat Zitat von Marie-Madeleine Beitrag anzeigen
    .... Abgesehen davon, dass man Tod, Krankheit, Unfälle und viele andere Ereignisse, die einen aus der Bahn werfen können, eh nicht ändern kann.
    Ich kann nichts Verkehrtes daran erkennen, von Krankheit, Tod und Unfällen aus der "normalen Bahn" geworfen zu werden.
    Denn dies halte ich für menschlich.

  9. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Und alles andere darf einen nicht aus der Bahn werfen, weil es Lifestylegedöns ist und man es sich halt besser hätte aussuchen können? Das ist mir zu einfach gedacht.
    May you be surrounded by friends and family,
    and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.

    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Marie-Madeleine Beitrag anzeigen
    Und alles andere darf einen nicht aus der Bahn werfen, weil es Lifestylegedöns ist und man es sich halt besser hätte aussuchen können? Das ist mir zu einfach gedacht.
    Na, wenn Dir das zu einfach gedacht ist, dann denk' halt nicht so.
    Mache ich ja auch nicht.

    Meinethalben darf jeden Menschen aus der Bahn werfen, was ihn eben so aus der Bahn zu werfen vermag.
    Bis hin zu der Mutter, die vor Weihnachten von einem Fernsehteam gefragt wurde, was sie denn aktuell gerade umtreibt.
    Da stand sie fast weinend vor der Fernsehkamera und bekannte,sie wüsste nicht, wie sie ihrem 16jährigen Sohn beibringen sollte, dass die Familie dieses Jahr über Weihnachten und Neujahr nicht zum Skifahren in die Schweizer Alpen reisen könne.

    Ich erlaube mir lediglich den Hinweis, dass diese Mutter im selben Deutschland lebt, in dem fast zwei Millionen schulpflichtige Kinder und Jugendliche auf Hartz4 angewiesen sind, was bedeutet, dass sie unterhalb des offiziell festgestellten Existenzminimums leben müssen.
    Ohne dass sich größere Bevölkerungsgruppen daran stören, nicht Wenige dieses Hartz4-System sogar für gut und richtig halten, sich aber kaum jemand Gedanken um die Resilienz dieser Menschen macht.

    Da genauer hinzuschauen würde sich auch deshalb lohnen, weil Viele von den Hartz4-Empfänger*innen oder Mindestrentner*innen eine Menge zum Thema Resilienz lernen könnten.

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