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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Marie-Madeleine Beitrag anzeigen
    Wie bei so vielem macht's die Balance. Nur hart oder nur weich ist beides nix.
    Das Trifft es sehr gut Marie-Madeleine,
    ich habe mich bedingt durch meine Berufliche Richtung sehr viel mit dem Thema Resilienz beschäftigen müssen und bin auch genau zu diesem Entschluss gekommen.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Nocturna, irgendwas gefällt mir an der Auslegung der Diplom Pädagogin nicht. Ich kann's aber noch nocht so greifen. Vielleicht ist's der Marketingsprech dahinter und dass sie es auf so ein paar kurze Sätze herunterbricht. Irgendwie ist mir das zu einfach gegriffen, wie sie es beschreibt.
    Wer einen Vortrags-Text schreiben muss, muss in wenigen Sätzen den Kerngedanken verständlich erläutern.
    Kein Mensch liest so einen Text, wenn es ins Detail geht.
    Insofern finde ich den Text doch informativ genug, so dass man versteht, worum es geht.
    Und- wenn schon alles im Vortext steht, brauch ich ja in keinen Vortrag mehr gehen

  3. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Nocturna, irgendwas gefällt mir an der Auslegung der Diplom Pädagogin nicht.
    Ist nur eine Kleinigkeit, aber ich finde die Formulierung "Manche Menschen lassen sich durch ... aus der Bahn werfen" an der Stelle ungeschickt gewählt, weil es hier, wahrscheinlich unabsichtlich, wieder klingt, als sei die Reaktion auf "Erschütterungen" im Leben etwas, das man gänzlich selbst in der Hand hätte, als müsse man sich lediglich dafür entscheiden, sich halt eben nicht aus der Bahn werfen zu lassen.

    Und auch das "psychisch in belastenden Situationen stabil bleiben" passt nur bedingt mMn. So wie ich Resilienz verstehe, ist es doch weniger das Thema, in der Situation komplett stabil zu bleiben, als das Handwerkszeug zu haben, da einigermaßen schnell und einigermaßen unbeschadet oder zumindest gereift/gestärkt wieder rauszukommen.

    Wie Flau schon so schön schrieb, Resilienz heißt nicht, dass einen überhaupt nix umhaut. (Auch wenn das gerne mal so gedeutet wird ...)
    May you be surrounded by friends and family,
    and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.

    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner

  4. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Daliah- Beitrag anzeigen
    Und ich glaube auch, es gehört dazu, mal auf die Nase zu fallen. Alles Andere wäre doch stoisch.
    Diesen Menschen würde auch die Verletzlichkeit als solches fehlen, das Zarte und Empfindsame und Empfindliche.
    Ich denke, das ist eine falsche Zuordnung. Menschen, die kaputt sind, die Angst haben, bei denen Wunden nicht heilen, die können sich viel weniger erlauben, großzügig, mitfühlend und freundlich zu sein.

    Die Stoiker haben sich schon einige gute Gedanken zum Thema, "wie geht man mit der Sch*** im Leben um, ohne dran kaputtzugehen" gemacht...
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Marie-Madeleine Beitrag anzeigen
    Ist nur eine Kleinigkeit, aber ich finde die Formulierung "Manche Menschen lassen sich durch ... aus der Bahn werfen" an der Stelle ungeschickt gewählt, weil es hier, wahrscheinlich unabsichtlich, wieder klingt, als sei die Reaktion auf "Erschütterungen" im Leben etwas, das man gänzlich selbst in der Hand hätte, als müsse man sich lediglich dafür entscheiden, sich halt eben nicht aus der Bahn werfen zu lassen.
    Aber vielleicht kommen gerade DANN die Vortrags-Hörer- weil wir doch alle dem Schrei der "Selbstoptimierung" erliegen (wo man auch hinschaut) und man dann doch wohl dort auch Lösungen bekommt.

    Gut- einfach gut- ist es doch nie

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Marie-Madeleine Beitrag anzeigen
    Wie bei so vielem macht's die Balance. Nur hart oder nur weich ist beides nix.
    „Hart“ hat es aber leichter, sich aus bestimmten Situationen rauszubuddeln. Der wirkliche Vorteil von „weich“ hat sich mir persönlich noch nicht erschlossen. Aber das wäre vermutlich ein Thema für einen anderen Strang.
    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)

    Life is better at the finish line. (unbekannter Sportler)

  7. VIP

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich denke, das ist eine falsche Zuordnung. Menschen, die kaputt sind, die Angst haben, bei denen Wunden nicht heilen, die können sich viel weniger erlauben, großzügig, mitfühlend und freundlich zu sein.

    Die Stoiker haben sich schon einige gute Gedanken zum Thema, "wie geht man mit der Sch*** im Leben um, ohne dran kaputtzugehen" gemacht...
    Es gibt ein Buch von Hellinger mit dem Titel „Leiden ist leichter als Lösen“. Ich finde das drückt direkt aus, was für mich auch Resilienz ausmacht: wenn es zu viel wird, dann ändere ich was. Sei es das ich mir einen Therapeuten suche, dass ich den cholerischen Chef nicht mehr dulde und mir eine andere Stelle suche, etc.

    Resilienz sollte aus meiner Sicht auch im Bereich Therapie/Psychologie bleiben und nicht in Management-Seminaren auftauchen. Das führt zu einem bitteren Beigeschmack und zu weit weg von dem was Resilienz ist: etwas sehr individuelles.
    Manchmal kann man nichts machen, außer weiter.

  8. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Ich habe letztes Jahr an diesem Training von resilire teilgenommen.

    Zum Teil hat es mir einiges gebracht, aber die Gefahr ist schon, dass man dies zu (Selbst)optimierungszwechen missbraucht.

    Wenn ich auf mein eigenes Leben zurückblicke, kann ich auch nicht sagen, dass Resilienz etwas ansteigendes ist.
    Ich denke, es hängt von der eigenen.."Verfasstheit" zum betrachteten Zeitpunkt ab.
    Genieße deine Zeit.
    Denn du lebst nur jetzt & heute.
    Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher, als du denkst.
    Moderatorin in "Schule, Uni, Studium und Ausbildung" "Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?" Coronavirus und...Userin

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Es gibt ein Buch von Hellinger mit dem Titel „Leiden ist leichter als Lösen“. Ich finde das drückt direkt aus, was für mich auch Resilienz ausmacht: wenn es zu viel wird, dann ändere ich was. Sei es das ich mir einen Therapeuten suche, dass ich den cholerischen Chef nicht mehr dulde und mir eine andere Stelle suche, etc.
    Kommt darauf an. Es gibt ja die Trias "Change it - love it - leave it"., um zB mit dem cholerischen Chef umzugehen. Abseits deiner Leave-Strategie haben die beiden anderen ja auch ihre Berechtigung. Für ganz schwere Krisen funktioniert das natürlich nicht in der Trias. Und in ganz vielen Fällen sind die Handlungoptionen eben auch dadurch beschränkt ,was man sich so leisten kann. In einer idealen Welt hätte ich mit Beginn der COVID-Krise meinen Job gekündigt, mich zuhause mit netflix und Wein eingeigelt und die Krise einfach verschlafen, ohne großartig vor die Tür zu gehen und den Maskenball da draußen zu bewundern, der mich kolossal nervt. Nur hat das den unangenehmen Nebeneffekt, dass man den Wein ja trotzdem von irgendwas bezahlen muss. Und nachdem ja keiner weiß, wie lang das dauert, habe ich es am Ende nicht gemacht. Auch wenn ich mir jeden Morgen innig wünsche, ich hätte.
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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    @Makrele - hattest du als Kind oder Jugendliche eine Art 'Mentor'? Lehrer, Nachbar oder so?
    Ich habe mir Gesprächspartner gesucht, Nachbarn und Verwandte, mit denen ich reden konnte, aber nie so, dass ich mein Herz ausgeschüttet hätte. Mit hat die Gegenwart von normalen Menschen gut getan. Ich wusste einfach in mir drin, dass ich das allein managen musste. Ich habe das meiste mit mir allein ausgemacht

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