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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Ganz neutral kann man meiner Meinung nach so enge Beziehungspersonen eh nicht beschreiben (beurteilen beinhaltet ja schon subjektive Meinung, in diesem Fall). Und da gibt es noch den Unterschied Sohn/Mutter, Tochter/Mutter.
    Ob ein Mensch zu einem anderen überhaupt je "neutral" sein kann, darf man ruhig in Frage stellen.
    Wir sind alles Menschen und unsere innere Ausrichtung hat immer Einfluss auf unser Verhalten- wir wirken doch auch weit über die reinen Worte hinaus, die doch auch in einem körperlichen Ausdruck eingebettet sind.

    Wir erleben jeden Tag als neuen Tag- den wir noch nicht erlebt haben.
    Wir bekommen somit jeden Tag neue Inputs in unser System- ich kann also keinesfalls jeden Tag "gleich" bleiben.
    Ein erstes Kind zu bekommen, ist ein gravierender Einschnitt in das Leben - das verändert.........auch das Kind verändert- mit jeder neuen Erfahrung kommt was dazu.
    Und wie sollte ich nicht die Erfahrung vom ersten Kind (wie immer die geartet ist) auf das zweite Kind legen?
    Allgemein- hört man doch immer wieder, wie besonders das erste Kind erlebt wurde und wie entspannt man beim Zweiten war, weil man schon ein Kind hat. - als ob sowas nicht einen massiven Einfluss auf das eigene Verhalten hätte!
    Wie zB das dritte Kind doch gerne als "läuft einfach nur noch mit- das passt schon" beschrieben wird........Mutter ist älter, erfahrener, auch oft müder und auch das wird das Leben des Kindes beeinflussen.

    Wie sollte ich "dieselbe Mutter" sein, wenn zwischen meinen Kindern 4 Jahre liegen?
    Ich bin 4 Jahre älter- 4 Jahre Erfahrungen des Lebens aufgenommen und niemals gab es einmal denselben Tag zweimal.

    Das- noch ohne miteinzubeziehen, dass jedes Kind seinen Charakter hat und Kinder unterschiedlich ansprechen, wir daher zu jedem Kind eine ganz eigene Beziehung haben,

  2. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Seh ich genauso, Kenzia.
    ‘One of the criticisms I've faced over the years is that I'm not aggressive enough or assertive enough, or maybe somehow, because I'm empathetic, it means I'm weak. I totally rebel against that. I refuse to believe that you cannot be both compassionate and strong.’
    Jacinda Ardern, 2019


    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Ich habe gerade ein Onlineangebot meines Arbeitgebers zum Resilienztrainig angeboten bekommen. Scheint ein aktuelles Thema zu sein. Im Vorwort heißt es übrigens "Manche Menschen lassen sich durch Misserfolge, Krisen, Druck, Stress und Ärger leichter aus der Bahn werfen als andere. Es gibt Menschen die weniger empfindlich auf die Wechselwirkungen des Lebens reagieren und im Allgemeinen widerstandsfähiger wirken. Bleiben Menschen in belastenden Situationen psychisch stabil, nennen Psychologen diese Fähigkeit Resilienz. Soviel also mal zur Definition der Dipl. Pädagogin, die dieses Webinar leitet.

    Mehr werde ich dazu aber leider nicht beitragen können, denn die Stunde Vortrag ist mir persönlich zu viel Zeitaufwand. Ich dachte aber, dass so eine simple Erklärung von Resilienz ganz interessant wäre. Nachdem man laut Beschreibung durch das Seminar in nachvollziehbaren Schritten Resilienz erlangen kann, scheint die Fähigkeit aber wohl doch trainierbar zu sein.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Liebe Nocturna,

    trainieren tut dann das Leben. An eine Vorsorge glaube ich da nicht.

    Und ich glaube auch, es gehört dazu, mal auf die Nase zu fallen. Alles Andere wäre doch stoisch.
    Diesen Menschen würde auch die Verletzlichkeit als solches fehlen, das Zarte und Empfindsame und Empfindliche.

    Was ich in meinen dunkelsten Stunden gefunden habe ist: eine innere Unabhängigkeit, und das Schätzen des Lebens als solches.

    Letzten Endes war es dann mein Glaube, den ich aber nicht herbei-gebetet habe.
    Der hat sich einfach gemeldet.

    Muss aber nicht für alle Menschen gelten.

    Ich glaube allerdings auch, viele Menschen vermeiden viel zu viel, weil sie Angst vorm Scheitern haben.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Daliah- Beitrag anzeigen
    Und ich glaube auch, es gehört dazu, mal auf die Nase zu fallen. Alles Andere wäre doch stoisch.
    Diesen Menschen würde auch die Verletzlichkeit als solches fehlen, das Zarte und Empfindsame und Empfindliche.. .
    Sind das denn so wünschenswerte Eigenschaften?
    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)

    Life is better at the finish line. (unbekannter Sportler)

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Cariad Beitrag anzeigen
    Irgendwo da liegt der Unterschied zwischen Zerbrechlichkeit, Robustheit/Resilienz und "Antifragilität", also der Fähigkeit, nach einer Belastung noch stabiler zu sein als vorher.
    Es gibt ja die entsprechenden Langzeitstudien, angefangen von Emmy Werner und anderen, wo man die Entwicklungen von Kindern aus benachteiligten Familien untersucht hat. Ungefähr 25% - 33% der Kinder entwickeln sich völlig gegensätzlich zu ihren Herkunftsbedingungen.

    Dazu gehöre ich. Meine Herkunft und meine Bedingungen sind mehr als bescheiden und wenn ich den Weg meiner Familie eingeschlagen wäre, wäre aus mir nichts geworden. Ich wusste aber bereits in der Grundschule, dass ich nicht in diese Familie gehöre und dass ich alles dafür tun würde, da wegzukommen.

    Meine ganze Kindheit und Jugend bestand aus Belastungen, aber war sicher, ich halte das durch und bin da eines Tages weg. So halte ich das mein Leben lang. Wenn Probleme auftauchen, dann löse ich die und ich weiß, es wird wieder besser. Das führt aber auch dazu, dass ich mir eine missliche Situation nicht lange anschaue, sondern schnell handele.

    Jetzt sind wir wieder bei den ewig Gestrigen, die sich die alten stabilen Zeiten zurückwünschen. Die waren doch nur deswegen stabil, weil eine Befreiung zum finanziellen Ruin geführt hätte. Damit hielt man vor allem Frauen im Zaum und die Familien "stabil". Wer sich das zurückwünscht, hat im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst.
    Geändert von Makrele (19.01.2021 um 14:10 Uhr)

  7. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    Sind das denn so wünschenswerte Eigenschaften?
    Wie bei so vielem macht's die Balance. Nur hart oder nur weich ist beides nix.
    May you be surrounded by friends and family,
    and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.

    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner

  8. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Nocturna, irgendwas gefällt mir an der Auslegung der Diplom Pädagogin nicht. Ich kann's aber noch nocht so greifen. Vielleicht ist's der Marketingsprech dahinter und dass sie es auf so ein paar kurze Sätze herunterbricht. Irgendwie ist mir das zu einfach gegriffen, wie sie es beschreibt.
    Ich denke, auch 'resiliente Menschen' können in belastenden Situationen schwanken oder leiden. Die Frage ist da eher, wie sie damit umgehen und was sie anschliessend daraus mitnehmen und für die Zukunft nutzen.

    Ich glaube auch, dass Stoiker genauso mal auf die Nase fallen wie jeder Andere auch. Die Reaktion ist vielleicht anders, anschliessend.
    ‘One of the criticisms I've faced over the years is that I'm not aggressive enough or assertive enough, or maybe somehow, because I'm empathetic, it means I'm weak. I totally rebel against that. I refuse to believe that you cannot be both compassionate and strong.’
    Jacinda Ardern, 2019


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  9. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    @Makrele - hattest du als Kind oder Jugendliche eine Art 'Mentor'? Lehrer, Nachbar oder so?
    ‘One of the criticisms I've faced over the years is that I'm not aggressive enough or assertive enough, or maybe somehow, because I'm empathetic, it means I'm weak. I totally rebel against that. I refuse to believe that you cannot be both compassionate and strong.’
    Jacinda Ardern, 2019


    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  10. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Borghild Beitrag anzeigen
    Ich finde, die Beschreibungen decken sich meist weitgehend.
    Finde ich nicht und hab das auch schon mehrfach sogar in der Familie erlebt. Z.B. bei den vier "Kindern" meiner Tante, die sehr unterschiedlich über ihre Mutter gesprochen oder sogar geurteilt haben. (Interessant fand ich auch immer, wie sich die Geschwister untereinander sehen.)

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    ...
    Ganz neutral kann man meiner Meinung nach so enge Beziehungspersonen eh nicht beschreiben (beurteilen beinhaltet ja schon subjektive Meinung, in diesem Fall). Und da gibt es noch den Unterschied Sohn/Mutter, Tochter/Mutter.
    Neutralität halte ich hier für völlig unmöglich. Sogar wenn jemand so viel Distanz zu den Erzeugern gewinnt, wird die pure Aufzählung von Situationen, in denen sie so oder so gehandelt haben, auch wieder subjektiv sein. Warum fällt die Auswahl auf diese Situation? ... Für die Resilienz entscheidend ist wohl der Umgang mit diesen Situationen. Damals - oder später. Wahrscheinlich gehört Verstehen, Verzeihen oder Loslassenkönnen dazu, wie stabil ein Mensch im Lauf des Lebens wird.

    Ich bin Neuling auf diesem Gebiet und erst durch den Strang dazu gekommen, mich mal mit dem Begriff zu beschäftigen. Mein Thema (auch beruflich) war und sind Stress und gesünderer Umgang damit. Es gibt viele Parallelen, wie ich feststelle.
    Der Adler fängt keine Mücken.

    Schauen wir nach vorn, solange wir noch sehen können. [< München Mord]

    Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
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