Äh, ja. Genau das macht es zur "Katastrophe". Die Ungewissheit.Neue Runde? Ich hätte gedacht Du wartest damit, bis die Krise einigermaßen vorbei ist und wieder mehr eingestellt wird?
Vielleicht ist 2021 das letzte Jahr in der Grütze, vielleicht aber auch nicht. Für mich hat das immer sehr viel mit dem zeitlichen Aspekt zu tun. Ein Jahr lang kann ich so einiges aushalten, würde ich sagen, aber wenn dann kein Licht am Horizont ist, geht's an die Substanz. Merke ich zB gerade bei meinen Bewerbungen auf einen neuen Job.
Antworten
Ergebnis 161 bis 170 von 1425
-
17.01.2021, 10:58Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
-
17.01.2021, 11:17Inaktiver User
-
17.01.2021, 11:20Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Jeder definiert "Katastrophe" nun mal unterschiedlich. Und wenn ich das richtig gelesen habe, ist Resilienz nicht allein Katastrophen vorbehalten, sondern kann auch bei Krisen angewendet werden. Ein Autounfall mit all seinen Konsequenzen kann durchaus eine Krise sein. Und für den einen ist der Verlust von Angehörigen eine existenzielle Krise, für die anderen etwas, das so oder so irgendwann eingetreten wäre.
Geändert von Inaktiver User (17.01.2021 um 11:36 Uhr)
-
17.01.2021, 11:24Inaktiver User
-
17.01.2021, 11:24Inaktiver User
-
17.01.2021, 11:36
-
17.01.2021, 12:19
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Ich nehme übrigens alles zurück, was ich über Resilienz gesagt habe. Nach dem Lesen aller Beiträge bleibe ich verwirrt zurück und stelle fest, dass ich keine Ahnung habe, was Resilienz bedeutet und ob ich resilient bin. Wahrscheinlich aber nicht.
Ich habe einfach nur einen äußerst realistischen Blick auf die Welt und bin selten von irgendetwas überrascht. Dieses Vorbereitetsein verhindert Enttäuschungen und Seelenleid. Wenn dann noch wirklich was Doofes passiert, dass ich nicht ändern kann, halte ich es mit den Dakotaindianern "Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, dann steig ab!""Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
-
17.01.2021, 12:25Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Ja, sehe ich auch so. Ich glaube, Resilienz hat man im Grunde, oder man hat sie nicht. Inwieweit man das selbst beeinflussen kann oder in der Hand hat, durch Übung oder Therapie oder mentales Training ... keine Ahnung. Meiner Meinung nach sind die Einflussmöglichkeiten für einen selbst als erwachsener Mensch begrenzt.
Das finde ich jetzt verwunderlich und irritierend. Wieso bringst du da jetzt diesen Wettbewerbs- und Kampfgedanken rein? Darum geht es doch gar nicht.
Gerade WENN man es selbst NICHT in der Hand hat, sich auf maximale Resilienz hin hochzuoptimieren, ist es doch KEIN Wettbewerb und sind Vokabeln wie "Bambi" oder "Gewinner und Verlierer" UNangebracht.
-
17.01.2021, 12:29
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Ich war am Wochenende wenig online, Ihr habt viel Interessantes geschrieben, das jetzt nochmal aufrollen und kommentieren, würde wenig Sinn machen, zumal @Flau das, was mir beim Lesen durch den Kopf ging, ganz gut beschrieben hat.
Mir ist allerdings zB auch aufgefallen, dass du @Kara_Thrace dich immer mal wieder an Dingen wie zB Atemübungen oder sonnengruss oder Ähnlichem aufhängst, das war glaub ich in Verbindung mit Achtsamkeit.
Keine Ahnung, wieso du darauf kommst, aber wenn das deine Assoziationen sind, okay. Ich hatte weniger daran gedacht, sondern eher an Reflektion, sich beobachten, Muster finden, und dann Wege bauen, damit man nicht in Situationen feststeckt, die einem nicht gut tun.
Ganz profan - wenn ich eh schon nicht schlafen kann, mich nicht mit Dingen zudröhnen, die mich erst recht wach halten. Oder etwas weiter - Menschen nicht mehr nah an mich ranlassen, die mich noch weiter runterziehen oder mich blockieren.
Ich glaub auch, es ist Typfrage, zu welchen "Achtsamkeits'-Werkzeugen man greift. Manche finden Ruhe in Yoga, andere müssen in die Steilwand. Oder malen, oder fotografieren oder singen oder gucken stundenlang Serien. Oder suchen den Kontakt zu anderen und reden.
Auf sich achten ist meiner Meinung nach ein Baustein, um resilienter zu werden oder zu sein, jenachdem. Ich glaub immer noch, dass man es fördern kann und dass die meisten die Anlage dazu haben, sei sie noch so klein.
Ich hab auch nochmal überlegt, wer mir einfällt, den ich für resilient halte (ich finde immer, an Beispielen lässt es sich besser diskutieren) .
Die, die mir zuerst einfielen, sind Menschen, die harte Zeiten hatten. Liegt wahrscheinlich in der Natur der Sache, dass die einem sofort einfallen, weil sie in der Öffentlichkeit waren oder sind.
Da ist zB Turia Pitt, eine Australierin, die 2011 bei einem Marathon unverschuldet in ein Grasfeuer gekommen ist (Fehler der Organisation) und sehr schwere Verbrennungen hatte, 65% ihrer Haut war verbrannt, sie hat 7 Finger verloren, lag im Koma, hat seitdem über 200 medizinische Eingriffe gehabt. In den letzten Jahren hat sie den Ironman in Hawaii gelaufen, an diversen andere Wettkämpfen und Challenges teilgenommen, hat geheiratet und zwei Kinder bekommen.
Oder Samuel Koch, bei Wetten dass, die Story und was aus ihm wurde, kennt ja fast jeder.
Oder Barbara Pachl-Eberhardt, deren Kinder und Mann von einem Zug getötet wurden und die heute wieder Familie hat. (da gibt es sicher Viele in ihrer Situation, auf die eine oder andere Weise).
Oder - und die ist nicht so bekannt - eine Freundin von mir, die innerhalb weniger Jahre zweimal ihren Partner und eine sehr gute Freundin durch Unglücke verloren hat. Sie ist einer der resilientesten Menschen, die ich in meinem privaten Kreis habe.
Ich finde nicht, dass da ein Wettbewerb sein soll, wer ist nun der tougheste oder resilienteste. Jeder ist anders, Turia Pitt ist total anders als Samuel Koch, meine Freundin anders als Frau Pachl-Eberhardt. Aber irgendeinen kleinsten gemeinsamen Nenner müssen sie haben. Und da frag ich schon mal, ob das angeboren oder in der Kindheit angenommen oder durch Lebenserfahrung unterstützt auf einmal zum Tragen kam.
Unser '2020 Wort' war übrigens 'Pivoting'. Das kommt ja eigentlich eher aus dem Technischen, glaub ich. Umschwenken, kippen, usw.
Aber in Bezug auf die Covidsituation geht es um 'aktiv Richtung wechseln, wenn man sieht, dass die alten Dinge nicht mehr funktionieren'. Ich denke, das ist auch ein Baustein von Resilienz."I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
-
17.01.2021, 12:29Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Ich habe mich im letzten Jahr ein wenig mit Resilienz beschäftigt.
Diese Definition war für mich gut:
Quelle: Resilire - KontaktUnter Resilienz versteht man die "psychische Widerstandskraft" einer Person. Resiliente Personen erholen sich schnell von stressigen Situationen und gehen gestärkt aus solchen Phasen heraus. Dabei ist es nicht nur wichtig, ob man eine resiliente Person ist, sondern was man tatsächlich unternimmt, um eine Krise zu bewältigen.
Ich habe dann in mein eigenes leben zurück geblickt und überleget, welche Krisen ich bereits erlebt habe und was mir half damit einigermaßen gut um zugehen.
Für mich war das hilfreich. Die eigene Stärke sich bewusst zu machen und zu sehen, dass ich etwas überlebt habe, zu sehen, wie ich damit umgegangen bin, wo ich Trauer, Frust und Schmerz zulassen muss, weil es dahin gehört, und, ab wann es mir nicht mehr gut tut darin zu verbleiben.
@ Nocturna - ich denke, dass du für dich Möglichkeiten gefunden hast, mit Krisen / schwierigen Situationen umzugehen.
Wobei ich den Begriff "Resiliente Person" schwierig finde, weil er andere so abwertet. Ich suche eher nach meinen Möglichkeiten gut für mich zu sorgen - gerade mit Situationen annährend "gut" umzugehen, die ich nicht ändern kann.



Zitieren
. Die einen haben es, die anderen nicht. ist ja ok, ist so wie überall im Leben. Es gibt immer Gewinner und Verlierer.

