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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sehe ich nicht so - Stichwort „konsequente Entscheidung“. Das hatte ich aber weiter vorn im Strang schon geschrieben.
    und vlt definiert "aufgeben" auch jeder anders.........
    man kann auch mal ne zeit lang, und/oder bzgl gewisser aspekte in stase gehen.
    ist definitiv eine effektive resilienz technik
    Die Gedanken sind frei....

  2. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Grissom Beitrag anzeigen
    ja aber definierst du dein (jetziges) leben als ein einziges, emotionsloses, einförmiges vor dich hinvegetieren?
    du erwähnst einen partner, gibts da keinerlei interaktion?)
    Die Frage verstehe ich nicht. Das Corona-Leben ist durchaus - vegetativ. Ob mit oder ohne Partner. Fast alle Dinge, die wir sonst als Paar-Freizeit gemacht haben, gehen ja nicht. Skifahren zB. Oder Festivals.

  3. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Romantipp zum gerade diskutierten Thema:
    "Dämonen" von Jürgen Domian
    Ein Mann hat das Leben satt. Er ist gesund, nicht depressiv. Er hat einfach genug. In einer Winternacht in Lappland will er sich nackt in den Schnee legen und sterben.

    Weiterer Romantipp aus gegebenem Anlass:
    "Der fremde Freund (Drachenblut)" von Christoph Hein
    Der fremde Freund – Wikipedia


    Beide Romane finde ich als Psychogramme sehr gut, weil sie überzeugend eine bestimmte, eher ungewöhnliche Art des In-der-Welt-Seins beschreiben - und das objektiv-wertfrei; und man liest aus jeder Zeile die Empathie des jeweiligen Autors mit dem/der Protagonisten/in.
    Geändert von Inaktiver User (11.04.2021 um 18:18 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Romantipp zum gerade diskutierten Thema:
    "Dämonen" von Jürgen Domian
    Ein Mann hat das Leben satt. Er ist gesund, nicht depressiv. Er hat einfach genug. In einer Winternacht in Lappland will er sich nackt in den Schnee legen und sterben.

    Weiterer Romantipp aus gegebenem Anlass:
    "Der fremde Freund (Drachenblut)" von Christoph Hein
    Der fremde Freund – Wikipedia


    Sehr gut . Und ich ergänze noch: Charles R. Cross, "Heavier than heaven: A Biography of Kurt Cobain". Da hatte ich echt Gänsehaut beim Lesen, und das passiert selten.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sehr gut . Und ich ergänze noch: Charles R. Cross, "Heavier than heaven: A Biography of Kurt Cobain". Da hatte ich echt Gänsehaut beim Lesen, und das passiert selten.
    hmmm
    muss ich nicht "haben", erinnert mich zu sehr an zwei unmittelbar miterlebte suizide


    wobei im schnee erfrieren in gewissen gemütszuständen wohl gar nicht so schlimm zu sein scheint wie beispielsweise gift, erhängen, vom hochhaus oder vor den zug springen.
    zumindest für den selbstmörder
    Die Gedanken sind frei....

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Frage verstehe ich nicht. Das Corona-Leben ist durchaus - vegetativ. Ob mit oder ohne Partner. Fast alle Dinge, die wir sonst als Paar-Freizeit gemacht haben, gehen ja nicht. Skifahren zB. Oder Festivals.
    inwiefern verstehst du die frage nicht?
    im prinzip hast du sie doch beantwortet.

    wenn ich dich richtig verstehe empfindest du dein jetziges leben als scheintot, quasi ne art wachkoma verglichen mit vor corona?
    Die Gedanken sind frei....

  7. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Grissom Beitrag anzeigen
    wenn ich dich richtig verstehe empfindest du dein jetziges leben als scheintot, quasi ne art wachkoma verglichen mit vor corona?
    So sieht‘s aus. Das dürfte aber ziemlich vielen so gehen, je länger sich das hinzieht. Ich hätte ja gern die Stasis-Kapsel genommen, wenn die schon erfunden wäre. Würde auch das Problem mit den Intensiv-Betten lösen.
    Auf die zwei Corona-Jahre kann ich in Form von Lebenszeit dagegen sehr, sehr gut verzichten. Qualität ist mir da lieber als Quantität.

  8. VIP

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Ich möchte an das Strangthema „Resilienz“ erinnern.

    Beiträge, die dies nicht behandeln oder User thematisieren werden ab jetzt gelöscht.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Grissom Beitrag anzeigen
    wohl wahr.

    dann ist aber suizid ebenfalls keine resiliente handlung.
    außer man geht von einem leben nach dem tod aus.
    Resilient bin ich meiner Meinung nach, wenn ich es schaffe, solange wie möglich ich selbst zu bleiben.
    Was nicht ewig währen kann, da wir nun mal alle sterblich sind.
    Auch in Bezug auf Resilienz sterbe ich also idealerweise als ich selbst - die Todesursache ist dabei egal.

  10. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Nico,
    ich würde sagen: eher nicht.

    Resilienz ist für mich die Fähigkeit zur Veränderung und eben auch Anpassung, Demut.
    Mal praktischer gesehen: seine Wäsche selber waschen können wenn das Personal nicht mehr da ist, neue Seiten an sich entdecken lernen.

    Und ich glaube, es gibt die nährenden Eigenschaften ohne die Resilienz einfach nicht statt finden kann.
    Wenn ich zum Beispiel nicht auch froh wäre, dass in meiner Verwandtschaft noch keine Erkrankungen statt gefunden haben, ich ja lebe, dann hätte ich einfach keine Hoffnung mehr.

    Und warum soll das Fassade sein?
    Ich fand schon immer: wer sein Selbstbewusstsein, sein Leben nur über Status und Geld definiert ist letzten Endes arm dran. Was bringt den denn wieder auf die Beine?

    Auch wenn wir uns nur selten oder unter verschärften Bedingungen in Familie und Freundschaft sehen können - unterstützen wir uns doch. Und wenn es nur das Gefühl ist, vermisst zu werden, oder Erkundungen nach dem Befinden oder Tipps.

    Ich glaube auch, dass Menschen mit Kindern jetzt einen großen Vorteil haben.
    Die mussten schon immer ökonomischer mit ihrer Zeit und Energie umgehen.
    Man kann sich als Mutter oder Vater nicht krank schreiben lassen.

    Ehrlich gesagt bin ich auch dankbar für das Agieren unserer Regierung.
    Besser geht immer, schlechter auch. Ich konnte mir unentgeltlich Masken abholen, ich weiß im Ernstfall habe ich medizinische Versorgung. Andere haben das nicht.

    Und wenn sie auch in anderen Ländern mit dem Impfen flotter sind.
    Die haben auch alle viel mehr Opfer als wir Deutschen hatten.

    Resilienz heißt also für mich: Kraft zu finden, wie ich denke und auch fühle.
    So einfach nur zu rödeln bis ich wieder auf dem Stand von davor bin, oder das zu halten - finde ich schlichtweg zu anstrengend. Und vom Verstand her, eben manchmal auch nicht möglich.

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