Ich hab auch geschrieben dass es keinen Sinn macht, wenn man es vorher schon weiß.
Aber woher kommt das Wissen? Ich weiß, dass mir leicht schwindlig und übel wird. Darum werde ich Bungee Jumping nie ausprobieren, mir wird schon beim zuschauen schlecht.
Und du weißt, warum auch immer, dass dir Kochkurse keine Freude machen - ohne es auszuprobieren.
Also, warum solltest du.
Der Unterschied ist, ob man denn zu ALLEM schon eine Meinung hat, bevor man es überhaupt probiert oder sich damit beschäftigt hat.
Man kann das gar nicht über alles wissen. Weder du, noch ich.
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07.04.2021, 22:13Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
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08.04.2021, 00:12Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Aber über vieles. Die Dinge ähneln sich, und ich habe 40 plus Jahre auf dem Buckel und behaupte einfach mal, vieles gesehen und kennengelernt zu haben. Ich habe kein Interesse mehr daran, großartig irgendwas „auszuprobieren“. Diese Phase ist vorbei. Was mich interessiert hat, habe ich gemacht bzw. kenne ich schon (mit sehr wenigen Ausnahmen wie bspw Australien). Alles andere mache ich nur, wenn es einen auf meine Ziele ausgerichteten Zweck hat. Und dann auch nicht aus „Freude am Tun“.
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08.04.2021, 11:04Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Na ja, dann nenne ich noch mal Klugheit dazu?
Wir müssen alle auch einfach einen oder mehrere Schritte zurück gehen können.
Und fast alle sind wir Menschen geworden für die nur noch vorwärts positiv besetzt ist.
Meine Tochter hat mir gerade erzählt wie sich ihre Kinder einfach mal wieder freuen draussen mit ihren Freundinnen zusammen sein zu können.
Die spielen fangen - wie junge Fohlen.
Heute pflegen ja viele einen Lebensstil - dass man erst an schöne Orte fährt, also reist, um Erholung zu gelangen.
Aber, einen Ausflug ins Umland machen, und schon die Zeit dafür geniessen, die Zeit dahin nicht als beschwerliche oder verlorene Zeit sehen,
Wir müssen eben auch alle wieder eine Rolle rückwärts machen.
Und sogar daran Freude empfinden können.
Aber, wer will, der kann auch wieder warten, bis alle Flieger wieder oben sind, das Virus als besiegt gilt.
Und die ganz Zeit jammern.
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08.04.2021, 11:22Inaktiver User
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08.04.2021, 12:01Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
gekürzt von mir
Also gibt es für dich nur die Möglichkeiten, dass man entweder freiwillig weniger in Kauf nimmt, seine Ansprüche runterschraubt und lernt damit zufrieden zu sein oder man jammert?
Ich finde Ausflüge ins Umland auch ganz nett. Und auch manchmal erholsam. Ich brauche aber über das Jahr verteilt mehr Input in Form von Bildungsreisen, ehrenamtlichen Engagement, private Weiterbildungen oder auch einfach neue Leute aus neuen Kulturen kennenlernen. Das macht mich glücklich.
Natürlich könnte ich auch ein ganz zufriedenes Leben führen ohne Reisen (oder eben nur innerhalb von Deutschland), nur noch Bildung über Webinare und Medien erhalten, mich nur in meinem kleinen Kosmos bewegen. Nur mein Anspruch an mein Leben ist nicht Zufriedenheit, sondern, dass ich alle Möglichkeiten in meinem Leben möglichst voll ausgeschöpft habe.
Und das behindert Corona natürlich. Das heißt nicht, dass ich jammere oder generell unzufrieden mit meinem Leben bin. Aber ich finde auch nichts Schlechtes daran zu sagen, dass mir mein Leben gerade einfach zu wenig ist.
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08.04.2021, 12:44Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Das wird doch den meisten so gehen, denke ich.
Nur wenigen kommen die aktuellen Bedingungen naturellbedingt entgegen.
Bei mir ist es gemischt: ich arbeiteg gerade in einem anspruchsvollen Projekt mit bei der Arbeit, dort sitze ich normalerweise in einem 4er Büro (4 Frauen, alle sehr kommunikativ
).
Für dieses Projekt war und ist es notwendig dass ich oft Webex-Meetings habe, trotz Headset fand ich es mit dem "lebendigen Hintergrund" oft schwierig, also den immer auszublenden.
Oder einfach mal konzentriert ohne Störungen was austüfteln kann.
Das ist jetzt im HO optimal und das schätze ich auch sehr.
Aber sonst? Vermisse ich auch so einiges und nur weniges lässt sich kompensieren.
Das zieht mich auch runter, mal mehr, mal weniger.
Die Frage ist für mich, wie geht man eben mit genau diesem Zustand um.
Jammern find ich ok, das braucht jeder mal.
Menschen die sich permanent voller Wut und/oder Frust über die aktuelle Situation auslassen wollen, damit setze ich mich nicht mehr so oft auseinander. Mich beschäftigt da zwar auch so einiges, aber wenn ich mich dauernd damit beschäftige - zieht es mich auch wieder runter.
Für andere mag das eine Entlastung sein, dem immer wieder Ausdruck zu verleihen, so hat eben jeder seine Strategien.
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08.04.2021, 12:59Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Ava,
kann es sein, dass wir aneinander vor bei reden, bzw. schreiben?
Mir geht es nicht in erster Linie um Umland oder Ferne.
Sondern um Miteinander, sich freuen können.
Meine älteste Tochter meinte, jetzt bei Corona freuen sich eben ihre Kinder überhaupt mal sich zu sehen.
Es bedarf keines so großen Programms.
Und das sehe ich eben auch bei mir.
Mich nur zu besuchen galt als nicht so attraktiv. Wir trafen uns immer verbunden mit Aktivitäten.
Auf einmal stellen Verwandte erst mal fest wie schön ich doch wohne, so ganz zwangsläufig.
Da ist ein Spielplatz gegenüber u......
Wir treffen uns jetzt so - weil es wegen Corona nicht anders geht.
Und geniessen das wie dolle. Es wird schön gegessen, getrunken, mit den Kindern gespielt und Musik gehört.
So kenne ich das noch von ganz früher.
Das was du schreibst muss ja deshalb nicht für immer ausfallen.
Nur, hat sich im Laufe der Zeit eben so was an Wertung eingeschlichen wie: nur so, und nix Besonderes machen.
Als hier im Februar der Hang hinterm Haus verschneit war - hab ich selten so viele glückliche Menschen gesehen, jung und alt. Hatten plötzlich alle Schlitten dabei und rodelten den Hang runter.
Ständig alle Möglichkeiten ausschöpfen wollen oder müssen - geht ja sowieso nicht.
Ich traue mich das gar nicht so zu schreiben, aber schon vor länger Zeit kam mir der Gedanke: wir Deutschen sehen unser Heil darin: arbeiten zu gehen und zu reisen.
Und frag mal Jemanden was er so erlebt hat...
Ja, ich finde das alles schrecklich oberflächlich.
Rundum höre ich wie Nachbarschaften wieder mehr aktiviert werden, nebenan.de zum Beispiel, es wird über Spieleabend geredet. Das sind alles wieder Themen.
Also - geistig arm finde ich das nicht.
Vielleicht sollten so manche Menschen gerade jetzt mal über ihren Lebensstil nachdenken.
Was da so eventuell alles auf der Strecke geblieben ist?
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08.04.2021, 13:45Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Menschen sind verschieden. Jeder hat andere Präferenzen. Wie sagte doch ein Bekannter so schön? „Es gibt Menschen, die gehen jeden Tag auf die Arbeit, um die Welt zu retten. Und es gibt Menschen, die gehen jeden Tag auf die Arbeit, um Kaffee zu trinken und die Kollegen zu treffen (und zwischendurch zu arbeiten). Beide haben ihre Daseinsberechtigung.“ Genauso ist es mit den „Neugierigen“ und den „nicht Neugierigen“. Auch, wenn Du das irgendwie nicht nachvollziehen kannst offenbar.
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08.04.2021, 22:01Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Ist halt die Frage, ob man ein "Entdeckertyp" ist oder nicht. Und ob man sich auch nur ansatzweise für diese Themen interessiert oder nicht. Es wird sicherlich Menschen geben, die nachdenken. Genauso viele wird es aber geben, die gedanklich schon in der Schlange vor dem Reisebüro stehen, um eines der ersten "around the world"-Tickets zu ergattern, sobald man wieder reisen kann. Und es werden wieder die Zeiten kommen, wo zwei Wochen Malle im Hotel mit Flug billiger sind als eine Woche Ostsee in der Ferienwohnung.
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09.04.2021, 07:28
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Gut, wenn einem außer Netflix nach einem Arbeitstag nichts einfällt, was man zuhause bzw. ohne großen Aufwand machen kann, dann ist das wirklich wenig.
Ich habe nicht ganz verstanden, was dich wirklich als Freizeitgestaltung außer deinem Sport (Laufen geht ja; oder fällt bei dir derzeit organisiertes Triathlon-Training flach?) interessiert. An anderer Stelle hast du geschrieben, dass du kein Interesse an Freundschaften bzw. Leute treffen hast. Kreativ sein magst du nicht, Kultur ist auch nicht dein Ding (mein Eindruck) - was fällt dann wirklich weg, was dich so stört? Party & Saufengehen ja wohl eher auch nicht, oder?




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