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  1. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    @Rokeby, das passt ja auch zu meiner Theorie, dass jeder Mensch mit einem kleinem Grundstock Resilienz zur Welt kommt, der dann im Laufe des Lebens entweder gestaerkt und vergroessert wird oder der schrumpelt und im schlimmsten Fall ganz eingeht.
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Darauf hatten wir uns hier, glaub ich, schon alle geeinigt dass der unglückliche Arme unglücklicher ist als der unglückliche Reiche.
    Ich glaube nicht, dass man "unglücklich sein" auf diese Weise in eine Skala pressen kann. Der Reiche leidet ganz sicher nicht weniger unter seinen Depressionen, nur weil er sich eine schicke Klinik leisten kann.
    Deine Schritte müssen nicht groß sein, sie müssen dich nur in die richtige Richtung führen. (Agent Simmons)

  3. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Ok, war unglücklich (!) formuliert

    Der arme Unglückliche ist unglücklicher dran im Sinne von: er hat weniger oder keine materiellen Ressourcen um sein Unglücklichsein zu kompensieren.

    Aber vielleicht ist ja der Kern des Unglücklichseins dass man (warum auch immer) genau das, was man nicht hat/bekommen kann, ersehnt.... viel Geld, Status, blendendes Aussehen, Charme....jetzt wird's dann philosophisch und irgendwie OT, befürchte ich.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?



    Ja, objektiv schlechter dran ist man natürlich immer, wenn man zusätzlich zur Krankheit noch keine Kohle hat.

    Und deinen philosophischen Überlegungen stimme ich zu. Es heißt ja nicht umsonst "Der Vergleich ist das Tor zur Hölle".
    Deine Schritte müssen nicht groß sein, sie müssen dich nur in die richtige Richtung führen. (Agent Simmons)

  5. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde es eher verwunderlich, sich an zum größtenteil drogenabhängigen "Stars", die noch dazu häufig sehr früh verstorben sind, orientieren zu wollen. Soll es erstrebenswert sein, Menschen zum Vorbild zu nehmen, die ihr eigenes Dasein, obwohl sie begabte Menschen mit Erfolg waren, nur mit heftigem Substanz-Abusus, Sexsucht oder ähnlich gelagerten Aktivitäten mit hohem Krankheitswert erträglich finden konnten?

    Und was soll DAS bitte mit Resilienz zu tun haben, es sei denn, man möchte darlegen, was Resilienz gerade NICHT ist?
    Die Guten sterben jung. Ist das nicht auch eine Form von Resilienz, intensiv zu leben und dann alle Konsequenzen davon zu tragen? So als bewusste Entscheidung im Gegensatz zu: irgendein Leben zu leben, das doch nicht das eigene, gewünschte ist? In der Biografie „Heavier than heaven“ ist dieser Konflikt Kurt Cobains exzellent beschrieben. Er wollte sich nicht ändern, also hat er einen anderen Weg gewählt.
    Geändert von Inaktiver User (29.03.2021 um 15:45 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Guten sterben jung. Ist das nicht auch eine Form von Resilienz, intensiv zu leben und dann alle Konsequenzen davon zu tragen?
    Wo sieht Du da Resilienz, wenn der Umstand, früh zu sterben, auf Suizid, Unfälle oder Intoxikationen zurück geht?

    Und was soll dieser Unsinn Marke "die Guten sterben jung"? Mir fallen spontan sehr viele interessante, begabte, erfolgreiche Menschen ein, die sehr alt geworden sind und bis zu ihrem Tod aktiv und produktiv waren. Sie haben geliebt, was sie taten, denn das, was sie zu ihren Berufen gemacht haben, war Teil ihres Lebens, Teil ihrer Persönlichkeit, sie steckten mit echtem Herzblut dahinter.

    So als bewusste Entscheidung im Gegensatz zu: irgendein Leben zu leben, das doch nicht das eigene, gewünschte ist?
    Die Menschen, an die ich denke, tun gerade das nicht: IRGENDEIN Leben leben ODER, wenn sie es anders nicht auf die Reihe bekommen, um das mal hart auszudrücken,auf eine frühe, hochgradig selbst-destruktive Exitstrategie setzen.

    Stattdessen drücken sie dem, was sich ihnen zeigt auf ihrem Weg, ihren Stempel auf, machen es sich zu eigen, übernehmen Verantwortung dafür, loten aus, welche Möglichkeiten es gibt.

    In der Biografie „Heavier than heaven“ ist dieser Konflikt Kurt Cobains exzellent beschrieben. Er wollte sich nicht ändern, also hat er einen anderen Weg gewählt.
    Ja, wenn ein Mensch in seiner Trotzphase stecken bleibt und sich Entwicklungsprozessen verweigert, mag das folgerichtet erscheinen. Andere Menschen begrüßen Wandel, weil sie ihn als Teil des Lebens und als Zeugnis der Lebendigkeit begreifen. Sie verweigern sich nicht - sie erforschen mit teils kindlich - faszinierter Neugier, welche neuen Aspekte es zu entdecken, zu befruchten, zu kultivieren gibt. Sie haben ihre Wurzeln im Hier und Jetzt und machen das Beste aus dem, was sich darin zeigt. DAS ist für mich Ausdruck von Resilienz.

    Und ganz nebenbei die Strategie, die ich seit frühester Kindheit gewählt habe.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Guten sterben jung. ...
    Das wäre fast beleidigend, wenn es nicht so lächerlich wäre.

    Die Mitglieder des sog. Klub 27 z.B. sind nicht jung gestorben, weil sie so wahnsinnig gut waren, sondern weil sie sich zugedröhnt haben und ihre Sucht offenbar bis zum Finale ausgelebt haben. Was haben Krücken aus Alkohol und Rauschgift mit Resilienz zu tun?

    Und es ist einfach, nach den ersten erfolgreichen Jahren als "gut" empfunden zu werden, wenn man keine Zeit mehr hatte für Misserfolge und schlechte Arbeit.
    life is all about
    finding people who
    are your kind of
    CRAZY

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    "only the good die young"

    Oh mei @Kara

    was kommt next? Love is a battlefield?

    jetzt ist es mir ehrlich gesagt zu populär(musik)wissenschaftlich geworden.

    du kokettierst ganz schön

  9. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Ullalla Beitrag anzeigen
    Und es ist einfach, nach den ersten erfolgreichen Jahren als "gut" empfunden zu werden, wenn man keine Zeit mehr hatte für Misserfolge und schlechte Arbeit.
    Höre ich da Neid? Man muss ja nicht alles mitnehmen im Leben. Did not finish ist ok, wenn man die Bestzeit, die man im Auge hatte, sowieso nicht mehr erreicht.

  10. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wo sieht Du da Resilienz, wenn der Umstand, früh zu sterben, auf Suizid, Unfälle oder Intoxikationen zurück geht?
    In der klaren Entscheidung. Unfälle nehme ich da mal aus.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und was soll dieser Unsinn Marke "die Guten sterben jung"? Mir fallen spontan sehr viele interessante, begabte, erfolgreiche Menschen ein, die sehr alt geworden sind und bis zu ihrem Tod aktiv und produktiv waren. Sie haben geliebt, was sie taten, denn das, was sie zu ihren Berufen gemacht haben, war Teil ihres Lebens, Teil ihrer Persönlichkeit, sie steckten mit echtem Herzblut dahinter.
    Es gibt so ne und so ne. Die Welt ist nicht so eindimensional. Manche sind für ein langes Leben gemacht, andere nicht. Die Erkenntnis und die klare Entscheidung kann man durchaus als eine Art von Resilienz deuten, finde ich.



    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, wenn ein Mensch in seiner Trotzphase stecken bleibt und sich Entwicklungsprozessen verweigert, mag das folgerichtet erscheinen. Andere Menschen begrüßen Wandel, weil sie ihn als Teil des Lebens und als Zeugnis der Lebendigkeit begreifen. Sie verweigern sich nicht - sie erforschen mit teils kindlich - faszinierter Neugier, welche neuen Aspekte es zu entdecken, zu befruchten, zu kultivieren gibt. Sie haben ihre Wurzeln im Hier und Jetzt und machen das Beste aus dem, was sich darin zeigt. DAS ist für mich Ausdruck von Resilienz.

    Und ganz nebenbei die Strategie, die ich seit frühester Kindheit gewählt habe.
    Nix für ungut, aber zwischen "in der Trotzphase stecken bleiben" und "sich permanent wandeln" gibt es eine Menge Grautöne. Und: wer außer Dir sagt denn, dass Wandel immer und ohne Einschränkungen was Gutes ist? Das sehe ich überhaupt nicht so. "Bei sich bleiben" und "sich nicht verbiegen" sind ebenfalls Werte, die aber nun mal nichts mit Wandel zu tun haben. Sondern eher mit dem Gegenteil davon.

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