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  1. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    aber ja, ich gebe dir Recht. Ans "trainieren" bei psycho-sozialen Zusammenhängen glaube ich auch nicht. Auch aus Überzeugung. Das ist dann eher "Hundeschule"
    Wir sind fertig zur Welt gekommen?
    Anders als Hunde, Katzen, Bären, Falken, Mäuse, Spatzen, ...?
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  2. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (Hervorhebung von mir)

    "Aufmerksamkeit bekommen" muss ja auch nicht unbedingt gleich "so berühmt wie Kurt Cobain (oder irgendein anderer Prominenter) sein wollen". heißen.

    Der Wunsch nach Aufmerksamkeit kann ja auch zum Beispiel der Wunsch sein, ein stabiles soziales Umfeld zu haben und zu wissen, dass jemand für einen da ist. Oder der Wunsch, anderen in seinem Umfeld helfen zu können.

    Ich finde, der Wunsch, berühmt und/oder reich zu sein, ist davon noch mal losgelöst. Von daher wäre ich da bei dir, dass es verschiedene Formen der Aufmerksamkeit gibt.
    Das Beispiel kam von Kara, nicht von mir.

    Der "glückliche Arme" ist vielleicht gerade deswegen glücklich: er hat vermutlich gute Bindungen (stabil, herzlich, bereichernd in irgendeiner Art und Weise) um seiner selbst willen.
    Und nicht, weil er reich ist und/oder berühmt.

  3. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Unglückliche Arme.

    Und wenn der Reiche obendrein noch gut aussieht und Erfolg bei Männern/Frauen zu haben scheint: Unglückliche durchschnittlich Aussehende und Unglückliche mit Pech in der Liebe.
    Darauf hatten wir uns hier, glaub ich, schon alle geeinigt dass der unglückliche Arme unglücklicher ist als der unglückliche Reiche.

  4. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Beispiel kam von Kara, nicht von mir.

    Der "glückliche Arme" ist vielleicht gerade deswegen glücklich: er hat vermutlich gute Bindungen (stabil, herzlich, bereichernd in irgendeiner Art und Weise) um seiner selbst willen.
    Und nicht, weil er reich ist und/oder berühmt.
    Ich weiß, dass das Beispiel nicht von dir kam.

    Zu dem Kurt-Cobain-Beispiel würde ich noch sagen wollen, dass es ja nichts Ungewöhnliches ist, dass Menschen sich von prominenten Beispielen in irgendeiner Weise inspirieren lassen oder deren Style toll finden. Das machen ja viele Menschen, aber ob sie dann wirklich gerne diese Person sein wollen, sei mal dahingestellt (klar, sowas gibt es auch).
    Geändert von Inaktiver User (29.03.2021 um 13:03 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Ich finde es eher verwunderlich, sich an zum größtenteil drogenabhängigen "Stars", die noch dazu häufig sehr früh verstorben sind, orientieren zu wollen. Soll es erstrebenswert sein, Menschen zum Vorbild zu nehmen, die ihr eigenes Dasein, obwohl sie begabte Menschen mit Erfolg waren, nur mit heftigem Substanz-Abusus, Sexsucht oder ähnlich gelagerten Aktivitäten mit hohem Krankheitswert erträglich finden konnten?

    Und was soll DAS bitte mit Resilienz zu tun haben, es sei denn, man möchte darlegen, was Resilienz gerade NICHT ist?

  6. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Meines Wissenstandes nach (hat sicher Lücken!) ist es ein Desiderat, wie man Resilienz als Erwachsener nacherwerben könnte.

    Helfen könnten wohl die altbekannten Methoden:

    - Selbstwirksamkeit
    - Fokussierung auf Meriten

    aber ja, ich gebe dir Recht. Ans "trainieren" bei psycho-sozialen Zusammenhängen glaube ich auch nicht. Auch aus Überzeugung. Das ist dann eher "Hundeschule"

    Mal angenommen, jemand steht vor einer schwierigen Situation, vor der er bis dahin immer Angst gehabt hat. Entweder aus Unwissenheit oder durch frühere Erfahrungen. Nun bekommt er wie auch immer Hilfe von aussen, so dass er es schafft, diese Situation anzupacken und durchzukommen. Diese Erfahrung hilft ihm beim nächsten Mal, so dass er dann gelassener mit der Situation umgehen kann.

    Ist das dann nicht 'trainiert'? Erlernt?
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Wir sind fertig zur Welt gekommen?
    Anders als Hunde, Katzen, Bären, Falken, Mäuse, Spatzen, ...?
    gar nicht. Und durch die Erkenntnisse um die lebenslängliche! Neuroplastizität des Gehirns sind wir weder fertig und ausgeliefert oder so.

    Aber ich denke (sic! ), dass es für Kaliber wie die, die z. B. Resilienz beträfen um aus katastrophalen Ausgangsituationen wie Gewaltverbrechen an Kindern in ein besseres LEben zu kommen, andere psychologische Ansätze als rein behavioristische verlangten.

    Ich hoffe immer noch auf @Marys Input.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde es eher verwunderlich, sich an zum größtenteil drogenabhängigen "Stars", die noch dazu häufig sehr früh verstorben sind, orientieren zu wollen. Soll es erstrebenswert sein, Menschen zum Vorbild zu nehmen, die ihr eigenes Dasein, obwohl sie begabte Menschen mit Erfolg waren, nur mit heftigem Substanz-Abusus, Sexsucht oder ähnlich gelagerten Aktivitäten mit hohem Krankheitswert erträglich finden konnten?

    Und was soll DAS bitte mit Resilienz zu tun haben, es sei denn, man möchte darlegen, was Resilienz gerade NICHT ist?
    Sehe ich auch so.

    GErade Süchte aller Arten sind imho ZEichen für mangelnde Resilienz.

  9. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Ans "trainieren" bei psycho-sozialen Zusammenhängen glaube ich auch nicht.
    Ich denke auch, dass Resilienz - ähnlich wie Musikalität - angeboren ist. Man kann Musikalität nicht "fördern", man kann nur gewisse Techniken - wie das Erlernen eines Musikinstruments z. B. - fördern. Aus einem unmusikalischen Kind wird aber, trotz Förderung, nie ein passabler Musiker werden.
    *
    Ich war vor Jahren mal ehrenamtlich tätig und hatte dadurch auch Kontakte zu Kindern aus prekären Familienverhältnissen. Ich war immer wieder erstaunt, wie unterschiedlich sich Geschwister oft entwickelt haben. Eine Familie ist mir in besonderer Erinnerung geblieben: Zwei Brüder, damals 10 und 12 Jahre alt, die Eltern geschieden, der Vater nur an den Wochenenden, wenn überhaupt, präsent, die Mutter hochgradige Alkoholikerin. Der ältere Junge ist Wirtschaftsinformatiker geworden und besitzt heute (mit Anfang 30) eine florierende Firma. Der jüngere hat eine Lehre angefangen, die er aber abgebrochen hat, und pendelt heute zwischen Arbeitslosigkeit und Gelegenheitsjobs.
    Geändert von Inaktiver User (29.03.2021 um 14:05 Uhr)

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Mal angenommen, jemand steht vor einer schwierigen Situation, vor der er bis dahin immer Angst gehabt hat. Entweder aus Unwissenheit oder durch frühere Erfahrungen. Nun bekommt er wie auch immer Hilfe von aussen, so dass er es schafft, diese Situation anzupacken und durchzukommen. Diese Erfahrung hilft ihm beim nächsten Mal, so dass er dann gelassener mit der Situation umgehen kann.

    Ist das dann nicht 'trainiert'? Erlernt?
    keine Ahnung! Bin kein Psychiater. Bin Patient

    Ich glaube, auch aus eigener Erfahrung, dass das, was du oben schilderst, dann der Abschluss eines Prozesses ist.

    Hilfe annehmen (oder auch nur organisieren) zu können, überhaupt zu reflektieren, DASS man Hilfe braucht. Dann glauben !!!! zu können, dass es diese Hilfe gibt (und zwar für einen selber, nicht nur für die "glücklichen" Anderen), und dass man eine Vorstellung davon haben kann dass man "nachher" ein besseres Leben/Monat/Tag haben könnte, dass "das" also nicht "so" ist und unabwendbare "Realität" sondern evtl nur eine blöde Situation, die man durch Hilfe ändern kann.

    DAS sehen und fühlen zu können ist imho Resilienz.

    Und dann nimmt man Hilfe an.

    Nicht Resilienz wäre imho "ich bin so" "bei mir ist das (immer) so". Mein Leben ist so.
    Mir kann eh keiner helfen.

    (mir kann keiner ohne "helfen" wäre wesentlich resilienter )

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