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  1. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Es geht dabei eher um die Wertvorstellung als um die Realität des Beneidens.

    Glücklich zu sein ist attraktiver als Reichtum - in der Theorie.

    Da viele Menschen Glück mit Reichtum und Status verbinden (oder darum beneidet zu werden), da bist du ja nicht die einzige, sieht es in der Praxis anders aus.
    Manche verhindern ihr Glück selbst, indem sie an Dingen festhalten, die eben nicht wirklich glücklich machen. Oder bei Abwesenheit derselben eine Leere hinterlassen.

    Vielleicht hat Resilienz auch mit der Wahl des angestrebten Glücks zu tun.
    Z. B. investiere ich meine Zeit für Karriere oder Familie und Freundschaften?
    Für Ablenkung und Berieselung oder für Gewinn an Erkenntnis?
    An dem Punkt hat es schon jeder selbst in der Hand.

  2. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dazu kann ja Daliah was sagen. Ich zitiere aus dem Beitrag: „
    Es wird eher der Glückliche beneidet als der Reiche. So ist das nun mal“. Ich habe das angezweifelt, mehr nicht. Wenn der Glückliche nicht sichtbar ist, wird ihn keiner beneiden. Wenn er das nicht will, umso besser, aber das war ja nicht Daliahs Punkt.
    Ja.
    Ich bin nicht gerne grob, aber: dich beneidet hier zum Beispiel wohl keiner?
    Ist das Beispiel genug?

    Es gibt so einen ganz bekannten Satz, weiß nicht von wem: Häng nie dein Herz an Dinge die dir wieder weg genommen werden können.

    Das hast du getan Kara.
    Schlimmer finde ich, wie aussichtslos du deine Situation siehst. Und wie wenig interessiert an anderer Schicksale, das wäre dann bei dir wohl schnödes "Unter-gesellschaftliches-Gedenke". Wie so in die Gosse denken.
    Mit der Wortwahl übertreibe ich jetzt absichtlich.

    Natürlich ist es nicht schön wenn einem die Felle weg schwimmen.
    Aber, dann fängt man eben einfach wieder neu an.

    Damit akzeptierst du wesentliche Gesetze des Lebens,

    Ich hab jetzt mal hier nur versucht auf deine an mich gerichtete Frage zu antworten.
    Das ist nicht grundsätzlich mein Ton.

    Dieser von mir erwähnte M. R.-Ranicki wurde ja als Jude verfolgt, obwohl er gar nicht gläubig war.
    Seine Insel war und blieb die Kultur, die Kunst. Dahin hat er sich geträumt.

    Fantasie finde ich ein ganz wichtiges Element - gerade wenn man es sich gar nicht leisten kann.

    Und noch mal nen Schlenker zu dir: dazu scheinst du mir momentan einfach zu verkrampft zu sein.
    Um Fantasie zulassen zu können, und um ihr überhaupt einen Stellenwert einräumen zu können.
    Es ist nicht so, dass es mir nie anders ginge, aber, ich bemerke es dann, ohne auch immer gleich was ändern zu können.

    Ich muss noch mal was zu deinem Beitrag schreiben: glaubst du wirklich alle weniger Reichen sind automatisch unsichtbar? Oder Menschen wollen was zustande bringen um sichtbar zu werden?

    Frag mal Musiker wie es ist wenn sie einen Song schreiben wollen um berühmt zu werden?
    Umgekehrt ist es eher: wenn was gut ist - wird es auch sichtbar.

  3. gesperrt

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Bei denen, die Kurt Cobain und Co bzw so eine Lebensweise verklaeren, da seh ich auch ein bisschen eine Werther 2.0. Imageidealisierung.
    Fraglich, ob die dann auch gerne seine Magenschmerzen hätten, die ihn ewig gequält haben.

  4. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich muss noch mal was zu deinem Beitrag schreiben: glaubst du wirklich alle weniger Reichen sind automatisch unsichtbar? Oder Menschen wollen was zustande bringen um sichtbar zu werden?.
    Soziale Sichtbarkeit ist ein wesentlicher Faktor im Streben der Menschen. Funktioniert im Tierreich ja auch. Weiter muss ich das nicht ausführen, glaube ich . Wäre sonst auch off-topic.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich muss noch mal was zu deinem Beitrag schreiben: glaubst du wirklich alle weniger Reichen sind automatisch unsichtbar? Oder Menschen wollen was zustande bringen um sichtbar zu werden?
    Nein, ganz sicher nicht. Sehr viele Menschen tun, was sie tun, einfach um der Sache Willen. "Sichtbar sein wollen" kommt vermutlich nur für die wenigsten an erster Stelle, ich schätze, "anderen/ sich was Gutes tun", "sich was Gutes tun", "glücklich/ zufrieden sein" ist für die meisten wichtiger. Sichtbar sein dann vermutlich eher im Hinblick auf "etwas bewegen können" - aber auch das kann man sehr gut, ohne dafür im großen Rahmen von außen dafür gefeiert zu werden.
    Deine Schritte müssen nicht groß sein, sie müssen dich nur in die richtige Richtung führen. (Agent Simmons)

  6. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Soziale Sichtbarkeit assoziiere ich hier, an diesem Punkt, mit "Aufmerksamkeit bekommen".

    Das ist aber nicht unbedingt an Geld und Status gebunden, wobei heutzutage (gefühlt?) mehr als zu anderen Zeiten.

    Nein, eigentlich kann sich jeder sichtbar machen, es gibt dafür auch viel mehr Möglichkeiten als früher. Z.B. in einem Forum wie diesem hier wird man auch sichtbar, wenn auch anonym.

    Vielleicht wächst das parallel: der Wunsch nach Aufmerksamkeit und die Menge der Möglichkeiten.

    Resilienz ist für mich aber auch eine gewisse Unabhängigkeit von der Form von Aufmerksamkeit, die auf materielle Dinge angewiesen ist.

  7. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kara, wer (außer Teenager) wäre denn so dumm, einen unglücklichen Reichen zu beneiden?
    Unglückliche Arme.

    Und wenn der Reiche obendrein noch gut aussieht und Erfolg bei Männern/Frauen zu haben scheint: Unglückliche durchschnittlich Aussehende und Unglückliche mit Pech in der Liebe.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  8. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Wenn ich mich richtig erinnere (ich zitiere mal frei aus meinem Langzeitgedächtnis, das Covid geschädigt ist ), dann war es lt. der Studie vor allem ein Faktor:

    mind. 1 erwachsene Bindungsperson für das Kind. Dieser Erwachsene (m, w, d) ist idealiter ein Elternteil - aber in Umständen, die eher "iter" als "ideal" sind, schien es zu genügen, dass irgendein Erwachsener sich berufen fühlte, dem Kind Stabilität und Stärke zu geben: "Da zu sein" - verlässlich, erwachsen, kompetent.
    Also durchaus auch eine ältere Schwester (m, w, d), eine Lehrer*in, Tante, Nachbar*in....

    Wichtig war anscheinend eine stabile vertrauensvolle Beziehung, die dem Kind zukam. Dann erwuchs Resilienz im Sinne dieser These (dass es andere Thesen zu R. geben kann - dafür ist der STrang ja ein illustres Exempel)
    Die Rezeption dieser Untersuchung aus Hawaii halte ich für unseriös und bzgl. Wieder-und-wieder-kolportiert-Werdens vergleichbar mit der Marshmallow-Studie.
    Die Tatsache, dass sich die Kinder mit einer solchen Bezugsperson besser entwickelt hatten, deutet m.E. allenfalls auf eine begünstigende, keineswegs auf eine notwendige Resilienz-Kondition hin. Sofern die Studie überhaupt seriös durchgeführt worden ist.

    Ich z.B. hatte keine solche Bezugsperson, habe aber jahrzehntelang und in Krisensituationen viel Resilienz an den Tag gelegt.
    Diese war bei mir zu einem Teil angeboren, zu einem anderen Teil erarbeitet - aber definitiv nicht in der Kindheit erworben.

  9. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Soziale Sichtbarkeit assoziiere ich hier, an diesem Punkt, mit "Aufmerksamkeit bekommen".

    Das ist aber nicht unbedingt an Geld und Status gebunden, wobei heutzutage (gefühlt?) mehr als zu anderen Zeiten.

    Nein, eigentlich kann sich jeder sichtbar machen, es gibt dafür auch viel mehr Möglichkeiten als früher. Z.B. in einem Forum wie diesem hier wird man auch sichtbar, wenn auch anonym.

    Vielleicht wächst das parallel: der Wunsch nach Aufmerksamkeit und die Menge der Möglichkeiten.

    Resilienz ist für mich aber auch eine gewisse Unabhängigkeit von der Form von Aufmerksamkeit, die auf materielle Dinge angewiesen ist.
    (Hervorhebung von mir)

    "Aufmerksamkeit bekommen" muss ja auch nicht unbedingt gleich "so berühmt wie Kurt Cobain (oder irgendein anderer Prominenter) sein wollen". heißen.

    Der Wunsch nach Aufmerksamkeit kann ja auch zum Beispiel der Wunsch sein, ein stabiles soziales Umfeld zu haben und zu wissen, dass jemand für einen da ist. Oder der Wunsch, anderen in seinem Umfeld helfen zu können.

    Ich finde, der Wunsch, berühmt und/oder reich zu sein, ist davon noch mal losgelöst. Von daher wäre ich da bei dir, dass es verschiedene Formen der Aufmerksamkeit gibt.

  10. User Info Menu

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ok, das widerlegt aber Frangipanis These, dass Resilienz „trainiert“ oder „gefördert“ werden kann. Der Erwachsene ist eben entweder da oder nicht da. Da hat der einzelne ja wenig Einfluss drauf.
    Meines Wissenstandes nach (hat sicher Lücken!) ist es ein Desiderat, wie man Resilienz als Erwachsener nacherwerben könnte.

    Helfen könnten wohl die altbekannten Methoden:

    - Selbstwirksamkeit
    - Fokussierung auf Meriten

    aber ja, ich gebe dir Recht. Ans "trainieren" bei psycho-sozialen Zusammenhängen glaube ich auch nicht. Auch aus Überzeugung. Das ist dann eher "Hundeschule"

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