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  1. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Hallo Kathrein,

    Willkommen zurück :), schön, dass du nach so langer Zeit wieder mitschreiben magst.

    Ich beschäftige mich ja auch schon länger mit dem Thema, einerseits aus allgemeiner Neugier am Menschen und dann natürlich auch immer mal wieder während oder nach meinen eigenen schwierigen Klippen im Leben, das wahrhaftig kurvig genug war, bis jetzt.

    Diese kleinen "Inseln" in der Wohnung hab ich auch. Die finde ich auch wichtig zum Auftanken. Ichhab auch einige Ecken mit Dingen aus Zeiten aus den letzten 58 Jahren, die wichtig waren und die eine Art Anker sind. Die schleppe ich auch von Umzug zu Umzug mit mir mit.


    Ich denke inzwischen, auch durch diesen Strang hier, dass jeder Mensch mit einem Potential an Resilienz zur Welt kommt. Und entweder wird das nicht beachtet und abtrainiert oder gefördert. Zuerst und dann immer mal wieder von Aussen gefördert, bis man einen Werkzeugkasten hast, um gut mit schweren Situationen klarzukommen.
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  2. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Ich denke inzwischen, auch durch diesen Strang hier, dass jeder Mensch mit einem Potential an Resilienz zur Welt kommt. Und entweder wird das nicht beachtet und abtrainiert oder gefördert. Zuerst und dann immer mal wieder von Aussen gefördert, bis man einen Werkzeugkasten hast, um gut mit schweren Situationen klarzukommen.
    Warum so negativ? Kann doch sein, dass man das über lange Strecken nicht braucht, das Resilienz-Dings, weil einfach nichts Schlimmes passiert.

  3. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Was ist an meinem Post negativ? Das schliesst doch das, was du schreibst, gar nicht aus?

  4. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Was ist an meinem Post negativ? Das schliesst doch das, was du schreibst, gar nicht aus?
    Naja, das was du schreibst, klingt irgendwie nach „High maintenance“ - als müsste man sich ständig um das Resilienz-Dings kümmern, und wenn es nicht gefördert wird, ist man ganz schlimm dran. Ausreichend Leute werden Resilienz nicht brauchen, weil ihnen nie irgendwas passiert im Leben, das sie selbst als „resilienz-bedürftig“ einstufen würden. Das ist ja individuell sehr unterschiedlich, was einen „mitnimmt“ und was nicht.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    @Kara

    Resilienz ist einfach, dass man im Leben klar kommt. Du stellst dir da zuviel darunter vor.

    Du - meine Meinung - hast viel Resilienz! Du bist trotz aller ausgiebig geschilderter Zumutungen und Frustrationen immer noch da.

    Du liegst nicht nur im Bett, du bist nicht irgendwie abgestürzt und du hast eine stabile Partnerschaft und ....

    Und vorher hast du meiner Erinnerung nach auch schon härtere Situationen in Studium und Job gut bewältigt. Ohne Drogensüchtig zu werden oder ins soziale Netz zu fallen etc pp.

    Das ist Resilienz.

    Resilienz heißt nicht, dass man sich wohl fühlt und dass alles supi ist (empfunden oder real)

    Sondern: durchkommen.

    Ich glaube mich zu erinnern, dass ein sehr bekannte Studie einen Vergleich zwischen Kindern mit vergleichbar schweren Startbedingungen herstellt und was dann aus Ihnen wurde.

    Die einen kamen auch nach ganz üblen Ausgangssituationen im Leben an: Job, stabile Partnerschaften, gute stabile Beziehungen zu eigenen Kindern, Engagement in Gesellschaft oder HObby etc.

    Andere hatten das nicht: die waren nicht im 1. Arbeitsmarkt, die hatten destruktive oder nicht vorhandene Bindungen, die misshandelten ihre Kinder selber wieder, wurden kriminell oder süchtig, oft beides.

    Die, bei denen Resilienz verortet wurde - waren die ersten. Es wurde nicht untersucht, ob die oft glücklich waren! Die werden auch Probleme gehabt haben und zwar molto. Aber sie waren besser in der Lage, ihre Problem konstruktiv zu lösen bzw. sich dafür Hilfen zu holen.

  6. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Naja, das was du schreibst, klingt irgendwie nach „High maintenance“ - als müsste man sich ständig um das Resilienz-Dings kümmern, und wenn es nicht gefördert wird, ist man ganz schlimm dran. [...] .
    Nein, so habe ich das nicht gemeint, das hast du nur rausgelesen.

    Ich versuche es nochmal - ich glaube, Menschen werden mit einer Anlage Resilienzvermoegen geboren und je nach Sozialisierung, Erziehung, Umgang, Inspiration von aussen, zufaelligem oder geplantem Mentorship kann das gestaerkt oder geschwaecht werden. Bewusst oder unbewusst.
    Das war nur eine Ueberlegung zu der Frage am Anfang, ob Resilienz angeboren ist.

    Und ich glaube auch, dass jeder Mensch im Leben irgendwann mal Resilienz braucht. Kein Leben laeuft immer rosig.
    Wieviel, das ist ja dann wieder individuell. Manche schlingern schon, wo andere noch mit den Achseln zucken. Diejenigen, die denken, sie brauchen keine Redilienz, wissen vielleicht gar nicht, dass sie sie schon laengst haben.
    Geändert von frangipani (27.03.2021 um 01:50 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Frangipani,

    in der Regel brauchen Menschen schon Krücken, denke ich.

    Aber, es gibt immer Ausnahmen. Ich lese ja gerade die Biografie von Marcel R.-Ranickie. Darin kommt ja auch diese Liebesgeschichte zwischen ihm und seiner Frau vor. Diese Beiden waren einfach überdurchschnittlich mutig und großartig, ich kann das nicht anders benennen.

    Und ich denke, was man sich selber denkt und erwartet, überträgt man auch auf andere Menschen.
    Nur so konnten sie auch Menschen finden, die ihnen völlig unentgeltlich - und unter Einsatz ihrer Leben und ihrer Angehörigen halfen. Die wollten noch nicht mal später eine Belohnung dafür.

    Was erwarte ich? Vom Leben, von den Menschen - hat für mich mit Resilienz zu tun.

    Und dann komme ich eben doch wieder zum Glücklichsein.
    Das Streben nach Glück ist eben doch die Feder zur Resilienz.

    Es wird eher der Glückliche beneidet als der Reiche. So ist das nun mal.

    Um auch nur zu überleben bedarf es eben der Träume und Sehnsüchte und Utopien.

  8. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    @Kara

    Resilienz ist einfach, dass man im Leben klar kommt. Du stellst dir da zuviel darunter vor.

    Du - meine Meinung - hast viel Resilienz! Du bist trotz aller ausgiebig geschilderter Zumutungen und Frustrationen immer noch da.

    Du liegst nicht nur im Bett, du bist nicht irgendwie abgestürzt und du hast eine stabile Partnerschaft und ....

    Und vorher hast du meiner Erinnerung nach auch schon härtere Situationen in Studium und Job gut bewältigt. Ohne Drogensüchtig zu werden oder ins soziale Netz zu fallen etc pp.
    Lieb gemeint - sehe ich selbst aber nicht so. Im Moment bin ich eher so ein digitaler Schatten meiner Selbst, einen Fuß vor den anderen zu setzen ist jetzt nicht die hohe Kunst. "Vor Corona" gab es keine wirklich schlimme Situation, das war irgendwie alles operatives Doing. Ja, man verliert mal Angehörige, aber Menschen sterben nun mal, und oft weiß man das ja irgendwie im Voraus, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist ,dass das passieren wird, und kann sich entsprechend abgrenzen.



    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Ich glaube mich zu erinnern, dass ein sehr bekannte Studie einen Vergleich zwischen Kindern mit vergleichbar schweren Startbedingungen herstellt und was dann aus Ihnen wurde.

    Die einen kamen auch nach ganz üblen Ausgangssituationen im Leben an: Job, stabile Partnerschaften, gute stabile Beziehungen zu eigenen Kindern, Engagement in Gesellschaft oder HObby etc.

    Andere hatten das nicht: die waren nicht im 1. Arbeitsmarkt, die hatten destruktive oder nicht vorhandene Bindungen, die misshandelten ihre Kinder selber wieder, wurden kriminell oder süchtig, oft beides.

    Die, bei denen Resilienz verortet wurde - waren die ersten. Es wurde nicht untersucht, ob die oft glücklich waren! Die werden auch Probleme gehabt haben und zwar molto. Aber sie waren besser in der Lage, ihre Problem konstruktiv zu lösen bzw. sich dafür Hilfen zu holen.
    Und was waren da die entscheidenden Kriterien? Die zu Resilienz vs Nicht-Resilienz führten?

  9. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Es wird eher der Glückliche beneidet als der Reiche. So ist das nun mal.
    Findest du? Das sehe ich überhaupt nicht. Wer arm ist wie eine Kirchenmaus, dem wird trotzdem keiner Beachtung schenken, auch wenn er glücklich ist. Dagegen war zB Kurt Cobain alles andere als ein glücklicher Mensch (habe mal eine Biografie über ihn gelesen, und das ist nichts für schwache Nerven, was dieser sehr talentierte Mensch in seinen wenigen Lebensjahren alles mitgemacht hat), und doch wollten alle "er" sein. Grunge-Strickjacke inklusive.

  10. User Info Menu

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    (...)




    Und was waren da die entscheidenden Kriterien? Die zu Resilienz vs Nicht-Resilienz führten?
    Wenn ich mich richtig erinnere (ich zitiere mal frei aus meinem Langzeitgedächtnis, das Covid geschädigt ist ), dann war es lt. der Studie vor allem ein Faktor:

    mind. 1 erwachsene Bindungsperson für das Kind. Dieser Erwachsene (m, w, d) ist idealiter ein Elternteil - aber in Umständen, die eher "iter" als "ideal" sind, schien es zu genügen, dass irgendein Erwachsener sich berufen fühlte, dem Kind Stabilität und Stärke zu geben: "Da zu sein" - verlässlich, erwachsen, kompetent.
    Also durchaus auch eine ältere Schwester (m, w, d), eine Lehrer*in, Tante, Nachbar*in....

    Wichtig war anscheinend eine stabile vertrauensvolle Beziehung, die dem Kind zukam. Dann erwuchs Resilienz im Sinne dieser These (dass es andere Thesen zu R. geben kann - dafür ist der STrang ja ein illustres Exempel)

    Aber ich bin da kein Experte!
    Evlt. könnte @Maryquitecontrary noch mehr fachliches beitragen

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