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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    So weit die Theorie. Das funktioniert aber nur, wenn man auf B auch Lust hat. Um mal bei dem Corona-Beispiel zu bleiben.
    Ja, aber vielleicht ist es diese Flexibilität, die resilient macht. Das Gefühl, selbst aktiv an seiner Situation etwas ändern zu können.
    “You are the sky. Everything else- it’s just the weather.”

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Mendo Beitrag anzeigen
    Ja, aber vielleicht ist es diese Flexibilität, die resilient macht. Das Gefühl, selbst aktiv an seiner Situation etwas ändern zu können.
    Du sagst es.
    Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.
    (Friedrich Hölderlin)

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Mendo Beitrag anzeigen
    Ja, ich habe Plan B für die meisten Situationen, es hilft, seine Perspektive zu ändern. Also wenn A nicht funktioniert oder erlaubt ist, dann mache ich halt B.
    Ich denke, das bekommen grundsätzlich viele hin. Das Problem an Corona ist halt, dass bei manchen nicht nur A nicht geht und man deshalb eben B machen kann, sondern dass A, B, C, D und E nicht gehen.

    Als Beispiel für eine Kombination: Kind zu Hause, Homeoffice, Fitnesstudio zu, Partner sitzt beim Homeoffice auch noch am gemeinsamen Küchentisch, Urlaub fällt ins Wasser, OP der Mutter vorschoben usw.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Borghild Beitrag anzeigen
    Ich denke, das bekommen grundsätzlich viele hin. Das Problem an Corona ist halt, dass bei manchen nicht nur A nicht geht und man deshalb eben B machen kann, sondern dass A, B, C, D und E nicht gehen.

    Als Beispiel für eine Kombination: Kind zu Hause, Homeoffice, Fitnesstudio zu, Partner sitzt beim Homeoffice auch noch am gemeinsamen Küchentisch, Urlaub fällt ins Wasser, OP der Mutter vorschoben usw.
    So sieht‘s nämlich aus!

    Und da helfen auch die mentalen Kniebeugen oder Sonnengrüsse nicht. Wenn ich sonst verletzt war, bin ich schwimmen gegangen - ging nicht dieses Jahr. Oder habe andere auf Wettkämpfen begleitet - hat auch nicht stattgefunden. Oder war auf Festivals - nix war dieses Jahr. Oder bin schön in Urlaub gefahren - ging auch nicht. Wer Corona-kompatible Hobbies hat, hat sich da sicherlich leichter getan, „resilient“ zu sein. Das darf man bei der ganzen Diskussion um das Modewort „Resilienz“ nicht vergessen. Das hat aus meiner Sicht dann wenig mit kindlicher Prägung etc. zu tun, sondern eher mit Zufall.
    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)

    Life is better at the finish line. (unbekannter Sportler)

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Lea1958 Beitrag anzeigen
    Ist Resilienz nicht aber besonders gefragt, wenn es keinen Plan gibt?
    ich hab's nicht so mit den modewörtern, aber so hätte ich es auch verstanden. ich würde es "aushalten" nennen.

    Also entweder, weil man noch keinen Plan für sich gefunden hat. Oder es einfach für die Situation keinen gibt, weil bestimmte Ereignisse einfach ausgehalten oder durchgehalten werden müssen. Hier ist für mich die Frage, wie sehr lähmt mich so eine Situation, führt sie zu langfristigen Beschädigungen oder kann ich es erst einmal hinnehmen, bis sich die Lage lichtet und ich wieder handlungsfähig werde, um mich dann mal kräftig zu schütteln und weiterzugehen.
    ja, genau so.

    ich habe viel erfahrung im verdrängen und flüchten
    zurzeit übe ich mich im aushalten und jammern

  6. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Ich schreibe zum dritten Mal und auch nicht als einzige, dass Resilienz keineswegs bedeutet, dass immer alles "flutscht" bzw dass eine Person immer gutgelaunt alles "wuppt". Ich finde es auch etwas auffällig, dass darauf nicht eingegangen wird.

    @KaraThrace, ich gestehe, ich tue mich schwer damit, auf Deine Fragen zu antworten. Ich verstehe ganz schlecht, worum es dir eigentlich geht. Aus meiner Sicht verbeißt Du Dich immer wieder darin, dass diese und jene konkrete Situation aber doch schlimm ist und mockierst dich - so lese ich das - über "mentale Kniebeugen und Sonnengrüße". Und ich kriege das nicht mit dem Thema zusammen. Nochmal, Resilienz heißt nicht, dass man garantiert jede Situation praktisch verbessern kann.
    Am ehesten kriege ich Sinn in Deine Posts wenn ich annehme, dass Du Resilienz als eine Leistung ansiehst, die man erbringt oder nicht, und an die von außen ein Anspruch gestellt wird. Kommt das in etwa hin?

    Ich sehe das halt nicht so. Nochmal: Ich bin keine Fachfrau. Aber ich sehe es so, dass Resilienz eben keine Universallösung für irgendetwas ist, sondern - eine Haltung? Oder ein Gemisch aus Haltungen? Oder sich aus verschiedenen Haltungen ergibt? Vielleicht fällt jemandem noch eine bessere Formulierung ein.

    "Aushalten" ist auch ein guter Begriff. Zum Aushalten gibt es ja auch verschiedene Wege. Und natürlich unterscheiden die sich von Person zu Person und auch von Situation zu Situation. Z.B. jetzt während der Pandemie:
    Ich kann manche Einschränkungen oder (Anhäufung von) Stressfaktoren nur über mich ergehen lassen. Etwas erträglicher wird es für den einen durch die Hoffnung auf bessere Tage, für den nächsten dadurch, doch schöne Dinge zu finden, die er/sie für sich tut, für den nächsten, mit jemandem zu reden. Das alles kann die Resilienz stärken, also den Stress erträglicher machen.
    Es gibt auch Leute, die an ihrer Situation verzweifeln, einen Zusammenbruch haben, krank werden oder ganz mutlos. Man kann nicht sagen: "Die haben weniger Resilienz", jedenfalls nicht per se. Vielleicht ist ihre Situation einfach schlimmer als andere und ist schlicht nicht mehr erträglich.
    Und auch diese Menschen haben natürlich auch eine gewisse, wie auch immer geartete Resilienz. Die zeigt sich dann eben nicht darin, dass sie sich "gemütlich einrichten", sondern sie gebrauchen ihre Resilienz, indem sie den Zusammenbruch irgendwann überwinden, aufstehen, neu anfangen. Nach Corona. Nach Monaten. Vielleicht sogar nach Jahren. Und das kann auch eine Frage der persönlichen Resilienz sein, aber nicht im Sinne einer Leistung, die sie mehr oder weniger gut "absolvieren".
    So wie leider auch nicht jeder Krebskranke oder jedes Unfallopfer gleich schnell - oder überhaupt wieder gesund werden.
    Ist es deswegen sinnlos und albern, sich gut zu ernähren oder im Auto anzuschnallen? Weil das nicht universell vor jedem Problem schützt?
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
    Userin Minstrel02 im Forum Erziehung

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Ich schreibe zum dritten Mal und auch nicht als einzige, dass Resilienz keineswegs bedeutet, dass immer alles "flutscht" bzw dass eine Perspn immer gutgelaunt alles "wuppt". Ich finde es auch etwas auffällig, dass darauf nicht eingegangen wird.
    Gegenfrage: warum muss man das dann "Resilienz" nennen? Dass man grundgenervt, traurig, wütend ist, wenn was Schlimmes oder einfach nur Doofes passiert, versteht sich doch von selbst. Brauchen wir dann ein neues Wort dafür?


    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Nochmal, Resilienz heißt nicht, dass man garantiert jede Situation praktisch verbessern kann.
    Am ehesten kriege ich Sinn in Deine Posts wenn ich annehme, dass Du Resilienz als eine Leistung ansiehst, die man erbringt oder nicht, und an die von außen ein Anspruch gestellt wird. Kommt das in etwa hin?
    Nun, im Corona-Strang wird das Wort "Resilienz" extrem positiv konnotiert. DAs sind diejenigen, die Lichtgestalten sind. Und wer das nicht ist, der soll sich nicht so anstellen und endlich mal resilient werden. Kann man ja super trainieren, ist also gar kein Problem.


    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    So wie leider auch nicht jeder Krebskranke oder jedes Unfallopfer gleich schnell - oder überhaupt wieder gesund werden.
    Ist es deswegen sinnlos und albern, sich gut zu ernähren oder im Auto anzuschnallen? Weil das nicht universell vor jedem Problem schützt?
    Meine persönliche Antwort darauf steht in meiner Signatur. Die Frage ist immer, welchen Aufwand man für den Schutz betreiben muss, und was einen der Aufwand daran hindert, sonst zu tun. Ich werde in meinem Leben kein Anhänger gesunder Ernährung mehr werden - ich mag das Zeug nicht, und lange dauern tut's auch, um mal bei dem Beispiel zu bleiben. In der Zeit mache ich lieber was anderes. Wenn ich dafür ein paar Jahre meines Lebens abknapse - so be it. Genauso geht's mir mit "Meditation" und "Achtsamkeitsübungen".


    Aber vielleicht wird eher ein Schuh draus, wenn wir die Frage mal umdrehen - was ist denn das Gegenteil von Resilienz aus deiner Sicht, und was passiert mit den Leuten, die nicht resilient sind?
    Life should not be a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, totally worn out, and loudly proclaiming "Wow!" (Hunter S. Thompson)

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  8. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Ich schreibe zum dritten Mal und auch nicht als einzige, dass Resilienz keineswegs bedeutet, dass immer alles "flutscht" bzw dass eine Person immer gutgelaunt alles "wuppt". Ich finde es auch etwas auffällig, dass darauf nicht eingegangen wird.

    Das kommt in Foren oft vor und muss nicht bedeuten, dass das, was man sagt, als falsch oder als unbedeutend angesehen wird usw.
    Und selbst wenn, muss es für einen nicht unbedingt was zu bedeuten haben, wenn man weiß, wovon man redet.
    Da spielen auch andere Faktoren eine Rolle, wenn auf etwas nicht eingegangen wird.


    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Aber ich sehe es so, dass Resilienz eben keine Universallösung für irgendetwas ist, sondern - eine Haltung? Oder ein Gemisch aus Haltungen? Oder sich aus verschiedenen Haltungen ergibt? Vielleicht fällt jemandem noch eine bessere Formulierung ein.

    Für mich hat es vor allem mit inneren Ressourcen zu tun.
    R., auf die man in schwierigen Situationen zurückgreifen kann.
    Daher hatte ich auch in einem Beitrag das Beispiel mit der Liebe gebracht.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    Für mich hat es vor allem mit inneren Ressourcen zu tun.
    R., auf die man in schwierigen Situationen zurückgreifen kann.
    Zwei-Klassen-Gesellschaft also. Die einen haben sie, die anderen nicht. Also wie bei fast allem im Leben.
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  10. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Kara_Thrace Beitrag anzeigen
    Gegenfrage: warum muss man das dann "Resilienz" nennen? Dass man grundgenervt, traurig, wütend ist, wenn was Schlimmes oder einfach nur Doofes passiert, versteht sich doch von selbst. Brauchen wir dann ein neues Wort dafür?

    Eben.

    Man nehme den Begriff "Resilienz" und mache damit was man will.
    Das Wort steht jedem zum freien Gebrauch zur Verfügung.
    Und wird auch unterschiedlich benutzt. Ganz wie es einem passt, aus den unterschiedlichsten Gründen.

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