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  1. VIP

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Der Punkt ist der: wir sind alle resilient. Die einen etwas mehr, die anderen etwas weniger.

    Welche Rolle die Gene für die Resilienz spielen, erforschen die Wissenschaftler noch. Ein wichtiges Gen scheint das "5-HTTLPR" zu sein, das es in einer längeren und einer kürzeren Variante gibt. Das 5-HTTLPR regelt zum einen, wie gut das Glückshormon Serotonin im Gehirn an- und abtransportiert wird. Zum anderen steuert es das Enzym, das das Stresshormon Nor-Adrenalin abbaut.
    In der längeren Variante wirkt 5-HTTLPR effektiver, was Menschen widerstandsfähiger gegen Stress macht und sie gleichzeitig häufiger Glücksgefühle erleben lässt – zwei wichtige Faktoren für Resilienz. Die gute Nachricht: 99,5 Prozent der Bevölkerung besitzen die lange Variante.


    Das überraschende in der Resilienzforschung war, dass dies auch auf Kinder zutraf, deren Lebensumstände schwierig, wenn nicht sogar traumatisierend, waren.

    Eine Langzeitstudie von 2009 ergab, dass von 1400 untersuchten Kindern lediglich ein Bruchteil diagnostizierbare Traumareaktionen aufwies, obwohl mehr als zwei Drittel von ihnen mindestens ein potenziell traumatisches Ereignis erlebt hatten. Auch bei den Hinterbliebenen des Terroranschlags vom 11. September 2001 überwogen laut einer vielbeachteten Studie des Trauerforschers George A. Bonanno die resilienten Menschen deutlich.

    Außerdem muss Resilienz gefördert werden. Wer sich zu sehr schont, Konflikten aus dem Weg geht und meint, im Leben müsse immer alles leicht laufen, schwächt seine innere Widerstandskraft.

    Resilienz, Psychologie - Psychologie - Gesellschaft - Planet Wissen
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  2. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da bräuchte ich erst mal resiliente Füße um in den Dingern überhaupt gehen zu können.
    Außerdem stimmt das Beispiel auch nicht.
    Ich war temporär mal als Putzfrau in Privathaushalten tätig.
    Das sind Vertrauensstellungen, mit Schlüssel und Code für die Alarmanlage.

    Ich wurde ausgesprochen nett und respektvoll behandelt.
    Warum auch nicht?

  3. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Xanidae,

    sehr interessant. Eine Formel kann man daraus nicht ableiten, ist wohl auch nicht der Sinn.
    Aber, zumindest ist widersprochen: als underdog auf die Welt gekommen, Schicksal besiegelt.

    Was ja kein Verständnis für Erlittenes ausschliesst.

    Mir gefallen immer ganz besonders wissenschaftliche Erkenntnisse die eben das bestätigen was meine Intuition war. Wie das mit meinem Beispiel von dem G. Hüther.

    Da dachte ich nämlich insgeheim eventuell faul zu sein?
    Dabei schliesst der Spassfaktor ja keinen Arbeitseinsatz und auch Disziplin aus.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich vermute mal, dass die meisten Hartz4-Empfänger lieber diese Sorgen hätten als ihre eigenen.
    Die meisten Hartz4-Empfänger*-innen hätten diese Sorgen vielleicht ja auch gar nicht, wenn sie so aufgestellt wären.

    Aber die Absenz von Sorgen hat meines Erachtens ja auch nichts mit Resilienz zu tun. Eine Krise ohne Veränderung zu überstehen, weil ich mir alles leisten kann, was dieser Krise das Krisenhafte nimmt, ist m.E. nicht resilient.

  5. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Danke Xanidae , für den interessanten link

  6. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    Die meisten Hartz4-Empfänger*-innen hätten diese Sorgen vielleicht ja auch gar nicht, wenn sie so aufgestellt wären.

    Aber die Absenz von Sorgen hat meines Erachtens ja auch nichts mit Resilienz zu tun. Eine Krise ohne Veränderung zu überstehen, weil ich mir alles leisten kann, was dieser Krise das Krisenhafte nimmt, ist m.E. nicht resilient.
    Dann sind wir aber doch wieder an dem Punkt: ist „Resilienz“ jetzt nicht doch auch am Ergebnis festzumachen, oder muss da immer der persönliche Leidensweg her.

  7. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    man bekommt schneller Therapien und sitzt auf shcöneren Fauteuils.
    Wofür brauchen resiliente Menschen eine Therapie?

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Außerdem stimmt das Beispiel auch nicht.
    Ich war temporär mal als Putzfrau in Privathaushalten tätig.
    Das sind Vertrauensstellungen, mit Schlüssel und Code für die Alarmanlage.

    Ich wurde ausgesprochen nett und respektvoll behandelt.
    Warum auch nicht?
    nun, das war halt einfach ein Beispiel - ich hätte es auch in männlich und mit anderen Insignien geben können

    Dass eine "Perle" von den Auftraggebern in den allermeisten Fällen nett behandelt wird, das erlebe ich auch.

    Was ich allerdings selber oft erlebte und erlebe: je mehr Prestige und Standing, desto lieber sind alle zu einem. Natüroich einfach aus Opportunismus - was aber oft egal ist, wenn man mal ehrlich ist.

    Ich habe beide SEiten des Lebens gelebt: die wo man "froh" sein musste um irgendwas, und die schönere.

    Mir ist die sunny side mit Diridari und Habitus lieber.
    Resilienter hat sie mich nicht gemacht! Das war ich shcon - sonst wäre ich nie dauerhaft auf die Sonnenseite gekommen und dort geblieben.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wofür brauchen resiliente Menschen eine Therapie?
    Du hast einen anderen Resilienzbegriff, glaube ich.

  10. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Du hast einen anderen Resilienzbegriff, glaube ich.
    Das vermute ich auch. Unter Resilienz verstehe ich die Fähigkeit, schwierige Situationen zu meistern.

    "Winterschlaf", wie Kara es im Moment favorisiert, könnte für sie eine durchaus erfolgreiche Strategie sein, mit dem Lockdown umzugehen. Ich verstehe einfach nicht, warum sie hier deswegen seit Wochen im Zentrum der Kritik steht. Sich totstellen kann manchmal Leben retten.

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