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  1. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Womöglich gibt es ja auch tatsächlich Eltern, die glauben, dass ihr Kind durch Hobby XY Kontakte knüpfen kann, die ihm später nützlich sein könnten, aber irgendwie kann ich mir schwer vorstellen, dass die Kinder selbst in den meisten Fällen solche Gedanken überhaupt haben.
    auf jeden fall gibt es solche eltern. zum beispiel melden sie ihren sohn nicht beim fußball an wegen des "schlechten umgangs".

    für die kinder ist das natürlich erstmal egal. ich glaube auch nicht, dass das später lebensentscheidend ist. mir hat es aber das betreten akademischer räume erleichtert, dass diese umgebung mir vertraut war - qua elternhaus und eben auch den "richtigen" hobbys.
    von freundinnen weiß ich, dass sie da mehr mühe hatten. sie haben es aber trotzdem geschafft, besser als ich teilweise.

  2. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    [...]

    Mir erscheint diese Denkweise irgendwie sehr fremd. Meiner Erfahrung nach betreibt man als Kind entweder Hobbys, weil man sie irgendwo gesehen hat und ausprobieren möchte oder weil die Eltern denken, dass es vielleicht eine gute Idee sein könnte.

    Womöglich gibt es ja auch tatsächlich Eltern, die glauben, dass ihr Kind durch Hobby XY Kontakte knüpfen kann, die ihm später nützlich sein könnten, aber irgendwie kann ich mir schwer vorstellen, dass die Kinder selbst in den meisten Fällen solche Gedanken überhaupt haben.
    Geben tut's das schon, ich sehe sowas hier in den ganzen Privat/Eliteschulen, Alumni Organisationen, etc. Oder in D zB auch in den Burschenschaften. Beziehungen, die Türen öffnen. Da werden massig Strippen gezogen.

    Ob das zu Resilienz führt, wenn sie später im Leben mal nötig ist - keine Ahnung. Ich denke, das kommt dann wieder auf die einzelne Person an. Weniger gut Situierte können sich genauso resilient zeigen. Persönlichkeitsmerkmale sind ja nicht einkommensabhängig.
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  3. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    mir hat es aber das betreten akademischer räume erleichtert, dass diese umgebung mir vertraut war - qua elternhaus und eben auch den "richtigen" hobbys.
    von freundinnen weiß ich, dass sie da mehr mühe hatten. sie haben es aber trotzdem geschafft, besser als ich teilweise.
    Genau das . Was dann am Ende draus wird, ist natürlich auch immer Glückssache, aber es geht ja auch drum, überhaupt erst mal die Chance zu haben. Hat mich das „resilienter“ gemacht, dass ich immer selber buddeln musste? Garantiert nicht. Ich habe ja den direkten Vergleich zu Herrn Thrace (s. weiter vorn). Auf die zusätzlichen Mühen hätte ich gern verzichtet.

  4. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Geben tut's das schon, ich sehe sowas hier in den ganzen Privat/Eliteschulen, Alumni Organisationen, etc. Oder in D zB auch in den Burschenschaften. Beziehungen, die Türen öffnen. Da werden massig Strippen gezogen.

    Ob das zu Resilienz führt, wenn sie später im Leben mal nötig ist - keine Ahnung. Ich denke, das kommt dann wieder auf die einzelne Person an. Weniger gut Situierte können sich genauso resilient zeigen. Persönlichkeitsmerkmale sind ja nicht einkommensabhängig.
    Ja, sicher, aber mir geht's ja um die Frage, ob Kinder wirklich so denken. Dass es dieses Strippenziehen gibt, das bezweifele ich ja gar nicht, aber das geht doch in der Regel von den Eltern aus.

    Kinder denken sich vielleicht sowas wie "XY aus meiner Klasse nimmt Reitunterricht, ich will auch" oder Ähnliches, was vermutlich teilweise auch mit dem Wunsch, "dazugehören" und die "richtigen" Hobbys zu haben, zusammenhängt, aber ich glaube, dass die wenigsten Kinder darüber nachdenken, was ihnen womöglich später mal irgendwelche beruflichen Türen öffnet.

    Wenn sie dann älter werden und das Berufsleben näher rückt, wird das natürlich anders.

    Und ich glaube auch, dass das mit Resilienz nichts zu tun hat. Es ging hier ja auch eigentlich gar nicht um die Frage, welche Hobbys einem berufliche Türen öffnen, sondern darum, ob man darüber hinaus noch etwas anderes aus Hobbys ziehen kann, was nicht dem Erlangen von Status, Netzwerk oder Erfolg dient.

    Und Letzteres denke ich persönlich schon.

  5. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    So gesehen sieht man natürlich gut die Herkunft: die, die als Kinder arm wären, "buddeln" oft für "Geld und Status", die, die als Kinder Tennis hatten, buddeln zwecks Selbstverwirklichung.



    Und klar hat dann einer, der es sichtbar.auf Geld und Status anlegt, beruflich nicht ganz so gute Chancen, der kommt nie in die Kreise rein, in denen wichtigstes Statussymbol ist, dass Geld und Status egal sind.



    Ich habe das nie so ganz begriffen. Dass man gern wohlhabend sein möchte, OK, nachvollziehbar. Aber - so ganz ohne Wünsche, was man mit dem Wohlstand dann tun will?

  6. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Volle Zustimmung, Lily.
    In den Flow kommen, der Stimmung und des Wohlfuehlens wegen. Nicht als Kosten/Nutzenrechnung.

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Genau das . Was dann am Ende draus wird, ist natürlich auch immer Glückssache, aber es geht ja auch drum, überhaupt erst mal die Chance zu haben. Hat mich das „resilienter“ gemacht, dass ich immer selber buddeln musste? Garantiert nicht. Ich habe ja den direkten Vergleich zu Herrn Thrace (s. weiter vorn). Auf die zusätzlichen Mühen hätte ich gern verzichtet.
    also ich stamme ja aus der unterschicht, sogenannt, großelterlicherseits.
    mein vater hat mir bewußt gymnasium-Studium ermöglicht.
    ohne jedweden zwang, hab ich gerne genutzt.

    partner im laufe meines lebens kamen aus sämtlichen "schichten", bis hin zur
    sog. "elite", unternehmer, mehrfache millionäre, adel etc pp..

    ein gefälle oder nachteile (für mich) habe ich da nie erlebt.
    eher je "privilegierter" derjenige war, desto weniger fühlte sich derjenige "in seinen kreisen" wohl.
    Die Gedanken sind frei....

  8. Moderation

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    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Volle Zustimmung, Lily.
    In den Flow kommen, der Stimmung und des Wohlfuehlens wegen. Nicht als Kosten/Nutzenrechnung.
    Unterschreibe ich auch (und wähle meine Hobbys heute noch genau so aus - "müssen" tu ich durch Job und Alltagsverpflichtungen eh schon genug).
    May you be surrounded by friends and family,
    and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.

    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner

  9. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, sicher, aber mir geht's ja um die Frage, ob Kinder wirklich so denken. Dass es dieses Strippenziehen gibt, das bezweifele ich ja gar nicht, aber das geht doch in der Regel von den Eltern aus.

    Kinder denken sich vielleicht sowas wie "XY aus meiner Klasse nimmt Reitunterricht, ich will auch" oder Ähnliches, was vermutlich teilweise auch mit dem Wunsch, "dazugehören" und die "richtigen" Hobbys zu haben, zusammenhängt, aber ich glaube, dass die wenigsten Kinder darüber nachdenken, was ihnen womöglich später mal irgendwelche beruflichen Türen öffnet. .
    Aber mit dem Wunsch nach „Zugehörigkeit“ fängt es doch schon an. Das Thema „berufliche Türen“ ist dann eine Extrapolation.

  10. Inaktiver User

    AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber mit dem Wunsch nach „Zugehörigkeit“ fängt es doch schon an. Das Thema „berufliche Türen“ ist dann eine Extrapolation.
    "Zugehörigkeit" hat doch jetzt nicht nur was mit einem beruflichen Netzwerk zu tun.

    Zugehörigkeit kann man doch in vielen verschiedenen Kontexten empfinden. Es kann ja auch einfach nur darum gehen, zusammen mit anderen einem spannenden Hobby nachzugehen und dabei Spaß zu haben.

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