Bitte nicht zu sehr vom allgemeinen Thema abkommen.
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16.01.2021, 14:56
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
"I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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16.01.2021, 14:57Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Das ist aber doch kein soo großer Unterschied. Menschen sind da unterschiedlich. Manche probieren gern neue Sachen aus, andere nicht. Möglicherweise sind die „Ausprobierer“ nach der Definition dieses Strangs „resilienter“. Aber das ändert nichts daran, dass man das aus meiner Sicht nicht „trainieren“ kann. Menschen sind, wie sie sind.
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16.01.2021, 14:59
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16.01.2021, 15:00
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Kleiner Tipp am Rande, die momentan situationsbedingt etwas durchhängen - ich folge wearemindlabs auf Insta und finde deren Coaching sehr hilfreich.
Wenn jemand weitere Quellen kennt, würden die mich interessieren.
Was mir hilft, im Leben resilient zu sein: ich habe immer einen Plan B gehabt.“You are the sky. Everything else- it’s just the weather.”
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16.01.2021, 15:02Inaktiver User
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16.01.2021, 15:03Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Es mag sein das ich das Wort falsch interpretiere.
Aber Probleme die mich noch vor 10 Jahren überhaupt nicht belastet haben, sind heute eine ganz andere Hausnummer...
Früher wie heute wusste ich Lösungen und Auswege. Aber sie belasten mich heute mehr.
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16.01.2021, 15:09
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
“You are the sky. Everything else- it’s just the weather.”
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16.01.2021, 15:20Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Ich finde, der Begriff wird total überfrachtet.
Wenn es z. B. jemandem schlecht geht, wird er dafür Gründe haben.
Vielleicht auch solche, die ihm nicht bewusst sind.
Vor 10 Jahren warst du "eine andere Person" (teilweise).
Wenn die gleichen Sachen dich jetzt belasten, treffen sie in gewisser Weise auf jemand anderen.
Ich würde das alles nicht mit Resilienz in Verbindung bringen.
Ich kenne Leute, die verschiedene Grade von Depressivität aufweisen. Von leicht bis zu mindestens mittelschwer.
Nur so als Beispiel. Niemals käme ich auf die Idee, bei Überlegungen über sie in irgendeiner Weise die Resilienz ins Spiel zu bringen.
Warum sage ich das?
Wo fängt Krankhaftes an? Wo liegt die Abgrenzung zwischen inneren Konflikten und Krankheit? Zwischen Störung und Problemen? Gibt es da klare Trennlinien? Immer?
Was grenzt Überforderung von ungelösten Problemen ab?
Worte eben. Das Leben ist bekanntlich viel komplexer und wenn man die Resilienz zu sehr und beliebig oft mit ins Spiel zu bringen versucht, dann entwertet man sie letztlich, weil sie mit all dem nicht mehr viel zu tun hat.
Dann bräuchte nämlich die Resilienz einen Plan B und der könnte heißen: Lasst mich in Ruhe!
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16.01.2021, 15:26Inaktiver User
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16.01.2021, 15:35Inaktiver User
AW: Resilienz - Modewort oder wichtiger denn je?
Ist Resilienz nicht aber besonders gefragt, wenn es keinen Plan gibt?
Also entweder, weil man noch keinen Plan für sich gefunden hat. Oder es einfach für die Situation keinen gibt, weil bestimmte Ereignisse einfach ausgehalten oder durchgehalten werden müssen. Hier ist für mich die Frage, wie sehr lähmt mich so eine Situation, führt sie zu langfristigen Beschädigungen oder kann ich es erst einmal hinnehmen, bis sich die Lage lichtet und ich wieder handlungsfähig werde, um mich dann mal kräftig zu schütteln und weiterzugehen.
Mir hilft es, meine Situation mit dem Leben anderer Menschen zu vergleichen, Mein Schicksal ins Verhältnis zu setzen. Das Ergebnis war bisher immer, dass es mich nicht am schlimmsten erwischt hat, ich es also auch bewältigen oder aushalten kann.
Stark auf meine Befindlichkeiten zu achten, ist nur ein ganz kleiner Teil der Bewältigungsstrategie. Wenn ich zu sehr in mich hinein horche, leidet mein Antrieb und das verlängert eine schwierige Situation oft nur. Hin und wieder mal jammern ist in Ordnung, aber dann muss auch wieder gut sein. Ein Teil meiner Resilienz ist wahrscheinlich auf Verdrängung zurückzuführen, entweder zeitweise oder vielleicht auch ganz und gar.


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