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    Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Das Pendant (Antidot?) zum Langzeitsingle Thread:

    Ich war mal mehr als 20 Jahre verheiratet und mit ihm 22 Jahre zusammen.

    Gescheitert ist es, weil er folgenreich fremdging und ich mich daraufhin trennte.

    Ich fand diese lange und in jungen Jahren geschlossene Beziehung super. Wir waren ein gutes Team und wuchsen zusammen.

    Aber ich erinnere auch, dass ich oft raus aufs Klo ging, wenn wir in einer netten Runde plauderten und ich schon Minuten vorher wusste, wann er jetzt dann was erzählt.

    Das hat mir oft so eine Art unangenehmes Jucken im Hirn verursacht. Irgendwie aggressiv gemacht.

    Oder beim Streiten: ich hätte unsere Streits allein aufführen können. In allen Rollen. Ich wusste, was er sagt und warum. Wir hatten "Themen" wo wir 20 Jahre lang keine Textänderung hatten.

    Irgendwie aber auch beruhigend, weil man sich öfters denken konnte, "heute Abend nicht".

    Ich bin gerne lange zusammen, wenn es passt. Wir waren kein symbiotisches Paar. Die Tonspur fehlt bei mir - ich habe schon immer viel Zeit allein verbracht und er auch.

    Sexuell war es so, dass es tatsächlich immer besser wurde, weil ich immer lockerer und mutiger wurde. Seine Theorie für den Betrug: massive Avancen, schwacher Moment, sie hat ihn voll bewundert und so (ich nicht so, sagt er), dann blöd gelaufen.

    Meine Theorie: Esel, zu wohl, Eis und doch Sehnsucht nach mehr weiblicher Zuwendung, Zampano sein, dann blöd gelaufen.

    Jetzt bin ich auch schon wieder 5 Jahre verheiratet mit einem Mann der ganz anders tickt wie der oben. Wenn ich nochmal wählen könnte am Reißbrett, würde ich die Versuchsanordnung evtl. umgekehrt wählen: erst #2

    Ich finde, es wird schon schwieriger über Jahre und Jahrzehnte die Anziehung beizubehalten, den Kick. So, dass man auch die 1000x du wieder Erzählung am Tisch packt.

  2. Inaktiver User

    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Für mich hat Routine aber auch was beruhigendes ;)

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Ich nehme mal meine letzte Beziehung. Er ist 2005 bereits verstorben.

    Es gab eine wunderbare, spürbare und tiefe Verbundenheit, die ich auch heute noch "abrufen" kann.

    Wünsche ich jedem, mal diese Geborgenheit und tiefe Liebe überhaupt zu verspüren, wo kein Raum für Zweifel ist.

    Es gab einen neuen Anlauf zu einem Mann, wo die seelisch geistige Verbindung ähnlich war. Leider auf einem weit entfernten Kontinent und da ich meinen Vater über ein Jahr pflegen musste, entwickelte sich das nicht weiter.
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Ich bin schon bald 30 Jahre mit demselben Partner zusammen. Es ist leicht und schwer. Gottseidank ist er sehr tolerant gegenüber seiner „schwierigen“ Frau.
    Er hat aber auch seine schlechten Seiten, daher gleicht sich das wieder aus.
    Ganz wichtig für mich, eine sehr große Wohnung, wo jeder seinen eigenen Bereich hat. Ich brauche viel Zeit für mich.

    Jetzt mit Corona und HomeOffice bei ihm, war die Umstellung sehr schwierig.
    Die zweieinhalb Stunden Fahrzeit täglich, die er einspart, schläft er morgens aus.

    Manchmal wünsche ich mir, ich kriegte das nicht alles mit.

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Das Pendant (Antidot?) zum Langzeitsingle Thread:

    Jetzt bin ich auch schon wieder 5 Jahre verheiratet mit einem Mann der ganz anders tickt wie der oben. Wenn ich nochmal wählen könnte am Reißbrett, würde ich die Versuchsanordnung evtl. umgekehrt wählen: erst #2
    Gekürzt von mir
    Interessanter Thread!
    @Rokeby, ich verstehe nicht ganz, was Du ändern würdest? Dass du zuerst mit Mann 2 zusammen bist und dann mit Mann 1?
    Warum?

  6. Inaktiver User

    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Schmerz und Trauer ist der Preis für eine glückliche Langzeitbeziehung - für die 50% Überlebenden.
    Je länger eine (glückliche) Beziehung, desto enger wird die innere Verbindung, desto mehr spürt man Schmerzen des anderen am eigenen Leib.

    Ich denke, dass viele, die vor langen und damit engen Beziehungen zurückschrecken, sich unbewusst vor diesem Schmerz schützen wollen, z.B. der User EB.
    Aber es ist dann eben auch ein Leben auf halber Flamme. Moderate Emotionen sozusagen.

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber es ist dann eben auch ein Leben auf halber Flamme. Moderate Emotionen sozusagen.
    Kann sicherlich so gesehen werden, muss aber nicht zwingend so sein.

    Vom Typus her bin ich eh für die moderateren Emotionen .

    Dass ich mein Leben "auf halber Flamme" lebe, empfinde ich ganz und gar nicht so.

    Zu Zweit hast Du eben Probleme, die Du allein nicht hast. Eigentlich ganz einfach.

    Die Menschen, die Beziehung mit allem Drum und Dran leben wollen, müssen sich eben finden. Mich beschleicht vermehrt eher der Eindruck, dass der Typus oft nicht passend ist oder eben passend gemacht wird. Auf Letzteres kann sich auch eingelassen werden, aber hinterher dann nicht rumjaulen, was alles verpasst wurde und dass das Leben eigentlich ohne einen selbst stattgefunden hat.

    Ansonsten .... jede/r, wie er mag, möchte und will.

    Was die Menschen tun können, die ungewollt partnerlos sind, .... da weiß ich auch keinen Rat. Halt immer wieder (ver-) suchen, bis man des (Ver-)suchens müde ist und bei sich angekommen ist.

  8. gesperrt

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Chambord Beitrag anzeigen
    Die Menschen, die Beziehung mit allem Drum und Dran leben wollen, müssen sich eben finden. Mich beschleicht vermehrt eher der Eindruck, dass der Typus oft nicht passend ist oder eben passend gemacht wird. Auf Letzteres kann sich auch eingelassen werden, aber hinterher dann nicht rumjaulen, was alles verpasst wurde und dass das Leben eigentlich ohne einen selbst stattgefunden hat.
    Das sind dann die langjährigen Beziehungen, nach denen man sich "ausleben" muss - nachdem man offensichtlich jahrelang mit einem Manko gelebt hat. Ganz großartig.

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Schmerz und Trauer ist der Preis für eine glückliche Langzeitbeziehung - für die 50% Überlebenden.
    Je länger eine (glückliche) Beziehung, desto enger wird die innere Verbindung, desto mehr spürt man Schmerzen des anderen am eigenen Leib.

    Ich denke, dass viele, die vor langen und damit engen Beziehungen zurückschrecken, sich unbewusst vor diesem Schmerz schützen wollen, z.B. der User EB.
    Aber es ist dann eben auch ein Leben auf halber Flamme. Moderate Emotionen sozusagen.
    Hm...also auch als Single kann man Schmerz empfinden. Einsamkeit kann ungemein schmerzen und einen auch zum Weinen bringen.
    Und nur weil man keine Beziehung hat, heißt das nicht, dass man nur moderate Emotionen erlebt. Im Gegenteil. Ich erlebe meine Freunde, die in eine feste Langzeitbeziehung gefunden haben, emotional viel ausgeglichener und ruhiger, als manchen Single.
    Ganz davon abgesehen, dass man auch als Single total verliebt sein kann, verlassen worden sein kann, Schmerz empfindet, wenn ein geliebter Mensch geht....Das Leben besteht nicht nur aus partnerschaftlicher Beziehung.

  10. Inaktiver User

    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Monogamie ist kein Muss.

    Sie ist eine Möglichkeit.
    Man kann mit ihr sehr glücklich werden. Man kann unter ihr sehr leiden.

    Für sehr viele Menschen wäre es besser (Männer wie Frauen und sonstige), wenn Monogamie nicht den Stellenwert hätte, den sie in unserer Kultur hat.
    Viele denken (wenn überhaupt), das sei "natürlich", das müsse so sein und zwängen sich in ein Korsett, das ihnen viel zu eng ist.

    Langzeitbeziehungen? Was soll man sagen.. Es kommt auf die Konstellation an. Es gibt alles.

    Ich brauche ständige (Ver)änderung, Entwicklung, Neues.. Das kann ich auch an nur einem Menschen finden oder auch nicht. Ständig nicht im Sinne von Action und jeden Monat was Neues, aber schon als eine Selbstverständlichkeit.
    20 Jahre immer exakt der selbe Mensch, unverändert oder fast unverändert, da würde nur Liebe nicht ausreichen. Das muss schlimm sein, das Gefühl, sich dann (trotz Liebe) trennen zu müssen. Schrecklich.
    Dass ich das brauche, war mir, als ich jung war, nicht klar. Jetzt weiß ich es und wenn es mir passieren sollte, dann wäre ich selbst schuld und es ist auch meine Verantwortung, nicht eine Verbindung einzugehen, wenn ich nicht das Gefühl habe, mit diesem Menschen wird es mir nicht passieren.

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