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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    manche schon - ich z.B. und mein Mann.
    Auch ihr seid nicht von Natur aus monogam, sondern habt euch bewusst oder unbewusst aus uns unbekannten Motiven dazu entschieden.

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ... Übrig bleibt ein klassisches Argument von banalen Fremdgängern.

    Ah fein, jetzt kommt die große Hollywood-Wahre-und-Echte-Liebe-"Argumentation":
    Wer nicht monogam leben will oder es zwar will, aber nicht hinkriegt, hat eben einfach nicht den/die Richtige/n gefunden.
    Gern auch erweitert um die Idee, dass es davon auf der Welt nur genau eine/n Einzige/n gäbe.



    Alles bloß, um nicht eingestehen zu müssen, dass der Mensch als solcher eben weniger bis gar nicht die Krone der Schöpfung, von Natur aus durch und durch edel und gut, sondern in seinen Motiven, Gelüsten und Taten ziemlich "banal" ist.

  3. Inaktiver User

    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Natürlich kann auch ich aus dem Stegreif einige Veränderungen benennen, auf die ich nicht neugierig oder aufgeschlossen reagieren würde. Damit meinte ich nicht dass man alles dulden bzw. erdulden muss - Beziehung ist und bleibt ein interaktiver Prozess. Und klar kann man auch nach 25 Jahren feststellen, dass es jetzt nicht mehr passt. So wie es bei manchen nicht (mehr) passt, gibt es auch die, bei denen es immer noch passt.

    Nur kann es nur passend bleiben, wenn man im Gespräch bleibt, wenn man für den anderen spannend bleibt und der eigene Partner nach wie vor spannend ist.
    Ja, und was ist das, dieses "spannend bleiben"?
    Meiner Meinung nach kennt man nie einen anderen Menschen.

    Und um jemanden spannend zu finden bedarf es Interesse.

    Manchmal sind es ganz schnöde Gründe weshalb das nachlässt? Keine Vorteile mehr oder es ist schlicht langweilig sich dem Anderen sicher zu sein.

    Das halte ich allerdings für keinen Automatismus der im Laufe der Jahre eintreten muss.
    Selbst die alten Anekdoten werden dann eben zum Runing-gag, das nutzt sich nicht ab.

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Ich lese hier schon eine ganze Weile mit, obwohl ich nichts schreiben wollte, weil ich nicht mit einer Langzeitbeziehung aufwarten kann - wir haben erst vier Jahre voll.
    Aber ich weiss, dass er mein letzter Mann ist, und auch mein einziger, bis der Tod uns trennt.
    Ja, das kann ich mit meinen 60 Jahren sehr sicher sagen.
    Und ich bin froh, dass mein Mann auch monogam ist. Er war es immer schon - ich bin es geworden.
    Ich habe in meinem Leben alles kennengelernt an Untreue, offenen Beziehungen, polyamourösen Konstellationen und/oder heimlichem Fremdgehen (auch als aktiver Part) und bin heilfroh, dass das nun Geschichte ist. Alles (auch seine und meine Ehe) ist grandios gescheitert und hat oft genug verbrannte Erde hinterlassen.
    Inzwischen bin ich viel zu verletzbar für Untreue geworden.
    Er hat mir von Anfang an gesagt, dass er sofort geht, wenn ich mit einem anderen schlafe, ohne Wenn und Aber.
    Das hat mir gefallen.
    Darüber hinaus gefällt er mir in vielerlei Hinsicht so gut, dass ich unsere Liebe niemals aufs Spiel setzen würde.
    Bei uns ist die Sache also total klar.

  5. Inaktiver User

    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Wir haben auch den monogamen weg gewählt....

    Aber es wäre gelogen, wenn ich oder er behaupten würde, daß es keine anderen Menschen gibt, die mich oder ihn sexuell anziehen.

    Und trotzdem kann man den monogamen weg wählen.

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Doch, der Wunsch nach Monogamie ist im Menschen angelegt - sonst hätten wir das längst großflächig "überwunden".
    Aber eben nicht als einziges. Die Faszination Fremder ist eben auch im Menschen angelegt.
    Wie ich oben schrieb - zu unterschiedlichen Anteilen.
    Manchmal erfordern es aber auch die Umstände irgendwann, die "Monogamie" auf zwei Ebenen zu verteilen, wobei die "Faszination" einer konkreten bisher außenstehenden Person gar nicht mal der Auslöser gewesen sein muss.
    Manches ist durchsichtiger als es scheint.
    Gewaltig ist der Unterschied zwischen x und u!
    Ein Piratenboot ist kein Kirchenschiff.
    Seize the Day, Heaven Can Wait
    If you could read my mind, love, what a tale my thoughts could tell....(Gordon Lightfood)
    Allegro con brio

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Septima Beitrag anzeigen
    Manchmal erfordern es aber auch die Umstände irgendwann, die "Monogamie" auf zwei Ebenen zu verteilen, wobei die "Faszination" einer konkreten bisher außenstehenden Person gar nicht mal der Auslöser gewesen sein muss.
    Das verstehe ich nicht - wenn mensch monogam ist, dann heisst das für mich Sex nur mit dem jeweiligen Partner.
    Wie lässt sich denn Monogamie auf mehrere Ebenen verteilen?

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Manchmal sind es ganz schnöde Gründe weshalb das nachlässt? Keine Vorteile mehr oder es ist schlicht langweilig sich dem Anderen sicher zu sein.
    Vielleicht auch Überforderung durch Job/Haushalt/Kind(er) etc. pp.

    Ich habe mal, ausgehend von 100 %, eine Rechnung in puncto Aufmerksamkeitsressource des Tages gemacht:

    95 % davon lass ich auf der Arbeit,
    2,5 % im Straßenverkehr,
    2,5 % für lästige Sachzwänge.

    = wenn ich wochentags nach Hause komme, bin ich nahezu "platt".

    Wochenende sähe etwas besser aus, aber da komme ich dann mit meinen ureigenen Bedürfnissen:

    Ausschlafen,
    Erledigungen, zu denen ich unter der Woche nicht gekommen bin,
    zeitaufwändiges Hobby,
    Verabredungen/Besuche Freunde u.ä.

    = leider keine Zeitfenster vorhanden.

    Wie machen das Paare, die z.B. voll berufstätig sind? Wie sieht die Aufmerksamkeit aus? Wirklich keine Hänger (auch mal länger anhaltend)? Immer auf Empfang?

    Falls ja: Wahnsinn! Chapeau!

    Weiß ich definitiv: Krieg(t)e ich nie hin.

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mit dem Rest von deinem Beitrag kann ich wenig anfangen. Das liest sich so, als hätten monogam lebende Menschen ein Defizit und würde aus anderen Gründen als dem eigenen Wunsch so leben. Das Paar, das nebeneinander herlebt, sich nur auf der Couch trifft und das toll finden, weil es monogam lebt – Was willst du damit denn sagen? Ich wäre damit nicht zufrieden und war zu glücklicher Langzeitsingle, als dass ich damit leben wollte. Wenn andere aber damit zufrieden sind, was geht es mich oder dich an?
    Ich bringe ein Beispiel in einer Diskussionsrunde und du wirfst mir vor, was mich das denn angeht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mit Monogamie an sich hat das nichts zu tun. Ob sie nun zufrieden sind als WG – damit muss doch nicht alberner Stolz auf ein monogames Leben verbunden sein.
    Sagt wer? Du findest es albern. Ich hatte ein Beispiel genannt, dass es so sein könnte

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das andere Beispiel mit einem Paar, das Gemeinsamkeiten lebt, dann aber die Beziehung bei Untreue sofort beendet ist, verstehe ich noch weniger.
    Du kannst wohl nicht über deinen Tellerrand schauen oder hast keine Lust, über dieses Thema zu diskutieren? Dieses Beispiel ist ja jetzt keine reine Erfindung von mir.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich ist es kein Zufall, dass du das so platt formulierst, als würde ein Paar im Fall von Untreue in Fäkalsprache plärrend auseinanderrennen.
    Ich bin doch verwundert, dass mein Diskussionsbeitrag dich so sehr umtreibt. Welchen Zufall meinst du und ist es deine Art, andere zu diffamieren, um selbst besser da zu stehen? Ich schreibe hier gezielt mit und mache mir Gedanken, was für ein Zufall sollte das sein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eine Beziehung kann aus einer Vielzahl von Gründen in eine Krise geraten. Untreue ist einer davon.
    Schaut man sich den dadurch häufig verursachten Leidensdruck an, verwundert das wenig.
    Das negiere ich nicht, trotzdem würde ich mutmaßen, dass du dir schon die Informationen suchst, die dir gerecht werden.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist das aus deiner Sicht eben gerade wieder die Folge einer fehlerhaften monogamen Lebensweise, aber: Meiner Meinung hat das wenig mit Monogamie, sondern mit Loyalität zu tun. Es ist eine Sache, den Wunsch nach einem andere Sexualpartner zu haben, eine ganz andere aber, einseitig aus einer Beziehung auszuscheren und den anderen geliebten Menschen im Dunkeln zu lassen. Lügen und Betrügen, das ist das Problem. Und das kann ich leider in jeder Lebensform.
    Gesetzt den Fall, den Wunsch nach fremder Haut schon im Vorfeld zu äußern, ändert dies m. M. oft nicht's an den Reaktionen, als wenn der Betrug (wie du ihn nennst) schon stattgefunden hätte. Allein die Vorstellung (der Gedanke) gilt als Betrug.

    Meine prophylaktische Frage galt ja gerade dem, warum uns Monogamie im Bett so wichtig ist.

    Schade!

    Leider konstruierst du hier die typischen Abwehrmechanismen und versuchst mich auch gleich in die Teufelsecke zu stellen.

    Dabei interessiert mich diese Sicht auf Monogamie und ich hätte mir hier gewünscht, dass Andere sich dem Thema mal tiefgründiger widmen.

    Du, und das ist völlig ok für mich, kannst oder willst das nicht. Nur dann komme bitte nicht mit Argumenten a la "ach so eine bist du".

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für mich heißt das Zauberwort Einvernehmlichkeit. Finden sich zwei, denen sexuelle Treue unwichtig ist, ist das prima. Die Beziehung ist damit aber nicht zwangsläufig glücklicher oder unglücklicher als die von anderen, das Leben nicht einfacher oder schwerer.
    Wie kannst du das behaupten, da du ja keine Vergleichsmöglichkeit hast? Oder war dir Monogamie schon mal unwichtig?
    Der Humor ist die Maske der Weisheit. Maskenlos ist die Weisheit unerbittlich. - Dürrenmatt -

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Roxy_Music Beitrag anzeigen
    I Alles (auch seine und meine Ehe) ist grandios gescheitert und hat oft genug verbrannte Erde hinterlassen.
    .
    Verstehe ich es richtig? Er wollte monogam leben, daran ist seine Ehe gescheitert und du (und dein damaliger Mann) hast dich für nicht monogam entschieden, und daran ist deine Ehe gescheitert?
    Der Humor ist die Maske der Weisheit. Maskenlos ist die Weisheit unerbittlich. - Dürrenmatt -

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