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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    Warum aber kann Polygamie oder Polyamorie menschliches Zusammenleben stören?
    Weil viele Menschen es meines Erachtens nicht hinkriegen, Sex einerseits und Ego(-zentrik, -ismus) bzw. (ursprünglich männliches) Besitzdenken sowie Eitelkeit voneinander zu trennen.
    Also sind "viele Menschen" schlicht unfähig bzw. von negativ belegten Vorstellungen wie Besitzdenken und Eitelkeit geleitet?

    So einfach ist das nicht und ich empfinde es auch als unnötig abwertend, Menschen ihre eigenen Wünsche absprechen zu wollen. Rund 97 % wünschen und erwarten in einer Beziehung Treue.

    Studie: Offene Partnerschaft / offene Beziehung - Häufigkeit und Zufriedenheit der Partner

    Das einfach mit Unfähigkeit abzutun ist ebenso anmaßend, wie die umgekehrte Vorstellung, alle müssten monogam leben. Das gilt umso mehr, als du meinst, kein Modell sei dem anderen überlegen. Was also sollen dann solche Überlegungen zur "Unfähigkeit" von freiwillig monogam lebenden Paaren?

    Andere Kulturen mit den von dir genannten "Vielehen" sind Einbahnstraßen für Männer und damit das Gegenteil einer freien Entscheidung zumindest für Frauen. Die wenigen Kulturen, in denen Frauen sich mehrere Männer teilen, sind vor allem die mit einem durch geschlechtsspezifische Abtreibungen verursachten Männerüberschuss.

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von badenserin Beitrag anzeigen
    ihre eigenen Wünsche absprechen zu wollen. Rund 97 % wünschen und erwarten in einer Beziehung Treue
    Und trotzdem sind Affären weit mehr als 3% verbreitet ;)

    Da stellt sich mir halt die Frage, wenn sich 97% das wünschen.....Warum praktizieren sie es nicht?
    When a man tells you A and does B, believe B because A is what hes trying to get you to believe, B is who he is

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Ich habe auf Nicolos Beitrag geantwortet. Dort wurde gemutmaßt, der Grund für die Ablehnung einer nicht monogamen Lebensform sei in Egozentrik, Egoismus, Besitzdenken und Eitelkeit zu suchen, kurz: viele Menschen seien schlicht unfähig.

    Dagegen habe ich angeführt, dass man es doch - vor allem, wenn man sich auf die Fahne schreibt, verschiedene Modelle nicht gegeneinander ausspielen zu wollen - nicht einfach Menschen ihr Wunschmodell absprechen soll, vor allem, nachdem der weit überwiegende Teil das so leben möchte.

    Du fragst nun, warum sie das dann nicht einfach so leben. Für mich gesprochen: Genau das ist bei mir der Fall. Weil ich es so möchte und weil mein Partner das so möchte. Nicht weil wir unfähig sind, unsere Egozentrik, unseren Egoismus, unsere Eitelkeit oder sonstewas abzulegen.

    Wenn nun andere, die ebenso Treue erwarten, an ihrer Vorstellung scheitern, hat das eine Vielzahl von Gründen, die ebenso wenig wie die kursierenden Prozentzahlen aber für sich nichts über eine angebliche Untauglichkeit des Modells aussagen. Der eine geht in einer Beziehung fremd, in der anderen aber nicht. Bei einem anderen ist es ein saufseliger Seitensprung. Worauf ich hinaus möchte: Keiner ist vor Fehlern gefeit. Das heißt aber nicht, dass damit der Wunsch nach Treue auf den Misthaufen der Beziehungsgeschichte gehört oder der Wunsch danach fehlgeleitet ist.

    Nach der Studie des Projekts der Universität Göttingen wird als Grund weit überwiegend von den Vertretern beider Geschlechter Unzufriedenheit mit dem Sexualleben genannt.

    Es kann meinetwegen jeder leben wie er möchte. Ein Glück, dass wir in Zeiten und in einer Umgebung leben, die das zulässt. Anderen aber ihre Lebensform mit Zeigefinger auf Charakterschwäche und Verweis auf andere Kulturen mit Freiheit nur für Männer schlechtzureden, steht keinem an.

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von badenserin Beitrag anzeigen
    Ich habe auf Nicolos Beitrag geantwortet. Dort wurde gemutmaßt, der Grund für die Ablehnung einer nicht monogamen Lebensform sei in Egozentrik, Egoismus, Besitzdenken und Eitelkeit zu suchen, kurz: viele Menschen seien schlicht unfähig.

    Dagegen habe ich angeführt, dass man es doch - vor allem, wenn man sich auf die Fahne schreibt, verschiedene Modelle nicht gegeneinander ausspielen zu wollen - nicht einfach Menschen ihr Wunschmodell absprechen soll, vor allem, nachdem der weit überwiegende Teil das so leben möchte. ...
    1. Ich spiele nicht mehrere Modelle gegeneinander aus - weder Single-Dasein vs. Partnerschaft noch Monogamie vs. Polygamie/Polyamorie.
    Wie gesagt, alle Menschen mögen sich doch bitte auf das einigen, was ihnen jeweils am besten gefällt.

    2. Ich spreche auch niemandem "sein Wunschmodell" ab, weise aber erneut darauf hin, dass es m.E. völlig egal ist, wie viele Leute sich etwas wünschen.
    Die reine Menge der Wünschenden macht das Gewünschte weder besser noch schlechter als etwas weniger Gewünschtes.

    3. Ich habe neben Egozentrik, Egoismus, Besitzdenken und Eitelkeit (vergessen hatte ich mangelhaften Selbstwert, auch ein mögliches Motiv, vehement für Monogamie einzutreten) noch benannt, dass Monogamie das Zusammenleben von Menschen friedlicher und reibungsloser machen kann - das fasse ich grundsätzlich als etwas Positives auf.

    Nun sind Egozentrik, Egoismus, Besitzdenken, Eitelkeit und mangehafter Selbstwert vielleicht nicht die edelsten Züge bzw. erfreulichsten Eigenschaften von Menschen, aber sie sind eben menschlich.
    Menschen sind imperfekt.
    Dies festzustellen, finde ich nicht anmaßend - ich bin ja auch ein ebenso imperfekter Mensch.

    Wie auch immer - witzig, dass ich als anmaßend bezeichnet werde, die Verteidigerinnen der Monogamie hingegen die absurdesten Behauptungen aufstellen können, um Monogamie zur "menschlichen Natur oder einem "menschlichen Grundbedürfnis" hochzujazzen, ohne das ein Hauch von Kritik laut wird.
    Geändert von Nicolo (17.01.2021 um 10:55 Uhr)

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen
    Und trotzdem sind Affären weit mehr als 3% verbreitet ;)

    Da stellt sich mir halt die Frage, wenn sich 97% das wünschen.....Warum praktizieren sie es nicht?
    Berechtigte Frage - meine Antwort:
    Weil Menschen eben Menschen sind, mithin schwach, verführbar, inkonsequent.

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    Berechtigte Frage - meine Antwort:
    Weil Menschen eben Menschen sind, mithin schwach, verführbar, inkonsequent.
    So ist es!
    Außerdem erwarten die Fremdgeher sehr wohl Treue - nur nicht unbedingt von sich selbst !
    Es ist ein Glück zu lesen
    Elke Heidenreich

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