Tausche in deinem Satz mal das „soll“ durch ein frohgestimmtes „will“. Ändert nix an den Tatsachen, wohl aber am Gefühl (der Autonomie).
Ich bin mit meinem Mann ja freiwillig zusammen und dass ich ihm vertraue, entscheide ich für mich selbst (und vice versa). Es gab in den Jahren auch genug Gelegenheiten zu überprüfen, ob das Vertrauen gerechtfertigt war - und schau an, das war es - und ist es noch. Also WILL ich auch weiter vertrauen, ist nämlich ein schönes Gefühl.
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29.12.2020, 20:43Inaktiver User
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
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29.12.2020, 20:43Inaktiver User
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
Ich fand das nicht so einfach, weshalb ich es gut finde, dass du Kunst in Anführungszeichen schreibst.
Du musst es ja nicht. Aber, wenn man lange zusammen ist, dann ist es schon wichtig. Man will ja nicht morgens aufwachen und der andere ist mit dem Tafelsilbwr getürmt.Es geht einfach nicht in meine Birne, dass ich einem Menschen auf Jahrzehnte vertrauen soll.
Meinst du die Unterscheidung zwischen Vertrauen und die Hand für ins Feuer legen? Letzteres tu ich auch nicht!Leider habe ich es grundsätzlich mit dem Vertrauen nicht so. Das mag daran liegen, dass ich im herkömmlichen Sinne selbst (oft) nicht vertrauensvoll (für andere) war und somit jedem Menschen zugestehe, dass er da in einen "Knick" geraten kann.
Wohl denen, die aus diesem "Knick" wieder rauskommen.
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29.12.2020, 20:45Inaktiver User
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
Eigentlich ist es nicht schwieriger als in anderen Lebensbereichen. Wie erhält man sich langfristig das Interesse am Beruf? Die Verbindung zu Freunden, zu Familie?
Da gibt es ja auch nicht dauernd Kicks bzw. gibt es die oft nur dann, wenn wir uns aktiv darum bemühen. Nicht dauernd jubeln wir dort und trotzdem bleiben wir dabei.
Ich tue mich wirklich schwer damit, die Beziehung/Partnerschaft/Ehe auf so einen, für mich, überhöhten Sockel zu stellen und mit so großen Ansprüchen zu verknüpfen. Nur in Zeiten der Verliebtheit muss sich ihr alles andere im Leben unterordnen, aber in den ruhigeren Zeiten ist es ein Aspekt von vielen in unserem Leben. Wir brauchen für ein erfülltes Leben viele gute Momente in den verschiedenen Bereichen. Und Resilienz braucht man auch überall und eben auch in der Beziehung.
Wenn wir selbst die Beziehung etwas leichter nehmen, kann auch das Führen der Beziehung über einen langen Zeitraum leichter werden.
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29.12.2020, 20:49
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
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29.12.2020, 20:49Inaktiver User
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
Oh ich meinte das nicht abwertend. Es gibt genug Berichte von Prostituierten über manche Freier, die nicht wegen Sex zu ihnen kommen, sondern um zu reden, zu weinen, zu träumen... Wohl nicht die Mehrheit, aber doch durchaus vorkommend.
Es ging mir um den Zusammenhalt, das „dieser Mensch ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens“, um nicht zu schreiben „er gehört zu mir“, was mir schon wieder fast zu klaustrophobisch würde... und wenn man keine gemeinsamen Träume/Ziele hat, wozu dann eine langjährige Beziehung? Nur das Körperliche reicht dann m.E.n. nicht.
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29.12.2020, 20:50
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
Das sehe ich auch so. Für eine Langzeitbeziehung ist es für mich/uns wichtig, dass niemand dem anderen etwas vorschreibt. Die Kunst ist, dass das, was der eine möchte, auch der andere mag - wenn nicht, tolerieren kann.
Praktisches Beispiel: Als wie geheiratet haben, hatte ich keine Haustiere, meine Kinder waren noch sehr klein. Sie wurden älter, wir zogen in ein Haus mit Garten und meine Kinder wollten un-be-dingt ein Haustier. Ich war mit Katzen aufgewachsen. Mein Mann, haustierlos aufgewachsen, konnte sich mit Haustieren anfreunden. Mittlerweile sind die Kinder selbst Eltern, wir haben immer noch Katzen - es sind nicht mehr die von "damals". Er war offen, neugierig und die Haustiere haben ihm "Spaß" gemacht; wir ticken auch in dieser Hinsicht ähnlich, ohne dass wir das am Anfang unserer Beziehung je thematisiert hätten.
Das ist eben deine "Wohnung". Für meinen Mann ist es die xte Maschine bzw. der xte Umbau seiner Werkstatt. Die Werkstatt ist seins, ich habe nicht einmal eine Ahnung, was da alles in den Tiefen der Regale und der Werkbank schlummert. Ich maße mir allerdings auch nicht an, hier irgendein Mitspracherecht o. ä. zu haben.
Ich finde es immer wieder spannend, dass wir in vielen Punkten sehr ähnlich ticken. Das sind so nicht vorhersehbare Dinge wie z. B. ein neues Haus. Wir besichtigen Häuser und sind uns sofort einig, wenn wir "DAS" Haus gefunden haben. Dieser Gleichklang ist entweder da oder nicht.
Die Kunst ist, dass man sich spannend findet, auch noch nach Jahrzehnten. Dass man den anderen toll findet, dass man die Schwächen, "negativen" Anteile gut tolerieren kann, ohne sich über den anderen zu erheben.Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
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29.12.2020, 20:52
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
Da schreibste was!
Ich wollte Beziehung immer "leicht" nehmen; hab ich wohl immer Pech gehabt, dass das Ggüber es anders gesehen hat.
Wobei ja auch hier ein schmaler Grat besteht zur Oberflächlichkeit. Zuuu leicht nun auch nicht, zuuuu schwer auch nicht, Mittelweg? Letzteren zu finden, gelingt nicht allen.
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29.12.2020, 20:57Inaktiver User
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
Ich vertraue darauf, dass wir ein gemeinsames liebevolles Leben weiter führen, aber ich lege nicht dafür meine Hand ins Feuer. Vertrauen bedeutet für mich Hoffnung und Zukunft. Hand ins Feuer legen ist mir zu statisch, zu festgezurrt, auch, weil ich weiß, dass wir Menschen sind.
Ehrlich gesagt, würde ich auch für mich nicht die Hand ins Feuer legen, aber ich vertraue darauf, dass wir es gemeinsam weiter gut hinbekommen.
Konnte ich es dir gut erklären?
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29.12.2020, 20:57
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
.. und um sich das zu gönnen, was sie von der Partnerin nicht bekommen.

Alles gut; ich habe es nicht als abwertend von Dir empfunden, aber ich musste da jetzt mal reingrätschen, weil ich zu den Menschen gehöre, die das eine vom anderen sehr gut trennen können. In der körperlichen Liebe bin ich authentisch und dem Ggüber voll zugewandt, ohne an irgendwas anderes zu denken
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Und dazu brauche ich kein Haus, keine gemeinsamen Verpflichtungen, keine Bezeichnung "mein Mann/meine Frau", nichts dergleichen.
Körperliche Liebe ist das, was es ist. Ein Akt der Hingabe ohne etwas daraus im Automatismus abzuleiten.
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29.12.2020, 21:02
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?



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