VanDyck,
die beiden Beispiele von Veränderungen, die du genannt hast, sind aber welche, bei denen derjenige (du) sich selbst ändern wollte und dann ein Anstoß hilfreich war.
Das ist m.E. nicht vergleichbar damit, dass eine Frau einen Mann jahrelang ändern will, gegen seinen Wunsch und Charakter (oder umgekehrt - das gibt es natürlich auch).
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28.12.2020, 22:28
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
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28.12.2020, 22:31
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
Hast Du konkretere Fragen?
So wirklich schwer fand ich es nie.
Vertrauen, das Raum schafft - Raum selbstständig Dinge zu tun, nicht aneinander zu kleben und trotzdem verbunden zu sein, Raum sich mit allem an den Partner wenden und sich anvertrauen zu können - damit kann ihc etwas anfangen.
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29.12.2020, 00:22
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
Hatte ein interessantes Gespräch mit meiner Tochter, die in einem grossen Konzern in leitender Position ist und deshalb oft zu Seminaren und Workshops zwecks Personalführung und Selbstfindung teilnimmt.
Da ging es um die Frage, *What is your purpose*.
Für sich selbst fand sie dabei heraus, dass *sie sich immer verbessern muss*. Das ist ihr purpose.
Übersetzt also, dass sie nie zufrieden ist, mit dem, wie es ist. Sie ist 31, hat einen Kinderwunsch, aber bislang noch keine Beziehung gehabt, die länger als 3 Monate hielt.
Mein *purpose* ist, dass ich ein Träumer bin, der jeden Tag mit 1000 Ideen aufwacht.
Ich benutze die beiden Beispiele als Gegendarstellung und behaupte, dass sich diese *purposes* nicht verändern lassen.
Weder durch *die grosse Liebe*, noch durch sonst irgendetwas.
Ich meine aber, dass gerade diese purposes die Dauer einer Beziehung bestimmen.
Mir fällt dafür kein treffender deutscher Begriff ein.
Ich meine, dass wir aufgrund unserer Gene, begleitet durch unsere Sozialisierung einer Bestimmung folgen, die uns dazu macht, wie wir sind.Geändert von auxout (29.12.2020 um 00:34 Uhr)
Vollkasko war gestern - ab heute zählt Verantwortung und Solidarität.
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29.12.2020, 06:22Inaktiver User
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
Wenn man solche Ansprüche an sich hat, immer "besser" zu werden(im Vergleich zu was?), begibt man sich doch in einen Strudel der Unzufriedenheit.
Das sehe ich als Zeichen, sich selber nicht genügen..... Und das ist ein fehlendes Selbstwertgefühl.
Macht man sich so fortwährend selber runter, kann man sich weder Ziele stecken, noch erreichen.
Schlimmstenfalls sucht man sich Dinge heraus, die zwanghaft nicht realisierbar sind.
Dann treibt man sich in eine Falle der erzwungenen Unzufriedenheit.
Gesund ist das weder für einen selbst, schon gar nicht für eine Partnerschaft.
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29.12.2020, 07:08
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29.12.2020, 07:58
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
Sehe ich exakt genauso, wobei mein *purpose* im Prinzip eine Kreuzung aus euren beiden ist. Ich habe jeden Tag "tausend" Ideen und versuche so viele davon umzusetzen wie möglich.
Und bin definitiv ein lifelong lerner auf absolut freiwilliger Basis, wollte schon immer gerne so viel wie möglich dazu lernen, gerne auch immer wieder komplett neue Themengebiete/Tätigkeiten etc.
"Freiwillig" deshalb, weil deine Tochter ja ein Muss formuliert, bei mir war und ist es ein unbändiges Wollen. Und ich sehe es nicht als "mich verbessern".
Hatte auch immer solche Partner in längeren Beziehungen.

Die Gedanken sind frei....


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29.12.2020, 08:38Inaktiver User
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29.12.2020, 08:41Inaktiver User
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29.12.2020, 08:45Inaktiver User
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29.12.2020, 09:30
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
Vielleicht auch noch Lebenstrieb, Lebensziel, Bestimmung ...
Da steckt in dem englischen Begriff ganz viel drin.
@Chaos,
*purpose* ist eigentlich kein psychoanalytisches Thema.
Daraus ein ungesundes Verhalten, Krankheit, mangelndes Selbstbewusstsein zu konstruieren ist völlig daneben.
Wenn Töchterchen eines ganz bestimmt nicht fehlt, ist mangelndes Selbstbewusstsein. Die ist sehr bestimmt in ihrer Art.Vollkasko war gestern - ab heute zählt Verantwortung und Solidarität.


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