Vor gefühlt 20 Seiten ging es um Kennenlernen in jungen Jahren.
Auch da kann man nichts verallgemeinern. Ich kenne gescheiterte Ehen, bei denen der Gedanke nahe liegt, dass zumindest einer von beiden zu jung war.
Aber ich kenne auch viele langjährig glückliche Ehen von Paaren, die sich jung kennengelernt haben, die schon seit Schulzeiten zusammenwaren, etc., und die hatten auch nicht mehr oder weniger Glück als Paare, die sich später kennenlernen.
Sich gemeinsam zu entwickeln gibt auch einer sehr solide Grundlage - ohne dass man dabei verschmelzen muss.
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26.12.2020, 18:44
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
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26.12.2020, 18:45
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
Erich Fromms Gedanken uber die Liebe und die Ehe – Psychologie Guide
Hhm ... auch mal ganz interessant
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26.12.2020, 18:50
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
Ist das jetzt bei deinem Mann anders?
Wenn man sich wirklich aufeinander einlässt, dann kann ich mir das nicht vorstellen. Wenn jemand meint, den Partner "in- und auswendig zu kennen", dass vermute ich, dass die Beziehung nicht viel Tiefe hat und dass das Paar nicht wirklich im Austausch ist - denn sonst entdeckt man immer wieder neue Facetten. Zumal der Mensch sich ja verändert.
Insofern zur Frage, wie kann man die Spannung, die Faszination erhalten:
Immer mal wieder genau hinschauen, wen man da an seiner Seite hat.
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26.12.2020, 18:56
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26.12.2020, 20:37
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
Nur noch mal zur Präzisierung: ich habe von mir persönlich gesprochen und ich habe auch vorher geschildert, was für mich persönlich zu einem (bislang) bleibenden Interesse beiträgt. Ich habe kein Interesse daran, andere Lebensformen zu „bashen“ und weise das auch von mir.
Ich habe ja, wie gesagt, etliche Jahre meine Berufstätigkeit pausiert (allerdings in der Zeit meine Diss. geschrieben sowie einen Hausbau begleitet, die Füße stillhalten ist für mich die schwierigste Übung...) und hatte ganz klar „Augenhöhe“ zu meinem Mann. Wobei wir zum Beispiel die Finanzen nach wie vor geteilt haben auch in der Zeit, als ich kein Einkommen hatte (nach Abzug der Fixkosten den Überstand auf beide Konten verteilt) und meinen Rentenbeitrag finanziert.
Was für mich das Konstrukt in der Zeit tragfähig machte, war das Vertrauen (das war ja auch mein Aufhänger diesbezüglich), dass es ausgemacht war, dass beide eine berufliche Laufbahn haben und er mich dabei unterstützen würde (er hat dann später zb eine zeitlang Teilzeit gearbeitet während ich wieder voll einstieg.)
Und ganz wesentlich unser Selbstverständnis, dass wir das gemeinsam tun, dass wir trotz der Arbeitsteilung gemeinsam die Kinder haben und gemeinsam dafür entscheiden, dass wir die Freuden und die Müdigkeit gemeinsam durchleben. Umgekehrt habe ich auch gegenüber den Kindern ihren Vater tagsüber verbal oft einbezogen, er gehörte dazu, war aber gerade in der Klinik.
Momentan leben wir wieder zu zweit, weil die beiden älteren „Kinder“ zum Studium ausgezogen sind und das jüngste ein Austauschjahr macht. Und interessanterweise haben wir ganz gut wieder in das zu zweit hineingefunden, nachdem wir Nähe und Distanz ein bisschen austarieren mussten, und finden nun heraus -durch Corona begrenzt- wie wir das so gestalten wollen.that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum
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26.12.2020, 21:40
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
Da habe ich mich offensichtlich unklar ausgedrückt - mit dem Bashing meinte ich nicht dich.
Aber andere hier verallgemeinern eben.
Genauso kenne ich es, dass die Fragen, wer mehr Kinderbetreuungs- und Hausarbeit macht und wer mehr Einkommen hat, entkoppelt von "Verteilungsfragen" sind.Ich habe ja, wie gesagt, etliche Jahre meine Berufstätigkeit pausiert (allerdings in der Zeit meine Diss. geschrieben sowie einen Hausbau begleitet, die Füße stillhalten ist für mich die schwierigste Übung...) und hatte ganz klar „Augenhöhe“ zu meinem Mann. Wobei wir zum Beispiel die Finanzen nach wie vor geteilt haben auch in der Zeit, als ich kein Einkommen hatte (nach Abzug der Fixkosten den Überstand auf beide Konten verteilt) und meinen Rentenbeitrag finanziert.
Und gemeinsame Finanzen - ggf. auch mit einem Konto - kann man auch leben, wenn es auf Dauer diese Arbeitsteilung gibt und nur einer Erwerbseinkommen hat.
Ich weiß, dass die Frau in so mancher Ehe nicht wusste, was der Mann verdient, und sich ihr Taschengeld vom Haushaltsgeld abknapsen musste - aber in meiner Umgebung war das anders. Schon meine Großmütter waren die Finanzminister der Familie, bei meinen Eltern und Schwiegereltern war/ist das auch so, und bei meinen Schwestern auch.
Bei uns ist ja Rollentausch, und da kommt mir auch nicht in den Sinn, mein höheres Gehalt irgendwie auszuspielen.
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26.12.2020, 21:45Inaktiver User
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
gekürzt von mir
Ich weiß nicht, weshalb du so gereizt reagierst? Ich hab doch nicht ihre Entscheidung in Frage gestellt noch hab ich behauptet, dass ich anders entscheiden würde.
Hier geht es doch um Langzeitbeziehung und wie diese funktionieren und halten. Und da ist nunmal in manchen Beziehung nicht immer Liebe/Zuneigung der Klebstoff sondern auch mal praktische, finanzielle und/oder materielle Themen, die das Paar zusammenhalten. Das war alles, was ich damit ausdrücken wollte. (Natürlich entscheidet jeder selbst, weshalb er eine Beziehung fortführt, für mich ist das völlig in Ordnung, solang die Person, insofern sie zu meinem inner circle gehört, einigermaßen zufrieden damit ist.)
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26.12.2020, 21:49Inaktiver User
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
Es wird eher unwahrscheinlich sein, dass eine Frau auf eine Erwerbsfähigkeit verzichtet, damit der Mann im Fall einer betriebsbedingten Kündigung, sofern überhaupt Kündigungsschutz besteht und falls ja, Vergleichbarkeit vorliegt bei der Sozialauswahl bessere Karten hat, für die auch eine Vielzahl anderer Kriterien eine Rolle spielt. So sehr die Umsetzung in der Praxis regelmäßig an ganz anderen Hürden scheitert, wünsche ich mir keinesfalls, dass Schutzrechte für Arbeitnehmer kippen.
Um arbeitsrechtliche Fragen ging es in meinem Beitrag aber nicht.
Ich habe auf einen Beitrag Bezug genommen, in dem eine Teilnehmerin die Auffassung einer Frau interessant fand, wonach berufstätige Frauen mit gut verdienendem Partner anderen den Arbeitsplatz wegnehmen, die ihn dringender brauchen. Das hat nichts mit dem Verhältnis Arbeitgeber-Arbeitnehmer zu tun, sondern mit der Aufwertung des eigenen Lebensmodells durch Abwertung eines anderen. Sie sagt nicht: wir möchten so leben, weil es für uns richtig ist, sie sagt vom hohen Ross aus: wir machen es richtig, andere machen es falsch (nehmen anderen etwas weg).
Genau so war es gemeint.
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26.12.2020, 22:07
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
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26.12.2020, 22:24Inaktiver User
AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?
Naja.... Zu Zeiten wo Herr fromm das alles verfasst hat, waren die Rahmenbedingungen doch ganz andere.
Die würde ich heutzutage wirklich nicht heran ziehen.
.......
Wenn man den für sich richtigen/passenden Partner gefunden hat, wird es immer leichter.
Wie sich dies für das einzelne Paar gestaltet, muss jedem selbst überlassen sein.
Für den einen sieht eine erfüllte Beziehung so aus: absolute Unabhängigkeit - alle Aufgaben werden 50/50 aufgeteilt usw.
Und für das nächste Paar ist er für das familieneinkommen zuständig und sie ist Hausfrau und Mutter...
Solange das Paar glücklich und zufrieden damit ist......
Jeder hat die Freiheit für sich selbst zu bestimmen wie er leben möchte. Andere Paare wegen ihres beziehungsmodell abzuwerten, finde ich befremdlich.
Klar kann man sagen, für mich wäre das nix. Aber dabei kann man es auch belassen.


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