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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Wenn man meint, man muss gewisse Dinge mit Dritten besprechen, dann ist das schon der Anfang vom Ende.
    Der Partner wird bevormundet und wird nicht für voll genommen.
    Im schlimmsten Fall wird dann hinter dem Rücken betrogen, alle im Umfeld wissen es, sagen aber nichts, man will ja den Partner nicht verletzen, hat ja nichts mit ihm zu tun.
    Das wäre mein persönlicher Alptraum, dann doch lieber Karten auf den Tisch.

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von hawaiianstarline Beitrag anzeigen
    Nein, das glaub ich auch nicht. Aber damit ist die Frage ja nicht komplett beantwortet, weil die offenen Beziehungen ja in der Minderzahl sind.
    Ich glaube, dass der Wunsch nach sexueller Exklusivität und nach stabiler Liebesbeziehung im Menschen angelegt ist. Sonst wäre Untreue nicht so tief verletzend, und sonst hätten wir in zwei Generationen andere Formen gefunden, Beziehungen zu leben.

    Aber es sind eben noch andere Dinge angelegt - z.B. der Wunsch nach fremder Haut oder "nach Neuem".

    Und das macht es so schwer.

    Und beides - der Wunsch nach Monogamie und die Lust auf fremde Haut - kann verschieden stark, aber bei den meisten eben gleichzeitig angelegt sein.

    Bei mir ist die Lust auf fremde Haut vergessen worden - das macht die Sache einfacher.

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Milk_ Beitrag anzeigen
    Wenn man meint, man muss gewisse Dinge mit Dritten besprechen, dann ist das schon der Anfang vom Ende.
    Der Partner wird bevormundet und wird nicht für voll genommen.
    Dazu wollte ich auch noch etwas schreiben.

    Bei uns gilt auch, dass Dinge aus der Beziehung andere nichts angehen, das klären wir untereinander.

  4. gesperrt

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Dazu wollte ich auch noch etwas schreiben.

    Bei uns gilt auch, dass Dinge aus der Beziehung andere nichts angehen, das klären wir untereinander.

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Blue, darf ich noch einmal fragen, wie du zu meiner Aussage stehst, dass ein Schlussmachen weil er sich fremdverliebt hat (ohne fremdzugehen) gegen dein Treueversprechen wäre?

  6. gesperrt

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Grissom Beitrag anzeigen
    genau so gehts mir.
    Scheint aber eher nicht die Regel zu sein.

    Und für solche Menschen wird das auf Dauer sicherlich ein Problem in der Partnerschaft
    Ich finde ja generell Frauen schöner anzusehen als Männer, bzw. sehe ich mehr schöne Frauen als schöne Männer.
    Was mich hingegen schon stört, ist die optische Bewertung von Frauen wie auf dem Viehmarkt, was man von Männern (mit denen man nicht zusammen ist) zu hören bekommt, so auf "Geile Alte", "boah, die hat einen super Hintern" etc.

    Aber wenn jetzt mein Lebensgefährte einer Freundin von mir sagen würde: "In dem Kleid schaust du echt toll aus" wüsste ich nicht, was da jetzt verletztend für mich daran sein sollte.

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Ich glaube, dass der Wunsch nach sexueller Exklusivität und nach stabiler Liebesbeziehung im Menschen angelegt ist. Sonst wäre Untreue nicht so tief verletzend, und sonst hätten wir in zwei Generationen andere Formen gefunden, Beziehungen zu leben.

    Aber es sind eben noch andere Dinge angelegt - z.B. der Wunsch nach fremder Haut oder "nach Neuem".
    Ja das denke ich mir auch, aber eben mit Ablaufdatum und nicht unbedingt auf 70 Jahre angelegt, bis die Ururenkel flügge sind.

  7. Inaktiver User

    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Genau darum geht es.
    Ok, dann sehen wir das ähnlich.
    Sicher ist die Bereitschaft, auch die Dickfelligkeit mit der man Streits wegsteckt unterschiedlich, schon auch, wie man Streit definiert.
    Aber Streit als Regel nicht als Ausnahme wäre nicht meins. In langjährigen Beziehungen (und da ist es auch wo ich Streit konstruktiv erlebt habe zum Beispiel in Freundschaften) finde ich es dann auch mal "normal", reinigend. Auch wenn es trotzdem nichts ist was Spaß macht - es geht ja dann schon ans Eingemachte.
    Und natürlich gibt es auch Streits die nicht aufgelöst werden, wieder und wieder gleich ablaufen (zum Beispiel in Familien), das
    kann auch schon eher zermürbend sein. Wobei Familie glaube ich als Bindung eh sehr stark ist und die Muster oft dementsprechend verworren, dass es manchmal auch ein paar Durchläufe braucht.

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    hier sehe ich eine mögliche falle, die ich des öfteren beobachtet habe: man tauscht sich aus, weiß bescheid - alles klar.
    und dann fällt man aus allen wolken, wenn der andere plötzlich einen ganz anderen weg einschlägt, ohne sich mitzuteilen. dann heißt es, "aber du hast doch immer gesagt..." - und irgendwie hat der andere wohl keine gelegenheit gefunden zu sagen, dass er nach ein paar jahren ganz andere wünsche entwickelt hat.

    soll heißen, die eigentliche, wirkliche herausforderung für eine beziehung sehe ich darin, dass menschen sich verändern, und dafür in der beziehung den raum zu geben.

    mir ist das bislang nicht gelungen. ich frage mich - und euch, wenn ihr mögt - wie man das hinkriegt? oder ist es einfach glück oder pech, ob man sich verändert oder eben nicht?
    Lea1958 hat dazu das wichtige gesagt.
    Man darf eben nie denken, es sei alles gesagt, sondern man muss im fortlaufenden Austausch bleiben.

    Und "Raum für Veränderung" - dazu muss man sich gegenseitig Raum für eigenes Leben geben; auch das fällt so manchem Paar ja schwer (obwohl manche in symbiotischen Beziehungen lange glücklich sind - für mich ein Alptraum).

  9. Inaktiver User

    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was die Attraktivität Dritter angeht, waren "meine" Männer und ich immer Komplizen. Bis zu Gedankenspielen, wie man an ferne OdB wohl herankommen könnte. Das war/ist ein Spiel zwischen uns, Fantasien. Mein jetziger Mann überrascht mich dabei immer wieder, die Spannbreite, was er attraktiv findet, ist extrem breit. Da frage ich häufiger schon überrascht, was siehst du denn in dieser Frau? Es ist dann oft ein Zusammenspiel von kleinen Details über das Aussehen hinaus, das die Anziehung für ihn ausmacht.
    Dieser speziellere Blick meines Mannes auf Frauen macht ihn für mich übrigens sehr attraktiv.
    Ich gebe zu, mich jetzt in der Rolle der Dritten zu sehen, über deren erotische Anziehung sich ein Paar austauscht und dann noch darüber nachdenkt wie an mich heranzukommen sei - und das Paar sich dann darüber auch noch verbunden fühlt - das wäre mir sehr unangenehm.
    Ich denke nicht, dass es ein Tabuthema sein muss, und man zum Beispiel nicht sagen darf wenn man einen Schauspieler/ eine Schauspielerin attraktiv findet - oder auch merkt da findet jemand wen gut, aber es käme bei mir auf den Raum an den das einnimmt.
    Wenn das permanent ein großes Thema wäre, würde mich das eher langweilen und Verwunderung auslösen.

    Da finde ich es besser, wenn man einfach mal direkt mit wem flirtet, einen netten Blick austauscht, ein Kompliment macht, als sich in geheimen Fantasien zu ergehen.

    Natürlich möchte ich für meinen Partner attraktiv sein, und ich ihn attraktiv finden.
    Und es geht auch nicht darum:

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Es kommt auch auf das Konzept an, ob man/frau für den anderen der/die tollste/attraktivste etc. sein will/muss.

    Ziemlich am Anfang habe ich zu meinem Mann mal gesagt, er sei der tollste.
    Das fand er gar nicht gut, das sei keine Grundlage.
    So nach dem Motto:"und was passiert mit uns, wenn sie wieder vernünftig wird?".
    schöner, toller, attraktiver, klüger und charmanter als alle Menschen auf der Welt zu sein sondern darum:

    Es geht nicht darum, dass er der attraktivste unter Milliarden ist - sondern dass wir und verliebt haben, dass daraus Liebe wird, dass eine tiefe Verbindung entsteht, und schließlich, dass wir uns füreinander entscheiden.
    Aber den anderen selbst jetzt nur mäßig attraktiv zu finden und sich in Fantasien über andere zu ergehen, wäre dann auch wieder so ungefähr das Gegenteil von dem was ich mir wünsche. (Jetzt ins Extrem umgekehrt).

  10. gesperrt

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    AW: Langzeitbeziehungen - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Lea1958 hat dazu das wichtige gesagt.
    Man darf eben nie denken, es sei alles gesagt, sondern man muss im fortlaufenden Austausch bleiben.
    Auch hier.
    Und weiter denke ich, was verletzend ist und was nicht, hängt von der Qualität der Beziehung ab.

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