Das sehe ich auch so. Die Natur / Evolution denkt nicht und schon gar nicht voraus, sie probiert ständig aus.
Es scheint aber so zu sein, damit meine ich die Auffassung in unserem Kulturkreis *Stand Jetzt*, dass sich die Zweierbeziehung für die Aufzucht der Brut am besten eignet.
Könnte daher kommen, dass man sich zunehmend auf die Brut konzentriert und daraus einen allgemein nützlichen Vorteil für die ganze Gesellschaft sieht.
Ob sich das durchsetzt ? Immerhin gibt es auf diesem Planeten auch den Gegenentwurf, Kulturen, die Kindersoldaten für ihre Interssen sehr erfolgreich einsetzen.
Das gewalttätige und brutale Patriarchat hat ja auch das Matriarchat besiegt.
Entstand nicht erst im Patriarchat die 2-er Beziehung?
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02.01.2021, 18:05
AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?
Vollkasko war gestern - ab heute zählt Verantwortung und Solidarität.
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02.01.2021, 18:25Inaktiver User
AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?
Dass Menschen durchaus ohne Partner glücklich sein können, wusste ich schon immer.
Die Vorstellung, dass ich es sein kann, fällt mir heute schwer, weil ich weiß, was mir fehlen wird.
Ohne diese Beziehungserfahrung wüsste ich das ja nicht; von daher sehe ich bei dieser Frage keine unterschiedlichen Sichtweisen, sondern nur unterschiedliche Erfahrungen.
Teils, teils, ist meine Wahrnehmung.
Bei mir bezieht es sich nicht nur auf "den einen" Menschen, sondern auch darauf, was mir diese Art des Verbundenseins bedeutet - ich möchte sie einfach nicht mehr missen.
Meine Beobachtung ist, dass das auch eine Altersfrage sein könnte. Ich bin ca. 20 Jahre jünger als Fyona; von älteren Frauen höre ich oft, dass sie eine neue Beziehung z.B. nach Verwitwung kategorisch ausschließen.
Edit: Ich glaube, ich verwechsle Fyona gerade mit einer anderen Userin - sorry, Fyona!Geändert von Inaktiver User (02.01.2021 um 18:32 Uhr)
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02.01.2021, 18:31
AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?
Dem widerspreche ich, weil das Gruppengefüge durchaus "Stand jetzt" immer noch Gewicht hat und funktioniert, sprich durch weitere betreuende Personen, wie weitere Familienangehörige (so vorhanden), spätestens jedoch mit ErzieherInnen, LehrerInnen usw.
Was "Stand jetzt" anders ist, ist die Verantwortung. Die liegt definitiv beim Elternpaar.
In Gruppen (so auch bei anderen Primaten zu beobachten und auch bei anderen Säugetieren, wie Elefanten, Delphinen, Walen) trägt die Gruppe die Verantwortung.
Die 2er-Beziehung wurde - wenn ich recht erinnere - schon von den Römern propagiert und von der katholischen Kirche. Letztere hat ja heute noch die Hand drauf und - so ich auch hier recht erinnere - wird Scheidung immer noch nicht anerkannt. Da geht's wirklich bis zum Tod und was Gott verbunden, soll der Mensch nicht scheiden. Das ist unverrückbares Gesetz. Geschiedene katholische Eheleute dürfen nicht erneut kirchlichen Segen bekommen, weil sie den nur 1 x erhalten. Kann mich aber auch irren, ob da inzwischen eine Reform erfolgt ist.
Und unser guter Engels hat sich auch Gedanken gemacht und ist der Meinung, dass Männer schon wissen sollten, ob es die eigenen Kinder sind und von daher die Monogamie ausschloss, dass die Frau ihm ein Kuckucksei ins Nest legt.
Mit dem weiteren Inhalt Deines Posts kann ich jetzt nicht so wirklich etwas anfangen und wenn schon von "Kindersoldaten" die Rede ist, die von einem System dazu gebracht wurden, sind es bei uns eben die jungen Menschen, die der Bundeswehr beitreten und ggf. als Kanonenfutter dienen/herhalten (von einem besseren System entsandt?). Letzteres mögen alle Mächte verhindern; aber diese Gedanken spielen in einer anderen Liga.
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02.01.2021, 19:19Inaktiver User
AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?
Zitat gekürzt
Davon mal abgesehen, funktionieren auch viele polyamore Beziehungen nicht. Die meisten gehen auch auseinander. Oder denkt wirklich jemand, dass diese der heilige Gral sind und mit ihr alle Langeweile und alle Auseinandersetzungen verschwinden? Und wenn man ja nicht mal einen Partner hat, weshalb dann gleich der Sprung zu so viel mehr? Oder ist das so eine Art von Überlegung, dass es für was Lockeres noch reicht mit der eigenen Art sich in eine Beziehung zu begeben?
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02.01.2021, 19:20
AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?
Äh, wie kommst du da drauf?
Bei der Menge an alleinerziehenden Eltern, geschiedenen Ehen, zerbrochenen Partnerschaften ... der Homo Sapiens hat eine recht lange Kindheit, verglichen mit anderen Tieren, so lange halten nicht alle Partnerschaften.
Und die Natur wäre blöd, würde sie zulassen, dass nur Kinder aus Hetero-Zweierbeziehungen "was werden".
(ich gehe jetzt davon aus, dass ihr immer vom Klassiker sprecht und nicht von homosexuellen Eltern - berichtigt mich, wenn ich falsch liege.)
Eine Zweierbeziehung könnte aber zB auch eine WG aus Vater und dessen Mutter sein, die als Oma hilft. Oder als zwei Mütter. Oder oder.
Plus: wir wissen: um ein Kind zu erziehen benötigt es ein ganzes Dorf.
Geht aber natürlich wieder gegen das immer noch vorherrschende Verständnis: "Ein Kind gehört ausschließlich zur Mutter. Deshalb bleibt Mama zuhause und arbeitet dann in ein paar Jahren Teilzeit."
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02.01.2021, 19:23
AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?
Das ist bei mir ähnlich.
Wenn mein Mann stirbt, und es ist wünschenswert, dass er zuerst geht, wird mein Leben ziemlich leer sein. Ohne ihn und ohne diese spezielle Verbundenheit.
Wir sind einfach schon zu lange gut zusammen.
Nee, tust du nicht, und zu diesen Witwen werde ich eines Tages auch gehören.Meine Beobachtung ist, dass das auch eine Altersfrage sein könnte. Ich bin ca. 20 Jahre jünger als Fyona; von älteren Frauen höre ich oft, dass sie eine neue Beziehung z.B. nach Verwitwung kategorisch ausschließen.
Edit: Ich glaube, ich verwechsle Fyona gerade mit einer anderen Userin - sorry, Fyona!
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein
er braucht auch die Literatur
by me ...
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02.01.2021, 19:29
AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?
Da stimme ich Dir zu und das ist auch treffender für den Versuch, den ich damit beschreiben wollte.
Das Patriarchat hat schon sehr viel früher mit dem Einfall der patriarchalisch aufgestellten Stämme aus Vorderasien im Abendland begonnen. Das war ca. 3500 v. Chr.
Kann aber gut sein, dass der damit verbundene Eingottglaube, der ja patriarchalsch ist, das Matriarchat abgelöst hatte.
Man geht davon aus, dass das Matriarchat friedliebender und weniger Gegenwehr entgegensetzte und somit über einen längeren Zeitraum hinweg abgelöst wurde.
Der Vergleich unserer Bundeswehrsoldaten mit Kindersoldaten hinkt. Wird jetzt aber zu OT.
Die Frage war ja, ob durch das Patriarchat die Zweierbeziehung in unserer Kultur verursachte. Römer und Kirche war sehr viel später.
@Galah9
Der Tod des Partners bedeutet vielleicht auch nicht zwangsläufig die Beendigung der Beziehung.Meine Beobachtung ist, dass das auch eine Altersfrage sein könnte. Ich bin ca. 20 Jahre jünger als Fyona; von älteren Frauen höre ich oft, dass sie eine neue Beziehung z.B. nach Verwitwung kategorisch ausschließen.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ich, wenn .... keine andere Beziehung mehr wollte.Vollkasko war gestern - ab heute zählt Verantwortung und Solidarität.
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02.01.2021, 19:29
AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?


Die Gedanken sind frei....


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02.01.2021, 20:28
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02.01.2021, 21:32
AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?
Dass sich die Realität von der Auffassung unterscheidet, streite ich gar nicht ab.
Du kannst aber auch nicht bestreiten, dass es uns die Spatzen von den Dächern pfeifen, dass Kind - Vater und Mutter braucht.
Was homosexuelle Partnerschaften angeht, würde ich *so far* sagen, Ausnahmen bestätigen die Regel. Die Möglichkeit gab es bis vor kurzem gar nicht.
Alleinerziehende bekommen auch nicht besonders viel Unterstützung aus der Gesellschaft, gewünscht wird das nicht.Vollkasko war gestern - ab heute zählt Verantwortung und Solidarität.



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