Das ist alles eine Sache der Perspektive und der Eigenständigkeit.
Vom Partner abhängig – grausig.
Und wenn mein Partner kein Silvester feiern will? Feier ich dann logischerweise auch nicht, schmolle ein bisschen und traue mich nicht, ihn aufm Sofa sitzenzulassen und mit Freunden zu feiern (in einem Nichtcoronajahr natürlich)?
Man kann auch gar nicht abhängig sein, man kann einen gesunden kleinen oder großen Freundeskreis haben, die einen einladen oder die ich einlade, die aber auch verstehen, wenn ich alleine sein will. Dasselbe mit Partner.
Ich glaube, ich habe da eine freiere Auffassung.
Ich mach doch nicht automatisch alles mit meinem Partner zusammen, sozusagen davon profitierend, dass er mein Appendix ist![]()
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21.12.2020, 00:12
AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?
see you on be friends online!
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21.12.2020, 00:15Inaktiver User
AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?
Und ich hör dann auch gleich wieder damit auf, was ich mich frage wieso offenbar Freundschaften und sonstiges soziales Umfeld für die meisten von euch scheinbar ganz selbstverständlich und ist, das hat man einfach, darüber muß man gar nicht diskutieren, Partnerschaft hingegen so schwierig und grundsätzlich problematisch daß das nur mehr als zwar ganz nette aber wenns nicht sein soll auch entbehrliche Option zu sehen ist - siehe oben - etwas ganz Besonderes das nicht jedem gegeben
und überhaupt ein Geschenk das nur manche erleben ist.
Für mich gilt letzteres für Freundschaften und soziales Umfeld, Partnerschaft hat schon gelegentlich mal ein wenig funktioniert wenn auch nicht für lang, das andere noch nie, das kann ich mir gar nicht so recht vorstellen, damit rechne ich auch in diesem Leben nicht mehr.
Wenn, falls Covid in ein, zwei, drei Jahren vorbei ist und ich gelegentlich mal ein wenig Mut fasse Frauen anzusprechen glaube ich schon daß sich da etwas ergeben wird, auch wenn ich dann Mitte 50 bin und mein Bart weiß.
Aber Freunde oder soziales Umfeld. Unvorstellbar.
Da wären auch meine Ansprüche viel höher wen ich da in mein Leben reinlasse und mit wem ich Zeit verbringen will, mit einer Frau kann ich wenigstens schmusen und Sex haben wenn auch sonst nicht viel funktioniert, aber mit irgendwelchen Leuten rumhängen - da muß schon etwas ganz besonderes sein damit das mein Leben bereichert und ich nicht lieber alleine bei meiner Musik und meinen Büchern oder auf dem Fahrrad oder im Wald bin.Geändert von Inaktiver User (21.12.2020 um 00:52 Uhr)
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21.12.2020, 02:20Inaktiver User
AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?
gekürzt von mir
Ist es auch. Meine Freunde sind meine gewählte Familie. Jeder einzelne davon berührt etwas in mir. Zu jedem habe ich eine andere individuelle Beziehung und spüre eine tiefe Zuneigung, die keinen 'Nutzen' oder Grund hat. Ich kenne meine Freunde teilweise seit der Grundschule. Wir sind immer noch eng miteinander, obwohl manche inzwischen 500km weit weg wohnen. Wir haben einschneidende Erlebnisse geteilt wie Schullaufbahn, Studium, Berufseinstieg, langjährige Hobbies.
Es sind nicht viele, aber jeder davon auf seine Art schon fast unverzichtbar für mich
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21.12.2020, 05:45Inaktiver User
AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?
Wohl dem, der in seinem Partner auch seinen besten Freund sieht.

Der ist dann als solcher (auch nach deinen Worten) schon fast unverzichtbar im eigenen Leben.
In diesem Punkt muss ich EB mal zustimmen:
Während hier Freunde als bereichernd und unverzichtbar beschrieben werden, scheinen 'Partner' eher als freiheitshemmende und lebenseinschränkende Elemente gesehen zu werden.
Als irgendwelche Subjekte also, die einem das Leben nur schwer machen ...
Tja ... hätte ich tatsächlich auch solch eine Sichtweise für mich verinnerlicht, dann wollte ich selbst auch niemals die Partnerin von einem anderen sein
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21.12.2020, 08:29
AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?
Ach das ist doch schon immer ein großes Thema im Forum gewesen.
"Partner kommen und gehen, Freunde bleiben."
Ja kann durchaus so sein, das mit dem "Freund ohne Nutzen" trifft auch meine Vorstellung von Freundschaft, aber oft wird der Begriff falsch eingesetzt.....
Wenn man so denkt, also dass nur Freunde bleiben, dann braucht man sich jedenfalls tatsächlich nicht zu wundern, wenn Partner kommen und gehen, ist dann eine selbsterfüllende Prophezeiung sozusagen.
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21.12.2020, 08:38Inaktiver User
AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?
Ok, an erstere Möglichkeit hatte ich gar nicht gedacht.

Erste Möglichkeit wäre für mich tatsächlich nicht lebbar....kann es aber natürlich auch geben.
Wobei ich schon denke, Single sein ist heute doch eigentlich eine anerkannte Lebensform, eine "pragmatische" Zweckbeziehung braucht ja eigentlich niemand mehr.
Aber mancher vielleicht im Kopf doch?
Ich kenne auch einige Menschen die mit dem Thema abgeschlossen haben.Gekürzt von mir: Auch wenn ich persönlich (noch) keine überzeugten Singles kenne...also Singles, die total gerne Single sind und das Single-sein einer Partnerschaft bevorzugen - so bin ich sicher, dass es überzeugte Singles gibt.
Es gibt sicher Menschen, die mit dem Thema Partnerschaft abgeschlossen haben.
Teils aus Resignation (das finde ich persönlich dann schade), teils weil sie eben für sich feststellen, ich will das so.
Bei manchen finde ich das glaubwürdig (zum Beispiel hier im Strang), bei manchen glaub ich an eine Mischung aus Akzeptanz und Resignation.
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21.12.2020, 08:41
AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?
Bei diesen Gedanken darf nicht vergessen werden, dass vielfach Freunde viel eher im Leben da waren, als ein Partner.
Weiterhin darf nicht außer Acht gelassen werden, dass der Mensch mehrere Ebenen in seiner Gefühlswelt hat.
Mit Freunden geht der Mensch nicht ins Bett, bekommt Kinder, baut ein Heim etc. pp.
Das sog. Sozialumfeld ist insofern wichtig, als der Mensch ein soziales Wesen ist und sich dies im Verlauf des Lebens praktisch von allein aufbaut (s. z.B. Post 223 oder später durch Kollegen, Sport u.a.). Die Intensität ist unterschiedlich und kann mitunter sicherlich das Niveau einer Partnerbeziehung erreichen, wobei allerdings die Sexualität außen vor sein dürfte.
Womit wir beim Kern der Paarbeziehung wären, nämlich der Sexualität.
Das ist für viele der Antrieb schlechthin, eine Beziehung eingehen zu wollen/müssen, um daraus alles weitere ab- und einzuleiten, wie Familiengründung pp.
Und wie auch Freunde im Verlauf einer Freundschaft sich verändern und man leider die eine oder andere vielleicht sehr schweren Herzens aufgeben muss, so geschehen Trennungen in Beziehungen aus letztlich fast den gleichen Gründen.
Der Mensch unterliegt Wandlungen, die es manchmal nötig machen, sich von etwas zu trennen. Die einen können und wollen es, die anderen können oder wollen es nicht. Die Entscheidungshoheit hat jeder für sich.
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21.12.2020, 08:47
AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?
Auch Freunde kommen und gehen - der Satz, dass jeder Freund ein lebenslanger Freund ist stimmt einfach nicht. Wobei- Freundschaften können auch leben, wenn man mal ein Jahr oder zwei Jahre einfach keinen Kontakt hat. Und genauso wie es "den falschen Partner" gibt, gibt es auch toxische Freunde - die Bricom Stränge sind voll davon.
Hawaiistarline - selbstverständlich habe ich nicht dran gedacht, jemand zu Silvester einzuladen, denn ich bin Silvester sehr gerne alleine. Mein Satz war aber keine Beschreibung meiner Situation sondern eine Bemerkzung zu der mE grottenfalschen Darstellung, wer an Silvester alleine sei sei einsam. Denn das sind wirklich zwei paar Schuhe.
Ich habe die These, dass es Menschen gibt, die einfach deshalb Langzeitsingles sind, weil sie nur wenige Dinge haben ( in ihrem Sein) das sie als Partner attraktiv macht, aber tonnenweise Dinge, die sie - im gegenzug - von potentiellen Partnern fordern.
Ein Punkt - wer mit ü50 immer noch glaubt, es gebe nur eine Liebe auf den ersten Blick und hochenergisch alle Menschen, bei denen sich eine Freunschaft - weil da Gegenseitigkeit besteht, dass man sich als Partner nicht will - entstehen könnte aus ihrem Leben hinausfegen. Die sind so mit ihrer "Männerjagd" bzw. "Frauenjagd" beschäftigt, dass alles was da an möglichen Kontakten vorbeikommt und nicht auf den ersten Blick eine riesengrosse Verliebtheit ist aussortiert wird. Dass Verliebtheit ein Strohfeuer ist ist ihnen nicht bekannt. Und jetzt ein Satz aus meinem tun und lassen: Menschen, die ihren Lebenssinn darin finden, auf Partnerja
Partnerjagd zu sein, die sortiere ich sehr schnell aus meinem Bekanntenkreis aus. Ich bin kein fünftes Rad am Wagen, ich bin kein seelischer Mülleimer - undsie würden mich ja sowieso nur solange hinnehmen, bis der Traummann da ist.
Und ich bin hinreichend boshaft um zu sehen, dass sie damit auch aus einem Bekanntenkreis - meinem - raus sind, in dem Menschen die derzeit in einer Ehe/Beziehung leben und Alleinlebende vorhanden sind. Und die lade ich auch gemeinsam ein dh. bei mir besteht grundsätzlich die Möglichkeit jemand kennenzulernen. Vielleicht als Partner - vielleicht als vierter Mann für ein Kammermusikorchester.
Ich glaube, dass die Partnerbörsern kräftig mit dazu beitragen, dass die Partnersuche schwierig sein kann.
Die für mich beste "Partnerfindung" in meinem Bekanntenkreis: Beide begegnen sich beruflich - und fetzen sich an - "wie kann man nur so eine Entscheidung treffen" bzw. "da fehlen noch Unterlagen " usw. So- und irgendwann sind sie sich dann begegnet - und - trotz aller Rosamunde-Pilcher-Storys hat sich daraus eine langfristige immer noch bestehende Ehe entwickelt.
Alleinlebende - die derzeit mit dem Wort "Singles" abgewertet werden sind nicht per se defekt, genausowenig wie Halbmenschen- also Ehepartner / LABs usw. per se in einer Unglücklichen Beziehung bleiben weil sie Angst vor dem Alleinsein haben.
'Es gibt überall solche und solche.
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21.12.2020, 08:55
AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?
Empfindest du den Ausdruck "Single" als abwertend? Ich sage auch eher von mir, dass ich alleinstehend bin und für mich ist das eine natürliche Lebensart, denn: alleine komm' ich, alleine geh' ich.
Dass man abschnittsweise zu zweit durchs Leben geht - ja klar, wenn es sich ergibt. Aber das dass jetzt der Standard ist: öh, nein?
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21.12.2020, 09:00
AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?
Ich empfinde den Ausdruck auch nicht abwertend. Damit ist kurz und knackig erkennbar, dass kein Partner da ist.
Im RL spielt das eh keine Rolle und mich hat noch niemand als "Single" bezeichnet. Das macht man eher selbst.
Ich wurde allerdings schon gefragt, ob ich "jemanden habe" (auch ne tolle Bezeichnung
).
Dann habe ich zurückgefragt, wie genau das gemeint ist. Ich hätte viele
.



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