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  1. Inaktiver User

    AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?

    @Poison: Respekt, ich hab selten so ein ehrliches Statement über sich selbst gelesen.

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    AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Chambord Beitrag anzeigen
    :

    Ich bin Langzeitsingle und beziehungsfähig. Letzteres ist nicht zwingend im Duett zu vollziehen.

    .
    Beziehungsfähigkeit muss ja nicht besser sein als -unfähigkeit.

    Selbst wenn ich beziehungsunfähig bin, obwohl schon ewig verheiratet, bin ich glücklich.

    Ich hatte auch depressive Phasen und kenne die schwierigen Seiten des Lebens zu gut. Umso dankbarer bin ich heute. Oft sage ich: „Ich glaube, ich habe einen Schutzengel.“ Mittlerweile denke ich, mein Mann hält seine schützende Hand auf mich.

    Wie auch immer, ich habe in schwierigen Phasen Hilfe gesucht und überlegt, was ich machen kann, um zu erhalten, was mir gut tut. Und dann habe ich mich auf den Weg gemacht. Und heute bin ich dankbar, sehr dankbar.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich kann nur staunen, was du liest. Oder was nicht.

    Was ich geschrieben habe heisst: wer selbst in einer schönen Beziehung lebt sollte doch verstehen, dass andere sich genau das auch wünschen, und nicht weniger (mit vielen Kompromissen, oder etwas das "halbwegs funktioniert").
    Das klingt für mich klarer... ;-)

    In einer Beziehung sollte Konsens bestehen. Viele Kompromisse und halbwegs Lebbares, das sehe ich wie du, gehören nicht in eine Beziehung, die auf Liebe und Respekt gemünzt ist.

    Trotzdem bin ich der Meinung, dass man in einer langjährigen Beziehung, die viele Kompromisse beinhaltet, den Blick auf sich verlieren kann, genauso wie ich als langjähriger Single den Blick auf die Möglichkeit eines Konsens in einer Partnerschaft verlieren kann.

    Das jeweilige Negieren der anderen Seite ist oft Ausdruck dessen, sich selbst diese fehlende Sicht nicht einzugestehen.

    Wer will sich das denn gerne eingestehen? Ich schließe mich da nicht aus.

    Über allem steht: Glücklichsein ist keine Frage der Lebensform.
    Der Humor ist die Maske der Weisheit. Maskenlos ist die Weisheit unerbittlich. - Dürrenmatt -

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    AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das meinte ich.
    Kapiert.
    Der Humor ist die Maske der Weisheit. Maskenlos ist die Weisheit unerbittlich. - Dürrenmatt -

  5. Inaktiver User

    AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Admaro Beitrag anzeigen
    genauso wie ich als langjähriger Single den Blick auf die Möglichkeit eines Konsens in einer Partnerschaft verlieren kann.
    Auf jeden Fall. Ein neuer Partner heisst ja auch erstmal, aus seiner Komfortzone rauskommen und ein Risiko eingehen. Das ist schon auch eine gewisse Überwindung, und man sollte vielleicht drüber nachdenken, ob man dem nicht einfach nur ausweicht, weil man irgendwas am anderen findet, das ja gar nicht geht. Das lohnt es sich bestimmt das eine oder andere Mal, genauer hinzuschauen.

    Trotzdem würde ich mir wünschen, dass manche von denen, die einem Single zu hohe Ansprüche attestieren sich mal überlegen, wie das zu ihren Schilderungen ihrer Beziehung passt.

    Das scheint mir dann manchmal ein bisschen widersprüchlich, eben so in Richtung: Wasser predigen, aber Wein trinken.

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    AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?

    Poison: die wenigsten können sich so ungefiltert sehen und akzeptieren. Sie suchen dann eher die "Schuld" bei Dritten.

    Daher glaube ich dir jedes Wort.
    Der Humor ist die Maske der Weisheit. Maskenlos ist die Weisheit unerbittlich. - Dürrenmatt -

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    AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Einzelne Beitrag anzeigen

    Wer glaubt, dass Singles ihr Unglück nur mit mehr Kompromissen beseitigen könnten, der sollte sich selbst die Frage stellen, wozu er denn bereit wäre. Langverpartnerte führen da Dinge in ihrer Beziehung an, die jeder Single sehr gerne in Kauf nehmen würde, umgekehrt glaube ich kaum, dass sie in ihrer Partnerschaft so richtig krasse Kompromisse machen müssen, um die Partnerschaft aufrecht zu erhalten. Und wenn doch: dann kann ich mir kaum vorstellen, dass sie glückliche Langzeitverpartnerte sind...
    Sehr guter Beitrag - also der gesamte Beitrag, nicht nur dieser Absatz.

    Ich empfinde das Erlernen von Kompromissfähigkeit als großartige Weiterentwicklung für mich selber. Ich bin nicht der empathischste Mensch, obwohl ich auf andere Menschen so wirke. Und es ist mein Wunsch, diesem Eindruck gerecht zu werden im Laufe meines Lebens.

    Das liegt bei mir wohl daran, dass ich durch schlechte Erlebnisse meine diesbezüglichen Fähigkeiten verloren habe bzw. nicht entwickeln konnte.

    Aber ich bin heute regelrecht stolz auf mich, wenn ich mich zurück nehmen kann, also es schaffe, die Interessen der/des anderen zu akzeptieren.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @Poison: Respekt, ich hab selten so ein ehrliches Statement über sich selbst gelesen.
    Das nenne ich auch Ehrlichkeit.

    Kann sich jede Fraktion auf die Fahne schreiben.

    Beziehung ist die Lebensform schlechthin, in welcher sich die Bandbreite des menschlichen Charakters zeigt.

    Um jede Schilderung, die ich vernehme, wo es richtig gut läuft oder auch wo Schwierigkeiten im Sinne Beider gut gelöst werden, finde ich um Längen besser, als Berichterstattungen zu vernehmen, wo mal wieder eine Frau auf offener Straße förmlich hingerichtet wurde, von anderen schwer zu verdauenden Schieflagen einmal ganz abgesehen.

    Jeder Frau, die sich im wahrsten Sinn des Wortes "traut", wünsche ich, dass ihre Unterschrift nicht ihr Todesurteil, sondern ihre Lebensversicherung ist.

    Insofern bin ich da völlig tiefenentspannt und für mich ist es eine Lebensform von vielen.

    Und Singles wünsche ich, für sich herauszufinden, ob sie wirklich die Zweitsamkeit anstreben oder nur ihren Marktwert testen wollen. Hoffnungen schüren/anheizen, um sich dann ins Nirgendwo zu verabschieden. Lügen, um bei anderen Vertrauen auszulösen, um es dann zu enttäuschen.

    Ja, ich musste schon manchmal ehrlich sein. Aber ich konnte sehr gut damit leben, dass die Herren wussten, woran sie bei mir waren. So konnten sie ihre Energie auf Damen verwenden, die dem Beziehungsmodell positiv ggüberstanden.

    Fand ich übrigens selbst nicht so prickelnd, aber mein Verhalten reichte bei manchem nicht. Dachte, Männer seien da empathischer.

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    AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von animosa Beitrag anzeigen
    Sehr guter Beitrag - also der gesamte Beitrag, nicht nur dieser Absatz.

    Ich empfinde das Erlernen von Kompromissfähigkeit als großartige Weiterentwicklung für mich selber. Ich bin nicht der empathischste Mensch, obwohl ich auf andere Menschen so wirke. Und es ist mein Wunsch, diesem Eindruck gerecht zu werden im Laufe meines Lebens.

    Das liegt bei mir wohl daran, dass ich durch schlechte Erlebnisse meine diesbezüglichen Fähigkeiten verloren habe bzw. nicht entwickeln konnte.

    Aber ich bin heute regelrecht stolz auf mich, wenn ich mich zurück nehmen kann, also es schaffe, die Interessen der/des anderen zu akzeptieren.
    Dankeschön!

    Auch für mich glaube ich, dass mir einige Fähigkeiten vielleicht nicht so leicht mehr von der Hand gehen würden, weil ich sie nicht habe üben müssen.

    Aber soweit bin ich oft garnicht erst gekommen, weil ich es ja auch mit ehemaligen Singles oder vorbelasteten Männern mit ihren eigenen Erlebnissen und Fähigkeiten zu tun hatte - nicht nur mit meinen eigenen.

    Ich halte es immernoch für möglich, dass ich mit einem Mann eine Schnittmenge bilden könnte, wenn die Liebe im Herzen ist und sich über die ersten - erfahrungsgemäß - 3 Jahre des Kennenlernens und miteinander Arrangierens aufrecht erhalten lässt.

    Was hier in diesem Forum oft nicht so gerne besprochen wird:
    männliche Langzeitsingles sind anders als weibliche Langzeitsingles, das ist jedenfalls meine Erfahrung.
    Und aus diesen beiden Pools ein Match zu finden ist nochmal doppelt schwieriger, als wäre das ähnlicher.

    Bei mir hat sich in meinen letzten Beziehungen die Liebe - meine hauptsächlich - definitiv nicht halten können. Ohne das ist jeder Tag ein inakzeptabler Kompromiss...
    Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
    "Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama


  10. Inaktiver User

    AW: Langzeit Singles - wird es dann immer schwerer?

    Zitat Zitat von hawaiianstarline Beitrag anzeigen
    Dazu kam mir jetzt ein Gedanke: es gibt sicherlich Mischformen auch.
    Man kann ungewollt Single werden, es dann aber gerne sein und bleiben. Sich aber denken: "Verlieben würde ich mich sehr gerne."

    Das ist halt auch eine der ewigen Diskussionen hier, die unterschiedlichen Zugänge:

    1. manche wollen eine Beziehung und suchen dann einen Partner wie ein Auto aus

    2. andere wollen sich verlieben und eine Beziehung genau dann, wenn sie jemanden treffen mit dem es passt


    Für mich klingt es so, also ob sich eben Menschen des ersten Typs überhaupt nicht vorstellen können, dass eben Menschen die "ungewollt" Single sind, dennoch nicht jeden Menschen als Beziehungspartner annehmen wollen, sondern dennoch wählerisch sind.
    Ersteres finde ich wirklich (für mich) unvorstellbar. Beziehung oder eine Vorform davon ist für mich Icing on the Cake, aber der Kuchen schmeckt auch ohne Guss sehr gut.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde die Frage schon irritierend, ob man "lieber als Single oder in einer Beziehung lebt".
    Ich lebe gern in DIESER Beziehung, aber ich käme niemals auf den Gedanken, daraus den Schluss zu ziehen, dass ich grundsätzlich eine Beziehung brauche, um glücklich zu sein oder auch nur, um kein Defizit zu empfinden.
    Ich kann und habe auch schon als Single zufrieden und glücklich gelebt.
    Eine Irritation ist die Begrifflichkeit freiwillig vs. unfreiwillig Single per se.
    Mir ist aber, glaube ich, klar, woher die in der Bri kommt:

    Weil in der Bri von bestimmten Userinnen (- könnte man auch mal im Brinoptikum verewigen) quasi in jedem Beziehungsstrang, in dem es um generelle Meinungen geht, eingeworfen wird, man würde ihre Haltung, grundsätzlich nicht (mehr) an romantischen Beziehungen interessiert zu sein, negieren.
    Dabei macht das keiner.
    Natürlich kommt diese Haltung vor und ist legitim. Um dem Rechnung zu tragen, schreiben die Bri-User daher vorauseilend schon überall dazu, dass sich bestimmte Aussagen nicht auf Überzeugungs-Singles beziehen. Der kürzere Begriff "freiwillige Singles" für diese passt so einigermaßen. Was dann nicht mehr passt, und den Fehler habe ich auch gemacht, als Begriff für die beziehungsoffenen oder romantisch interessierten Singles "unfreiwillig" zu verwenden. Das passt definitiv nicht!
    Verwendet wird "unfreiwillig" aber weniger wegen eines dahinter stehenden Bildes eines defizitiären Singles, sondern (so war es bei mir zumindest ausschließlich) zwecks Abgrenzung zu Chambord & Co, deren Haltung ja nun substantiell anders ist.


    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Ich fänds schön, wenn du dich über Glück der anderen freuen könntest.
    Guck, Blue, wegen solcher Sätze kann ich mit Dir nie warm werden.

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