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  1. Inaktiver User

    AW: Freunde haben wollen, aber nicht sehen wollen

    Zitat Zitat von hawaiianstarline Beitrag anzeigen
    Ich möchte hier ambivas Strang nicht kapern, es ist mir dann nur eingefallen, was da in Sachen WA zuletzt bei mir passiert ist und ich dachte mir: reagiert ambiva auch so, nämlich dann gar nicht, oder ist es anders?

    Kommt aber natürlich auch drauf an, ob sie auch so aussagelose 08/15-Massennachrichten versendet "weil man das halt so macht", oder ob sie sich ganz zurückzieht.
    Menschen, die ich als Freunde betrachte, schicke ich keinen 0815-Nachrichten.

    Was Du von dem problembeladenen Freund berichtet hast, könnte mir auch passieren - es strengt mich manchmal unheimlich an, ernsthaft auf die Frage nach dem "Wie geht es dir" zu antworten.
    Dann kann man entweder schweigen oder die Anstrengung mitteilen. Schweigen ist natürlich brüskierend. Aber meine Erfahrung mit dem Versuch, die Anstrengung zu kommunizieren, ist, dass dann so lange nachgebohrt wird, dass ich entweder abbreche und somit doch wieder brüskiere, oder dass ich so viel erkläre, dass ich auch gleich die "Wie geht's"-Frage hätte beantworten können.
    Ich tendiere also derzeit zum Schweigen.

  2. Inaktiver User

    AW: Freunde haben wollen, aber nicht sehen wollen

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Es ist ja schon mal gut dass du das so analysieren kannst.

    Meine Vorstellung vom Leben - und auch vom älter werden - ist die, dass man sich da nicht dauerhaft gehen lassen sollte, weil das wirklich in eine Sackgasse führt, so ähnlich scheinst du es ja auch zu sehen.

    Tatsächlich scheint es mitunter einfacher zu sein, keine Freundschaften zu pflegen, aber mich macht eine solche Selbstisolation nach einiger Zeit depressiv.

    Letzten Endes kämpfe ich mein ganzes Leben lang dagegen an, dem nachzugeben, allerdings gab es auch Phasen (mit Kindern) in denen solche Außenkontakte über das berufliche hinaus kaum vorkamen.

    In letzter Zeit wurde es leichter weil die Freunde wirklich passen und jeder mal zieht oder gezogen wird, das ist ziemlich ausgeglichen. Allerdings sind auch gerade in letzter Zeit ein paar neue Bekannte dazu gekommen und das gibt dann einen Input der es spannender macht und neue Impulse gibt. Das ist bei den "alten" Freundschaften eher weniger und dann gibt es schon manchmal Treffen, die nicht so prickelnd sind und immer wieder die altbekannten Themen aufgeärmt werden. Insgesamt aber empfinde ich es eigentlich meist schön und leicht mit den Freunden, es gibt mir auf jeden Fall mehr als es Kraft kostet.
    Ich muss das vollzitieren, weil ich das ganze Posting sehr tröstlich und toll finde und mich sehr verstanden fühle, Sprachlos, vielen Dank.

    Ich werde mir über meine einzelnen Beziehungen nochmal Gedanken machen und über meine Anstrengungsgefühle auch.
    Das Eremitendasein ist jedenfalls keine Lösung.

  3. gesperrt

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    AW: Freunde haben wollen, aber nicht sehen wollen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Menschen, die ich als Freunde betrachte, schicke ich keinen 0815-Nachrichten.

    Was Du von dem problembeladenen Freund berichtet hast, könnte mir auch passieren - es strengt mich manchmal unheimlich an, ernsthaft auf die Frage nach dem "Wie geht es dir" zu antworten.
    Dann kann man entweder schweigen oder die Anstrengung mitteilen. Schweigen ist natürlich brüskierend. Aber meine Erfahrung mit dem Versuch, die Anstrengung zu kommunizieren, ist, dass dann so lange nachgebohrt wird, dass ich entweder abbreche und somit doch wieder brüskiere, oder dass ich so viel erkläre, dass ich auch gleich die "Wie geht's"-Frage hätte beantworten können.
    Ich tendiere also derzeit zum Schweigen.
    Kann ich gut verstehen, siehe mein Post grade.

  4. gesperrt

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    AW: Freunde haben wollen, aber nicht sehen wollen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Menschen, die ich als Freunde betrachte, schicke ich keinen 0815-Nachrichten.
    Ja ich auch nicht, aber es gehört für viele halt zum guten Ton, Plattitüden durch die Gegend zu schreiben. Verstehe ich auch nicht.

    Aber wenn du schon solche Freunde hast, die keine Worthülsen rumschicken, dann würde ich mich wirklich dranhalten.

    Was Du von dem problembeladenen Freund berichtet hast, könnte mir auch passieren - es strengt mich manchmal unheimlich an, ernsthaft auf die Frage nach dem "Wie geht es dir" zu antworten.
    Dann kann man entweder schweigen oder die Anstrengung mitteilen. Schweigen ist natürlich brüskierend. Aber meine Erfahrung mit dem Versuch, die Anstrengung zu kommunizieren, ist, dass dann so lange nachgebohrt wird, dass ich entweder abbreche und somit doch wieder brüskiere, oder dass ich so viel erkläre, dass ich auch gleich die "Wie geht's"-Frage hätte beantworten können.
    Ich tendiere also derzeit zum Schweigen.
    Das verstehe ich auch; aber irgendwann einmal muss man sich in einer Freundschaft austauschen. Oder halt wirklich damit rechnen, dass die anderen ihre Zelte des Wartens abbrechen. Wie lange soll man auf ein Lebenszeichen warten? Monate? Jahre? Jahrzehnte?

    Ich weiß genau, er antwortet mir jetzt auf meine ehrliche Nachfrage nicht, aber in ein paar Monaten kommt ein Geburtstagsgruß. Was hat man davon?

  5. gesperrt

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    AW: Freunde haben wollen, aber nicht sehen wollen

    "Wie gehts dir?" ist auch 08/15 - zumindest für mich.

  6. User Info Menu

    AW: Freunde haben wollen, aber nicht sehen wollen

    Ambiva könnte es sein, dass sich deine Grenzen - einzelnen oder allen Menschen gegenüber - moderat verschoben haben? Das kann altersbedingt, coronabedingt, berufsbedingt ( Stresslevel) der Fall sein. Und jetzt hast du Probleme damit, dir zuzugestehen, dass deine Grenzen von deinen Freunden einzuhalten sind.

    So lese ich das mit dem nachbohrenden Freund - du willst keinen Seelenstriptease machen - er besteht darauf.

    Alternativ - auch Freundschaften sind ein Prozess - d.h. die gewünschte Nähe - also die jeweils gewünschte Nähe änderst sich immer mal wieder - eher graduell aber dennoch. Und dann muss die Distanzgrenze / der angemessene Umgangston neu verhandelt werden.

  7. Inaktiver User

    AW: Freunde haben wollen, aber nicht sehen wollen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da ich seit einiger Zeit generell zum Verkrümeln neige, geht es eher um das allgemeine, also die Veränderung in mir, und meine grundsätzliche Frage ist ist, ob andere auch solche Veränderungen an sich feststellen, und wo sie für sich die Ursachen sehen.

    Ich suche sozusagen Erfahrungen und Erkenntnisse bei anderen, die mir helfen, meiner derzeitigen Macke besser auf die Schliche zu kommen
    Schon mal drüber nachgedacht, ob die Veränderung vielleicht eine ganz andere Ursache hat? Bei mir wurde im Sommer eine Autoimmunerkrankung festgestellt, die auch mit dem Absenken der Energie-Level einher ging. Das war mir aber gar nicht so aufgefallen, erst jetzt mit den richtigen Medikamenten merke ich, was das für einen Unterschied macht.

  8. Inaktiver User

    AW: Freunde haben wollen, aber nicht sehen wollen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    - Freundschaft definieren fällt mir nicht so leicht, das hängt für mich auch immer von den Personen ab. Die Frage kann ich nicht beantworten, und ich mag auch nicht, fürchte ich.
    brauchst Du auch nicht- danke für Deine ehrliche Antwort

  9. Inaktiver User

    AW: Freunde haben wollen, aber nicht sehen wollen

    Zitat Zitat von Milk_ Beitrag anzeigen
    "Wie gehts dir?" ist auch 08/15 - zumindest für mich.
    meistens- und es genügt lächelnd:

    "den Umständen entsprechend"

    schon als Kind in der Schule habe ich das "how do you do" nie verstanden...
    (wieso sagt/fragt man das, wenn man gar keine antwort erwartet?)

  10. Inaktiver User

    AW: Freunde haben wollen, aber nicht sehen wollen

    Zitat Zitat von hawaiianstarline Beitrag anzeigen
    Apropos WhatsApp:



    Aber: er gratuliert mir zum Geburtstag. Jetzt hat er im Frühling coronabedingt seinen Job verloren, gesundheitlich immer noch angeschlagen. Wir haben uns dieses Jahr zwei- oder dreimal gesehen.

    Jetzt zu Weihnachten kommt auch ein Weihnachtsgruß, ich frage zurück, wie es ihm geht und: keine Antwort.

    Ja, so geht es halt nicht.
    Ich hätte da auch nicht geantwortet.

    WhatsApp ist das falsche Medium, um zu erzählen, wie es einem wirklich geht. Deshalb ist ein Wie geht`s dir? auf WhatsApp nur eine Floskel, die ich gerade bei einem Menschen, der in einer Krise steckt, nicht angebracht fände. Für mich ist das eher ein auf-Distanz-halten.

    Ich hätte es so gemacht: Ich hätte gefrabt, ob wir uns mal wieder sehenn wollen und einen Vorschlag gemacht. Bei dem Treffen kann er dann immer noch von seiner persönlichen Situation erzählen.

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