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    AW: Freunde haben wollen, aber nicht sehen wollen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich fand es in den letzten Jahren - also mit langsam zunehmendem Alter - schwieriger, Freundschaften aufzubauen.
    Also, Gesellschaft haben und nette Bekannte, das ist leicht.
    Aber eine richtige Freundschaft, die ganze Vertrautheit - das braucht doch sehr viel Zeit.
    Sehe ich auch so.
    Für mich kristallisiert sich langsam ein Weg heraus: Neben der Partnerschaft noch ein, zwei Freundschaften wirklich pflegen. Und eine Erweiterung des Freundeskreises tatsächlich im Rentenalter anstreben.

    Ambiva, ich denke immer noch, dass der Punkt „Es strengt mich an“ bei dir Beachtung finden sollte. Irgendwo hast du auch geschrieben, dass du vielleicht an anderer Stelle den Stress herunterfahren könntest, um mehr Energie für Freundschaftspflege zu haben. Vielleicht liegt da auch der Schlüssel?

  2. Inaktiver User

    AW: Freunde haben wollen, aber nicht sehen wollen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich fand es in den letzten Jahren - also mit langsam zunehmendem Alter - schwieriger, Freundschaften aufzubauen.
    Also, Gesellschaft haben und nette Bekannte, das ist leicht.
    Aber eine richtige Freundschaft, die ganze Vertrautheit - das braucht doch sehr viel Zeit.
    Ich habe tatsaechlich nie versucht, Freundschaften bewusst aufzubauen....also mit dem Ziel "ich will jetzt eine Freundin/ einen Freund haben".

    Das hat sich immer so ergeben.
    Man hat sich kennen gelernt, über Hobby, Studium, andere Freunde, mal was gemacht, für gut befunden, wiederholt....und irgendwann kommt das Empfinden "das ist ein Freund/Freundin".

    Das hat sich immer eher aus dem Leichten ergeben, man versteht sich gut, der andere interessiert, umgekehrt spürt man das gleiche, das entwickelt sich.

    Und dann ist mir einfach der Mensch wichtig, ich will wissen wie es ihm geht, in Kontakt bleiben, denke an ihn.

    In dem Sinn tue ich auch etwas für meine Freundschaften, aber nicht vom Kopf sondern aus einem Bedürfnis.

    So wie bei dem Freund, der sich derzeit etwas zurückzieht.

    Respektiere ich total und gebe Zeit.
    Aber irgendwann will ich dann auch wissen ob doch was los ist, mache ich mir Gedanken wie es ihm geht, ob er verärgert sein könnte, er sich nur zurück hält zum Beispiel weil er denkt der "vindpinad" geht es ja eh gerade gut oder so.

    Ich wünsche mir dass unsere Freundschaft aktiv bleibt und das vermittle ich dann auch so.
    Weil er mir als Mensch wichtig ist, nicht weil mir gerade langweilig ist oder so.

    Trotzdem kann sich eine Freundschaft natürlich auch verändern, an Intensität verlieren etc.

  3. Inaktiver User

    AW: Freunde haben wollen, aber nicht sehen wollen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe tatsaechlich nie versucht, Freundschaften bewusst aufzubauen....also mit dem Ziel "ich will jetzt eine Freundin/ einen Freund haben".
    Das hat sich immer so ergeben.
    Man hat sich kennen gelernt, über Hobby, Studium, andere Freunde, mal was gemacht, für gut befunden, wiederholt....und irgendwann kommt das Empfinden "das ist ein Freund/Freundin".
    So war das bei mir bisher auch immer gewesen, sowohl bei Freundschaften als auch bei Beziehungen.
    Auch als ich in jungen Jahren 2x die Stadt gewechselt hatte, haben sich Kontakte und daraus teils Bekanntschaften und Freundschaften ergeben, ohne dass ich bewusst etwas dafür getan hätte.

    Meine Gedanken, wie es bei mir laufen könnte/würde (- nämlich, dass ich aktiv suchen müsste), resultieren aus der Angst, eines Tages ohne Vertrauensperson dazustehen, und der Ahnung, dass mit Ü50 womöglich/wahrscheinlich (?) damit Schluss ist, dass mir die benötigten/gewünschten Kontakte immer quasi in den Schoß fallen.
    Lieber wäre mir, wenn ich mich irren würde.

  4. Inaktiver User

    AW: Freunde haben wollen, aber nicht sehen wollen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe tatsaechlich nie versucht, Freundschaften bewusst aufzubauen....also mit dem Ziel "ich will jetzt eine Freundin/ einen Freund haben".

    Das hat sich immer so ergeben.
    Man hat sich kennen gelernt, über Hobby, Studium, andere Freunde, mal was gemacht, für gut befunden, wiederholt....und irgendwann kommt das Empfinden "das ist ein Freund/Freundin".

    Das hat sich immer eher aus dem Leichten ergeben, man versteht sich gut, der andere interessiert, umgekehrt spürt man das gleiche, das entwickelt sich.

    Und dann ist mir einfach der Mensch wichtig, ich will wissen wie es ihm geht, in Kontakt bleiben, denke an ihn.
    Schön beschrieben, so erlebe ich es auch
    Nur beim Kontakt schwächel ich halt grade, sobald ich weiß, wie es dem anderen geht, zieht es mich wieder ins Schneckenhaus zurück.

  5. Inaktiver User

    AW: Freunde haben wollen, aber nicht sehen wollen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meine Gedanken, wie es bei mir laufen könnte/würde (- nämlich, dass ich aktiv suchen müsste), resultieren aus der Angst, eines Tages ohne Vertrauensperson dazustehen, und der Ahnung, dass mit Ü50 womöglich/wahrscheinlich (?) damit Schluss ist, dass mir die benötigten/gewünschten Kontakte immer quasi in den Schoß fallen.
    Lieber wäre mir, wenn ich mich irren würde.
    Schluss nicht, aber es braucht alles länger.

  6. Inaktiver User

    AW: Freunde haben wollen, aber nicht sehen wollen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nur beim Kontakt schwächel ich halt grade, sobald ich weiß, wie es dem anderen geht, zieht es mich wieder ins Schneckenhaus zurück.
    Ja, aber eine Whatsapp "wie geht's?" Mit Antwort "ganz ok, und Du?" Antwort "Leere, Stille" reicht halt nicht für einen "ernsthaften" Kontakt, kommt wohl über eine längere Zeit nicht als ernsthaftes Interesse herüber.
    Da muss mindestens Zeit für ein Gespräch sein oder so.

  7. Inaktiver User

    AW: Freunde haben wollen, aber nicht sehen wollen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, aber eine Whatsapp "wie geht's?" Mit Antwort "ganz ok, und Du?" Antwort "Leere, Stille" reicht halt nicht für einen "ernsthaften" Kontakt, kommt wohl über eine längere Zeit nicht als ernsthaftes Interesse herüber.
    Da muss mindestens Zeit für ein Gespräch sein oder so.
    Das weiß ich doch.

  8. Inaktiver User

    AW: Freunde haben wollen, aber nicht sehen wollen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, aber eine Whatsapp "wie geht's?" Mit Antwort "ganz ok, und Du?" Antwort "Leere, Stille" reicht halt nicht für einen "ernsthaften" Kontakt, kommt wohl über eine längere Zeit nicht als ernsthaftes Interesse herüber.
    Da muss mindestens Zeit für ein Gespräch sein oder so.
    Würde ich so pauschal nicht sagen. Digitales „sich melden“ ist erst mal besser als sich gar nicht melden.

    @ambiva: vielleicht drehst du die Fragestellung mal um - hast du denn bei deinen Freunden eine Vorstellung davon, welche Art von Kontakt zu dir die sich mit welcher Intensität wünschen würden? Bzw was realistisch und akzeptiert ist?

  9. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Freunde haben wollen, aber nicht sehen wollen

    Apropos WhatsApp:

    ich bekam von meiner ehemals besten Freundin eine lapidare "Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr"- Message. Jeder, der mich länger als 12 Monate kennt weiß, dass ich kein Weihnachten feiere.
    So gesehen komme ich mir da schon auf den Arm genommen vor.
    Zweitens ist es bestimmt eine Massenaussendung gewesen, da null persönlicher Bezug enthalten.

    Nächster Freund: wir haben uns jahrelang immer wieder im Rahmen eines Stammtisches getroffen, aber manchmal auch nur zu zweit auf einen Stadtbummel.
    Freund ist eher wortkarg was seine persönlich Situation angeht. Irgendwann wurde er ziemlich krank, meine Nachfragen diesbezüglich wurden ignoriert. Ich habe dem Stammtisch dann abgeschworen, wir haben uns also kaum mehr gesehen.
    Aber: er gratuliert mir zum Geburtstag. Jetzt hat er im Frühling coronabedingt seinen Job verloren, gesundheitlich immer noch angeschlagen. Wir haben uns dieses Jahr zwei- oder dreimal gesehen.

    Jetzt zu Weihnachten kommt auch ein Weihnachtsgruß, ich frage zurück, wie es ihm geht und: keine Antwort.

    Ja, so geht es halt nicht.

  10. Inaktiver User

    AW: Freunde haben wollen, aber nicht sehen wollen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @ambiva: vielleicht drehst du die Fragestellung mal um - hast du denn bei deinen Freunden eine Vorstellung davon, welche Art von Kontakt zu dir die sich mit welcher Intensität wünschen würden? Bzw was realistisch und akzeptiert ist?
    Also, dass ich Stress habe oder so, teile ich generell ja mit, wenn ich Verabredungen ablehne. Darüber hinaus halte ich von solchen Gesprächen nicht so viel, nach meinen Erfahrungen kommt da nicht viel bei raus. Alle beteuern in solchen Fällen ihre Rücksichtnahme - netterweise - aber de facto löst sich in der Bindung ja trotzdem was.
    Wenn eine Freundschaft nicht stattfindet, findet sie nicht statt, daran ändert die ganze Erklärerei ja nichts.

    Aber vor allem ist es ja so, dass ich mich selbst mit meiner widersprüchlichen Haltung unwohl fühle und den Fehler bei mir such und nicht in der Gestaltung der Freundschaft.

    Sonst hätte ich ja im Freundschaftsforum gepostet und nicht im Persönlichkeitsforum.

    Ich verändere mich auf eine merkwürdige Weise, die, denke ich, in eine Sackgasse führt und auch nicht zu meiner Vorstellung vom guten Leben passt.

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