Mein Tip wäre wirklich mal ein Termin beim Psychologen, um Gründe für das Zwangsverhalten heraus zu finden und auf ein unbeschwerte Maß zu reduzieren.
Ein Buch lesen oder Tips, dieses Kopf machen, organisieren und zu planen, halte ich für kontraproduktiv, da das Problem nur zusätzlich befeuert wird.
Eine Steigerung jagt die nächste.
Das Ziel muss das Wegkommen von der minutiösen Planung jedes Vorgangs sein und nicht zusätzliche Organisation einer organisierten Planung.
Das geht nicht von jetzt auf gleich.
Das schafft nur professionelle Hilfe.
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Thema: "Vorausdenken" abgewöhnen...
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19.10.2020, 19:39Inaktiver User
AW: "Vorausdenken" abgewöhnen...
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19.10.2020, 23:26
AW: "Vorausdenken" abgewöhnen...
Routinen helfen übrigens auch sehr. Alles, was Entscheidungs- und Planungsstress nimmt. Fixe Zeiten für Einkaufen, Küche aufräumen oder Staubsaugen. Ich meine wirklich fix. Dass man geradezu in einen Trott verfällt. Auch bei der Arbeit. Und wenn man sich daran gewöhnt hat, muss man sich auch nicht aufraffen. Man ist gleich im Modus.
Was das Vorausdenken angeht, kann das natürlich tatsächlich zwanghaft werden. Steckst du in der Grübelfalle? Das ist ein anderes Thema. Du beschreibst ganz normale Abläufe, organisatorische Dinge, Verabredungen und scheinst die zu Problemen aufzupumpen. Ist das so? In welcher Weise fühlst du dich beeinträchtigt?
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20.10.2020, 05:53
AW: "Vorausdenken" abgewöhnen...
Kannst Du ein wenig genauer beschreiben, wie Du das meinst?
Ich greife jetzt nur mal "Einkauf" raus.
Die meisten Menschen gehen ja immer in die gleichen Supermärkte und Läden.
Man weiß, wo was zu finden ist, wie der Bezahlvorgang abläuft, etc.
Was genau denkst Du da durch?
Den Tipp von @Zimmerbrunnen mit den fixen Zeiten und der Routine finde ich auch gut.
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20.10.2020, 09:33
AW: "Vorausdenken" abgewöhnen...
Die Sachen die du in der nächsten Woche erledigen willst, müssen erstmal raus aus deinem Kopf und dann irgendwo verschriftlicht werden. Dann hört schon mal die Angst auf, etwas zu vergessen und daher ständig daran denken zu müssen. Das Blatt Papier, der Eintrag im Kalender, im Handy oder die Textdatei auf dem Rechner laufen nicht weg, so wie umherkreisende Gedanken. Du kannst jederzeit wieder draufschauen.
Ich persönlich bin Fan von klassischen To-Do-Listen mit Stift und Papier oder alternativ einer Textdatei, da ich viel am Rechner bin.
Eine Wochenstruktur hilft, um erstmal einen Überblick zu bekommen. Was steht regelmäßig zu festen Zeiten an? Arbeit, Hobbies, wiederkehrende Termine, Pflichten. Die solltest du dann Woche für Woche schon mal eintragen, damit diese Zeiträume fest geblockt sind.
Was sonst noch ansteht, bietet sich an, nach Prioriät geordnet zu werden. Manches hat Zeit, das kannst du dann eher auf den Freitag legen, anderes ist vielleicht eilig, das muss dann direkt Montag erledigt werden. Dinge die "irgendwann mal" anstehen, hab ich unter "Sonstiges" ohne feste Zeitangabe stehen, damit ich sie trotzdem im Blick habe.
Wenn du diesen Überblick und diese Struktur hast, solltest du dich eigentlich schon mal "leichter" fühlen. Und ab da arbeitest du nur noch Tag für Tag ab.
Falls die Gedanken wieder losrattern wollen, schaust du auf deine Liste und siehst, das alles bereits organisiert und geplant ist und du dir gar keine Sorgen machen brauchst.
Zusätzlich kannst du die einzelnen Punkte deiner Liste ja noch konkretisieren und ins Detail gehen. Z.B. zum Einkauf dazuschreiben was du kaufen willst, welches Essen du in den nächsten Tagen machen willst, was im Schrank fehlt. Beim Geschäftstermin notieren, was besprochen werden soll, was du vorbereiten musst, usw.
Ich fahre so auch in stressigen Zeiten eigentlich ganz gut. Das Gedankenkreisen und den daraus resultierenden Stress kenne ich nämlich auch sehr sehr gut, als ich noch völlig planlos durch die Welt getingelt bin. Man verliert nach und nach an Lebensfreude und weiß irgendwie gar nicht warum, bis man irgendwann abends im Bett liegt und heult, weil (gefühlt) alles so schlimm ist.
Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen.


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