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  1. User Info Menu

    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    Ein anderer Job wäre sicher nicht unmöglich, aber eben auch nicht so einfach zu finden.
    Dann würde ich das an deiner Stelle angehen. Ich glaube wirklich, dass i.W. deine Probleme von daher rühren, auch das mit dem Schlafen.
    Ich denke dass du an dieser Stelle sehr viel für dich tun könntest. Und vielleicht lieber beim Gehalt etwas nachlassen, wenn du dafür an Lebensqualität gewinnst.
    Mir scheint das schon sehr deutlich zu sein, dass du an allen Stellen nach Ursachen gräbst und forschst, damit du die Stelle wo es wirklich drückt nicht angehen musst.
    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    Wer genießen und Glück empfinden kann, braucht vielleicht gar keinen tieferen Sinn.
    Ich glaube mir ist beides in den letzten Jahren ein wenig abhanden gekommen.
    Wenn du darüber nachdenkst wann das begann, dann war das vielleicht zu dem Zeitpunkt, als es auf der Arbeit anfing bergab zu gehen?
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Zitat Zitat von print Beitrag anzeigen

    Mach was anderes, mach was neues, reize deine Sinne....

    Hast du eine kreative Ader, in irgendeiner Form?
    Ich bin sehr kreativ darin Ausreden zu erfinden, warum Veränderung nicht gut ist.
    Nein, mal ehrlich, ich bin ITler und daher schon berufsbedingt eher logisch als kreativ.

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Dann würde ich das an deiner Stelle angehen. Ich glaube wirklich, dass i.W. deine Probleme von daher rühren, auch das mit dem Schlafen.
    Ich denke dass du an dieser Stelle sehr viel für dich tun könntest. Und vielleicht lieber beim Gehalt etwas nachlassen, wenn du dafür an Lebensqualität gewinnst.
    Der Job ist sicher ein wichtiger Faktor, wenn auch nicht der Einzige.

    Wobei auch die derzeitigen Vorteile zu bedenken sind:
    - Mein Einkommen ist ganz ok
    - Ich habe 5 min Arbeitsweg
    - Unter den direkten Arbeitskollegen herrscht ein wirklich gutes Klima
    - Der Job ist (relativ) krisensicher

    Wenn nur die Arbeit an sich nicht wäre
    Derzeit versuche ich eher meine Einstellung dazu zu verändern.
    Ich kriege halt Geld dafür, dass ich tue was in irgendeinem dusligen Prozess definiert ist.
    Wenn man keinen Sinn darin sucht könnte das sogar klappen.

    Aber wie gesagt, ich glaube der Job ist nur ein Bereich der Unzufriedenheit.
    Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht.
    Du wirst auf jeden Fall recht behalten.

    - Henry Ford -

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    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    Ich bin sehr kreativ darin Ausreden zu erfinden, warum Veränderung nicht gut ist.
    ...
    Wobei auch die derzeitigen Vorteile zu bedenken sind:
    - Mein Einkommen ist ganz ok
    - Ich habe 5 min Arbeitsweg
    - Unter den direkten Arbeitskollegen herrscht ein wirklich gutes Klima
    - Der Job ist (relativ) krisensicher
    [Hervorhebung durch mich.]

    Bequemlichkeit ist nicht alles!
    Oft/meist/immer(?) steckt Glück und Sinn gerade darin, den inneren Schweinehund zu überwinden oder wie man heute sagt: die Komfortzone zu verlassen. Das kleine Stück drüber zu gehen. Die meisten Glücksgefühle entstehen doch dann, wenn man etwas geschafft hat, wozu man sich erstmal aufraffen musste.

    Aber ja, du bist wirklich kreativ im Vermeiden und Verharren Und ich glaube, das ist dein Problem. Aber das kannst nur du ändern.

    Manchmal löst die Veränderung in einem Bereich eine Kette von Veränderungen aus, vielleicht ist dein Leben einfach zu festgefahren.

    Ich hatte selbst so eine Phase des Haderns und die hatte schon auch mit meiner Arbeit zu tun. Mittlerweile habe ich das gelöst und freue mich wie verrückt auf einen Neuanfang, auch wenn er durchaus mit Unsicherheiten verbunden ist und ich älter bin als du.

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    Nein, mal ehrlich, ich bin ITler und daher schon berufsbedingt eher logisch als kreativ.
    Wo kommt die Idee her, dass sich Logik und Kreativität ausschließen? Wäre Einstein dann unlogisch oder unkreativ gewesen?
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Seht's mir bitte nach, daß ich nur das Eingangsposting gelesen habe, ich bin derzeit nicht so aufnahmefähig.
    Aber tatsächlich stelle ich mir diese Frage relativ dauernd.

    Früher war's ganz klar, ich begriff mich immer als "Zoon politikon" , als von Natur aus politisches Lebewesen und habe mich dementsprechend engagiert, wo immer ich konnte.

    Mittlerweile ist mein Alltag ein völlig Anderer, ich bin weitgehend bettlägerig, immer mal wieder im Krankenhaus und darüberhinaus für den Rest meines Lebens in absoluter Quarantäne, sprich: Außer meinem Mann - und im Notfall medizinischem Fachpersonal - werde ich nie wieder direkten Kontakt zu anderen Menschen haben.

    Und das bleibt jetzt so für die kommenden Jahrzehnte. *schluck*

    Das war's dann mit dem politischen Lebewesen, ich bin absolut nicht mehr in der Lage, mich irgendwie irgendwo einzubringen. Auch aufgrund der ziemlich starken Medikamente, die mich quasi auf die Kommunikationsfähigkeiten eines Gänseblümchens reduzieren.

    Das Einzige, was mir jetzt noch einfällt, was meinem Leben Sinn geben kann, ist die Liebe zu meinem Mann und unseren 3 Katzen.
    Auch, wer nur im Bett liegen kann, kann einer traumatisierten Katze ein Stück Sicherheit geben....


    Ob das mal reicht in der Rückschau ??
    Ich weiß es nicht !
    *** Als ich die Hand eines Menschen brauchte, reichte mir jemand seine Pfote ***

  5. Inaktiver User

    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    Aber wie gesagt, ich glaube der Job ist nur ein Bereich der Unzufriedenheit.
    Ach, Paule, es ist echt schwer Dir etwas "zu raten".
    Mein grober Eindruck ist, dass Du sehr risikoscheu lebst.
    Das kann ich zum Teil nachvollziehen.
    Ich arbeite in einer anderen Branche als Du, in der es mehr Risiken gibt, glaube ich, kenne aber auch die Schattenseiten von Risikojobs...
    Ich habe daher die Weichen etwas mehr Richtung Sicherheit gestellt.
    Ich sehe immer noch Sinn in meiner Arbeit, ja, das ist schön und ich bin immer noch nicht 100% auf der sicheren Bank aber eben doch etwas mehr.
    Den Preis dafür- etwas mehr Routine als Herausforderung- zahle ich in Erinnerung an die schwierigen Zeiten und Existenzängste gern.

    Ich kenne also beide Seiten.

    Manchmal sind Leute tatsaechlich in ihren sicheren Jobs gefangen....das spürt man.

    Auch in anderen Bereichen (Beziehungen o.ä.) scheinst Du eher auf Nummer sicher zu gehen....

    Das kannst Du tun, der Preis ist halt gepflegte Langeweile.

    Interessant dass Dein liebstes Hobby (Motorrad) immerhin mit Risiko zu tun hat. (Würde ich mich never ever trauen....)


  6. Inaktiver User

    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    Ich bin sehr kreativ darin Ausreden zu erfinden, warum Veränderung nicht gut ist.
    Nein, mal ehrlich, ich bin ITler und daher schon berufsbedingt eher logisch als kreativ.
    Ich sage es mal ganz kurz: Wer keinen Zugang zu den eigenen Emotionen hat, der wird kaum eine emotionale Bindung zu anderen aufbauen können. Was willst du tun? Kannst du dir überhaupt von einem anderen Menschen helfen lassen? Oder prallt das im Grunde an dir ab?

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    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    Ich bin sehr kreativ darin Ausreden zu erfinden, warum Veränderung nicht gut ist.
    Nein, mal ehrlich, ich bin ITler und daher schon berufsbedingt eher logisch als kreativ..
    Haha, das mit den Ausreden kenn ich, ich bin ja nicht umsonst hier eingestiegen, deine Fragen haben mich ja auch schon beschäftigt und werden es immer wieder tun.
    Im Moment bin ich zufrieden, es kann sich auch wieder ändern.

    Tja, das mit dem "kreativ", deine Antwort überrascht mich nicht.
    Ich nehme dich auch als eher kopflastig wahr, wenn ich dich hier lese. Nicht abwertend gemeint, ich bin selber in der Richtung aufgestellt. Aber es gibt noch andere Dimensionen... diese zu entdecken, kann erfüllend sein und ein Gefühl von Sinn vermitteln (Facetten/Potentiale entdecken und leben).
    Wäre also gerade deswegen einen Versuch wert, einen Versuch in die Welt der Kreativität zu setzen, weil du dadurch die Welt anders sehen und erleben könntest.
    Das allein kann schon viel verändern.

    Aus eigener Erfahrung: ich hab an einem ähnlichen Punkt wie du überlegt, was mir als Kind Freude gemacht hat, wo ich in der Beschäftigung alles vergessen konnte und Freude hatte, dadurch bin ich wieder beim malen gelandet. Und es funktioniert!

    Vielleicht hast du auch noch so eine Erinnerung, es muss ja nicht malen sein.
    Think before you print.

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    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Ich finde es erstaunlich und übergriffig welche Ferndiagnosen sich einige hier erlauben. Und allgemeingültige Maßstäbe aufzustellen wie man richtig zu leben hat, was Sinn bringt und was nicht.

  9. User Info Menu

    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Zitat Zitat von print Beitrag anzeigen
    Aus eigener Erfahrung: ich hab an einem ähnlichen Punkt wie du überlegt, was mir als Kind Freude gemacht hat, wo ich in der Beschäftigung alles vergessen konnte und Freude hatte, dadurch bin ich wieder beim malen gelandet. Und es funktioniert!
    Was ich vorhin geschrieben habe: Ich habe damit überhaupt nie aufgehört und wenn ich es mal kurz verliere/vergesse hole ich mich dahin zurück. Und arbeite daran mich von Stimmen von Aussen abzugrenzen die mir das schlechtreden wollen.

  10. Inaktiver User

    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Zitat Zitat von EwigerBub Beitrag anzeigen
    Ich finde es erstaunlich und übergriffig welche Ferndiagnosen sich einige hier erlauben. Und allgemeingültige Maßstäbe aufzustellen wie man richtig zu leben hat, was Sinn bringt und was nicht.
    Coca-Cola hat auf die Zucker-ist-schädlich-Debatte mit dem Slogan reagiert, dass sich keiner vorschreiben lassen muss, was er oder sie zu essen oder trinken hat. Vielleicht ist auch die Anti-Body-Shaming-Kampagne ein Auswuchs davon. Fragen sind im Übrigen keine Ferndiagnose. Und ja, man merkt ja schon, wenn jemand in einem Themenkreis verbleibt und da keinerlei Entwicklung vorhanden ist. Dann kann es nicht schaden, wenn ein echtes geschultes Gegenüber Hilfestellung bietet. Mit zunehmendem Alter wird einiges für ohnehin ziemlich isoliert lebende Menschen nicht einfacher. Ich würde da mal drüber nachdenken. Dass dich ggf. betroffen gemacht hat, was ich geschrieben habe, das wundert mich nicht wirklich.

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