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  1. User Info Menu

    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Zitat Zitat von -franzi- Beitrag anzeigen
    Glücklicherweise handle ich und erlebe dadurch ab und zu Freude. Aber zu sagen "du musst dich einfach auf etwa freuen" finde ich ganz schön herausfordernd, anspruchsvoll.
    Dann freue ich mich darüber, dass ich mich freuen kann, ohne, dass ich es "muss", vor allem auf Treffen mit Freunden.
    Dieses gemeinsame Schwingen gibt mir viel, diese Verbundenheit mit Menschen, die ich wertschätze und von denen ich weiß, dass ich ihnen auch viel bedeute.

    Leider sind mir schon drei solcher Menschen einfach weggestorben, und mir graut davor, eines Tages vielleicht so gut wie allein dazustehen.
    Das wäre für mich die ultimative Sinnlosigkeit meines Daseins.
    Es ist ein Glück zu lesen
    Elke Heidenreich

  2. User Info Menu

    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Zitat Zitat von Fyona Beitrag anzeigen
    Dann freue ich mich darüber, dass ich mich freuen kann, ohne, dass ich es "muss", vor allem auf Treffen mit Freunden.
    Dieses gemeinsame Schwingen gibt mir viel, diese Verbundenheit mit Menschen, die ich wertschätze und von denen ich weiß, dass ich ihnen auch viel bedeute.



    Leider sind mir schon drei solcher Menschen einfach weggestorben, und mir graut davor, eines Tages vielleicht so gut wie allein dazustehen.
    Das wäre für mich die ultimative Sinnlosigkeit meines Daseins.
    Du, ist toll, wenn es geht und du so gestrickt bist!

    Ich war früher auch anders drauf, aber seitdem ich chronisch krank bin, chronische Schmerzen habe, bin ich so energielos, dass ich alles anstrengend finde.
    Es ist nicht besonders toll, und daher bin ich froh, dass ich zumindest handle und wenigstens dann fühle.


    Allein dazustehen, ist scheiße.
    Aber du scheinst so positiv zu sein, dass du vielleicht auch so eine schlimme Krise meistern würdest.

  3. Inaktiver User

    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    [*]Habt ihr eurem Dasein vielleicht einfach selbst einen Sinn gegeben?
    Eventuell schon, ein wenig hat es sich ergeben und alles andere habe ich dazugetan. Übrigens ist die Logotherapie sinnorientiert. Es ist nicht so ungewöhnlich, dass Menschen ab 50 sich anfangen mit ihrem Leben auseinanderzusetzen.

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    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Ja, schöner Strang

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    I...
    Mich interessiert eher, wie ihr zu der Erkenntnis gekommen seid, was euer persönlicher Sinn, eure Bestimmung, eure Aufgabe oder euer Lebensziel ist.
    So rein definitionstechnisch würde ich sagen: ein Ziel zu definieren, eine Bestimmung zu empfinden, ist sinnstiftend.
    Dabei geht es nicht darum ob man ein Mittel gegen Krebs findet oder den Kölner Dom aus abgebrannten Streichhölzern nachbaut, die Sache selbst ist ziemlich beliebig.
    Es geht darum, dass man sich zu so einem Ziel bekennt und sich diesem mit Hingabe widmet.
    Dann entsteht Sinn.
    Man muss sich frei machen von den äußeren Bewertungen, ""sein Ding" finden.


    • Hat es sich entwickelt, z.B. durch äußere Einflüsse oder Geschehnisse?
    • Wußtet ihr intuitiv schon immer warum ihr hier seid?
    • Habt ihr es durch nachdenken herausgefunden?
    • Habt ihr eurem Dasein vielleicht einfach selbst einen Sinn gegeben?
    Ich hatte mal ein Lebensziel, das war tatsächlich durch äußere Einflüsse entstanden.
    Meine Eltern führten eine gute Beziehung, in Liebe.
    Das wollte ich auch - ich habe das als Ziel übernommen, weil ich es schön und damit erstrebenswert fand.

    Nun ist es leider nicht so gekommen, ich hab damit auch schon gehadert.
    Bis ich mir gesagt habe: der Sinn lag nicht nur darin, diese Erfüllung zu finden, sondern wenigstens danach zu streben.
    Seit ich dieses Ziel nicht mehr habe, ist mir auch der Sinn etwas abhanden gekommen - dabei habe ich diese Beziehung, wie ich sie mir wünschte, nur in kurzen Phasen meines Lebens erlebt.
    Also war der Weg, die Suche wohl auch schon ein Teil des Sinns.

    Andererseits: gerade weil wir unsere Ziele selbst wählen können (die Menschen sind nicht mehr so sehr durch Religionen, Traditionen und Rollen vorherbestimmt) liegt darin Fluch und Segen.
    Den Sinn aus sich selbst zu definieren, ist gar nicht so einfach.
    Ich will auch nicht nur Abnehmer von konsumbasierten Glückskonzepten sein ("kauf dies, mach das, dann wirst du glücklich sein und wenn du es nicht bist dann hast du versagt")

    Man kann den Gedanken aber auch wirklich einfach mal loslassen.
    Da bin ich gerade.
    Es wird sich schon ein neues Ziel finden.
    Oder auch nicht, ich kann das nicht erzwingen, höchsten die Augen offen halten.

    Vielleicht gibt es auch verschiedene Sinnkategorien (klein + groß).
    Freude empfinden ist Sinn (ich dachte lange, es wäre umgekehrt: nur wenn etwas sinn hat, macht es Freude)
    Für mich sind Natur, Musik, Kreativität/Fantasie etwas, was mir Freude bereitet.
    Mein Gehirn funktioniert noch ganz ordentlich, nachdenken macht Spaß.
    Ich bin einigermassen gesund, mein Job ist derzeit gesichert.
    Das soll mir derzeit genügen und jeder neue Tag ist eben neu - es kann sich immer alles noch ändern, wenn man dafür bereit bleibt.
    Wozu ich da bin - das frage ich mich nicht mehr.

    Letztendlich habe ich beschlossen, das so für mich zu halten.
    Think before you print.

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    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Es ist für mich ganz offensichtlich, dass es keinen tieferen Sinn gibt. Von den Tieren unterscheidet uns unsere Denkfähigkeit. (Insofern wäre das ein Fluch.)
    Anzunehmen, dass es keinen tieferen Sinn, keine Idee hinter der Existenz gibt ist vielleicht eine der schwierigsten Aufgaben, aber sie kann auch befreiend sein.
    Man MUSS eben nicht immer einem “höheren Ziel“ nachjagen, auch wenn andere das vielleicht tun, sondern man kann es auch einfach ganz entspannt sehen.
    Am Ende werden wir ALLE zu Staub, auch die, die in den Geschichtsbüchern stehen.

    Vielleicht ist die Frage weniger die nach dem Sinn, sondern die, wie sehr man das Jetzt genießen kann? Das Genießen dessen, was man hat, hängt in wesentlichen Teilen davon ab, wie sehr man von den Sinnfragen, dem was-wäre-wenn, dem Vergleichen loslassen kann. DAS ist in meinen Augen die eigentliche philosophische Aufgabe vor der jeder Mensch steht.
    Geändert von Sprachlos (05.08.2020 um 08:03 Uhr)
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Man kann sich auch einfach daran erfreuen wenn andere viel einfacher auf den Punkt kommen ....

    @Sprachlos
    Think before you print.

  7. Inaktiver User

    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist die Frage weniger die nach dem Sinn, sondern die, wie sehr man das Jetzt genießen kann? Das Genießen dessen, was man hat, hängt in wesentlichen Teilen davon ab, wie sehr man von den Sinnfragen, dem was-wäre-wenn, dem Vergleichen loslassen kann. DAS ist in meinen Augen die eigentliche philosophische Aufgabe vor der jeder Mensch steht.
    Aber kann nicht auch das reine Genießen zu einer inneren Leere führen, die wiederum nur mit Langeweile gefüllt ist, gerade wenn man für dieses nur einen bestimmten gefestigten Rahmen hat?

    Manchmal kann echt helfen über den Tellerrand hinauszuschauen und sich anderen Menschen zu öffnen, in Beziehung zu sein anstatt einer Art Verweigerung von Erfahrungen nachzuhängen. Alles beschränken zu wollen, kann auf Dauer nicht gut gehen.

    Ich denke im Übrigen auch, dass es nicht immer um den Lebenssinn geht. Gerade wenn man in Familie und Beziehung eingebunden ist, ergibt sich viel davon von allein, was nicht heißen soll, dass man in nahen Bindungen nicht auch noch eigene Bereiche hat.

  8. User Info Menu

    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    ... oder andersrum: der Sinn erfüllt sich in einem guten Leben. Immer waren fie Menschen auf der Suche danach und meist haben die äußeren Umstände es nicht hergegeben.

    Wenn du es dir nett machst und dein Leben genießt bist du also dem Sinn sehr, sehr nahe.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  9. Inaktiver User

    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    ... oder andersrum: der Sinn erfüllt sich in einem guten Leben. Immer waren fie Menschen auf der Suche danach und meist haben die äußeren Umstände es nicht hergegeben.

    Wenn du es dir nett machst und dein Leben genießt bist du also dem Sinn sehr, sehr nahe.
    Ich glaube nicht mal, dass die äußeren Umstände immer daran schuld sein müssen, dass das Leben als nicht gut empfunden wird. Mit zunehmendem Lebensalter hat sicherlich jeder bereits herausfordernde Situationen erlebt, aber normalerweise lassen diese reifen und sie machen das Leben ja auch interessant. Es wirkt ja schon ein wenig komisch, wenn dann jemand mit 50 oder 60 tief in der Krise steckt, weil das Leben auf einmal Probleme aufwirft und er oder sie damit nicht umgehen kann. Da muss viel an einem vorbeigezogen sein an möglichen Erfahrungen, die zu einem Schatz an Lösungsmöglichkeiten und Flexibilität geworden sind.

    Ich finde es auch nich zu spät im höheren Lebensalter noch einiges anzugehen sodass man eben nicht nur vor sich hin rentnert und irgendwann von keinem bemerkt verstirbt. Gerade wenn man allein ist und das aufgrund von weiter zunehmender Inkompatibilität mit anderen bleiben wird, könnte es z.B. Sinn machen sich ehrenamtlich zu engagieren. Aber wenn es zu sehr beschränkende Lebenseinstellungen in Hinblick auf Offenheit für andere und für Veränderungen gibt, dann dürfte man sich mit einer neuen Sinngebung fürs eigene Leben so ziemlich sicher selbst im Weg stehen.

  10. User Info Menu

    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen


    Ja, sowas kam mir auch in den Sinn.
    In welchem Alter hast du das so für dich beschlossen?
    Oh das war recht früh, ich erinnere mich, das war im Rahmen einer Gemeindemission (damals war ich noch verbunden mit unserer Gemeinde). Da kam mir der Gedanke, dass es nur richtig sein kann, wenn ich versuche MICH glücklich zu machen. Der Gedanke schien mir damals - also meinem jüngeren Ich - gewagt zu sein: War es nicht zu egoistisch, wenn ich einfach nur glücklich sein will?
    Inzwischen weiß ich, es ist richtig. Nur ich bin für mein Glück zuständig, ich sollte mich darum kümmern. Wer sonst?



    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    Bestimmung ... hmm, ja mag sein.
    Ich denke mittlerweile auch oft, dass es vielleicht besser ist nicht so viel darüber nachzudenken.
    Oder wenn, dann besser schon in jungen Jahren, damit man ggf. einen bestimmten Weg einschlagen kann.
    Manchmal habe ich das Gefühl ich habe meist exisitert, aber gelebt?

    Mhh... woran machst Du das fest? Kann es sein, dass Du "leben" mit zu viel Bedeutung belädst - einfach leben, Freude (oder Schmerz) empfinden und mit Menschen in Verbindung zu sein, sich dabei zu verändern....reicht das nicht?


    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    Ich glaube meinem jüngeren Ich fehlte da doch noch ein wenig die Tiefe, um mir solche Fragen zu stellen.
    Natürlich ist dafür es nie zu spät, aber ich denke oft das man, bzw. ich viel Zeit vergeudet habe und es wird ohnehin mit zunehmendem Alter schwieriger eingefahrene Wege zu verlassen.
    Du bist jemand, der überlegt - nach allem, was ich hier von Dir lese, traue ich Dir zu, auch neue Wege zu gehen.
    Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
    Aber macht!


    ausgeborgt von Uli_F-2009

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