Glück ist ohnehin nur eine Momentaufnahme.
Das ist auch gut so. Wäre das Glücksgefühl permanent oder einfach abrufbar, hätte es auch was inflationäres.
Mir würde ein Grundgefühl der Zufriedenheit reichen.
Die Fähigkeit Genuß zu empfinden, da spricht du einen wichtigen Punkt an.
Auch da muss ich sicher dran arbeiten
Ich schaue es mir trotzdem mal an, dankeAllerdings ist wohl Glücksempfinden - wie viele andere Charaktereigenschaften auch - zu großen Teilen erblich determiniert, durch die neurologischen Gegebenheiten deines Gehirns und Hormonstoffwechsels. Und ich glaube, dass du sozial so wenig eingebunden bist spielt eine recht große Rolle. Leider gibt dir das offensichtlich nicht viel, obwohl eben soziale Kontakte erwiesenermaßen einen großen Anteil am Empfinden von Glück beteiligt sind.
Vielleicht wäre für dich ein Ausflug in die Glücksforschung mal interessant? Es gibt viel Literatur dazu. Allerdings bringt es halt nicht viel alles nur zu lesen, man müsste auch Konsequenzen ableiten und das scheint ja dein eigentliches Problem zu sein: dein Beharrungsvermögen in der Situation in der du dich eingerichtet hast. Dann ist es natürlich auch schwierig mit den Kicks, denn die kommen nur, wenn man auch ein wenig Risikobereitschaft und Offenheit für Neues mitbringt.
Zum Teil. Es ist selten aber an guten Tagen und der richtigen Strecke erlebe ich sowas wie Flow beim biken.Ich kann die Geschichte von der Isle of Man schon irgendwie nachvollziehen, auch wenn ich weit weniger risikoreiche Kicks bevorzuge. Kennst du eigentlich das Gefühl des Flows überhaupt gar nicht? Man kann das ja auch bei einer spannenden Idee oder Aufgabe am Computer haben, oder in einem ungefährlichn Wettkampf... in vielen Situationen, auch vollkommen risikolosen ...
Das denken und planen setzt aus. Man spürt einfach wie sich die Maschine verhalten wird, wo der perfekte Bremspunkt ist, ob der Grip reicht ... ja, da habe ich sowas manchmal
Ob ich dabei Glück empfinde glaube ich nicht, aber möglicherweise Befriedigung.Könntest du dir vielleicht auch vorstellen, Glück zu empfinden, indem du dein Wissen an andere weitergibst? Z.B. Coden lernen mit Kindern, Jugendlichen oder auch Erwachsenen oder was auch immer dir entspricht?
Edit: Ich habe Glück empfinden gleichgesetzt mit "Sinn", weil ich letztlich glaube, dass es darum geht.
Ich habe festgestellt das ich im Grunde gerne helfe. Nicht immer, nicht jedem, aber ja, das mache ich gerne.
Das ist ein Ansatz, den ich mal weiter verfolgen werde.
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16.08.2020, 18:33Inaktiver User
AW: Wozu bin ich eigentlich hier?
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16.08.2020, 18:33
AW: Wozu bin ich eigentlich hier?
Paul, fühlst du so eine basicartige Grund-Traurigkeit?
Hast du auch mal richtig Spaß? Also so RICHTIG Späßchen? An jemandem, an etwas, an einer Sache?
Wann hast du das letzte Mal Tränen gelacht?Be a voice not an echo.
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16.08.2020, 19:12Inaktiver User
AW: Wozu bin ich eigentlich hier?
Nur schwer, ich bin ziemlich selbstkontrolliert
Wie gesagt, es gibt durchaus Dinge, die mich interessieren. Die über einen reinen Zeitvertreib hinausgehen.
Aber das Ausleben dieser Interessen als Sinn meines Lebens zu bezeichnen, ginge doch deutlich zu weit.
Das stimmt, auch wenn es normalerweise meist in guter Absicht geschah.
Mit "Das Leben ist ein Geschenk, jetzt sei gefälligst glücklich" kann ich auch nix anfangen
Nein, eben das kann nicht alles sein.
Genau so isses. Mit Angst hat das nichts zu tun.
Boah, da müsste ich lange nachdenken
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16.08.2020, 19:30
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16.08.2020, 19:31
AW: Wozu bin ich eigentlich hier?
Wieso?
Weil Sinn des Lebens (du könntest dir heute Abend mal den von Monty Python runterladen
) immer was schweres, bedeutsames, Weihrauch oder so riechendes ist?
So "mindestens Hilfstransport nach Rumänien, Afrika wäre aber besser?"
Puh.
Das ist entweder dann Zufall - so echte Vorbild und Sinn-Leben - oder PR Getue.....
Weißt was mir immer im Kopf bleiben wird? Oskar Schindler. Ich hab den Film gesehen und mich sehr sehr lange mit ihm beschäftigt.
Hat mich total beeindruckt.
Dann höre ich viele Jahre später ein Interview mit einem Mann, der Oskar Schindlers Frau in Argentinien interviewt hat und darüber sprach.
Viel Pathos. Viel Geschichte. Viel entsetzliches Leid und viel viel Mut und Hoffnung.
Er fragte sie zum Schluss, wenn sie ihn nochmal sprechen könnte, was sie ihn, diesen Superhelden, fragen würde.
Und dann sagt die: "ich würde ihn fragen, warum er mich mit den Kindern allein in Argentinien sitzen hat lassen".
Das vergesse ich nie.
Jeder - auch der noch so integre Mensch mit super Sinn-Leben - ist ein Mensch.
Was im Umehrschluss heißt, dass jeder Mensch ein sinnhaftes Leben hat. Auch ohne Lexikoneintrag und Dankrede.
auch wenn man kein Bedeutung für die Nachwelt hat und nur so durchwurschtelt hat das Leben Sinn.
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16.08.2020, 19:54Inaktiver User
AW: Wozu bin ich eigentlich hier?
Ich weiß nicht. Da bin ich wohl zu calvinistisch geprägt, also nur schauen dass ich ein angenehmes Leben hab, das wäre mir auch zu wenig.
Ich hab schon immer geschaut dass es da was gibt wo ich denke, da hab ich was gutes bewirkt. Und wenn es nur im kleinen ist, egal.
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16.08.2020, 20:00
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16.08.2020, 20:23Inaktiver User
AW: Wozu bin ich eigentlich hier?
Weil mir spontan nicht einfällt wann ich zum letzten mal richtig Spaß hatte.
Das muss lange her sein.
Nein, ich weiß auch nicht wie du darauf kommst, dass es immer etwas weltbewegendes sein muss.
Darum geht es doch gar nicht. Die Größe oder der Umfang für die Welt oder wen auch immer, spielt keine Rolle.
Aber es sollte mir schon wichtig sein.
Klar, Rasen mähen ist klein und auch sinnvoll, trotzdem kann man wohl kaum einen Lebenssinn draus ableiten, oder?
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16.08.2020, 20:32Inaktiver User
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16.08.2020, 21:06Inaktiver User




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