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    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    [*]Hat es sich entwickelt, z.B. durch äußere Einflüsse oder Geschehnisse?

    Na ja, in gewisser Weise schon.. als nämlich zwei Menschen vor über 50 Jahren...


    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    [*]Wußtet ihr intuitiv schon immer warum ihr hier seid?

    Immer würde ich nicht sagen.. Aber mit der Zeit hat sich herauskristallisiert, dass ich vor allem hier bin, um zu lachen.



    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    [*]Habt ihr es durch nachdenken herausgefunden?

    Nein. Ich weiß, dass ich oft Fehler mache.


    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    [*]Habt ihr eurem Dasein vielleicht einfach selbst einen Sinn gegeben?

    Solche Sachen gebe ich eigentlich niemandem.


    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    Oder habt ihr nie darüber nachgedacht und nehmt das Leben wie es kommt?

    Es gibt schon ganz viele und ganz dicke Kochbücher.
    Es ist gut, wenn man weiß, was man essen will.

  2. Inaktiver User

    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    I
    Mich interessiert eher, wie ihr zu der Erkenntnis gekommen seid, was euer persönlicher Sinn, eure Bestimmung, eure Aufgabe oder euer Lebensziel ist.
    • Hat es sich entwickelt, z.B. durch äußere Einflüsse oder Geschehnisse?
    • Wußtet ihr intuitiv schon immer warum ihr hier seid?
    • Habt ihr es durch nachdenken herausgefunden?
    • Habt ihr eurem Dasein vielleicht einfach selbst einen Sinn gegeben?

    Oder habt ihr nie darüber nachgedacht und nehmt das Leben wie es kommt?
    Antworten a, c und d.
    Am ehesten womöglich c, aber nicht in dem Sinn, dass ich mir explizit gesagt hätte: "Jetzt denke ich über den Sinn des Lebens nach", sondern, weil mich das Sinnthema einfach schon immer interessiert hat, ich seit Jugendalter die verschiedenen philosophischen und religiösen Ansätze sukzessive kennenlernte, so wie man als vielseitig interessierter Mensch und Leser halt zufällig drüber stolpert, dann aber nicht drüber weggeangen bin, sondern mir immer die Frage gestellt habe, wie ich zu dieser oder jener Idee stehe. Vieles habe ich verworfen, anderes als für mich stimmig erkannt. So hat sich mein Sinn für mich mit der Zeit herauskristallsiert.
    Seit ich Mitte 30 bin, ist er fix, Änderungen sind nur noch Modifikationen im Detail.
    Das liegt m.E. auch daran, dass ich bis spätestens Mitte 30 alle auf diese Frage möglichen Antworten schon mal irgendwo gelesen oder gehört hatte. Die eigene Positionierung erfolgte dann quasi von selbst.

    Deine Antwort e - Sinnfrage nie ein Thema - erscheint mir nur plausibel bei Menschen, die aufgrund von besonderen Problemen ständig in einem reaktiven Modus sind bzw. sein müssen, à la "Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral."
    Denn im Zweifelsfall sticht der physische Überlebensinstinkt den psychischen.
    Hedonismus sehe ich nicht bei Antwort e, sondern Hedonismus oder ähnliche Konzepte sind m.E. auch eine Antwort auf die Sinnfrage.

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    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Zunächst mal, danke für eure Gedanken

    Zitat Zitat von Tabea57 Beitrag anzeigen
    Und wozu ich hier bin - da ich es nicht weiß, habe ich beschlossen, dass ich versuchen sollte, glücklich zu sein und ein geglücktes Leben zu führen.
    Ja, sowas kam mir auch in den Sinn.
    In welchem Alter hast du das so für dich beschlossen?

    Zitat Zitat von Magalie_J Beitrag anzeigen
    Jetzt denke ich mir, dass das vielleicht meine Bestimmung ist:
    Am Leben zu wachsen, meine Persönlichkeit immer weiter zu entfalten und zu dem Menschen zu werden, der ich sein möchte.

    Ich sehe das als einen Prozess, der nie aufhört.

    Würde ich weiter und immer weiter darüber nachdenken, warum ich auf dieser Welt bin, käme ich vermutlich in eine Gedankenspirale, die mir gar nicht gut täte.
    Bestimmung ... hmm, ja mag sein.
    Ich denke mittlerweile auch oft, dass es vielleicht besser ist nicht so viel darüber nachzudenken.
    Oder wenn, dann besser schon in jungen Jahren, damit man ggf. einen bestimmten Weg einschlagen kann.
    Manchmal habe ich das Gefühl ich habe meist exisitert, aber gelebt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Am ehesten womöglich c, aber nicht in dem Sinn, dass ich mir explizit gesagt hätte: "Jetzt denke ich über den Sinn des Lebens nach", sondern, weil mich das Sinnthema einfach schon immer interessiert hat, ich seit Jugendalter die verschiedenen philosophischen und religiösen Ansätze sukzessive kennenlernte, so wie man als vielseitig interessierter Mensch und Leser halt zufällig drüber stolpert, dann aber nicht drüber weggeangen bin, sondern mir immer die Frage gestellt habe, wie ich zu dieser oder jener Idee stehe. Vieles habe ich verworfen, anderes als für mich stimmig erkannt. So hat sich mein Sinn für mich mit der Zeit herauskristallsiert.
    Seit ich Mitte 30 bin, ist er fix, Änderungen sind nur noch Modifikationen im Detail.
    Das liegt m.E. auch daran, dass ich bis spätestens Mitte 30 alle auf diese Frage möglichen Antworten schon mal irgendwo gelesen oder gehört hatte. Die eigene Positionierung erfolgte dann quasi von selbst.
    Ich glaube meinem jüngeren Ich fehlte da doch noch ein wenig die Tiefe, um mir solche Fragen zu stellen.
    Natürlich ist dafür es nie zu spät, aber ich denke oft das man, bzw. ich viel Zeit vergeudet habe und es wird ohnehin mit zunehmendem Alter schwieriger eingefahrene Wege zu verlassen.
    Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht.
    Du wirst auf jeden Fall recht behalten.

    - Henry Ford -

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    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Zitat Zitat von Annilein Beitrag anzeigen
    Ich denke weder dass es einen besonderen Sinn hat noch ein Ziel gibt warum ich hier bin.
    .
    Ich glaube auch nicht, dass mein Leben einen Sinn hat.
    Dass es keinen hat, glaub ich auch nicht

    @Paul geht deine Frage mehr in Richtung "wozu der Scheiß?" oder mehr Richtung "Was kann ich noch (raus)reißen?"

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    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Eigentlich habe ich im Ganze gesehen doch eher vor mich hin gelebt, versucht Chancen zu ergreifen die sich boten, dabei aber auch möglichst niemandem zu schaden und selbst einigermaßen unbeschadet zu bleiben und insgesamt war ich wohl auch ein wenig faul und unambitioniert.

    Über das große Ganze mache ich mir durchausGedanken so lange ich mich zurück erinnere, aber bis auf sehr wenige mit außergewöhnlichen Begabungen oder Ambitionen bleiben doch die allermeisten Menschen Teil der Masse und letztlich vergleichsweise unbedeutend - und dieser Gedanke hat mich letzten Endes auch unglaublich entspannt gemacht.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    @Paul geht deine Frage mehr in Richtung "wozu der Scheiß?" oder mehr Richtung "Was kann ich noch (raus)reißen?"
    Immer auf den Punkt, Rokeby
    Ich glaube derzeit bin ich ein wenig hin- und hergerissen zwischen diesen beiden Optionen.
    Geändert von Brausepaul (03.08.2020 um 20:28 Uhr)
    Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht.
    Du wirst auf jeden Fall recht behalten.

    - Henry Ford -

  7. Inaktiver User

    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    Ich denke mittlerweile auch oft, dass es vielleicht besser ist nicht so viel darüber nachzudenken.
    Oder wenn, dann besser schon in jungen Jahren, damit man ggf. einen bestimmten Weg einschlagen kann.
    [...]
    Natürlich ist dafür es nie zu spät, aber ich denke oft das man, bzw. ich viel Zeit vergeudet habe und es wird ohnehin mit zunehmendem Alter schwieriger eingefahrene Wege zu verlassen.

    Ich denke nicht, dass es irgendwann dafür zu spät ist.
    Solange Dein Sterbemoment noch so weit weg ist, dass Du imaginieren kannst, wie es ist, wenn Du vom Sterbebett aus auf Dein Leben zurückblickst, solange kannst Du nicht nur erkennen, was Du bereuen würdest, sondern versuchen, Dich in der verbleibenden Lebenszeit so zu verhalten, dass Du zumindest für diese Zeitspanne nichts bereuen wirst.

    Ob es mit zunehmendem Alter schwieriger wird, eingefahrene Wege zu verlassen?
    Für äußere Wege (wie z.B. Jobwechsel) ist das wahrscheinlich oft so.
    Für innere Wege (wie z.B. Verhaltensänderug, Prioritätenänderung) m.E. nicht unbedingt, da die höhere innere Reife / ausgeprägtere Entwicklung, verglichen mit jungen Jahren, den altersbedingt schwindenden Elan ausgleichen dürfte.

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    Manchmal habe ich das Gefühl ich habe meist exisitert, aber gelebt?
    Ich glaube meinem jüngeren Ich fehlte da doch noch ein wenig die Tiefe, um mir solche Fragen zu stellen.
    von mir aus dem Ursprungszitat herausgeschnitten, damit ich direkt darauf antworten kann

    Sofern Du das bedauerst (- was ich ein wenig herauszuhören meine), könntest Du Dich fragen, wohin Dich Dein Existieren bis Stand heute geführt hat, denn heute stehst Du ja an einem bestimmten Punkt. Das war eine von Dir (wenn auch unbewusst) herbeigeführte Entwicklung.
    Und dann Dich fragen, ob Du das so weiterlaufen lassen möchtest, oder evtl. doch in Aspekten ändern.

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    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich denke nicht, dass es irgendwann dafür zu spät ist.
    Solange Dein Sterbemoment noch so weit weg ist, dass Du imaginieren kannst, wie es ist, wenn Du vom Sterbebett aus auf Dein Leben zurückblickst, solange kannst Du nicht nur erkennen, was Du bereuen würdest, sondern versuchen, Dich in der verbleibenden Lebenszeit so zu verhalten, dass Du zumindest für diese Zeitspanne nichts bereuen wirst.
    Ich weiß nicht ob Reue ist in dem Zusammenhang der richtige Begriff ist. Vielleicht habe ich mich da falsch ausgedrückt.
    Früher habe ich noch gedacht, dass Sinn und Erkenntnis eine natürliche Folge des Älterwerdens ist.
    Mittlerweile denke ich das es eher eine Typfrage ist.

    Ob es mit zunehmendem Alter schwieriger wird, eingefahrene Wege zu verlassen?
    Für äußere Wege (wie z.B. Jobwechsel) ist das wahrscheinlich oft so.
    Für innere Wege (wie z.B. Verhaltensänderug, Prioritätenänderung) m.E. nicht unbedingt, da die höhere innere Reife / ausgeprägtere Entwicklung, verglichen mit jungen Jahren, den altersbedingt schwindenden Elan ausgleichen dürfte.
    Ich halte beides für ähnlich schwierig, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

    Sofern Du das bedauerst (- was ich ein wenig herauszuhören meine), könntest Du Dich fragen, wohin Dich Dein Existieren bis Stand heute geführt hat, denn heute stehst Du ja an einem bestimmten Punkt. Das war eine von Dir (wenn auch unbewusst) herbeigeführte Entwicklung.
    Und dann Dich fragen, ob Du das so weiterlaufen lassen möchtest, oder evtl. doch in Aspekten ändern.
    Änderung erfordert aber eine Richung, ein Ziel oder eben einen Sinn ... deswegen dieser Fred
    Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht.
    Du wirst auf jeden Fall recht behalten.

    - Henry Ford -

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    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    Zitat Zitat von Brausepaul Beitrag anzeigen
    Manchmal habe ich das Gefühl ich habe meist exisitert, aber gelebt?


    Ich glaube meinem jüngeren Ich fehlte da doch noch ein wenig die Tiefe, um mir solche Fragen zu stellen.
    Natürlich ist dafür es nie zu spät, aber ich denke oft das man, bzw. ich viel Zeit vergeudet habe und es wird ohnehin mit zunehmendem Alter schwieriger eingefahrene Wege zu verlassen.
    wirf mal einen blick auf marcel proust. wie seinem ellenlangen autobiograpisch inspirierten roman (von dem ich aber nur die anfänge kenne) zu entnehmen ist, hat er fast sein ganzes leben sinnlfrei wegplätschern lassen, bis ihn am ende ein ihm von sich selbst verpasster arxxxtritt ereilte und er, wegen krankheit schon bettlägerig, ohne noch groß aufzustehen einen der besten romane unserer zeit verfasste, wirklich etwas wunderschöne und ganz, ganz großes.

    gib also nicht auf! lauf nicht davon vor dieser frage, was "leben" heißt. irgendeine antwort wirst du finden.

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    AW: Wozu bin ich eigentlich hier?

    ich habe relativ früh entschieden, nicht zu versuchen, das genie zu sein, dass die frage aller fragen zu beantworten schafft.

    für mich ist das leben ein geschenk, das ich einfach so bekommen habe. was ich damit anfange, ist relativ egal - hauptsache, ich spüre etwas und rege mich auf, bin involviert und lasse mich auf die dinge ein, die da kommen.
    ich hänge auch gerne ab, also es geht nicht um action. aber ich möchte eben jeden tag gelebt haben. deshalb war es mir z.b. wichtig, einen job zu haben, in dem ich aufgehe. private projekte, die mehr sind als hobby. und nicht irgendeinen partner, sondern einen, den ich liebe, und wenn es fad wird und ich ihn nicht mehr liebe, mich der trennung und natürlich auch der einsamkeit zu stellen.

    jedes gefühl ist besser als keins. ich bin immer auf der suche nach dem, was mich treibt.

    - bewusst geworden ist mir das in den 30er oder 40ern, aber unbewusst habe ich immer so gelebt.

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