Ich denke, wenn man es sich nicht *leisten* kann, im Umgang mit den Eltern Grenzen zu setzen, dann heißt das, man ist abhängig von ihrem guten Willen und ihrer Kooperation. Das heißt aber auch, man bekommt (und nimmt) etwas von ihnen, ohne das man nicht auskommen kann. Der Preis mag einem zu hoch sein... aber das ist keine unausgewogene Beziehung.
Unausgewogen ist, wenn man es nicht über sich bringt, Grenzen zu setzen, obwohl man vom anderen (in dem Fall den Eltern) nichts bekommt außer Streß und Ärger.
Antworten
Ergebnis 51 bis 60 von 64
Thema: Tür an Tür mit Eltern wohnen
-
06.07.2020, 21:02
AW: Tür an Tür mit Eltern wohnen
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
-
06.07.2020, 23:26
AW: Tür an Tür mit Eltern wohnen
Ich denke allerdings, wenn die TE hier um Rat fragt, was davon zu halten ist, bedeutet es für mich, sie hat da so ihre Skrupel, warum auch immer, dass es funktioniert mit der Mutter.
Wenn sie schon mal Skrupel hat, ist da irgendwas, was sie stört, denn sonst würde sie sich das nicht fragen, ob es gut geht.
Wenn ich mich als Tochter betrachte und meine Mutter dazu, würde ich sagen: das geht nicht gut. (Ich war ja auch mal Tochter.)
Wenn ich jetzt das Verhältnis zu meinem Kind betrachte: auch das ginge nicht gut. Mit meinem "Kind" spreche ich über solche Dinge und wir sind uns einig: wir verstehen uns wunderbar. Aber Zusammenleben in irgendeiner Form, das wollten wir beide nicht.
-
07.07.2020, 00:39Inaktiver User
-
07.07.2020, 05:56Inaktiver User
AW: Tür an Tür mit Eltern wohnen
Das ist nicht ansatzweise respektlos oder verbittert, sondern ist logische Denkweise und reine Erfahrung aus sehr vielen Situationen heraus.
Und die kann also nicht "respektlos* sein.
Und mit dem Adjektiv ist man schon genau in der Situation angekommen.
Wehe, die" Kinder" sagen etwas....
Und klar kann es Eltern nicht passen, wenn die "Kinder" nicht das machen, was sie wollen.
-
07.07.2020, 07:51Inaktiver User
AW: Tür an Tür mit Eltern wohnen
@ chaos99
Ich gebe Dir Recht dass es so sein kann wie Du es angeführt hast dass wenn man die Jungen fragt sie sich nicht " getrauen " sich negativ zu äußern. über die älteren .
Du kannst mir selbst aber durchaus zutrauen ersehen zu können ob mein Sohn in der Wohnsituation unglücklich und unzufrieden ist weil wir zu eng zusammen wohnen oder ob er es weiterhin befürwortet..
Es klappt schon seit 14 Jahren und ich habe beide Kinder dazu erzogen ehrlich zu sein und offen anzusprechen was ihnen nicht passt .
Nun wirdt Du sicher nochmals Deine Argumente vorbringen dass sie sich das nicht immer trauen werden .
Mag sein dass es so ist doch man merkt Menschen durchaus an ob sie unzufrieden sind und mit was hinter dem Busch halten nur um des lieben Friedens willen den Mund halten
zumindest ich sehe das
Mir wird von anderen nachgesagt dass ich ein ziemlich empathischer Mensch bin daher fällt es mir auf ob jemand gerne was sagen würde sich das jedoch nicht traut weil er mich nicht verletzen möchte und Du kannst mir glauben dass ich dann nachfrage.
Ich habe eine Freundin die hat 3 Kinder und sie war früher als die Kinder noch klein waren sehr eng mit ihnen doch heute haben sie kaum mehr Kontakt .
Mit einer Tochter ist sie seit vielen Jahren überworfen und hat die zwei Enkelkinder noch nie gesehen .
Mit der anderen Tochter war sie vor 2 Jahren im Urlaub und sie sagte daraufhin nie wieder würde sie das machen .
Diese Tochter hat sich nämlich sehr wohl getraut ihr so einiges an den Kopf zu werfen sodass meine Freundin noch heute weint wenn sie darüber redet .
Dann habe ich seit 23 Jahren eine Freundin die wohnt mit ihrem Sohn und seiner Familie im gleichen Ort und sie hat zwei Mal in der Woche die Enkel zur Betreuung dazwischen kommen sie fast tgl.zur Oma .
Alle zusammen fahren jetzt schon mehrere Jahre zusammen in den Urlaub auch hier kracht es mal und der Sohn sagt seinen Eltern auch mal ein paar Takte und das finde ich auch völlig richtig so .
Was ich mit meinen Beispielen sagen möchte : natürlich gibt es zwischen Jung und Alt nicht immer nur positives und man bekommt sich mal in die Wolle wenn man eng zusammen lebt aber in vielen Familien redet man dann miteinander und klärt die Dinge genauso wie es Familien gibt in denen das Zusammenleben nie klappen würde weil da einfach kein Wunsch da ist so eng miteinander zu sein .
Beides finde ich legitim und richtig und es entscheidet letztendlich doch jeder selbst wie er leben möchte und mit wem was ich total richtig finde .
Mein Sohn und ich haben uns dazu entschieden zusammen in einem Haus zu leben was viele mit Sicherheit nicht verstehen weil sie dies niemals in Erwägung ziehen würden doch warum kann man mir dann nicht zugestehen dass es bei uns wirklich gut klappt?
Ich kann mich durchaus zurücknehmen und würde mich nie aufdrängen und ungefragt einfach in die Wohnung meines Sohnes begeben andersherum genauso .
Wir haben unsere Konflikte wie jeder der diese Lebensform lebt doch wir fanden und finden immer einen Weg dies gemeinsam und für beide Seiten annehmbar zu lösen .
Und ich hatte bisher nie das Gefühl dass mein Sohn da vermehrt Kompromisse eingegangen ist weil er sich nicht traute sich gegen seine Mutter durchzusetzen .
Denn wir sind nicht nur Mutter und Sohn sondern auch BEIDE GLEICHBERECHTIGTE Hausbesitzer.
-
07.07.2020, 08:29
AW: Tür an Tür mit Eltern wohnen
Ich spreche aus Erfahrung ;-)
Ich lebte schon paar Jahre in einer Mietwohnung ,als dann unten die Wohnung frei wurde (2-Familien-Haus). Meine Mutter suchte damals, ich hatte ein Baby, war alleinerziehend. Wir hatten schon immer ein gutes Verhältnis, also ist sie eingezogen. Das geht jetzt schon seit 5 Jahren gut. Klar, manchmal gibt's auch Zoff. Aber den würde es wohl auch geben, wenn sie nicht drin wohnen würde und muss nicht zwingend an der Nähe liegen.
Ich würde sagen, es hat alles seine Vor- und Nachteile. Für uns überwiegen die Vorteile.
-
07.07.2020, 10:41Inaktiver User
AW: Tür an Tür mit Eltern wohnen
czepoks, du beteiligst dich so gar nicht an deinem Strang?
-
09.07.2020, 19:24
AW: Tür an Tür mit Eltern wohnen
Danke für eure Ganzen antworten. Ja wir verstehen uns ziemlich gut. Übergriffig, nein. Sie hat ja acuh zur jetzigen Wohnung einen Schlüssel, für den Fall, dass ich meinen verliere, Blumen gießen im Urlaub usw. Aber sie kommt auch jetzt nicht einfach so in meine Wohnung, ohne dass das vorher abgesprochen / erwünscht ist. Ach doch ein einziges mal: Ich bin nicht wie verabredet bei ihr aufgekreuzt, da hat sie sich meinen Schlüssel geschnappt, ist zu meiner Wohnung und hat mich nicht ansprechbar vorgefunden und einen Krankenwagen gerufen. Da war es schon ganz gut, dass sie den Schlüssel hatte und da war. Und eher ist es andersrum, dass ich unabgesprochen in ihre Wohnung gehe, als dass sie in meine geht. Ausnahme wie gesagt, der Tag an dem ich mit dem Notarzt ins krankenhaus befördert wurde
Bisher habe ich die Wohnungsgeschichte nur angesprochen, da hatte sie nur gesagt, dass das zur Zeit ja optimal wäre (da ich dringend auf Wohnungssuche bin und diese Wohnung optimal wäre). Ich habe von der Hausverwaltung allerdings noch keine endgültige Entscheidung bekommen. Bin aber immer noch unsicher. Kenne ansonsten nur ein Paar, dass direkt in der Wohnung unter der Mutter / Schwiegermutter wohnt. Sie findet es gut, er nicht so (aber er kann die Schwiegermutter auch nicht leiden).
Von Erwartungen weiß ich jetzt nichts, aber das werde ich nochmal ansprechen. Was für Erwartungen sind das, an die du denkst?
Ich habe keine wechselnden Männer, keine Ahnung wie sie reagieren würde.Geändert von czepoks (09.07.2020 um 19:35 Uhr)
-
09.07.2020, 20:50Inaktiver User
AW: Tür an Tür mit Eltern wohnen
Selbst wenn, ginge es sie nicht an.
Warum probierst du es nicht mal, wenn die Wohnung so schön ist? Wohnt ihr dann Tür an Tür? Wenn der Wohnungsmarkt so angespannt ist, dann solltest du doch leicht (nach der normalen Frist natürlich) umziehen können?
Glaubst du, dass das dein eigenes Leben irgendwie beeinflussen wird?
-
10.07.2020, 08:41
AW: Tür an Tür mit Eltern wohnen
Ich bin zwar nicht luftistraus, aber es geht einfach darum abzusprechen, ob ihr euch dann z.B. öfter seht als bisher, inwieweit ihr euch gegenseitig unterstützt - ob sie vllt davon ausgeht, dass du regelmäßig zum Essen zu ihr kommst, dass du z.B. (regelmäßig) für sie mit einkaufen gehst. Auch das Betreten der Wohnungen bzw. auch schon unangemeldetes Klingeln für Spontanbesuche sollte noch mal thematisiert werden.
EInfach, damit euch beiden klar ist, wie ihr euch das vorstellt.
Ansonsten klingt das für mich grad so, als könntest du dir das schon vorstellen und bist eher skeptisch, weil man so viel negatives davon hört


Zitieren

