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  1. Inaktiver User

    AW: O Kapitän... Mein Kapitän.... Wer rudert bei euch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oder das du größtenteils den Haushalt machst, weil dein Mann länger arbeitet?
    Das. Ich käme nicht auf die Idee zu warten bis er um 19.00 daheim ist, nur um dann gemeinsam den Haushalt zu machen.
    Da bin ich lange fertig. Und gekocht habe ich auch schon

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    AW: O Kapitän... Mein Kapitän.... Wer rudert bei euch?

    Mich würden zwei Dinge im Rahmen dieses Strangs interessieren.

    Und zwar: Wie habt ihr euch eigentlich kennen gelernt? Ihr seid ja seit 2011 (?) verheiratet, richtig?
    Du schreibst, es war schwer, die Ebene des Kontrollfreaks zu verlassen. Wie bist du das angegangen?
    Ich mein, man stellt sich ja nicht von heute auf morgen in ner Ehe mit Job, Kind, Haus hin und beschließt per Willenskraft:
    "So. Ab jetzt bin ich kein dominanter Kontrollfreak mehr, sondern bleibe passiver."
    Be a voice not an echo.

  3. Inaktiver User

    AW: O Kapitän... Mein Kapitän.... Wer rudert bei euch?

    Ich kann auch nicht ausschließen das wir in einigen Jahren vielleicht wieder ein Problem bekommen..... Wer weiß das schon.

    Hast du das Gefühl ich verleugne mich?

    Ich kehre Dinge unter den Teppich?

    Ich hatte immer das Gefühl, das ich Dinge immer aktiv angehen. Manchmal sogar zu aktiv....

    Finde ich unseren rollenwechsel gut? Ja, absolut.

    Dadurch sehe ich vieles anders.

    Mein Mann geht jeden Tag arbeiten und nicht zu knapp.... Er geht in die Arbeit um Geld zu verdienen.

    Ich gehe mittlerweile arbeiten weil mir die Arbeit Spaß macht, das Geld dazu ist ein willkommener Bonus.

    Dieses Gefühl ist ganz anders. Früher musste ich arbeiten, weil Geld nötig war. Ob ich Lust hätte oder nicht.

    Das war Druck...

    Ich musste mich um Haushalt, Steuer, Büro, Kind usw kümmern.... Ob ich wollte oder nicht....

    Noch mehr Druck....

    Heute kann ich alles frei machen. Kein Druck... Keine Anspannung....

    Ich kann das Gefühl schwer beschreiben... Aber ich war sehr müde... Ich hatte das Gefühl alles allein auf den Schultern zu haben..

    Und je mehr mein Mann übernommen hat, umso besser ging es mir.

    Im Rückblick kann man auch sagen, daß ich wahrscheinlich eine Art burn out oder depressive Verstimmung hatte.

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    AW: O Kapitän... Mein Kapitän.... Wer rudert bei euch?

    Ich hätte gerne erfahren, wie dein Weg war, der Prozess. Es ist eine Sache, zu erkennen, dass man zum Kontrolletti neigt, eine gänzlich andere, sein Verhalten komplett zu verändern. Wie bist du das angegangen?
    Be a voice not an echo.

  5. Inaktiver User

    AW: O Kapitän... Mein Kapitän.... Wer rudert bei euch?

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Mich würden zwei Dinge im Rahmen dieses Strangs interessieren.

    Und zwar: Wie habt ihr euch eigentlich kennen gelernt? Ihr seid ja seit 2011 (?) verheiratet, richtig?
    Du schreibst, es war schwer, die Ebene des Kontrollfreaks zu verlassen. Wie bist du das angegangen?
    Ich mein, man stellt sich ja nicht von heute auf morgen in ner Ehe mit Job, Kind, Haus hin und beschließt per Willenskraft:
    "So. Ab jetzt bin ich kein dominanter Kontrollfreak mehr, sondern bleibe passiver."
    Ja, Hochzeit war erst 2011,da ich eigentlich nie heiraten wollte ;) das ist aber nochmal ein extra Thema

    Ja, das Kontroll freak Ding ablegen...

    Das ist ein Prozess und geht nicht von heute auf morgen. Selbst heute habe ich noch kleine Rückfalle...

    Es hat mit Kleinigkeiten angefangen. Wirklich banale Dinge wie z. B. Restaurant Besuch....

    Und festgestellt, daß nichts schlimmes passiert wenn man es nicht selbst macht.

    Manchmal war es wirklich schwer für mich.
    Weil die geduldigste Person bin ich auch nicht.

    Ich musste mich selbst neu kennen lernen und verstehen warum ich so ein Kontroll freak bin.

    Ich hab relativ schnell verstanden warum ich bin wie ich bin. Aber das Muster zu verlassen.... Puhhh

    Und bei jeder Sache, die ich abgegeben habe, war es erst schwer auszuhalten aber dann fühlte ich mich erleichtert...

    Durch die Stückweise Veränderung ist mit meinem Mann auch etwas passiert. Er fühlte sich auch bestärkt.

    Wir sind beide nicht mehr die gleichen wie vor 10 Jahren....

    Und wie es in 10 Jahren aussieht? Ich weiß es nicht.

    Uns geht es momentan sehr gut, wie es ist. Und das genießen wir

  6. Inaktiver User

    AW: O Kapitän... Mein Kapitän.... Wer rudert bei euch?

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    Ich hätte gerne erfahren, wie dein Weg war, der Prozess. Es ist eine Sache, zu erkennen, dass man zum Kontrolletti neigt, eine gänzlich andere, sein Verhalten komplett zu verändern. Wie bist du das angegangen?
    Ich hatte das grosse Glück, einen Partner zu haben, der mich aus diesem Kontroll Ding mit raus geführt hat.

    Hätte ich das alleine geschafft? Ich glaube ehrlich gesagt nicht.

    Ich konnte mich immer auf ihn verlassen. Er war und ist der Fels in der Brandung.

    Jede Verantwortung die ich abgegeben habe, hat er gerne und mit offenen Armen übernommen. Ich konnte ihm immer mehr vertrauen...

    Da ich als Kind keine Kontrolle hatte, was mit mir passierte, war es für mich das wichtigste als Erwachsener jederzeit die Kontrolle über alles zu haben was ich kontrollieren konnte.

    Ich habe dann aber erkannt, daß ich die wirklichen Dinge im Leben trotzdem nicht kontrollieren kann.

    Und unwichtige Dinge, wie Versicherungen, Steuer, Finanzen, Urlaub usw..... Mir trotzdem keinerlei Sicherheit geben.

    Warum also meine Energie an solche Dinge verschwenden...?

  7. Inaktiver User

    AW: O Kapitän... Mein Kapitän.... Wer rudert bei euch?

    Das schlimmste ist die Erkenntnis wieviel Kraft mich das alles gekostet hat... Ohne das ich es merkte.

    Erst als der Kontroll freak langsam weniger wurde... Habe ich das erkannt....

    Und wenn ich heute wieder merke das ich in das alte Muster komme....

    Tief durch atmen und bewusst gegensteuern

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    AW: O Kapitän... Mein Kapitän.... Wer rudert bei euch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Aber für mich wäre das beklemmend, ich kann es nicht anders sagen, ich würd mich fühlen wie ein Kind. Auch und erst recht wenn es jemand total gut mir mir meint.
    Das hat was mit Loslassen zu tun. Es gibt Menschen, die partout das Ruder nicht aus der Hand geben können, weil sie sich sonst überfordert mit den für sie daraus irrationalen Ängsten fühlen oder vielleicht auch die Annahme, es selbst am besten zu können. Die Freiheit, die du ansprichst, ist nicht dadurch verloren, weil man jemand anderes entscheiden lässt. Warum lässt man ihn entscheiden? Weil man bei bestimmten Themen da frei sein kann, vielleicht auch neugierig? Auch kann man Freiheit verspüren, in dem man vertraut. Vertrauen heißt ja in dem Fall für sich selbst auch Freiheit, denn man muss sich um gewissen Dinge nicht kümmern, weil der Partner dies zu 100 % in beider Interesse erledigt.

    Die totale Abgabe von allen Entscheidungen an den Partner allerdings wäre auch für mich ein Unding.
    Der Humor ist die Maske der Weisheit. Maskenlos ist die Weisheit unerbittlich. - Dürrenmatt -

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    AW: O Kapitän... Mein Kapitän.... Wer rudert bei euch?

    Was war das für eine Krise vor 5 Jahren?

    Dein Mann klingt am Anfang eurer Beziehung dir komplett unterlegen (?)
    Du schildertest "Hilfsarbeiter Job, keine Ausbildung, Problemfamilie" (?)

    Du warst ihm da überlegen.

    Jetzt ist er der Macher und du lässt ihn machen.

    Das tariert euer anfängliches massives Ungleichgewicht aus.

    Und wenn du dich wohlfühlst? Warum nicht...

    Mich interessiert nach wie vor, was wäre, wenn du wieder mehr Eigeninitiative zeigen würdest, wenn er wieder back to the roots müsste.

    Weißt, das meine ich mit "Dynamik" - dass manN einigermaßen geschmeidig Rollen wechseln kann.
    Dass mal der eine die Mami ist, mal der andere. Mal keineR usw.

    Dass Spielzüge nicht festzementiert sind wie am Schachbrett. Dass jeder mal raus darf aus seiner Haut.

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    AW: O Kapitän... Mein Kapitän.... Wer rudert bei euch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und unwichtige Dinge, wie Versicherungen, Steuer, Finanzen, Urlaub usw..... Mir trotzdem keinerlei Sicherheit geben. Warum also meine Energie an solche Dinge verschwenden...?
    Also ICH finde Dinge wie Versicherungen, Steuer, Finanzen, Urlaub ENORM wichtig! (Das mal vorneweg. - da bin ich zu blue-bodenständig).

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich hatte das grosse Glück, einen Partner zu haben, der mich aus diesem Kontroll Ding mit raus geführt hat. Hätte ich das alleine geschafft? Ich glaube ehrlich gesagt nicht.
    Irgendwie kann ich mir darunter gerade nix vorstellen. Hast du vielleicht ein paar Beispiele?
    Oder mit dem Restaurantbesuch.
    Be a voice not an echo.

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