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  1. Inaktiver User

    AW: O Kapitän... Mein Kapitän.... Wer rudert bei euch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Egal ob das beabsichtigt ist oder nicht - das macht einfach abhängig, wenn man die Verantwortung für sich an jemanden abgibt.

    Wieso sollte ich als erwachsene, eigenständige Person ohne jede Einschränkung denn "versorgt werden" als wär ich ein Kind, oder alt und krank?
    Du hast es besser ausgedrückt als ich. Genau das wollte ich damit sagen.

  2. Inaktiver User

    AW: O Kapitän... Mein Kapitän.... Wer rudert bei euch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du hast es besser ausgedrückt als ich. Genau das wollte ich damit sagen.

  3. Inaktiver User

    AW: O Kapitän... Mein Kapitän.... Wer rudert bei euch?

    Ich verstehe eure Argumente

    Danke für die Erklärungen

    Ich empfinde mich nicht als Kind das versorgt werden muss (weil ich es allein nicht hinkriege)

    Ganz im Gegenteil. Ich empfinde Bewunderung für meinen Mann, weil er diese Verantwortung gerne übernimmt.

    Er sieht mich trotzdem als gleichwertig an.

    Denn er weiß das Kinder und Haushalt viel Arbeit sind und das meist Frauen dies ohne Bezahlung 24/7 leisten.

    Ich fühle mich auch nicht in meinen Rechten oder Meinung beschränkt.

    Was soll mich daran verletzen, das er Entscheidungen zum gemeinsamen Wohl allein entscheidet....?

    Er wird seine guten Gründe gehabt haben, wenn er so entschieden hat.... Ich hab da vollstes Vertrauen.

  4. Inaktiver User

    AW: O Kapitän... Mein Kapitän.... Wer rudert bei euch?

    Also wenn man mich fragen würde, ob ich lieber arbeiten gehe oder den Haushalt mache, dann wüsste ich, für was ich mich entscheide.

    Jetzt gehst du genauso arbeiten wie dein Mann, wieso lädst du dir denn den ganzen Haushalt auf? Find ich für deinen Mann eher komfortabel...

    Versorgung hieße für mich persönlich, mein Mann macht den Haushalt.

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    AW: O Kapitän... Mein Kapitän.... Wer rudert bei euch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Auf Augenhöhe... Gleichberechtigung... Frau muss in allem ein Mitspracherecht haben...

    Schließt das eine das andere aus?

    Aber nur weil er das Geld nach Hause bringt, bedeutet es doch nicht das die Frau nichts zu sagen hat.... Ganz im Gegenteil.


    Ist eine Frau nicht emanzipiert, wenn sie die klassische Rolle einnimmt?
    Zitat, gekürzt

    Ich schrieb es bereits, für mich ist Augenhöhe, wenn sich beide auf Augenhöhe fühlen
    Das bedeutet, das Konzept, welches auch immer, passt für dieses Paar

    Natürlich ist es optimal, wenn beide sich auch selbst versorgen können

    Emanzipation ist für mich, die Freiheit der Wahl zu haben und nicht unbedingt alles machen zu müssen, um mich emanzipiert darzustellen
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

  6. Inaktiver User

    AW: O Kapitän... Mein Kapitän.... Wer rudert bei euch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Also wenn man mich fragen würde, ob ich lieber arbeiten gehe oder den Haushalt mache, dann wüsste ich, für was ich mich entscheide.

    Jetzt gehst du genauso arbeiten wie dein Mann, wieso lädst du dir denn den ganzen Haushalt auf? Find ich für deinen Mann eher komfortabel...
    Hahaha, ja das kenne ich.

    In jungen Jahren hab ich sogar nebenbei gearbeitet, das ich mir die putzfrau leisten konnte.

    Bin auch lieber arbeiten gegangen als den Haushalt zu machen.

    Heute ist es anders geworden (ok, ab und zu gönne ich mir den Luxus/putzfrau für die grundreinigung)

    Du empfindest meinen Mann als bequem?

    Er ist jeden Tag mo-fr zwischen 12-14 Stunden in der Arbeit. Ich bin wesentlich kürzer in der Arbeit. Und dann soll er noch gemeinsam mit mir den Haushalt schmeißen?

    Nein, das wäre nicht fair.

    Jeder hat seine Aufgaben bei uns und das ist für uns beide völlig ok.

    Wenn wir die gleichen Arbeitszeiten hätten, würde ich deiner Erklärung zustimmen können.

  7. Inaktiver User

    AW: O Kapitän... Mein Kapitän.... Wer rudert bei euch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Er ist jeden Tag mo-fr zwischen 12-14 Stunden in der Arbeit. Ich bin wesentlich kürzer in der Arbeit. Und dann soll er noch gemeinsam mit mir den Haushalt schmeißen?
    Das läuft bei uns auch so.

  8. Inaktiver User

    AW: O Kapitän... Mein Kapitän.... Wer rudert bei euch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das läuft bei uns auch so.
    Wie meinst du das?

    Das er wesentlich mehr arbeitet und ihr dann gemeinsam den Haushalt macht?

    Oder das du größtenteils den Haushalt machst, weil dein Mann länger arbeitet?

  9. User Info Menu

    AW: O Kapitän... Mein Kapitän.... Wer rudert bei euch?

    Liebe Luftistraus,

    bei dir ist das so, dass mein "Blue-Bri-Radar" massiv anspringt - auch gestern schon.
    In diesem Strang stehen ziemlich viele Dinge zwischen den Zeilen bei dir, bei euch, bei denen ich misstrauisch werde.

    In meinen Ohren klingt da bei dir sowas mit von "Ich muss es mir nur heftig genug einreden, dann glaub ichs irgendwann". Du betonst viele Dinge so positiv, dass ich mich frage, ob du das quasi brauchst, um dir selber Mut zu machen (weil es eben unter der Oberfläche vielleicht gar nicht sooo rosig aussieht?).

    Bitte verstehe mich nicht miss: Ich finde es schön, wenn du glücklich bist in deiner Ehe, mit deinem Mann, mit eurem Kind.

    Ich lese aber so ein mir ganz merkwürdig anmutendes "Ich ordne mich unter und finde mich ab"-Ding.



    Als Beispiel aus diesem Strang (und es gebe extrem viele Hinweise darauf) wähle ich mal dies:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Am Anfang war es fast gegensätzlich.
    Da habe ich alles gewuppt, damit er Raum hatte sich zu entfalten.
    Mir gefällt diese Aussage nicht. Ganz und gar nicht. Weil: Es hat was Destruktives. Wieso?

    Schau mal: Normalerweise ists ja so, dass einer phasenweise in einer Ehe xyz übernimmt, damit der andere mehr Zeit/Platz/Raum hat, um 123 zu erledigen/zu erarbeiten/whatever. Als Beispiele könnte man sagen: Ich habe in den ersten Jahren vorwiegend die Kindererziehung übernommen neben einer TZ-Stelle/war in den ersten Jahren komplett daheim fürs Kind - in diesen Jahren hat er Fortbildung gemacht und verdient jetzt mehr. Als das Kind dann größer war, hab ich meine Stunden erhöht und er hat dafür.....gemacht.

    In einer Ehe ist das - so empfinde ich das - eher so eine Waage: Der eine legt abc rein - der andere dafür 123. Die Waage gleicht sich damit inhaltlich aus. Und dabei ist es individuell, mit WAS sich diese Ehe-Waage ausgleicht, Hauptsache ist, DASS sie sich ausgleicht.

    Wenn du aber schreibst: "Am Anfang habe ich alles gewuppt, damit ER Raum hatte, sich zu entfalten" - klingt das für mich ein Stückweit nach so einer merkwürdigen Selbstverleugnung. Hättest du jetzt gesagt: "In den ersten 3 Jahren war ich komplett zuhause und hab mich ums Kind gekümmert, er war beim VZ-Job" - dann hätte es anders geklungen.

    So wirkt es irgendwie, als sei die Luftistraus-Woman irgendwo im System hinten runter gekippt.


    ...Ich hab mir jetzt auch mal einen älteren Strang von dir angesehen (ich sag nicht, welchen).
    Da schreibst du ganz anders als hier (ich sag nicht, was). Das ist ja auch gerademal 5 Jahre her...Und da schreibst du Dinge, da gehen bei mir wieder die Blue-Alarmglocken an...

    Vielleicht hat sich bei euch in dieser Zeit einiges gewandelt zum Guten hin.

    Aber Probleme sind nicht "weg", nur, weil man sie unter den Teppich kehrt. Die Kohl/Merkel-Aussitzen-Strategie hilft öfter im Leben, aber bei emotionalen Ehedingen muss man sparsam sein damit.


    Hier wären wir an dem Punkt, wo @Rokeby gestern gesagt hat: Jede Ehe hat so eine Art "Deal". Was ist euer Deal?

    Ich hab mir auch überlegt, was der Deal ist zwischen Dr. Blue und mir. Und ja, ich hab da Ideen. Auch bei uns ist nicht alles rosig.


    Was mir auch nicht gut gefällt, ist so dieser Aspekt des Anhimmelns, der da so merkwürdig bei dir rüber kommt (O Kapitän...Mein Kapitän...."). Verstehe mich nicht falsch: Eine gewisse Bewunderung für den anderen, ich glaube, das sollte ein Stückchen immer da sein, einfach, weil man ja auch immer ein Quäntchen noch verliebt ist in seinen Mann. Aber jemandem Bewunderung aussprechen bzw. diese empfinden in allem Respekt voreinander ist was anderes als dieses Anhimmeln. Weil das impliziert, dass man sich dazu selbst herab setzt.


    Ich hab jetzt ganz viel in deinen Strang hinein gelegt, liebe Luft-ist-raus.
    Manchmal muss man luftleere Räume mit Substanz füllen. Und manchmal muss man verstaubte Ebenen verlassen, damit Frischluft in die Bude weht.

    Dir eine gute Zeit, über Rückmeldung und Auseinandersetzung freue ich mich,
    Blue
    Geändert von Blue2012 (03.07.2020 um 11:33 Uhr)
    Be a voice not an echo.

  10. Inaktiver User

    AW: O Kapitän... Mein Kapitän.... Wer rudert bei euch?

    Danke dir blue für deine ehrlichen Worte.

    Ich hab schon öfter geschrieben, daß es bei uns am Anfang ganz anders war.

    Da hab ich mich um alles gekümmert. Hauptverdienerin, Versicherung, Steuer, Haushalt, Kind usw.

    Es hat sich erst mit der Zeit geändert. Ich war mein Leben lang ein Kontroll freak.

    Ich musste lernen auch mal los zu lassen. Ich musste auch erst lernen das ich nicht immer die Stärke sein muss, die alles allein macht.

    Wir hatten in der Ehe auch schon schwierige Zeiten... An der Liebe/respekt hat es aber nie gefehlt.

    Unsere grosse Krise mit der lustlosigkeit von mir war ein wichtiges Zeichen.

    Rückwirkend gesehen, auch völlig logisch warum es passiert ist.

    Das alles detailliert zu schreiben, würde glaube ich den Rahmen sprengen.

    Ich bin auch heute noch der impulsiver, dominante Typ. Das ist meine Persönlichkeit und nicht zu ändern (will ich auch gar nicht)

    Aber mir ist bewusst geworden, wieviel Kraft mich das Thema Kontrolle über alles eigentlich gekostet hat.

    Los zu lassen... Nicht mehr über alles die Kontrolle zu haben.... Vertrauen das der andere es gut machen wird...

    Das musste ich lernen.

    Und der Auslöser war die Krise vor 5 Jahren.

    Wenn du noch Fragen hast, immer raus damit ;)

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