Keine Frau benötigt einen Mann um ein Gurkenglas zu öffnen. Und kein Mann fühlt sich bestätigt das zu tun. Bei mir ist es so: Er macht es auf weil er mir zugewandt ist und mir das erforderliche Werkzeug erspart, einfach so. Wenn ich allein bin schaffe ich das auch.
Nun zu deiner Nachbarschaft: ich lebe in meinem Haus schon mehr als 30 Jahre. Als unsere Ehe ausander ging wurden manche männlichen Nachbarn frecht und haben geglaubt sie könnten sich alles erlauben. Frau alleine mit Kindern.
Ich habe mir nichts gefallen lassen, aufrecht stehen, in die Augen schauen und freundlich alles unverschämte abwimmeln. Ich wohne heute noch da und alle sind freundlich. Aber da musste ich erst einmal durch. Ich mache mich nicht klein, kann ich mit mir selbst nicht vereinbaren.
Meine Kinder sagen ja immer, das geht nur mit deinem "Todesblick". Mag sein, einmaal wollte mich ein entfernterer Nachbar bezüglich Straßenkreide auf öffentlichen Grund ansprechen. Ich habe forsch gefragt: Um was geht es, er umgedreht und mich nie mehr angesprochen.
Nicht einknicken und immer bei deinem Standpunkt bleiben, kurze Worte und gehen, aber immer höflich sein und lächeln. Das wirkt. Damit können die Chefs der Nachbarschaft nicht umgehen.
Du hast dein Haus, deinen Parkplatz, deinen Garten. Und ob deine Tochter im Garten ohne Socken ist oder Peng ist egal.
Gebe nur wohlüberlegt einen Schlüssel in die Nachbarschaft, viele wühlen.
Bis auf einen Nachbarn, habe ich das immer vermieden. Besser ist das.
Tapfer bleiben, Brust raus, gerade sein und freundlich für dich einstehen. Sollte der Nachbar dann nicht gesprächsbereit in moderatem Ton sein oder beleidigend werden.....hoch erhobenes Hauptes den Ort verlassen.
Alles Gute![]()
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19.06.2020, 09:25
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19.06.2020, 09:58Inaktiver User
AW: Nachbarn - oder: wo bin ich falsch abgebogen?
Ich finde diese ganze Diskussion über Stärke und Schwäche in bezug auf die Geschlechter ohnehin ziemlich sinnlos. Es gibt Dinge, die können Männer (z.B. wegen der oft größeren Körperkraft) besser und es gibt Dinge, die können Frauen besser.
Und bei vielen Dingen geht es ohnehin eher um individuelle Stärken/Schwächen, als um geschlechtsspezifische Unterschiede.
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19.06.2020, 10:55
AW: Nachbarn - oder: wo bin ich falsch abgebogen?
Ich weiß es wurde schon viel geschrieben, ich wollte dir@Spatz, nur mitteilen, dass wir auch so ein Kind haben, inzwischen erwachsen.
Nach allem was ich bisher gelesen habe, ist es die gleiche Erkrankung. Damit können viele Mitmenschen nicht umgehen, wir hatten dadurch viele Probleme, auch mit Nachbarn. Viele reagieren aggressiv und verständnislos, wollen mit dem Kind nichts zu tun haben. Dass deine Tochter immer wieder hinging und Dir das niemand mitteilte, passt da zusammen. Sie tut ihnen wahrscheinlich leid aber sie wollen sie loswerden.
Wir haben aktuell auch so ein Kind in der Nachbarschaft und leider darf sie auch nicht mehr zu den Nachbarkindern zum Spielen kommen, das tut mir sehr leid.
Die Sache mit den Parkplätzen ist die andere Baustelle. Da denkt er sich „Frechheit siegt“, die wird schon die Klappe halten.
Hat ja bisher gut funktioniert.
Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur raten, dieses Verhalten von der Sache mit deinem Kind zu trennen.
Wie schon viele vorgeschlagen haben: Jedesmal klingeln und verlangen den Platz freizumachen, auch den Besucherparklpatz.
Bei uns wurde lange unsere Einfahrt von Nachbarn und deren Besuchern blockiert, ganz selbstverständlich vor unserer statt vor deren Einfahrt geparkt.
Erst haben wir jedesmal geklingelt, dann haben wir jedem Besuchsauto einen Zettel angehängt. Schild an der Einfahrt angebracht. 2x musste ich leider bei der Polizei anrufen.
Du bist bei deinen Nachbarn unbeliebt, da musst du selbst dich auch nicht mehr freundlich verhalten.
Sorry, ist meine Erfahrung und der Grund dafür ist leider, dass du alleinerziehend mit schwierigem Kind bist.
Obwohl du nichts dazu kannst.
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19.06.2020, 11:46Inaktiver User
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19.06.2020, 12:04Inaktiver User
AW: Nachbarn - oder: wo bin ich falsch abgebogen?
Die Regelung der besucherparkplatze finde ich sehr unglücklich, da jeder 0,5 eigenanteil hat.
Die anderen haben zusätzlich noch vor ihrer Garage eine park Möglichkeit.
Leider ist das rechtlich/grundbuch so geregelt und man kann nur auf die vernunft der anderen hoffen.
Ich wäre ja so schlecht und würde meine 0,5 Anteil mit etwas dauerhaft belegen, bis die Nachbarn zu einem Gespräch bereit sind......
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19.06.2020, 12:08Inaktiver User
AW: Nachbarn - oder: wo bin ich falsch abgebogen?
Solange sich alle einig sind, dass es Besucherparkplätze sind und keine Parkplätze für die Anwohner (bis auf Be- und Entladen), ist es doch gut geregelt. Ein Problem ist es nur, wenn sich einer nicht daran hält und dann auch noch so auftritt, als sei es sein gutes Recht, dort ständig zu parken. Ich habe nur nicht verstanden, warum niemand vor deiner Garage parken kann, du aber trotzdem aus der Garage rauskommst, wenn er da steht. Wer da steht, müsste doch egal sein, entscheidend ist, ob man rein und raus kann. Dass es dich stört, dass dann ein Besucherparkplatz nicht mehr frei ist, ist natürlich klar, aber da würde ich einfach abwarten, bis es die anderen ebenfalls stört.
Was ich auch nicht ganz verstanden habe: warum stört es deine Nachbarn, dass deine Kleine morgens um 7:30 Uhr barfuß in eurem Garten ist, war sie laut? Hat sie sich irgendwie unangemessen verhalten?Geändert von Inaktiver User (19.06.2020 um 12:13 Uhr)
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19.06.2020, 12:16
AW: Nachbarn - oder: wo bin ich falsch abgebogen?
Hallo Spatz22,
erstmal muß ich dir sagen, das mir das leid tut, was du da so erleben mußtest….es fühlt sich schlimm an, das zu lesen; ich kann es so gut nachempfinden, wie du dich fühlst!
Ich verstehe einige Postings hier nicht; was soll daran so schlimm sein, wenn MEIN Kind in MEINEM Garten mit nackten Füßen herumsitzt??? Und selbst wenn es nackt wäre: na und? Ist doch mein Garten. Ich kann da auch selber nackt herumlaufen; auch um 07.00 Uhr morgens. Wen es stört, soll doch einfach nicht aus dem Fenster in den Garten gucken. Wen interessiert das eigentlich?
Das ärgert mich immer so. Das sich andere so an dem privaten Verhalten auf den eigenen Grundstücken stören und sich beschweren müssen.
Wenn ich morgens um 06.00 laut kreischend nackt durch meinen Garten laufen würde...ok. Ist Ruhestörung. Aber so? Das Kind hat barfuss im Schlafanzug einfach im Garten gesessen. Hallo???? Nicht erwähnenswert!
Und diese ganze Parkplatzsituation kenne ich auch...früher vom Reihenhaus...
eine Story über 13 Jahre lang...mit Gehupe und Polizei. Es war schlimm.
Letztendlich half nur der Umzug. Mit einigen Nachbarn, die so verbohrtund überheblich sind und überhaupt nicht an einer Klärung interessiert sind...konnten wir nichts erreichen. und ich hatte einen Mann. Falls das die Ursache ist, "selbst das" half nichts.
Nur ignorieren ging.
Da wurde ich mit der Zeit wieder lockerer.
Und zu Zeiten von Corona: Wieso kann man nicht einfach freundlich als Nachbar klingeln, wenn es einen stört, wenn das Nachbarskind rüberkommt?
Wieso muß dann immer herumgeblafft werden?
Ich verstehe sowas nicht.
Ich hätte meine Tochter auch draußen herumlaufen lassen. Und wäre nicht ständig hinter ihr hergeeiert. Vor allem, da du ja nicht wußtest, das es den Herrn Bauer stört.
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19.06.2020, 12:23Inaktiver User
AW: Nachbarn - oder: wo bin ich falsch abgebogen?
Machen den Fehler nicht die meisten Menschen?
Irgendwas stört aber um den Frieden nicht zu gefährden oder als kleinlich zu gelten wird geschwiegen....
Und es brodelt und brodelt.... Bis es dann irgendwann eskaliert bzw. Zu emotional aufgeladen herausplatzt...
Und der andere ist wie vor den Kopf gestoßen... Hat vielleicht auch gerade nicht das beste nervenkostum und ab geht die Post....
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19.06.2020, 12:34
AW: Nachbarn - oder: wo bin ich falsch abgebogen?
Ja das stimmt, aber gegenüber von Einfahrten ist es auch verboten. Auch wenn man zum Beispiel zugeparkt wird, kann man die Polizei anrufen. Nicht damit abgeschleppt wird. Aber die Polizei ermittelt tatsächlich den Halter und versucht ihn telefonisch zu erreichen.
Ich hatte Spatz nicht die Empfehlung ausgesprochen, die Polizei zu rufen sondern mir erlaubt aufzuzählen was wir getan haben.
Hier wurde empfohlen, ausdauernd zu hupen. Das würde ich persönlich dann doch nicht tun.
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19.06.2020, 12:49
AW: Nachbarn - oder: wo bin ich falsch abgebogen?
Damit hast du sehr weitgehend recht! Als Momentaufnahme, dieser Blick ist Folge der inneren Haltung, die gar nicht den Gedanken einer Verunsicherung aufkommen lässt. Das hat durchaus etwas mit Einstellung und persönlicher Haltung zu tun. Von meiner äußeren Erscheinung bin ich so ziemlich das Gegenteil einer beeindruckenden oder gar Furcht einflößenden Persönlichkeit, mir selbst kommt das aber gar nicht mal in den Sinn. Die Position klären kann man aber auch genauso schnell am Telefon oder schriftlich - ohne barsch oder unfreundlich zu werden, bestimmt und eindeutig reicht.






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