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    AW: Nachbarn - oder: wo bin ich falsch abgebogen?

    Zitat Zitat von Renardrouge Beitrag anzeigen
    Keine Frau benötigt einen Mann um ein Gurkenglas zu öffnen. Und kein Mann fühlt sich bestätigt das zu tun. Bei mir ist es so: Er macht es auf weil er mir zugewandt ist und mir das erforderliche Werkzeug erspart, einfach so. Wenn ich allein bin schaffe ich das auch.
    Nun zu deiner Nachbarschaft: ich lebe in meinem Haus schon mehr als 30 Jahre. Als unsere Ehe ausander ging wurden manche männlichen Nachbarn frecht und haben geglaubt sie könnten sich alles erlauben. Frau alleine mit Kindern.

    Ich habe mir nichts gefallen lassen, aufrecht stehen, in die Augen schauen und freundlich alles unverschämte abwimmeln. Ich wohne heute noch da und alle sind freundlich. Aber da musste ich erst einmal durch. Ich mache mich nicht klein, kann ich mit mir selbst nicht vereinbaren.
    Meine Kinder sagen ja immer, das geht nur mit deinem "Todesblick". Mag sein, einmaal wollte mich ein entfernterer Nachbar bezüglich Straßenkreide auf öffentlichen Grund ansprechen. Ich habe forsch gefragt: Um was geht es, er umgedreht und mich nie mehr angesprochen.
    Nicht einknicken und immer bei deinem Standpunkt bleiben, kurze Worte und gehen, aber immer höflich sein und lächeln. Das wirkt. Damit können die Chefs der Nachbarschaft nicht umgehen.
    Du hast dein Haus, deinen Parkplatz, deinen Garten. Und ob deine Tochter im Garten ohne Socken ist oder Peng ist egal.
    Gebe nur wohlüberlegt einen Schlüssel in die Nachbarschaft, viele wühlen.
    Bis auf einen Nachbarn, habe ich das immer vermieden. Besser ist das.
    Tapfer bleiben, Brust raus, gerade sein und freundlich für dich einstehen. Sollte der Nachbar dann nicht gesprächsbereit in moderatem Ton sein oder beleidigend werden.....hoch erhobenes Hauptes den Ort verlassen.
    Alles Gute
    Ja, genau so würde ich auch reagieren.

    btw Der "Todesblick" heißt bei uns " Frau Opel Blick "- war eine Kindergärtnerin, die brachte alle zum Schweigen damit - auch die Alpha Väter. Den hab ich mir abgeguckt, du anscheinend auch.

    xoxo

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    AW: Nachbarn - oder: wo bin ich falsch abgebogen?

    Zitat Zitat von Blila1 Beitrag anzeigen
    und wenns mein Leben tausendfach einfacher machen würde: daran würde ich umgehend ersticken
    So habe ich früher auch gedacht und gefühlt.

    Mittlerweile genieße ich es. Das müsste ich aber auch erstmal lernen ;)

    Ich kann den wocheneinkauf natürlich allein ins Haus schleppen... Hab ich seit ewigkeiten nicht mehr gemacht

    Ich kann die autoreifen selbst wechseln.... Hab ich ewig nicht mehr gemacht....

    Glühbirne, etwas reparieren krieg ich allein hin.... Hab ich seit Jahren nicht gemacht.

    Rasen mähen, Hecke schneiden.... Kann ich auch.... Hab ich lang nicht mehr getan

    Voller waschekorb muss nach oben.. Usw

    Ich genieße es, das mein Mann dieses macht. Nicht weil ich schwach oder dumm bin, sondern weil er es machen möchte. Weil er nicht ansehen will, wie seine Frau die 12 Liter milchpackung inkl. 3 Taschen Lebensmittel schleppt. Er behandelt mich wie eine Prinzessin und ich mag es.

    War ungewohnt aber möchte es nicht mehr missen.

    Und mir kannst du erzählen was du magst. In uns sind immer noch viele Ur-Instinkte und alle Männer in meinem Leben haben sich gut gefühlt wenn sie durch diese Kleinigkeiten unterstützen konnten. Sie fühlten sich gut, männlich, nützlich usw.

    Genauso wie ich als Frau einen Mann möchte der mich im Notfall körperlich schützen kann.
    Einen Mann der sich zu helfen weiß.... Und wenn er Blut sieht, nicht ohnmächtig wird
    ............
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.

    Grab nicht zu weit in dem Mist rum, dann stinkt's nur noch mehr. Geh davon weg, und merk dir, wie's gerochen hat, damit du beim nächsten Verlierer früher Lunte riechst. (Zitat Wildwusel)

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    AW: Nachbarn - oder: wo bin ich falsch abgebogen?

    @lustisraus

    Mache ich auch so. Hat aber nichts mit Schwäche zu tun, weil dein Mann ( zumindest bei meinem ist es so ) genau weiß, daß du das selber könntest. Ist ein Liebesdienst, den ich (wir ?) gerne annehmen. Dafür darf ich die unangenehmen Telefonate und den Briefverkehr übernehmen.

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    AW: Nachbarn - oder: wo bin ich falsch abgebogen?

    Ich bin da authentisch. Wenn ich wo Hilfe brauche, frag ich.
    Ich hab oft bei den Hubers nach Gartentipps gefragt. Weil ich da wenig Erfahrung hatte und sie die gern gegeben haben. Einmal hab ich mich auf meiner viel zu kurzen Leiter und der Heckenschere abgemüht. Herr Huber lieh mir gern seine Leiter und knappste selbst die oberen Zweige ab.
    Das ist für mich keine Frage von Schwäche, Stärke, Klimperklimper oder Taktik, sondern von normalem sozialen Umgang. Einer hilft, einer dankt.
    Das aber jetzt "einzusetzen", um den Kontakt zu jemand aufleben zu lassen, der mich unterste Schublade beleidigt hat, entspricht mir null Komma null.
    Das empfände ich tatsächlich als unwürdig und würde meiner Tochter nur über meine Leiche so ein Verhalten vorleben wollen.

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    AW: Nachbarn - oder: wo bin ich falsch abgebogen?

    Zitat Zitat von dolore Beitrag anzeigen
    @lustisraus

    Mache ich auch so. Hat aber nichts mit Schwäche zu tun, weil dein Mann ( zumindest bei meinem ist es so ) genau weiß, daß du das selber könntest. Ist ein Liebesdienst, den ich (wir ?) gerne annehmen. Dafür darf ich die unangenehmen Telefonate und den Briefverkehr übernehmen.
    Ja, so kenne ich das auch.

    Ich hatte zuvor auch schon geschrieben das ich für Spatz das nicht empfehlen würde auf Bezug zu den Nachbarn.

    Allgemein ist es für uns Frauen in solchen Situationen nicht immer einfach.

    Sind wir zu selbstbewusst.... Sind wir emanzen.... Ohne Mann kommt dann gerne auch der Spruch: kein Wunder das du keinen Mann abbekommt...

    Deswegen freundlich und bestimmt und auf keinen Fall die Emotionen zeigen.

    Da wartet Herr Bauer bloß drauf.

    Ich denke schon das es wieder werden kann und Herr Bauer am Ende der Depp dort ist
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.

    Grab nicht zu weit in dem Mist rum, dann stinkt's nur noch mehr. Geh davon weg, und merk dir, wie's gerochen hat, damit du beim nächsten Verlierer früher Lunte riechst. (Zitat Wildwusel)

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    AW: Nachbarn - oder: wo bin ich falsch abgebogen?

    Zitat Zitat von Trianta Beitrag anzeigen
    Findest du die Rolle "armes schwaches Weibchen" eine würdige Rolle? Wenn man so eine spielt, obwohl man das nicht ist, nur um seine Ruhe zu haben, ja das ist unwürdig. Und dazu soll man denjenigen der mir das Leben schwer macht noch um Hilfe bitten und ihm das Gefühl geben er wäre der Held? Ja das ist noch viel unwürdiger.
    Was würdig ist und was nicht, bestimme doch ich in meinem Leben! Und nicht irgendendwelche Nachbarn, die mir noch nicht einmal soo symphathisch sind.

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    AW: Nachbarn - oder: wo bin ich falsch abgebogen?

    Wie ich bereits schrieb: das ist nicht meins. Und in der jetzigen Situation fände ich es außerdem noch völlig unpassend.

    Ich habe früher Hubers oft um Rat gefragt, inzwischen denk ich, das hat ihnen vermittelt, dass ich in anderen Dingen auch unsicher wäre. Ich hab sie damit eingeladen, mich kritischer zu beäugen, als sie es sonst getan hätten.
    Davon hab ich bis zu dem Ausbruch am Sichtschutzzaun nichts bemerkt, aber dann kam es raus.

    Ich glaube, ein selbständigeres Auftreten wäre besser gewesen. Lieber meine Mutter mit dem grünen Daumen um Rat fragen als die Nachbarn, besser einen Freund um Mithilfe bei der Hecke bitten.

    Den Hubers hab ich schon von der Entwicklungsstörung meiner Tochter erzählt, dass wir zu Logo gehen usw..., aber ich glaube, das ist für die neumodischer Kram. Trennungskind und der Mann im Haus fehlt. Ganz einfach.
    Oder einfach schlecht erzogen. Das sehen die Bauers unter Garantie genauso.
    ...von Zeit zu Zeit denke ich über's Dickwerden nach...... wieviel Badewasser könnte ich jährlich sparen....!

    "Aus der Kindheit kommt so einiges, aber man könnte die auch mal beenden und JETZT für sich einstehen."
    (von Rotweinliebhaberin)

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    AW: Nachbarn - oder: wo bin ich falsch abgebogen?



    Liebe Spatz - das liest sich nicht gut und wird Dich noch einige Zeit beschäftigen. Aber glaub mir, sobald die nächste Sau durchs Dorf gejagt wird, wendet sich das Blatt wieder. Im Moment liegt Deine Konzentration leider komplett auf dieser Sache.


    Es tut mir sehr leid, dass Du Dich so hilflos fühlst gerade in der Situation mit mehreren Parteien, die sich vermeintlich auf die Seite des Neuen gestellt haben. Und ich kann Dir nur raten - nimm selber den Blick von der Angelegenheit - dann verliert sie an Bedeutung. Ich wünsche es Dir!


    Geändert von missani (19.06.2020 um 10:00 Uhr)

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    AW: Nachbarn - oder: wo bin ich falsch abgebogen?

    Zitat Zitat von dolore Beitrag anzeigen
    Ich kann Schwäche zeigen aber nicht um einen Vorteil zu erreichen.
    Ich zeige Schwäche, wenn ich Hilfe brauche.Richtige Hilfe. Ehrliche Hilfe.
    Genau: heute nennt man das authentisch sein und handeln. Keine Spielchen

    >luftraus: du vermischst das auch: ich bin keineswegs wild drauf, alles selber zu machen und ich hab kein Problem, einen - wenn er da ist auch meinen - Mann um Hilfe zu bitten oder darum, etwas zu machen, was er besser kann: weil er geübter ist oder größer oder mehr Muskelkraft hat.

    Aber nie würde ich fragen, damit ER sich groß und stark fühlt, jedenfalls nicht, wenn er älter ist als 5

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    AW: Nachbarn - oder: wo bin ich falsch abgebogen?

    Zitat Zitat von Spatz22 Beitrag anzeigen
    Ich bin da authentisch. Wenn ich wo Hilfe brauche, frag ich.
    Ich hab oft bei den Hubers nach Gartentipps gefragt. Weil ich da wenig Erfahrung hatte und sie die gern gegeben haben. Einmal hab ich mich auf meiner viel zu kurzen Leiter und der Heckenschere abgemüht. Herr Huber lieh mir gern seine Leiter und knappste selbst die oberen Zweige ab.
    Das ist für mich keine Frage von Schwäche, Stärke, Klimperklimper oder Taktik, sondern von normalem sozialen Umgang. Einer hilft, einer dankt.
    Das aber jetzt "einzusetzen", um den Kontakt zu jemand aufleben zu lassen, der mich unterste Schublade beleidigt hat, entspricht mir null Komma null.
    Das empfände ich tatsächlich als unwürdig und würde meiner Tochter nur über meine Leiche so ein Verhalten vorleben wollen.
    jetzt erst gelesen. absolute Zustimmung

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