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    Gefühlter Stillstand in allen Bereichen

    Hallo zusammen,

    ich möchte mir einfach einmal etwas von der Seele schreiben...

    Grundsätzlich habe ich ein gutes Leben. Ich bin gesund, hab' eine tolle Familie & Freunde, eine superschöne Wohnung und frisch ein neues Auto (Cabrio). Viel erlebt und gesehen in meine Leben. Viele Auslandsaufenthalte, reisen, zuletzt 1 Jahr Hamburg beruflich, viel gefeiert (meine Jugend gut genutzt dafür ;-)), bin bald 3fache Tante (das beste was mir je passiert ist).

    Aber es gibt zwei große Bereiche, wo ich aus meiner Sicht einfach seit Ewigkeiten nicht vorwärts komme. (Randinfo: ich werde im Juli 31)

    1. Beruflich. Ich habe direkt nach dem Studium bei einer Firma begonnen ,,um mal Arbeitserfahrung zu sammeln und Geld zu verdienen'' Wollte dort höchstens 2 Jahre bleiben, vor allem, da ich etwas Internationales studiert hatte und der Job und die Firma nicht sonderlich international waren/sind. Nun, 6 1/2 Jahre später, bin ich noch immer in der Firma. Ich habe zwar intern bereits 4 Mal die Stelle gewechselt und bin dabei auch ein paar Schritte auf der Karriereleiter hoch gegangen. Aber oft sehe ich diesen Erfolg gar nicht richtig, da es für mich ein Gefühl der ,,Niederlage'' ist, dass ich nach wie vor in DIESER Firma arbeite (Branche und Produkt interessiert mich nicht sooo sehr, Firma ist eher konservativ, aber an sich schon ok) und auch nie geschafft habe, international zu arbeiten. Ich hab mich immer mal wieder mehr halbherzig als alles andere beworben. War von der Firma aus vor 2 Jahren für 1 Jahr in Hamburg. Ich bin also innerhalb der Firma aktiv und tue etwas, komme aber gefühlt da einfach nicht mehr raus.

    In letzter Zeit habe ich mich dann ernsthafter beworben und bin jetzt tatsächlich auch bei einer Firma im Bewerbungsprozess einen Schritt weiter, das nächste Gespräch ist am 2.6. Allerdings habe ich sehr viel Angst davor, dass das nicht klappen wird. Ich stelle mich unheimlich schlimm an bei Bewerbungsgesprächen, das ist fast wie Prüfungsangst. Die Firma fände ich toll. Nicht das, was ich immer wollte, aber auf jeden Fall eine gute Alternative. Der Job würde mich auch sehr interessieren. Ist allerdings auch gar nicht international. Ich hab aber in den letzten Jahren bemerkt, dass die Bereiche, die mich beruflich interessieren einfach nicht international sind.

    Damit sollte ich das Thema ,,international'' doch abhaken können, oder? Ich bin jetzt schlauer, weiß, was ich wirklich interessiert. Und weiß, dass das Internationale nicht das Tolle ist, wie ich immer dachte. Und dennoch denke ich oft: Du hast International Business studiert … und es nie ins International Business ,,geschafft'', während das mehrerer meiner Freundinnen ,,geschafft'' haben. Denn zwar interessiert mich das einerseits nicht mehr so sehr, aber ich bekomme bei internationalen Stellen auch grundsätzlich sofort eine Absage...Was bei mir eben auch ein negatives Gefühl auslöst. Ich würde so gern sagen: Scheiß drauf, du hast es trotzdem weit gebracht bisher!

    Aber ich fühle mich wirklich, als hätte ich nichts erreicht. Und auch, als hätte ich nichts selbst erarbeitet. z.B. das Cabrio, das ich nun frisch habe, ist ein älteres Auto meiner Eltern, die am liebsten kein Geld dafür haben möchten. (werde ihnen aber etwas geben) Viele werden jetzt denken: Was ist da jetzt so schlimm daran, ist doch super! Aber das Problem ist, ich fühle mich, als wäre mir vieles eben zugeflogen (dass ich Tante bin, dieses Auto jetzt habe), aber ich habe selbst aus eigenen Stücken nicht viel erreicht. Und einerseits versuche ich seit Jahren einen neuen - vor allem für mich sinnvolleren - Job zu bekommen, komme aber einfach keinen Meter weiter. Blockiere oder boykottiere mich eventuell unterbewusst selbst???

    2. In Sachen Beziehung. Mit 18-21 hatte ich meine erste Beziehung, dann war ich ganze 6 Jahre Single. Die ersten 2 Jahren war das noch super, das 3. war auch noch ok, das 4. und 5. war dann so langsam schwierig und im 6. Jahr hatte ich eine sehr starke Krise, hab beim Feiern regelmäßig zu viel getrunken und bin abgestürzt und das mit fast 28 damals. Dann habe ich aber bei einem meiner Abstürze meinen aktuellen Ex kennengelernt. Mit ihm war ich ca. 1 1/2 Jahre ,,zusammen'', wenn man das so nennen kann. War während der Hamburg-Zeit, also eine Fernbeziehung. Als ich zurück war, ging es nicht lange gut. Wir sind aber seither (1 1/2 Jahre) noch sehr gut befreundet und pflegen eine funktionierende Freundschaft+. Er hat enorme Bindungsprobleme. Ich denke, ich aber auch. Er war der aktive Bindungsphobiker und ich die passive.

    Währenddessen und seither habe ich viele Psychologiebücher gelesen zu diesen Themen und weiß, dass ich häufig dasselbe Beuteschema habe. Mein Ex und die kurze Affäre davor waren beides Menschen, bei denen von Anfang an klar war, dass sie sich ungern binden möchten. Aber ich, die auf der Suche nach einer echten Beziehung war, habe ich mich dennoch wissentlich darauf eingelassen. Die anderen Personen für die ich in den letzten Jahren geschwärmt habe, waren immer vergeben. In solchen Fällen lass ich die Männer natürlich in Ruhe und versuche nichts. Aber man sieht: Immer die Unerreichbaren interessieren mich. Vor denen, die was ernstes wollten (kam nur 1,2 Mal vor in den letzten 10 Jahren), renne ich weg. Also auch in diesem Bereich: Selbstsabotage - selbst Schuld.

    Mit meinen neuen Erkenntnissen versuche ich jetzt offen, auch über Singlebörsen, jemanden kennenzulernen. Ich hab mich sogar schon mit 6 Männern getroffen. Früher wäre das undenkbar gewesen, da für mich Dates früher ebenfalls eine Art Prüfungsangst auslösten. Jedenfalls war niemand Passendes dabei. Natürlich heiraten immer mehr Menschen in meinem Umfeld nun, bekommen oder planen Kinder, Hausbau etc. Und auch wenn ich mir komplett im Klaren darüber bin, dass nicht alles Gold ist was glänzt und diese Leute auch ihre Probleme haben und einige davon vielleicht auch unglücklich sind in ihrer Situation - das ist mir alles bewusst - sehne ich mich auch nach diesem einen Menschen, mit dem ich mir und der sich mit mir eine Zukunft zumindest vorstellen kann (ob es dann so kommt, wird man dann sehen). Diese Sehnsucht wird immer größer und stärker während ich JGAs plane und Hochzeitspläne für die Hochzeiten meiner Freundinnen schmiede (was mir tatsächlich auch viel Spaß macht)… Viele meiner Freundinnen, die jetzt heiraten, haben ihre Partner online kennengelernt. Aber nicht einmal das klappt bei mir. Bei den anderen sieht das immer so einfach aus... ;-)

    Puh, so, das war's. Ich weiß, es ist viel und ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich hören möchte. Anscheinend stehe ich mir selbst im Weg und bin wahrscheinlich auch zu selbstkritisch und manchmal schaue ich zu sehr auf andere. Aber falls ihr Tipps für mich habt, oder Erfolgsgeschichten (die höre ich natürlich sehr gerne 😛)... Dann würde ich mich freuen. Ansonsten danke fürs Lesen!
    Geändert von HelgaF30 (16.05.2020 um 02:44 Uhr)

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    AW: Gefühlter Stillstand in allen Bereichen

    Langer Beitrag für ein altes Phänomen:
    Torschlusspanik.
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"

  3. Moderation

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    AW: Gefühlter Stillstand in allen Bereichen

    Liebe HelgaF30.

    Willkommen (als Aktive) im Forum!

    Für mich klingt das, was du schreibst, nicht wie „Torschlusspanik“, sondern wie die unangenehme bis qualvolle Enge vor der Häutung.

    Häutung in dem Sinne, dem eigenen Leben einen Schritt näher, und von Erwartungen anderer und alten Mustern einen Schritt weiter weg zu kommen.

    Was möchtest du, was macht dich aus, was vibriert in dir, aber auch, wo fühlst du dich geborgen und richtig?

    Job/Karriere, Wohnung, Freunde, Cabrio, auch Beziehung können Assets sein, aber auch Freude von innen heraus bereiten. Je nachdem, ob du dich mit äußeren Augen, was habe ich geleistet, welche Assets besitze ich?, oder mit innerem Blick betrachtest, lebe ich so wie ich möchte, fühlt sich mein Leben nach mir an?

    Ich plädiere für den inneren Blick.

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    AW: Gefühlter Stillstand in allen Bereichen

    Zitat Zitat von HelgaF30 Beitrag anzeigen
    Aber ich fühle mich wirklich, als hätte ich nichts erreicht. Und auch, als hätte ich nichts selbst erarbeitet. z.B. das Cabrio, das ich nun frisch habe, ist ein älteres Auto meiner Eltern, die am liebsten kein Geld dafür haben möchten. (werde ihnen aber etwas geben) Viele werden jetzt denken: Was ist da jetzt so schlimm daran, ist doch super! Aber das Problem ist, ich fühle mich, als wäre mir vieles eben zugeflogen (dass ich Tante bin, dieses Auto jetzt habe), aber ich habe selbst aus eigenen Stücken nicht viel erreicht. Und einerseits versuche ich seit Jahren einen neuen - vor allem für mich sinnvolleren - Job zu bekommen, komme aber einfach keinen Meter weiter. Blockiere oder boykottiere mich eventuell unterbewusst selbst???
    einen job haben und den gut machen, ist von außen betrachtet eine gute sache!
    eine gute und liebevolle beziehung zu den eltern auch!

    hier geht es also vor allem um deine eigenen ansprüche.
    da habe ich beim lesen das gefühl, du bist vielleicht eine andere als du denkst. international arbeiten ist gar nicht dein ding. du bist eher der bodenständige und kontinuierliche typ.

    meine theorie ist also, dass du dir seit jahren was vormachst und deine eigentlichen bedürfnisse mal genauer erkunden solltest. was ist wichtig? wann fühlst du dich wohl? was hast du in deinem job besonders gut und gerne gemacht?
    ich kann mir vorstellen, dass du dein selbstbild dann korrigieren musst, mit der positiven folge, dass du gezielter auswählst, was du tun willst und dich nicht mehr nur halbherzig und auch nicht ängstlich, sondern überzeugt und mutig bewirbst.

    so, ich schrieb oben: "vielleicht" bist du eine andere, als du denkst. ich sehe also auch noch eine andere möglichkeit, nämlich, dass es dir an selbstvertrauen mangelt und du deshalb zaghaft in bewerbungssituationen reingehst oder sie nur halbherzig herstellst.
    wenn es dann noch um eine stelle aus der kategorie traumjob geht, wäre es ja auch wirklich sehr unschön, auf die nase zu fallen. es geht durchaus ans eingemachte, wenn man ausgerechnet da scheitert, wo das herz dran hängt, um es mal etwas dramatischer auszudrücken.

    wenn solche ängste wirklich gravierend sind, ist es vielleicht besser, in jobs zu bleiben, zu denen man etwas distanz hat. weil man es sonst nicht aushält, dass es immer irgendwie ums ganze geht.

    - soviel als gedankenanstoß.


    Natürlich heiraten immer mehr Menschen in meinem Umfeld nun, bekommen oder planen Kinder, Hausbau etc. Und auch wenn ich mir komplett im Klaren darüber bin, dass nicht alles Gold ist was glänzt und diese Leute auch ihre Probleme haben und einige davon vielleicht auch unglücklich sind in ihrer Situation - das ist mir alles bewusst - sehne ich mich auch nach diesem einen Menschen, mit dem ich mir und der sich mit mir eine Zukunft zumindest vorstellen kann (ob es dann so kommt, wird man dann sehen).
    was für eine zukunft soll das denn sein?
    möchtest du jeden tag in einem haus dem gleichen mann begegnen?
    würdest du da nicht verrückt werden?
    oder geht es mehr um die kinder?

    was glaubst du, woher deine bindungsprobleme kommen?

    Anscheinend stehe ich mir selbst im Weg und bin wahrscheinlich auch zu selbstkritisch und manchmal schaue ich zu sehr auf andere.
    das würde ich bejahen, deine probleme sind völlig ok und du auch, jedenfalls so wie sich dieses posting hier liest.
    es ist nicht jedes leben glatt und einfach.

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    AW: Gefühlter Stillstand in allen Bereichen

    Mal das Beziehungsthema beiseite gelassen: was hast du in deinem Jobleben denn fürzusätzliche Qualifikationen erreicht? Du sagst, du habest intern mehrmals gewechselt, dein Tätigkeitsfeld erweitert - hast du auch mehr Verantwortung übernommen? Projektleitung, oder Teamleitung? Hast du dich diesbezüglich weitergebildet bzw. könntest du das? Führungsseminare belegen, Projektleiterkurse, solche Dinge?
    Damit würdest du dir sowohl im jetzigen Unternehmen noch weitere Möglichkeiten eröffnen, als auch für Bewerbungen in anderen Unternehmen deinen Marktwert deutlich steigern.

    Wie steht es mit Sprachqualifikationen aus? Dass du verhandlungssicher Englisch kannst, ist bei "international business" vorausgesetzt, reicht aber heutzutage nicht, die Konkurrenz ist global und riesig. Da brauchts zusätzliche Sprachkenntnisse, um aus der Masse der Leute, die irgendwas mit "international business" machen, herauszustechen. Spanisch, Französisch, Chinesisch …

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

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    AW: Gefühlter Stillstand in allen Bereichen

    Ich finde, du klingst total reflektiert, und auch sehr sympathisch! Das ist doch schon mal die halbe Miete.
    Vielleicht liegt auf dir zu viel Erfolgsdruck? Von dir selbst, oder auch von deinen Eltern?
    Mit 31 hast du doch schon einiges erreicht, finde ich.
    Das Thema Beziehung gehst du doch auch an, du weißt, was deine großen Probleme sind, und mit deinem Alter musst du doch noch nicht "alles" erreicht haben.
    Einen direkten Rat hab ich nicht, außer vielleich "hab Geduld mit dir, und sei nicht allzu selbstkritisch!" 😊

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    AW: Gefühlter Stillstand in allen Bereichen

    Hallo zusammen,

    vielen Dank erst einmal für eure Antworten! ☺️

    @#2 Ich finde, dass das hier nicht viel mit Torschlusspanik zu tun hat. Torschlusspanik habe ich gelegentlich tatsächlich, weiß wie sich das anfühlt, aber in diesem speziellen Beitrag geht es nicht um Torschlusspanik, vor allem was das Berufliche angeht.

    @#3 und #4 Vielen Dank für diese wertvollen Beiträge, die mich sehr ansprechen und die ich gerne nutzen möchte, um mich zu hinterfragen, ehrlich von innen heraus mit mir zu sein und zu mir zu stehen...Meinen Blickwinkel zu verändern. Ich hoffe, ich schaffe das! Arbeite ja eigentlich schon länger daran und verfalle dann doch wieder in alte Muster.

    @#5 Ich habe ein Jahr in Amerika gewohnt, ein 3 sprachiges Studium absolviert (deutsch, englisch, spanisch) währenddessen ich 1 Semester in Uruguay und 1 Praxissemester in Spanien absolviert habe. Auf dem Papier sind also viele Qualifikationen vorhanden. Da ich aber seit dem Abschluss vor 6 1/2 Jahren nie richtig international gearbeitet habe, ist mir bewusst, dass mir das Praktische fehlt und ich daher mittlerweile unterinteressant bin für internationale Jobs. Interessanterweise mag ich aber viele Bereiche, die international wären, zB Vetrieb oder Einkauf, gar nicht... Was Verantwortung, Führung etc anbetrifft. Ich habe nun viel mehr Verantwortung als früher. Die Stelle, die ich jetzt habe, hatte zuvor mein ehemaliger Teamleiter inne. Leider ist die Stelle mittlerweile keine Teamleiter-Stelle mehr (nun ist es eine beratende Stelle), das hätte ich auch toll gefunden. Teamleitung könnte ich mir durchaus vorstellen, aber mehr auch nicht. Das wäre genug für mich, möchte nicht ganz hoch hinaus, sondern eher bodenständig bleiben. Das passt auch besser zu meinem Wesen.
    Geändert von HelgaF30 (16.05.2020 um 11:11 Uhr)

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    AW: Gefühlter Stillstand in allen Bereichen

    @#7 Vielen Dank für deinen Beitrag!
    Der Erfolgsdruck kommt von mir selbst und von meinem Umfeld (nicht meinen Eltern), in dem meine 3 Single-Freundinnen die totalen Karrierefrauen sind, die international arbeiten und sich bereits vieles erarbeitet haben, zB auch ihre schicken Autos selbst gekauft haben oder durch die guten Jobs zur Verfügung gestellt bekommen - und nicht von ihre Eltern ;-)
    Ich fühle mich nicht nur, als hätte nich noch nicht alles erreicht, sondern als hätte ich gar nichts erreicht und da das seit 6-10 Jahren der Fall ist, ich auf der Stelle trete und es sich nie ändern wird... Aber ich weiß auch, dass ich sehr selbstkritisch bin.
    Geändert von HelgaF30 (16.05.2020 um 11:15 Uhr)

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    AW: Gefühlter Stillstand in allen Bereichen

    Könntest Du "international arbeiten" bitte einmal aus Deiner Sicht definieren?
    Was genau meinst Du damit? WO willst Du arbeiten, und WAS?

    Sorry, das ist mir ein bisschen zu schwammig. So in der der Art "irgendwas mit Menschen" als Berufsziel.

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    AW: Gefühlter Stillstand in allen Bereichen

    Zitat Zitat von ambiva2 Beitrag anzeigen
    einen job haben und den gut machen, ist von außen betrachtet eine gute sache!
    eine gute und liebevolle beziehung zu den eltern auch!

    hier geht es also vor allem um deine eigenen ansprüche.
    da habe ich beim lesen das gefühl, du bist vielleicht eine andere als du denkst. international arbeiten ist gar nicht dein ding. du bist eher der bodenständige und kontinuierliche typ.

    meine theorie ist also, dass du dir seit jahren was vormachst und deine eigentlichen bedürfnisse mal genauer erkunden solltest. was ist wichtig? wann fühlst du dich wohl? was hast du in deinem job besonders gut und gerne gemacht?
    ich kann mir vorstellen, dass du dein selbstbild dann korrigieren musst, mit der positiven folge, dass du gezielter auswählst, was du tun willst und dich nicht mehr nur halbherzig und auch nicht ängstlich, sondern überzeugt und mutig bewirbst.

    so, ich schrieb oben: "vielleicht" bist du eine andere, als du denkst. ich sehe also auch noch eine andere möglichkeit, nämlich, dass es dir an selbstvertrauen mangelt und du deshalb zaghaft in bewerbungssituationen reingehst oder sie nur halbherzig herstellst.
    wenn es dann noch um eine stelle aus der kategorie traumjob geht, wäre es ja auch wirklich sehr unschön, auf die nase zu fallen. es geht durchaus ans eingemachte, wenn man ausgerechnet da scheitert, wo das herz dran hängt, um es mal etwas dramatischer auszudrücken.

    wenn solche ängste wirklich gravierend sind, ist es vielleicht besser, in jobs zu bleiben, zu denen man etwas distanz hat. weil man es sonst nicht aushält, dass es immer irgendwie ums ganze geht.

    - soviel als gedankenanstoß.




    was für eine zukunft soll das denn sein?
    möchtest du jeden tag in einem haus dem gleichen mann begegnen?
    würdest du da nicht verrückt werden?
    oder geht es mehr um die kinder?

    was glaubst du, woher deine bindungsprobleme kommen?



    das würde ich bejahen, deine probleme sind völlig ok und du auch, jedenfalls so wie sich dieses posting hier liest.
    es ist nicht jedes leben glatt und einfach.
    Für mich triffst du in vielerlei Hinsicht den Nagel genau auf den Kopf. Im Beruf ist es glaube ich tatsächlich ein Mix aus den von dir genannten Dingen. Einerseits bin ich wohl gar nicht der Typ als internationale Karrierefrau durchzustarten. Das hab‘ ich schon oft bemerkt, will es aber nicht wahrhaben und dachte auch öfters schon, dass ich mir das vielleicht nur einrede, um mich besser zu fühlen. Andererseits habe ich unterbewusst große Angst zu scheitern...Das ist sowohl im Bezug auf den Traumjob, als auch den Traummann, ein Problem, was der Grund dafür sein könnte, warum ich mich dann gar nicht mehr von der Stelle bewege.

    Ich stelle es mir eigentlich schon schön vor mit einem Mann, den ich liebe und begehre und der mich liebt und begehrt und unserem 1-2 Kindern in einem Haus zu leben... Meine eigene Familie hätte ich schon gerne.

    Ich weiß nicht genau woher die Bindungsangst kommt. Ich habe das Gefühl, dass die Wurzeln in der Kindheit liegen (meine Eltern haben früher sehr sehr viel gestritten) und kein Urvertrauen da ist. Und das Scheitern meiner ersten Beziehung damals hat dann das Übrige getan. (auch wenn die Trennung von mir aus ging)

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